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Das Grundeinkommen seit ihr dafür oder dagegen

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Genau das ist passiert, als irgendein Politiker vor ein paar Jahren beschloß, daß die Bauern keine Ausländer anheuern dürfen und stattdessen deutsche Arbeitslose nehmen "müssen".
Wann und wo soll das der Fall gewesen sein? Kann mich daran gar nicht erinnern 😕

Von zwanzig die das Amt schickte, sind nur zehn überhaupt aufgetaucht, und von denen war spätestens am zweiten Arbeitstag keiner mehr da, weil ihnen der Muskelkater des ersten Tages die Arbeitsfreudigkeit vermieste. und die Bauern standen mit der ganzen Arbeit allein da, denn ihre gewohnten ausländischen Arbeitskräfte hatten sie ja nicht anheuern dürfen. Mit dem Ergebnis, daß die Bauern massive Verluste hatten, der Spargel wartet nämlich nicht ewig darauf, geerntet zu werden.
Das ist doch aber auch nicht verwunderlich. Man kann niemanden zu einer Arbeit zwingen, die er nicht machen will. Dann lässt die Arbeitsmoral nun mal zu wünschen übrig. Ehrlich, würde man mich zwingen z.B. in einem Kindegarten mit Kindern zu arbeiten, würde ich auch nicht erscheinen. Da würde ich lieber auf dem Acker ernten gehen. Nur, sollte man mir auch eine gewisse Wahl lassen und nicht zu irgendeiner Tätigkeit nötigen, nur, weil da gerade Bedarf besteht.

Warum sollen Deutsche zu anderen Konditionen ("Forderungen"?) arbeiten als Polen? Die Arbeit ist schließlich die gleiche.
Solange es Menschen gibt, die, warum auch immer, zu schlechten Arbeitsbedingungen arbeiten, werden sich die Arbeitsbedingungen kaum bessern. Da die deutschen Bauern nun mal immer irgendeinen Dummen gefunden haben, der die Arbeit erledigt, waren sie auch nicht gezwungen etwas zu ändern. Allerdings ändert sich das jetzt auch, weil die Ausländer eben auch nicht dumm sind, und sich natürlich auch die Rosinen bei den Arbeitgebern herauspicken, sofern sie es sich erlauben können.
Meine Bekannten mit der Erdbeerplantage, wechseln z.B. immer mehr von der Felderbeere zur Gewächshauserdbeere. Die Beete sind im Gewächshaus auf Hüfthöhe. Vorteil: Arbeiter müssen sich nicht mehr zum Ernten bücken und sie sind auch durch Wettereinflüsse geschützt. Die Bezahlung ist mittlerweile auch deutlich besser. Allerdings auch die Erdbeere deutlich teurer. Die Felderdbeeren, die sie noch haben, können Kunden selbst pflücken. Die Erdbeeren sind dann auch günstiger, weil hier eben keine Personalkosten anfallen. Allerdings muss sich eben der Kunde selbst schmutzig machen. Scheint aber für viele kein Problem zu sein. Denn das Angebot wird gern genutzt.
 
Wann und wo soll das der Fall gewesen sein? Kann mich daran gar nicht erinnern 😕


Das ist doch aber auch nicht verwunderlich. Man kann niemanden zu einer Arbeit zwingen, die er nicht machen will. Dann lässt die Arbeitsmoral nun mal zu wünschen übrig. Ehrlich, würde man mich zwingen z.B. in einem Kindegarten mit Kindern zu arbeiten, würde ich auch nicht erscheinen. Da würde ich lieber auf dem Acker ernten gehen. Nur, sollte man mir auch eine gewisse Wahl lassen und nicht zu irgendeiner Tätigkeit nötigen, nur, weil da gerade Bedarf besteht.


Solange es Menschen gibt, die, warum auch immer, zu schlechten Arbeitsbedingungen arbeiten, werden sich die Arbeitsbedingungen kaum bessern. Da die deutschen Bauern nun mal immer irgendeinen Dummen gefunden haben, der die Arbeit erledigt, waren sie auch nicht gezwungen etwas zu ändern. Allerdings ändert sich das jetzt auch, weil die Ausländer eben auch nicht dumm sind, und sich natürlich auch die Rosinen bei den Arbeitgebern herauspicken, sofern sie es sich erlauben können.

Das war vor ein paar Jahren hier in Nürnberg, im Knoblauchsland, vor meiner Haustür.

Wobei die Arbeitsbedingungen für die Saisonarbeiter nicht so schlecht sind wie Du unterstellst, denn die kommen jedes Jahr wieder zu "ihrem" Bauern, sofern das nicht irgendein Trottel von Politiker wieder untersagt, und das tun die garantiert nicht wenn es ihnen schlecht ginge. Die kriegen Unterkünfte gestellt, müssen also nicht wie in anderen Saisonjobs im Zelt oder Bus übernachten, kriegen ihren gewohnten Lohn und haben zum Arbeitgeber fast ein familiäres Verhältnis.

Die Bauern sind damals natürlich auf ihrem Schaden sitzengeblieben, denn im Alleingang konnten sie die tägliche Ernte nicht einfahren, so einfach von heute auf morgen kriegt man keine Arbeiter aufs Feld (Deutsche eh nicht, die kriegen schon vom Zuschauen Bandscheibenvorfälle), und die verantwortlichen Politiker samt Jobcenter, das die Kräfte zuverlässig ! hätte stellen müssen, haben das selbstverständlich auch nicht kompensiert.
Waren also die Bauern die Dummen, weil sich irgendein Politiker mal wieder was Hirnverbranntes ausgedacht hat.
Deutsche Arbeitslose in Bayern, momentan eine wirtschaftlichen Boomregion mit stellenweise Vollbeschäftigung, bleiben vermutlich aus guten Gründen arbeitslos. 🙄
 
Wobei die Arbeitsbedingungen für die Saisonarbeiter nicht so schlecht sind wie Du unterstellst, denn die kommen jedes Jahr wieder zu "ihrem" Bauern,
Anscheinend sind die Bedingungen in anderen Ländern besser. Denn wie gesagt, so gerne kommen die Osteuropäer nicht mehr nach Deutschland. Hast du das noch nicht mitbekommen? Gerade in den letzten zwei Jahren war das immer wieder Thema in den Nachrichten.

Waren also die Bauern die Dummen, weil sich irgendein Politiker mal wieder was Hirnverbranntes ausgedacht hat.
Ich halte auch nichts von irgendwelchen Kurzschlussreaktionen von Politikern. Andererseits muss man auch sagen, dass sich auch die Bauern langsam mal was einfallen lassen müssen. Und nicht nur die... auch andere unbeliebte Berufszweige müssen sich neue Wege einfallen lassen, um Arbeiter zu gewinnen.
In Speyer gibt es z.B. einen Hobbybäcker der gelernter Betriebswirt ist, und eine Bäckerei eröffnet hat, wo nicht zu unchristlichen Zeiten das Brot gebacken wird. Die Angestelltn fangen um 8 Uhr an zu arbeiten. Allerdings macht sein Laden dann auch erst am Nachmittag auf und es gibt nur Brot und Baguette im Angebot. Probleme Angestellte zu finden hatte er nicht und der Laden läuft sogar mehr als gut.
Das ist mal ein völlig andres Konzept, was so vorher noch nie jemand verfolgt hat. Und es scheint, oh Wunder, auch zu funktionieren.

Deutsche Arbeitslose in Bayern, momentan eine wirtschaftlichen Boomregion mit stellenweise Vollbeschäftigung, bleiben vermutlich aus guten Gründen arbeitslos. 🙄
Ach, das ist kein neues Phänomen. Völlig Arbeitsunwillige gab es schon immer (selbst in der ehemaligen DDR). Aber das sind gemessen an der Gesamtbevölkerung nur sehr wenige. Die Gesellschaft ist durchaus in der Lage solche Menschen durchzuschleifen. Aber eine Gesellschaft wird nie einen Arbeitsunwilligen zu einem Arbeitstier machen können. Es bringt sogar nur Nachteile, würde man solche Menschen zu irgendeiner Arbeit zwingen. Die stehen den Arbeitgeber und den anderen Arbeitnehmern nur im Wege. Dann sollen sie lieber zu Hause bleiben.
 
Meine Bekannten mit der Erdbeerplantage, wechseln z.B. immer mehr von der Felderbeere zur Gewächshauserdbeere. Die Beete sind im Gewächshaus auf Hüfthöhe. Vorteil: Arbeiter müssen sich nicht mehr zum Ernten bücken und sie sind auch durch Wettereinflüsse geschützt. Die Bezahlung ist mittlerweile auch deutlich besser. Allerdings auch die Erdbeere deutlich teurer. Die Felderdbeeren, die sie noch haben, können Kunden selbst pflücken. Die Erdbeeren sind dann auch günstiger, weil hier eben keine Personalkosten anfallen. Allerdings muss sich eben der Kunde selbst schmutzig machen. Scheint aber für viele kein Problem zu sein. Denn das Angebot wird gern genutzt.

Ja so ändert sich auch die Zeit. Meine Großeltern waren noch froh und dankbar wenn der Bauer ihnen erlaubt hat auf dem Feld die Rest abzuernten.
Heute diskutieren wir darüber, ob Erntearbeit zumutbar ist.

Nicht falsch verstehen: ich will sowas auch nicht machen und kann jeden verstehen, der bestimmte Arbeiten ablehnt. Ich glaube aber, dass viele Menschen in einer "Blase" leben. Ich kenne selber Menschen, die Hilfen beziehen und sagen "ich will ja arbeiten", aber wenn es dann darum geht eine Arbeit anzunehmen, dann sind ihre Wünsche fast unerfüllbar hoch.
- max 5 km Umkreis
- keine Schichtarbeit
- kein Stress
- keine Kunden
- max 6 Stunden am Tag
- mindestens 1.400 netto
- keine Fachkenntnisse notwendig
- sich nicht schmutzig machen
- usw.

Ich will gar nicht sagen, ich sei irgendwie besser, ich will nur sagen auf welchem Niveau wir über ein BGE diskutieren. Auf einem Niveau: Auf einem Luxusniveau, welches Arbeit nur noch als akzeptabel darstellt wenn diese zur kreativen Selbstverwirklichung dient.

Arbeit ist Arbeit und ja manchmal schmutzig. Und jemand wird sie auch künftig machen müssen. Ob das künftig nur noch Migranten und Gastarbeiter tun oder nicht, irgendjemand muss.
 
Durch ein BGE könnten schlecht bezahlte Jobs sich Positiv ändern.
Wenn keiner diese Jobs machen würde müssten viele Arbeitsgeber die Gehälter erhöhen und die Arbeitszeiten erhöhren und die Arbeitsverträge besser machen.
Durch das BGE wüeden evtl auch die Zeitarbeitsfirmen verschwinden.
 
Durch ein BGE könnten schlecht bezahlte Jobs sich Positiv ändern.
Wenn keiner diese Jobs machen würde müssten viele Arbeitsgeber die Gehälter erhöhen und die Arbeitszeiten erhöhren und die Arbeitsverträge besser machen.
Durch das BGE wüeden evtl auch die Zeitarbeitsfirmen verschwinden.
Oder aber die schlecht bezahlten Jobs, die ja meist durch ungelernte Arbeitskräfte ausgeführt werden, werden dann einfach ins Ausland verlagert.
 
Genau das ist passiert, als irgendein Politiker vor ein paar Jahren beschloß, daß die Bauern keine Ausländer anheuern dürfen und stattdessen deutsche Arbeitslose nehmen "müssen". Von zwanzig die das Amt schickte, sind nur zehn überhaupt aufgetaucht, und von denen war spätestens am zweiten Arbeitstag keiner mehr da, weil ihnen der Muskelkater des ersten Tages die Arbeitsfreudigkeit vermieste. und die Bauern standen mit der ganzen Arbeit allein da, denn ihre gewohnten ausländischen Arbeitskräfte hatten sie ja nicht anheuern dürfen. Mit dem Ergebnis, daß die Bauern massive Verluste hatten, der Spargel wartet nämlich nicht ewig darauf, geerntet zu werden.

Warum sollen Deutsche zu anderen Konditionen ("Forderungen"?) arbeiten als Polen? Die Arbeit ist schließlich die gleiche.


Naja wenn dass so ist wäre doch das BGE gut. Die Leute die nicht wollen bekommen das BGE und der rest der will arbeitet und bekommt zusätzlich das BGE. Da muss der Arbeitgeber nicht den Arbeitslosen beschäftigen und beide können durchatmen.
 
Daß diese Freundschaft ziemlich schnell in die Brüche ging, weil die Arbeitslose einfach nicht die Ansprache bekam die sie haben wollte, weil die anderen den ganzen Tag lang was wichtigeres zu tun hatten als für das arme Kindlein den Alleinunterhalter zu spielen, dürfte klar sein.
In BGE-Zeiten dürfte sich das Phänomen vervielfachen, daß die nichtarbeitenden Gelangweilten den Arbeitern systematisch auf den Wecker fallen, weil alles andere nämlich mit eigener Arbeit (Horror!) verbunden wäre.
Oder sowas bleiben Einzelfälle. Für gewöhnlich möchte niemand anderen derart auf den Wecker fallen. Und den meisten ist es auch nicht egal, als fauler Assi gesehen zu werden. Man möchte sozial zugehören, und wenn man mit Arbeitslosigkeit Missbilligung erfährt (Freundschaften gehen zu Brüche) und mit Arbeit Anerkennung, dann wird man (für gewöhnlich) kucken, dass man eine berufliche Beschäftigung hat.

Oder aber die schlecht bezahlten Jobs, die ja meist durch ungelernte Arbeitskräfte ausgeführt werden, werden dann einfach ins Ausland verlagert.
Die Bedingungen im Ausland zu verbessern, damit die Leute da nicht mehr derart ausgebeutet werden und bessere Lebensumstände erhalten, sollte eigentlich ein globales Anliegen sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Bedingungen im Ausland zu verbessern, damit die Leute da nicht mehr derart ausgebeutet werden und bessere Lebensumstände erhalten, sollte eigentlich ein globales Anliegen sein.

Ist es aber nicht. Nicht für die Firmen und für manche Staaten auch nicht.

Das ist ein frommer Wunsch, der an der Realität deutlich vorbei geht.
 
Ist es aber nicht. Nicht für die Firmen und für manche Staaten auch nicht.

Das ist ein frommer Wunsch, der an der Realität deutlich vorbei geht.

Ja ist es nicht. Aber man kann durchaus auch mal dafür einen Gedanken investieren, finde ich.

Ich will einen Ponyhof als Welt.
 
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