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Das Grundeinkommen seit ihr dafür oder dagegen

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Vielleicht machen dann wieder alle mehr den Selbstversorger. Wär auch nicht so schlimm.
Vielleicht würde viel mehr Solidaritätsgefühl aufkommen. Jeder unterstützt jeden. Kennt man doch aus Katastrophenfällen, dass die Leute hilfsbereit werden und sich gegenseitig helfen. Der Egoismus, der Wettbewerb und das Konkurrenzdenken kommt ja durch die Sozialisation im kapitalistisch orientierten Gewinn- und Leistungssystem.

Ich kenne aus Katastrophenfällen aber auch Egoisten, die sich und ihre Familie schützen und auf die anderen 'nen Kack geben.


Ich geh davon aus, bin mir da aber auch nicht ganz sicher, dass sich bei den meisten das Anstandsgefühl melden würde. Also dass man nicht einfach das Geld einsteckt und grinst, was alle für Deppen sind. Ansonsten wäre sowas natürlich zum Scheitern verurteilt und ein Beleg für die Traurigkeit des Zustands des Menschen.

Alles ist schön, solange es genug Menschen tun.
 
Etwas wie das Grundeinkommen ist meiner Meinung nach die einzige Chance, die die meisten Menschen heute oder deren Nachkommen noch haben.
Alles andere bedeutet langfristig, so vermute ich, die Verelendung, Chaos, Leid oder schlimmeres der Massen.

Ich hoffe nur bis die Technik - also Software und Roboter - die allermeisten Jobs ersetzen werden, ist die Erzeugung aller die Grundbedürfnisse deckenden Güter so weit automatisiert und kostengünstig, dass diese ggfs. problemlos an die Bevölkerungen verschenkt werden können. Neben einem Dach über dem Kopf und eine Mindestmenge an Energie (Strom, Wärme) und Wasser.

Vieles darüber hinaus können sich gern diejenigen dann gönnen, die sich noch produktiv einbringen können und daran verdienen.
Das wäre aus meiner Sicht erst einmal fair, zumindest für eine gewisse Zeit des Überganges.
Bis Fragen wie Chancengleichheit geklärt werden müssten. Aber das wäre dann ein nachrangiges Problem, weil es sowieso nur wenige beträfe und die Meisten sowieso erst einmal lernen müssten genügsam zu sein.
Ich denke diejenigen die dann ein Interesse hätten zu arbeiten würden sich das vermutlich sowieso selbst beibringen müssen was dazu in den jeweiligen Bereichen nötig ist, weil ein umfassendes Schulsystem nach heutigen Standards zur Qualifikation für spätere Berufe dann sinnlos wäre.
Möglicherweise gäbe es "klassischen" Schulunterricht dann nur noch für besonders Talentierte, die sehr geeignet für die dann noch existierenden Berufe wären. Vermutlich würde man dann über ein Auswahlverfahren mit Tests an solche Plätze kommen - und das dann unabhängig von Herkunft oder sozialem Status.

Das ist natürlich weit voraus gedacht, aber vielleicht kann man den Ernst bei dem Thema dadurch etwas besser verstehen.
Unser Gesellschaftsmodell, unsere gewohnten Lebensweisen, alles wie es bisher immer in der Menschheitsgeschichte war - geht unaufhaltbar und vermutlich für immer zu Ende. Uns steht eine Zeitenwende bevor die uns langfristig weit voranbringen kann - oder ein nie dagewesenes Chaos erzeugt.

Die einzige Chance die wir haben denke ich, ist zu versuchen diese Entwicklung so früh wie möglich zu steuern.
Das schließt meiner Meinung nach ein bedingungsloses Einkommen ein - oder zumindest etwas ähnliches (Nahrungsmittelgutscheine, kostenlose Güter zur Grundversorgung, Wohnberechtigung).

Wir oder die Nächste sind vielleicht die Generation die langsam in das "Paradies" hinübergeht (Leben als Selbstzweck - Güter ohne Gegenleistung - wie Adam und Eva) - oder in die "Hölle", also das Chaos.

Das ist... gigantisch.
 
Vielleicht machen dann wieder alle mehr den Selbstversorger. Wär auch nicht so schlimm.
Vielleicht würde viel mehr Solidaritätsgefühl aufkommen. Jeder unterstützt jeden. Kennt man doch aus Katastrophenfällen, dass die Leute hilfsbereit werden und sich gegenseitig helfen. Der Egoismus, der Wettbewerb und das Konkurrenzdenken kommt ja durch die Sozialisation im kapitalistisch orientierten Gewinn- und Leistungssystem.
Ich stell mir grad vor, Städte wie Berlin oder Köln würden innerhalb weniger Wochen zu 100% zu Selbstversorgern werden. Also wirklich zu 100%, vom Saatgut bis zur Medizin. Das glaube ich wenig.

Allein schon, weil ein BGE ja nicht automatisch jedem ein Stück Land zuspricht, wo er sich Selbstversorgen kann.

Wieso? Es wird durch die Digitalisierung sowieso Jobs wegfallen.

Die Busse der Digitalisierung fahren aber trotzdem noch, wenn auch autonom. Wie willst du in einer BGE Welt in irgendeiner Großstadt vorwärts kommen? Oder wer sorgt dafür dass bei dir Strom aus der Steckdose kommt? Freiwillige Helfer?
 
Ich stell mir grad vor, Städte wie Berlin oder Köln würden innerhalb weniger Wochen zu 100% zu Selbstversorgern werden. Also wirklich zu 100%, vom Saatgut bis zur Medizin. Das glaube ich wenig.

Allein schon, weil ein BGE ja nicht automatisch jedem ein Stück Land zuspricht, wo er sich Selbstversorgen kann.



Die Busse der Digitalisierung fahren aber trotzdem noch, wenn auch autonom. Wie willst du in einer BGE Welt in irgendeiner Großstadt vorwärts kommen? Oder wer sorgt dafür dass bei dir Strom aus der Steckdose kommt? Freiwillige Helfer?
Ich geh nach wie vor davon aus, dass nicht jeder den Arbeitgebern den Stinkefinger zeigt.

1000 Euro ist immer noch ein Betrag, mit dem man eher zur unteren Einkommensschicht gehört. Es wäre Anreiz, sich was dazuzuverdienen.

Außerdem könnte man diverse Berufsfelder reformen. Die Bürokratie und den Beamtenapparat abbauen. Das Finanzamt entschlacken. Die freigewordenen Arbeitnehmer und die Gehälter könnten dann in den Produktionsanlagen eingesetzt werden. Managergehälter könnten reglementiert werden. Diese Einkommen findet doch jeder übertrieben - sofern er kein Manager ist, versteht sich. Die ganzen Vertreter und Makler, Zwischen- und Börsenhändler, die sowieso nur davon leben, was andere erarbeiten. Man könnte das abschaffen und diese Leute anderweitig einsetzen. Dazu gehört halt dann, evtl. auch mal schmutzige Hände zu bekommen und auf Statussymbole, wie einen luxuriösen Sportwagen, zu verzichten.

Ich tippe, dann könnte man mit 3-4 Stunden Arbeit am Tag auskommen und hätte die gleiche Produktionskraft und Dienstleistungen wie jetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich stell mir grad vor, Städte wie Berlin oder Köln würden innerhalb weniger Wochen zu 100% zu Selbstversorgern werden. Also wirklich zu 100%, vom Saatgut bis zur Medizin. Das glaube ich wenig.

Allein schon, weil ein BGE ja nicht automatisch jedem ein Stück Land zuspricht, wo er sich Selbstversorgen kann.



Die Busse der Digitalisierung fahren aber trotzdem noch, wenn auch autonom. Wie willst du in einer BGE Welt in irgendeiner Großstadt vorwärts kommen? Oder wer sorgt dafür dass bei dir Strom aus der Steckdose kommt? Freiwillige Helfer?


Ja alles soll in Zukunft freiwillig sein.
 
Problem ist auch, dass deutsche Bauern auch keine Deutschen einstellen wollen, weil diese (berechtigterweise) Forderungen haben, die die Bauern nicht erfüllen wollen. Zudem sind die Deutschen die Arbeit auf dem Felde nicht gewohnt. Sie wären anfangs zu langsam und würden gerade am Anfang auch wegen gesundheitlicher Probleme gehäuft ausfallen.
Genau das ist passiert, als irgendein Politiker vor ein paar Jahren beschloß, daß die Bauern keine Ausländer anheuern dürfen und stattdessen deutsche Arbeitslose nehmen "müssen". Von zwanzig die das Amt schickte, sind nur zehn überhaupt aufgetaucht, und von denen war spätestens am zweiten Arbeitstag keiner mehr da, weil ihnen der Muskelkater des ersten Tages die Arbeitsfreudigkeit vermieste. und die Bauern standen mit der ganzen Arbeit allein da, denn ihre gewohnten ausländischen Arbeitskräfte hatten sie ja nicht anheuern dürfen. Mit dem Ergebnis, daß die Bauern massive Verluste hatten, der Spargel wartet nämlich nicht ewig darauf, geerntet zu werden.

Warum sollen Deutsche zu anderen Konditionen ("Forderungen"?) arbeiten als Polen? Die Arbeit ist schließlich die gleiche.
 
Ich geh davon aus, bin mir da aber auch nicht ganz sicher, dass sich bei den meisten das Anstandsgefühl melden würde. Also dass man nicht einfach das Geld einsteckt und grinst, was alle für Deppen sind. Ansonsten wäre sowas natürlich zum Scheitern verurteilt und ein Beleg für die Traurigkeit des Zustands des Menschen.

Ich glaube eher, daß die, die anfangs noch normal arbeiten, sich das irgendwann dreimal überlegen, den Deppen für die anderen zu machen, die den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen und deren BGE zu finanzieren.
Schließlich ist den ganzen Tag Freizeit haben auch was schönes, auch wenn man dann weniger Geld hat ... aber wenn man schon etliche Jahre gearbeitet hat und sich entweder schon einen gewissen Rentenanspruch erarbeitet oder aber sich was gespart hat oder ein Hobby, das sogar Geld bringt ... warum soll man dann noch so dumm sein weiterzuarbeiten?

Dazu fällt mir ein konkreter Fall ein, eine Frau, chronisch arbeitslos, die meinte, von ihren Bekannten (voll berufstätig) den ganzen Tag lang per Telefon bespaßt werden zu müssen, weil sie sich ja soooo gelangweilt hat und keine anderen Bekanntschaften hatte, aber selber arbeiten, um den Tag herumzubringen? Auf keinen Fall, das kam natürlich nicht in Frage! Erst hat sie gemeint, unterm Tag stundenlang am Telefon nerven zu können (freut den AG natürlich), als sie da konsequent abgewürgt wurde hat sie versucht, in der Nacht stundenlang zu quatschen, was bei jemandem, der am nächsten Tag früh raus und in die Arbeit muß, natürlich genausowenig ging.
Daß diese Freundschaft ziemlich schnell in die Brüche ging, weil die Arbeitslose einfach nicht die Ansprache bekam die sie haben wollte, weil die anderen den ganzen Tag lang was wichtigeres zu tun hatten als für das arme Kindlein den Alleinunterhalter zu spielen, dürfte klar sein.
In BGE-Zeiten dürfte sich das Phänomen vervielfachen, daß die nichtarbeitenden Gelangweilten den Arbeitern systematisch auf den Wecker fallen, weil alles andere nämlich mit eigener Arbeit (Horror!) verbunden wäre.
 
Die Osteuropäer wollen die Arbeit in Deutschland auch kaum noch machen. Die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung ist in anderen Ländern besser als in Deutschland. Selbst in ihren eigenen Ländern verbessert sich die Wirtschaftslage, dass sie nicht mehr so sehr gezwungen sind woanders zu arbeiten.

Auch bei Ausländern hängt der Beruf davon ab, was sie gelernt haben, und wenn jemand in Polen oder Rumänien nur Kraftfahrer oder Landwirt gelernt hat, kann er kaum als Arzt oder Ingenieur arbeiten, egal wie gut die Wirtschaftslage ist.

Die Leute, die bei deutschen Bauern arbeiten, sind landwirtschaftliche Saisonarbeiter, die den ganzen Sommer über von einer Einsatzstelle zur anderen ziehen - im Frühjahr erst Spargelernte beim einen Bauern, dann Erdbeeren bei einem anderen, dann Gurken bei einem dritten Bauern, vielleicht noch Kartoffelernte im Herbst und dann haben sie genug verdient, um daheim ihre Familien zu versorgen und dort über den Winter als Kraftfahrer, Holzfäller oder sonstwas weiter zu arbeiten.
 
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