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Das Grundeinkommen seit ihr dafür oder dagegen

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Stimmt, Leistungswillen sollte über die Rente belohnt werden, auch wenn aus irgendwelchen Gründen die eingezahlten Beiträge zu niedrig waren (Familienarbeit etc.), wie in der Schweiz wo jeder der eine bestimmte Mindestzahl an Jahren Beiträge zahlt auch den Mindestrentensatz + x erhält.

Genauso wie ich meine, daß man Leute, die tatsächlich dauerhaft nichts leisten können, wegen Krankheit oder Behinderung, aus Hartz herausnehmen und in ein Parallelsystem geben sollte, wo es erstens keine Sanktionen gibt und zweitens Sonderleistungen, die durch die Krankheit bedingt sind, großzügiger finanziert werden. Zum Beispiel erhöhte Heizkosten im Winter wegen krankheitsbedingter Wärmebedürftigkeit oder schnell und unbürokratisch ne neue Waschmaschine wenn die alte hinüber ist, weil ein gehbehinderter Mensch eh Schwierigkeiten hat, seine Wäsche zum nächsten Waschsalon zu befördern.
Hätt ich alles nix dagegen. 🙂
 
@sonnenblume4407:
wenn du es als eine Abstimmung machen könntest, wäre es spannend zu sehen was raus kommt 🙄
 
Ich bin für das Grundeinkommen. Ich weiß jedoch, dass eine Umsetzung sehr schwer bis unmöglich ist, daher dagegen.

Bleibt bitte realistisch mit den Ansprüchen... Rechnet doch bitte einfach 1000€ für jeder Mann (~H4 Level) und vergleicht das mit dem Bundeshaushalt und weint. Es ist eine Träumerei vom feinsten. Selbst mit Einschränkungen (Alter/Staatszugehörigkeit/Einkommensgrenze etc.) wäre die Differenz astronomisch. Selbst wenn wir den ganzen Staatsapparat umstellen würden, wäre die Summe nicht aufzutreiben. Das wäre höchstens realisierbar mit:

- starker Verschuldung -> System bricht schnell in sich zusammen
- Anziehung der Steuern jenseits von gut und böse -> Glückwunsch von den 1000€ kann man dann auch nicht mehr leben wie angedacht
- Reichensteuer -> die Reichen werden euch definitiv weglaufen, weil der Satz sehr hoch sein müsste

BGE bleibt eine Utopie vorerst.
 
"Meine" Version mit dem Wohnraum wäre keine Utopie und problemlos finanzierbar, ohne große Mißbrauchsmöglichkeiten.
Wohnraum braucht jeder, niemand ist gern obdachlos, aber ungünstige Wohnverhältnisse zwingen viele Leute, unter unzumutbaren Bedingungen zu leben, etwa mißhandelte Frauen, die bei ihren Peinigern bleiben müssen, weil sie sonst auf der Straße stehen, so überfüllt wie die Frauenhäuser sind, oder Jugendliche die mit den Eltern Dauerknatsch haben.
Solange die Gemeinden nicht genug festen Wohnraum stellen können mangels sozialem Wohnungsbau, können sie notfalls mit Wohncontainern was machen, die sind billig zu kriegen, wenn man Gemeindearbeiter für die Ausstattung einsetzen kann, und man kann sie überall aufstellen, wo Anschlüsse für Strom, Wasser und ein Kanalanschluß vorhanden sind. Sehe zur Zeit solche Container (als Bürocontainer) täglich auf einer Baustelle, sauber gestapelt und über eine Metalltreppe gut zugänglich, die Wohnversionen sind gar nicht so schlecht ausgestattet, mit Einbaumöbeln, Heizung, Miniküche und Naßzelle.

...will nur niemand, weil die BGE-Befürworter natürlich von fett Bargeld auf die Kralle träumen. Und da können sie lange träumen, denn das wird garantiert nicht kommen.
Das wurde übrigens alles schon in dem BGE-Thread durchgekaut.
 
"Meine" Version mit dem Wohnraum wäre keine Utopie und problemlos finanzierbar, ohne große Mißbrauchsmöglichkeiten.
Wohnraum braucht jeder, niemand ist gern obdachlos, aber ungünstige Wohnverhältnisse zwingen viele Leute, unter unzumutbaren Bedingungen zu leben, etwa mißhandelte Frauen, die bei ihren Peinigern bleiben müssen, weil sie sonst auf der Straße stehen, so überfüllt wie die Frauenhäuser sind, oder Jugendliche die mit den Eltern Dauerknatsch haben.
Solange die Gemeinden nicht genug festen Wohnraum stellen können mangels sozialem Wohnungsbau, können sie notfalls mit Wohncontainern was machen, die sind billig zu kriegen, wenn man Gemeindearbeiter für die Ausstattung einsetzen kann, und man kann sie überall aufstellen, wo Anschlüsse für Strom, Wasser und ein Kanalanschluß vorhanden sind. Sehe zur Zeit solche Container (als Bürocontainer) täglich auf einer Baustelle, sauber gestapelt und über eine Metalltreppe gut zugänglich, die Wohnversionen sind gar nicht so schlecht ausgestattet, mit Einbaumöbeln, Heizung, Miniküche und Naßzelle.

...will nur niemand, weil die BGE-Befürworter natürlich von fett Bargeld auf die Kralle träumen. Und da können sie lange träumen, denn das wird garantiert nicht kommen.
Das wurde übrigens alles schon in dem BGE-Thread durchgekaut.

Nur hat deine Version, unabhängig davon ob es realisierbar ist oder nicht, nichts mit BGE zu tun und darum geht es doch in diesem Thread, oder nicht?
 
Doch, es wäre ein BGE das hauptsächlich aus Sachleistungen besteht, oder ersatzweise (wenn als Mietzuschuß) aus einer ortsüblichen, beschränkten Geldsumme.
Warum "muß" ein BGE automatisch aus Geld bestehen, wenn das wichtigste für Menschen doch Sachleistungen - Wohnung, Essen, Kleidung, Gesundheitsvorsorge - sind?
 
Doch, es wäre ein BGE das hauptsächlich aus Sachleistungen besteht, oder ersatzweise (wenn als Mietzuschuß) aus einer ortsüblichen, beschränkten Geldsumme.
Warum "muß" ein BGE automatisch aus Geld bestehen, wenn das wichtigste für Menschen doch Sachleistungen - Wohnung, Essen, Kleidung, Gesundheitsvorsorge - sind?

Die Idee hinter dem Grundeinkommen ist die Würde des Menschen zu erhalten und ihm zu ermöglichen sein Leben zu gestalten wie es ihm richtig erscheint, ohne Rechenschaft ablegen zu müssen. Das ist BGE.

Deine Idee ist noch menschenunwürdiger ist als das aktuelle System was wir haben und verursacht wahrscheinlich das genaue Gegenteil was das BGE bewirken soll.

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll.

15m² sind nicht viel für eine Person und deutlich weniger als heute vom System einem zugestanden wird. Dabei sind nicht mal Sanitäranlagen... Was ist mit Kinder und und und... Essen und Kleidung als Sachleistung? Sind wir beim Militär? Du sprichst den Menschen die Mündigkeit ab.

Du kannst gerne in solch einem System leben, da bleibe ich 1000x lieber beim H4.
 
"Zur Info ein Grundeinkommen bedeutet das jeder eine bestimmte Summe vom Staat bekommt egal ob man Arbeiten geht oder nicht."

Nicht zwingend. Grundeinkommen bedeutet eher, dass jeder Bürger die Summe X erhalten soll. Wer mehr verdient bekommt logischerweise nichts und wer weniger verdient oder gar nichts erhält dann eben die Differenz. Im Grunde haben wir doch auch bereits ein Grundeinkommen in Form von Grundsicherung bzw. Hartz IV.

Ich bin an und für sich für ein Grundeinkommen, aber nur unter der Voraussetzung, dass es an die Lebenswirklichkeit angepasst ist. Sprich: Wenn der privatversicherte Langzeitarbeitlose Münchner 1000 Euro im Monat erhält, aber 400 Euro für die Private Krankenversicherung zahlt und 600 Euro für Miete dann reicht das dennoch nicht zum Leben. Wenn gleichzeitig der gesetzlich Versicherte ostdeutsche langzeitarbeitslose Landbewohner ebenfalls 1000 Euro erhält, davon nur 150 Euro für die Krankenversicherung zahlt und keine Miete bezahlen braucht, weil er eine kleine Eigentumswohnung hat dann ist das einfach nicht gerecht.

Mein Wunsch wäre es daher, dass das Ganze ähnlich wie bei Sozialhilfe geregelt wird: Jeder Bürger der weniger als Summe X an Einkommen hat, hat Anrecht auf ein Grundeinkommen, welches so aussieht, dass ihm die Kosten für die Unterkunft + Krankenversicherung erstattet werden und er zusätzlich Summe X zum Leben erhält.

Das wäre dann allerdings vom Prinzip das Selbe wie Hartz IV bzw. Grundsicherung. Also können wir auch gleich dabei bleiben.
 
Die Idee hinter dem Grundeinkommen ist die Würde des Menschen zu erhalten und ihm zu ermöglichen sein Leben zu gestalten wie es ihm richtig erscheint, ohne Rechenschaft ablegen zu müssen. Das ist BGE.
Und da liegt schon der Denkfehler, weil da Mißbrauch im großen Stil vorprogrammiert ist.
"Ohne Rechenschaft ablegen" lesen nämlich viele als "Keiner muß Verantwortung übernehmen".

In allen Foren, wo das diskutiert wird, tauchen da automatisch Vorstellungen auf, daß man mit BGE nur nach Lust und Laune arbeiten müsse, die Bedingungen von Arbeitsverträgen könnten jederzeit ignoriert werden, weil man ja auf das Geld nicht lebensnotwendig angewiesen ist, das BGE deckt´s schon ab wenn man wegen Unzuverlässigkeit fliegt.

Worauf das am Ende hinauslaufen täte ist klar, nämlich Verhältnisse wie in Afrika, wo die Arbeitnehmer nur tagesweise für tatsächlich geleistete Arbeit bezahlt werden, weil auch dort in einigen Ländern die Gepflogenheit gilt, einfach der Arbeit fernzubleiben, wenn man gerade genug Geld in der Tasche oder wichtigeres zu tun hat.

Arbeitgeber die diese Scherze nicht mitmachen, chinesische Konzerne z. B., suchen sich dann konsequent ihr Personal im Ausland, in Ländern wo die Arbeiter noch zuverlässig sind wie China oder Indien, und lassen die Einheimischen komplett links liegen, die würden nicht mal angestellt wenn sie auf Knien angekrochen kämen.

Das liefe in Deutschland auch so, alles was unzuverlässig ist wird von vornherein nicht mehr eingestellt, die Betriebe und Fertigungen würden ins Ausland verlegt und der Staat könnte zuschauen, von was er dann das BGE finanzieren will.
 
15m² sind nicht viel für eine Person und deutlich weniger als heute vom System einem zugestanden wird. Dabei sind nicht mal Sanitäranlagen... Was ist mit Kinder und und und... Essen und Kleidung als Sachleistung? Sind wir beim Militär? Du sprichst den Menschen die Mündigkeit ab.
15 qm sind machbar für Mini-Appartments für eine Person, das ist die Standardfläche eines kleinen Standard-Containers.
Sind Kinder, Ehegatten, was anderes da, vermehrt sich der Wohnraum automatisch um entsprechend viele Flächen, eine Vier-Personen-Familie hat also schon Anspruch auf eine kostenlose (!) 60-qm-Wohnung (egal ob festgebaut oder Container), und dann lohnt sich die Sache schon! Sanitäranlagen sind selbstverständlich eingebaut, oder was denkst Du Dir da? Klohäuschen auf der Wiese mit Herzchen in der Tür? 😕

Und Sachleistungen haben den gigantischen Vorteil, daß sie nicht mißbräuchlich verwendet werden können, entweder man nimmt sie in Anspruch oder nicht, aber man kann kein Schindluder damit treiben. Laufen täte das schnell und unbürokratisch über die jeweilige Gemeinde, stell Dir vor Du lebst mit jemandem in dessen Wohnung zusammen, Ihr streitet und Du ziehst mit Sack und Pack aus.
Normalerweise müßtet Du Dir einen neue Bleibe suchen, bei einem Kumpel oder ggf. Hotel oder Pension,

wenn aber jedem Menschen ein Mindestwohnraum gesetzlich zusteht, wäre das ganz simpel,

Du gehst zum Bearbeiter der Gemeinde, nimmst Deinen Mindestwohnraum in Anspruch, kriegst den Schlüssel samt Adresse und ziehst ein, Sache von einer Stunde, kostet Dich null.
Den Wohnraum zur Verfügung stellen, egal ob festgebautes Haus oder (ggf. vorübergehend) Container, muß die Gemeinde, es wäre Dein gesetzlich garantiertes Recht, mindestens einen abschließbaren Raum mit Mindestausstattung (Miniküche, Naßzelle) zu bekommen. Kostenfrei.

Das rechne mal hoch mit den ganzen Mietkosten, die im Moment vor allem sozial schwache Familien extrem belasten, angesichts der aktuellen Miethöhen ... und für viele sozial schwache Leute gibt es nicht mal Kleinwohnungen, die sie sich leisten könnten, weil der soziale Wohnungsbau schon seit Jahren töter als tot ist, und in den vergangenen Jahren größere Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt stärker nachgesucht und deshalb auch hauptsächlich gebaut wurden. Wohnungen wo das Sozialamt bei Hartzern den Kopf schüttelt, weil die zu groß für eine Person sind - so viel Miete zahlt das Sozialamt nicht.
 
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