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Das Modell Familie am Ende?

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Genauso aber ist seit langem bekannt, dass die Lebenserwartung glücklicher Paare signifikant höher ist als die von Single. Darüber gibt es sehr aussagekräftige wissenschaftliche Erhebungen.

Ehrlich, ich glaube das ist Gesülze um Familiendenken zu fördern weil der Staat und andere bedeutend mehr davon haben als von Singles.

Wenn ich bedenke, wie viele Paare sich im Alter regelrecht angiften. Die einen Ton am Leibe haben als würde es kein Morgen geben. Ich stelle doch sehr in Frage ob das Gesundheitsfördernd ist.

Ich denke, man muss überzeugt von dem Weg sein den man einschlägt. Wenn jemand mit ü50 total verbittert ist weil er das Alleinsein satt hat, mag das wohl auch nicht sehr förderlich sein. Aber ein überzeugter Single, oder jemand der Partnerschaften ausschließlich in getrennten Räumlichkeiten vollzieht und man sich nur noch für die schönen Dinge des Lebens trifft, wird über deine angeblichen Studien laut lachen.
 
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Re: Das Modell Familie am Ende?
Portion Control,

darf ich mal lachen? Was lese ich unter deiner Ortsangabe?

"oben bei Mutti"

Selbst am Rockzipfel hängen und Kindern die Nestwärme streitig machen.

Seltsam.
 
Diese Scheidungsfolgenaufstellungen finde ich teilweise von der Logik her nicht durchgängig.

1. Nicht berücksichtigt sind hier Trennungen von Paaren, die nicht geheiratet haben. Ist es bei denen etwas anderes?

2. Es wird immer wieder die Formel aufgestellt: glückliche Ehe versus Scheidungsfolgen.
Diese Ehen sind aber nicht glücklich, sonst gäbe es keine Scheidung.
Also müsste man die Rechnung aufstellen: unglückliche Ehe versus Scheidungsfolgen.
DAS würde die Realität eher widerspiegeln.

3. Kann ich persönlich nicht nachvollziehen wieso immer wieder davon die Rede ist, dass sich Ehepartner zu schnell und leichtfertig trennen würden.
In meiner Erfahrung gibt es nur Ehen, die sich nach vielen, vielen Jahren Leid trennen. Oder, wenn eine andere Person ins Spiel kommt (und auch hier, wie soll da eine Ehe aufrecht zu halten sein?).

Wenn man dann die Rechnung aufstellt: "Unglückliche Ehe versus Scheidung", dann gibt es sicherlich die Frage, ob es im Sinne der Kinder gut wäre, dieses Konstrukt noch - unter neuen, anderen Bedingungen - aufrecht zu halten oder ob dies so schwierig zu gestalten wäre, dass eine Trennung doch besser ist.
Das müssen jedoch die Partner untereinander ausmachen und wer kann das schon von außen beurteilen.

Auf alle Fälle finde ich persönlich eine Trennung besser, als wenn Kinder ständig unter Spannungen oder gar Geschrei und Aggression leben müssen.

Dass Kinder mit Eltern, die glücklich miteinander sind, die Trumpfkarte gezogen haben, ist unbestreitbar. Nur, so oft ist das halt nicht der Fall. Und das darf man auch nicht ignorieren.
 
darf ich mal lachen? Was lese ich unter deiner Ortsangabe?

Wenn du alles glaubst was du liest, ist das deine Sache.

1. Nicht berücksichtigt sind hier Trennungen von Paaren, die nicht geheiratet haben. Ist es bei denen etwas anderes?

"Familie" beschränkt sich meiner Meinung nach nicht auf ein unterschriebenes Stück Papier in der Kommode.
Familie wird auch bei unverheirateten Paaren mit Kindern gelebt.
 
Ich denke zu sagen, dass nicht die Trennung, sondern das, was vorher war das Kind schädigt, kann nur jemand sagen, der selbst kein Trennungskind ist.
Meine Eltern haben sich getrennt als ich sechs war und die nächsten zwei Jahre waren wirklich schlimm.
Ich konnte nicht alleine im Bett schlafen (wohl aus Angst, dass Mama auch noch weggeht) und hab daher immer bei meiner Mutter geschlafen. Na ja, theoretisch geschlafen, denn praktisch habe ich stundenlang geweint. JEDE NACHT. Auch habe ich mehr als 10 Jahre gebraucht um meinem Vater 'verzeihen' zu können, dass er einfach so gegangen ist.
Ich will nicht behaupten, dass Zusammenbleiben die beste Lösung ist, aber ich muss mich doch dagegen aussprechen, dass Trennung das Kind irgendwie weniger belastet.
 
Ich denke zu sagen, dass nicht die Trennung, sondern das, was vorher war das Kind schädigt, kann nur jemand sagen, der selbst kein Trennungskind ist.

Das ist deine persönliche Erfahrung.
Meine Erfahrung ist, dass alles, was nach der Trennung meiner Eltern kam, besser war als das, was sich Zuhause abgespielt hat. Und meine Eltern sind sich nicht mal an die Gurgel gegangen oder haben sich oft vor uns gestritten, wie so manch andere.

Was zeigt, dass die Rechnung: "Trennung ist immer schlechter" so nicht stimmt.

Es gibt diese und jene Fälle - Kinder können mitbekommen was los ist, oder auch nicht so sehr, weil die Eltern (noch) in der Lage sind, es fern zu halten.

Die nächste Frage ist zudem, wie deine Eltern geholfen haben mit der Trennung klar zu kommen. Hast du deinen Vater danach noch gesehen? Haben sie versucht dir zu helfen zu verstehen?
Nicht jede Trennung läuft gleich ab.
 
Das ist deine persönliche Erfahrung.
Meine Erfahrung ist, dass alles, was nach der Trennung meiner Eltern kam, besser war als das, was sich Zuhause abgespielt hat. Und meine Eltern sind sich nicht mal an die Gurgel gegangen oder haben sich oft vor uns gestritten, wie so manch andere.
Meine eher auch so wie bei deinem Vorposter, nach der Scheidung, die z. B. bei Umzug so richtig üble Konsequenzen nach sich ziehen kann (neue Schule, Freundeskreis weg, Sportvereine etc.), eher alles hinüber, so richtiger Müll, ohne intakte Familie.

Also tatsächlich die Entwurzelung.
 
Hallo friek,
zu Deinem Beitrag Nr. 204: Dein Beitrag in Schwarz – mein Kommentar in Blau
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Glücklicher in einer Familie in der die Eltern sich nur im Wechsel streiten oder ignorieren und ganz sicher nicht mehr lieben? Wohl kaum.
Zudem löst sich die Familie durch Trennung ja nicht auf. Was soll denn ein getrennt lebendes Paar mit geteiltem Sorgerecht beispielsweise einem Kind nicht bieten können?


Ich unterscheide schon „gesunder Streit“ von „Krieg zwischen den Ehepartnern“. Im zweiten Fall ist schon viel Porzellan kaputt geschlagen worden. Ob die Ehe und damit die Familie noch zu retten ist, wäre auf den einzelnen Fall abzustellen und kann nicht allgemein beantwortet werden. Jedoch widerspreche ich sehr, dass eine Familie durch Trennung sich nicht auflöst bzw. ein Kind es ebenso gut bei getrennten Eheleuten hat, wie bei intakten Familien. Ich spreche nicht von essen und trinken. Da sehe ich jetzt nicht zwangsläufig den Unterschied. Aber was Familie ausmacht, ist das Zusammenleben, das ständige „automatische“ Erlernen des sozialen Umgangs zwischen Mama und Papa und evt. noch der Verwandten. Dieses Erlernen des sozialen Umgangs ist bei getrennt lebenden Eheleuten (Geschiedenen) einfach deutlich schlechter. In meinem familiären Umfeld lebt die Mutter alleine mit dem kleinen Sohn. Zwischen der Mutter und dem Vater (beide unverheiratet) gibt es keinen Streit – nur eben kein Zusammenleben. Der Vater ist sehr beschäftigt mit Aufbau seines sozialen und beruflichen Umfeldes und kommt besuchsweise oder holt den Kleinen ab. Insgesamt hat der Vater aber viel zu wenig Zeit für den Jungen. Der Kleine kann sich zu wenig vom Vater abgucken, die gemeinsame Zeit ist einfach zu kurz. Eine der Folge: Der Junge ist deutlich ängstlicher als gleichaltrige Jungs. Und von wem soll der Kleine lernen, wie ein Ehemann für seine Ehefrau zu sorgen hat? Der Aspekt Fürsorge, die Pflicht des Ehemannes, fällt als Lernbeispiel weitgehend aus dem Aufwachsen des Jungen weg.


Zudem hat Familie an sich erstmal keinen Wert. Es sind auch nur Menschen. Entweder man versteht sich oder eben nicht. Nur weil man blutsverwandt ist muss man nicht befreundet sein oder sich auch nur mögen. Freundschaft oder selbst Sympathie kann man nicht erzwingen, völlig egal ob man Kinder hat.

Oh doch! Familie hat einen sehr sehr hohen Wert. Familie ist viel mehr als nur die Summe verschiedener Einzelpersonen! Es ist das Erlernen und ständige Einüben von Geben und Nehmen in einer sozialen Gemeinschaft, das Erlernen von Verantwortung von Kindesbeinen auf, das Erlernen von Respekt. Alle sozial wichtigen Verhaltensweisen können sicher auch ohne und außerhalb von Familie gelernt werden, jedoch niemals so intensiv.

Natürlich kann man weder Liebe noch Sympathie oder Freundschaft erzwingen. Aber das Weglaufen ist kein Hilfsmittel, welches das Erlernen eines respektvollen Umgangs miteinander ersetzen kann. Ich definiere Liebe nicht als ein Hoch der Gefühle sondern als ein Hoch des Willens, alles zu tun, was dem Anderen und dem Zusammenleben gut tut: Respekt, Vertrauen, Treue, Fürsorge, Dankbarkeit, Zuhören, Pflichtbewusstsein, Ehrlichkeit …. Und ich behaupte: Ist das Hoch der Gefühle zwischen Eheleuten verloren gegangen, besteht Familie nur noch als Möbelgemeinschaft – aber die oben genannten Fakoren (Respekt, Vertrauen ….) sind vorhanden, dann haben auch die Liebe und das Hoch der Gefühle wieder eine Chance. Und diese Chance fällt weg, wenn sich Eheleute trennen.


Zudem wundere ich mich wirklich was für Vorstellungen ihr davon habt warum und wie schnell Leute sich trennen.
Die meisten Beziehungen, nicht mal Ehen, die ich gesehen hab waren laaaaaaange vor der eigentlichen Trennung, manchmal sogar schon Jahre lang völlig leer oder kaputt. Die meisten passen sich immer mehr an und schrauben ihre Ansprüche immer weiter runter bis es dann gar nicht mehr geht oder etwas schwerwiegenderes geschieht, oft irgendeine Form von Betrug. Selbst ohne Kinder. Nur ziehen sie es nicht mehr bis zum bitteren Ende durch, wie früher.
In solchen Fällen sollte eben auch Hilfe von Außen ein Thema sein.

Von daher weiß ich echt nicht woher ihr diese Idee von wegen Wegwerfmentalität habt.

Wegwerfmentalität = wenn man sich durch Triebe und Gefühle zu Handlungen hinreissen lässt, das Ergebnis bereut und sich – wie bei einem voreilig gekauften Produkt – so schnell wie möglich trennt.

Aber ich stimme dir darin zu, dass das eigentliche Problem ist, dass die Leute nicht überlegt und mit kühlem Kopf an ihre Partnerwahl gehen. So unromantisch, dass auch klingen mag. Aber zu versuchen Leute zusammen zu halten, die einfach nicht zusammen passen, ist trotzdem sinnlos.


Auch macht Dein Beitrag nur deutlich, wie wichtig es ist, die Menschen zu schulen, was Ehe und Familie bedeuten und welche Überlegungen anzustellen sind, bevor man miteinander ins Bett steigt.


LG, Nordrheiner


 
Hallo Portion Control,
zu Deinem Beitrag 205 – in Schwarz – mein Kommentar in Blau:
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Ehrlich, ich glaube das ist Gesülze um Familiendenken zu fördern weil der Staat und andere bedeutend mehr davon haben als von Singles.
Es geht nicht primär um das Wohlergehen des Staates, sondern um das Wohlergehen aller Familienmitglieder. Wenn Du das als Gesülze bezeichnest, hast Du den Wert von Familie einfach nicht verstanden.

Wenn ich bedenke, wie viele Paare sich im Alter regelrecht angiften. Die einen Ton am Leibe haben als würde es kein Morgen geben. Ich stelle doch sehr in Frage ob das Gesundheitsfördernd ist.


Sicher, da hast Du Recht. Aber wenn Menschen nicht gelernt haben, respektvoll miteinander umzugehen, für einander zu sorgen, sich um das Wohl des Anderen zu kümmern etc., dann spricht das für „nicht gelernt“ und spricht für eine Familie, in der genau die Verhaltensweisen zu erlernen sind, welche wieder als Basis für eine spätere neue gesunde Familie dienen.


Ich denke, man muss überzeugt von dem Weg sein den man einschlägt. Wenn jemand mit ü50 total verbittert ist weil er das Alleinsein satt hat, mag das wohl auch nicht sehr förderlich sein. Aber ein überzeugter Single, oder jemand der Partnerschaften ausschließlich in getrennten Räumlichkeiten vollzieht und man sich nur noch für die schönen Dinge des Lebens trifft, wird über deine angeblichen Studien laut lachen.

Auch als Single kann man glücklich leben. Aber das ist doch hier nicht die Frage!

LG; Nordrheiner

 
Ich denke zu sagen, dass nicht die Trennung, sondern das, was vorher war das Kind schädigt, kann nur jemand sagen, der selbst kein Trennungskind ist.
Meine Eltern haben sich getrennt als ich sechs war und die nächsten zwei Jahre waren wirklich schlimm.
Ich konnte nicht alleine im Bett schlafen (wohl aus Angst, dass Mama auch noch weggeht) und hab daher immer bei meiner Mutter geschlafen. Na ja, theoretisch geschlafen, denn praktisch habe ich stundenlang geweint. JEDE NACHT. Auch habe ich mehr als 10 Jahre gebraucht um meinem Vater 'verzeihen' zu können, dass er einfach so gegangen ist.
Ich will nicht behaupten, dass Zusammenbleiben die beste Lösung ist, aber ich muss mich doch dagegen aussprechen, dass Trennung das Kind irgendwie weniger belastet.

Ich bin auch ein Scheidungskind und es war ganz genau so bei mir. Ist ja schön wenn sich deine Eltern total friedlich und ohne Geschrei und Krieg im Vorfeld, getrennt haben. Ist aber weiß Gott nicht die Regel. Und ja vielleicht haben deine Eltern dir auch nicht genug geholfen damit besser umzugehen bzw. es zu verstehen. Oft verwenden die Eltern ihre Kinder auch als Schachfiguren um dem Anderen irgendwie noch eins auszuwischen. In beiden Fällen ist das mangelhafte Verhalten der Eltern und nicht die Trennung an sich das entscheidende Problem.

Kindern die Nestwärme streitig machen.

Du solltest mal langsam akzeptieren, dass eben nicht jedes Nest so wohlig kuschelig warm ist wie du es dir scheinabr ausmalst. Nicht wenige sind sogar eiskalt.
Und das was überhaupt erst zu einer Trennung führt senkt oftmals auch die Temperatur im Nest schon erheblich.
Die ganze Zeit drückst du dich vor jeder Aussage dazu, dass eben viele Familien nicht zu kitten sind und eine Trennung da eben definitiv besser für alle Beteiligten ist. Warum? So weltfremd kannst du nicht sein. Dadurch klingt es für mich allerdings eher nach Ideologie und nicht nach sachlicher Beobachtung und Analyse.
Dann hättest du nämlich Argumente und würdest nicht die ganze Zeit nur einseitige, emotionale Phrasen ablassen.
Davon wird jedenfalls keine Partnerschaft glücklicher.
 
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