Ich geh davon aus, bin mir da aber auch nicht ganz sicher, dass sich bei den meisten das Anstandsgefühl melden würde. Also dass man nicht einfach das Geld einsteckt und grinst, was alle für Deppen sind. Ansonsten wäre sowas natürlich zum Scheitern verurteilt und ein Beleg für die Traurigkeit des Zustands des Menschen.
Ich glaube eher, daß die, die anfangs noch normal arbeiten, sich das irgendwann dreimal überlegen, den Deppen für die anderen zu machen, die den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen und deren BGE zu finanzieren.
Schließlich ist den ganzen Tag Freizeit haben auch was schönes, auch wenn man dann weniger Geld hat ... aber wenn man schon etliche Jahre gearbeitet hat und sich entweder schon einen gewissen Rentenanspruch erarbeitet oder aber sich was gespart hat oder ein Hobby, das sogar Geld bringt ... warum soll man dann noch so dumm sein weiterzuarbeiten?
Dazu fällt mir ein konkreter Fall ein, eine Frau, chronisch arbeitslos, die meinte, von ihren Bekannten (voll berufstätig) den ganzen Tag lang per Telefon bespaßt werden zu müssen, weil sie sich ja soooo gelangweilt hat und keine anderen Bekanntschaften hatte, aber selber arbeiten, um den Tag herumzubringen? Auf keinen Fall, das kam natürlich nicht in Frage! Erst hat sie gemeint, unterm Tag stundenlang am Telefon nerven zu können (freut den AG natürlich), als sie da konsequent abgewürgt wurde hat sie versucht, in der Nacht stundenlang zu quatschen, was bei jemandem, der am nächsten Tag früh raus und in die Arbeit muß, natürlich genausowenig ging.
Daß diese Freundschaft ziemlich schnell in die Brüche ging, weil die Arbeitslose einfach nicht die Ansprache bekam die sie haben wollte, weil die anderen den ganzen Tag lang was wichtigeres zu tun hatten als für das arme Kindlein den Alleinunterhalter zu spielen, dürfte klar sein.
In BGE-Zeiten dürfte sich das Phänomen vervielfachen, daß die nichtarbeitenden Gelangweilten den Arbeitern systematisch auf den Wecker fallen, weil alles andere nämlich mit eigener Arbeit (Horror!) verbunden wäre.