N
Nihilist
Gast
"Dass wäre so wie wenn ich Kuchen backen will, alle Zutaten bereit stelle und dann hoffe dass die Evolution den Kuchen dann irgendwann gebacken bekommt"
So, wer hat denn Gott gebacken?
Die Naturgesetze sind relativ simpel - aber da aus simplen Dingen mir sehr wenigen Regeln sehr komplexe Dinge entstehen können, ist die Annahme, dass aus den simplen Naturgesetzen komplexe Dinge entstehen können, völlig gerechtfertigt. Man kann die Frage auch umdrehen und fragen:
Welche Gründe gibt es, dass zufällige Kräfte durch Zeit und Chance etwas so komplexes und ausgetüfteltes schaffen wie Gott?
Denn Gott müsste auch unverursacht sein, also durch so etwas wie "Zufall" entstanden sein oder immer schon existieren. Was ist wahrscheinlicher: Dass "immer schon" ein komplexes, bewusstes, vollkommenes, allwissendes, allmächtiges Wesen existierte oder aber ein aus simplen Elementen bestehendes Universum, in dem sich allmählich Komplexität entfaltet, aufgrund relativ einfacher Regeln und in dem es wieder zusammenfällt, um sich neu auszudehnen, ein ewiger Prozess also.....
"Nein, Gott ist kein Masochist. Er könnte auch weil er allmächtig ist kurzen Prozeß mit uns machen dann würde sicher das Leid aufhören....aber.... damit auch die Menschheit (das wäre allerdings Masochistisch). Gott hat sicher gelitten und jedes Elternteil weiss wie furchtbar und schmerzhaft es ist sein Kind zu verlieren. Und das obwohl Eltern beim Unfallgeschehen noch nicht mal dabei sind. Aber Gott musste alles mitansehen was man seinem Sohn antat. Er und sein Sohn ertrugen es für uns Menschen dass wir eines Tages die Möglichkeit haben das wirkliche Leben zu ergreifen."
"Jesus, so scheint es, hat sich nicht für unsere Sünden geopfert, sondern für die allgemeine Schlechtigkeit der Welt, für die wir nichts können, für die Verhältnisse, in die wir hineingeboren werden. Dafür ist - letztlich - Gott verantwortlich, also hat Gott sich selbst für seine eigene Schuld geopfert - d. h. wirklich geopfert hat er sich nicht, ein Opfer beruht auf einem Verzicht, ich sehe aber nicht, worauf Gott verzichtet hat - angesichts der Ewigkeit kann man kaum von Verzicht reden. Vielleicht "verzichtet" er darauf, uns alle endgültig sterben zu lassen? Das Gott einmal erfahren hat, wie es ist, als Mensch zu leben und zu sterben erscheint mir auch eher eine Art Katastrophenvoyeurismus zu sein.
Wir sind aber, nach christlichem Glauben, nicht nur durch die Erbsünde zum Tode verurteilt worden wegen einer Tat, für die uns keine Schuld treffen kann, wir müssen auch noch denjenigen, der für unseren Tod letztlich verantwortlich ist, für moralisch perfekt halten, damit wir Hoffnung haben, nicht endgültig zu sterben oder ewig gequält zu werden. Für mich ist es untragbar, Gott, der mich zum Tode verurteilt hat für meine Sünden, auch noch für moralisch vollkommen halten zu müssen, damit das Todesurteil revidiert wird. Es mag sein, dass wir begrenzte Dankbarkeit für einen Tyrannen empfinden, der uns zum Tode verurteilt (wegen Taten, die kein Todesurteil verdienen) und der uns dann davon erlöst. Aber wir würden ihn immer noch für einen Tyrannen halten und jede Lobpreisung, die wir leisten sollen, für erzwungen und abgepresst halten. Wie sollten wir auf die Idee kommen, diesen Tyrannen für "moralisch vollkommen" zu halten? Und so sehe ich es auch bei Gott, mit will einfach nicht einleuchten, warum Gott als besonders verehrungswürdig zu gelten hat, wo er uns doch für unsere Sünden zum Tode verurteilt hat. Ich habe nichts getan, was dieses Todesurteil rechtfertigen würde, wie die meisten Menschen auch. "
Quelle: dittmar
So, wer hat denn Gott gebacken?
Die Naturgesetze sind relativ simpel - aber da aus simplen Dingen mir sehr wenigen Regeln sehr komplexe Dinge entstehen können, ist die Annahme, dass aus den simplen Naturgesetzen komplexe Dinge entstehen können, völlig gerechtfertigt. Man kann die Frage auch umdrehen und fragen:
Welche Gründe gibt es, dass zufällige Kräfte durch Zeit und Chance etwas so komplexes und ausgetüfteltes schaffen wie Gott?
Denn Gott müsste auch unverursacht sein, also durch so etwas wie "Zufall" entstanden sein oder immer schon existieren. Was ist wahrscheinlicher: Dass "immer schon" ein komplexes, bewusstes, vollkommenes, allwissendes, allmächtiges Wesen existierte oder aber ein aus simplen Elementen bestehendes Universum, in dem sich allmählich Komplexität entfaltet, aufgrund relativ einfacher Regeln und in dem es wieder zusammenfällt, um sich neu auszudehnen, ein ewiger Prozess also.....
"Nein, Gott ist kein Masochist. Er könnte auch weil er allmächtig ist kurzen Prozeß mit uns machen dann würde sicher das Leid aufhören....aber.... damit auch die Menschheit (das wäre allerdings Masochistisch). Gott hat sicher gelitten und jedes Elternteil weiss wie furchtbar und schmerzhaft es ist sein Kind zu verlieren. Und das obwohl Eltern beim Unfallgeschehen noch nicht mal dabei sind. Aber Gott musste alles mitansehen was man seinem Sohn antat. Er und sein Sohn ertrugen es für uns Menschen dass wir eines Tages die Möglichkeit haben das wirkliche Leben zu ergreifen."
"Jesus, so scheint es, hat sich nicht für unsere Sünden geopfert, sondern für die allgemeine Schlechtigkeit der Welt, für die wir nichts können, für die Verhältnisse, in die wir hineingeboren werden. Dafür ist - letztlich - Gott verantwortlich, also hat Gott sich selbst für seine eigene Schuld geopfert - d. h. wirklich geopfert hat er sich nicht, ein Opfer beruht auf einem Verzicht, ich sehe aber nicht, worauf Gott verzichtet hat - angesichts der Ewigkeit kann man kaum von Verzicht reden. Vielleicht "verzichtet" er darauf, uns alle endgültig sterben zu lassen? Das Gott einmal erfahren hat, wie es ist, als Mensch zu leben und zu sterben erscheint mir auch eher eine Art Katastrophenvoyeurismus zu sein.
Wir sind aber, nach christlichem Glauben, nicht nur durch die Erbsünde zum Tode verurteilt worden wegen einer Tat, für die uns keine Schuld treffen kann, wir müssen auch noch denjenigen, der für unseren Tod letztlich verantwortlich ist, für moralisch perfekt halten, damit wir Hoffnung haben, nicht endgültig zu sterben oder ewig gequält zu werden. Für mich ist es untragbar, Gott, der mich zum Tode verurteilt hat für meine Sünden, auch noch für moralisch vollkommen halten zu müssen, damit das Todesurteil revidiert wird. Es mag sein, dass wir begrenzte Dankbarkeit für einen Tyrannen empfinden, der uns zum Tode verurteilt (wegen Taten, die kein Todesurteil verdienen) und der uns dann davon erlöst. Aber wir würden ihn immer noch für einen Tyrannen halten und jede Lobpreisung, die wir leisten sollen, für erzwungen und abgepresst halten. Wie sollten wir auf die Idee kommen, diesen Tyrannen für "moralisch vollkommen" zu halten? Und so sehe ich es auch bei Gott, mit will einfach nicht einleuchten, warum Gott als besonders verehrungswürdig zu gelten hat, wo er uns doch für unsere Sünden zum Tode verurteilt hat. Ich habe nichts getan, was dieses Todesurteil rechtfertigen würde, wie die meisten Menschen auch. "
Quelle: dittmar