Ostergesetz
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Liebe Mitglieder,
mein kleiner Cousin (11 Jahre alt) war eigentlich schon immer auffällig und nachdem seine Eltern das längere Zeit ignoriert haben, haben sie ihn dann doch im Zuge der Vorschuluntersuchung auch mal testen lassen. Ergebnis war ADHS und Autismus. Leider ist es so, dass seine Eltern die Diagnosen nicht wahrhaben wollen bzw. immer sagen "aber er ist doch intelligent". Was ja auch sein kann, nur kann man schwer seine Auffälligkeiten wegdiskutieren, insbesondere im sozialen Bereich (rumschreien, schlagen, anderen was wegnehmen usw).
Ich bin die älteste der Cousins und Cousinen mit 26 Jahren und hatte mit ihm nicht super viel zu tun und bin quasi einfach davon ausgegangen, dass mein Onkel und seine Frau ihm adäquate Hilfe zukommen lassen. Jetzt musste ich lernen, dass dem nicht so ist. Er hat keinerlei spezielle Unterstützung bekommen. Und die Konsequenz ist, dass er vor einigen Monaten von der Schule geflogen ist. Nicht wegen schlechter Noten, sondern weil mit ihm in der Klasse kein Unterricht möglich ist. Er hat sogar Messer mit in die Schule gebracht, Mitschüler bedroht usw. 🙁
Er wohnt jetzt bei seinem Vater, der ihn seit Monaten einfach zu Hause vor dem TV parkt 😱 Keine Schule, keine Therapie, nichts. Nur zum Fußball geht er noch. Begründung des Vaters ist, dass es Quatsch sei, der Junge sei so intelligent und wäre einfach unverstanden und er würde ihn sicher nicht auf eine spezielle Schule geben. Also lässt er ihn zu Hause...joa. Die Mutter ist froh, dass sie den Jungen los ist, weil er so anstrengend ist (wen wunderts?) und weigert sich auch gegen z.B. eine Förderschule, weil er da "brainwashed" würde. Dasselbe gilt natürlich für Medikamente und Therapie.
Mir ist schon klar, dass ich in dieser Sache keine Handhabe hab. Ich bin nur die große Cousine. Aber ich mache mir Sorgen um ihn, denn ohne Förderung wird er nicht klar kommen, fürchte ich. Und was ist das bitte für eine Art ihn einfach zu Hause zu lassen? Immerhin gibt es ja Schulpflicht. Mit sich reden lässt mein Onkel leider nicht. Ich hätte ja auch keine Ahnung und würde den Jungen nur missverstehen. Dabei möchte ich nur, dass ihm geholfen wird, denn glücklich ist er nicht in seiner Lage. Er hätte gern Freunde usw wie seine Schwestern es haben...
Meine Frage wäre wie lange es dauert bis das Jugendamt sich in solchen Fällen einschaltet? Gibt es außer reden irgendwas, was wir als Familienmitglieder tun können? Meine Mutter findet das auch ganz furchtbar, versucht immer mit dem Vater (ihrem Bruder) zu reden, aber stößt auf taube Ohren. Der Junge ist intelligent, soll aufs Gymnasium und basta, so die Argumentation.
mein kleiner Cousin (11 Jahre alt) war eigentlich schon immer auffällig und nachdem seine Eltern das längere Zeit ignoriert haben, haben sie ihn dann doch im Zuge der Vorschuluntersuchung auch mal testen lassen. Ergebnis war ADHS und Autismus. Leider ist es so, dass seine Eltern die Diagnosen nicht wahrhaben wollen bzw. immer sagen "aber er ist doch intelligent". Was ja auch sein kann, nur kann man schwer seine Auffälligkeiten wegdiskutieren, insbesondere im sozialen Bereich (rumschreien, schlagen, anderen was wegnehmen usw).
Ich bin die älteste der Cousins und Cousinen mit 26 Jahren und hatte mit ihm nicht super viel zu tun und bin quasi einfach davon ausgegangen, dass mein Onkel und seine Frau ihm adäquate Hilfe zukommen lassen. Jetzt musste ich lernen, dass dem nicht so ist. Er hat keinerlei spezielle Unterstützung bekommen. Und die Konsequenz ist, dass er vor einigen Monaten von der Schule geflogen ist. Nicht wegen schlechter Noten, sondern weil mit ihm in der Klasse kein Unterricht möglich ist. Er hat sogar Messer mit in die Schule gebracht, Mitschüler bedroht usw. 🙁
Er wohnt jetzt bei seinem Vater, der ihn seit Monaten einfach zu Hause vor dem TV parkt 😱 Keine Schule, keine Therapie, nichts. Nur zum Fußball geht er noch. Begründung des Vaters ist, dass es Quatsch sei, der Junge sei so intelligent und wäre einfach unverstanden und er würde ihn sicher nicht auf eine spezielle Schule geben. Also lässt er ihn zu Hause...joa. Die Mutter ist froh, dass sie den Jungen los ist, weil er so anstrengend ist (wen wunderts?) und weigert sich auch gegen z.B. eine Förderschule, weil er da "brainwashed" würde. Dasselbe gilt natürlich für Medikamente und Therapie.
Mir ist schon klar, dass ich in dieser Sache keine Handhabe hab. Ich bin nur die große Cousine. Aber ich mache mir Sorgen um ihn, denn ohne Förderung wird er nicht klar kommen, fürchte ich. Und was ist das bitte für eine Art ihn einfach zu Hause zu lassen? Immerhin gibt es ja Schulpflicht. Mit sich reden lässt mein Onkel leider nicht. Ich hätte ja auch keine Ahnung und würde den Jungen nur missverstehen. Dabei möchte ich nur, dass ihm geholfen wird, denn glücklich ist er nicht in seiner Lage. Er hätte gern Freunde usw wie seine Schwestern es haben...
Meine Frage wäre wie lange es dauert bis das Jugendamt sich in solchen Fällen einschaltet? Gibt es außer reden irgendwas, was wir als Familienmitglieder tun können? Meine Mutter findet das auch ganz furchtbar, versucht immer mit dem Vater (ihrem Bruder) zu reden, aber stößt auf taube Ohren. Der Junge ist intelligent, soll aufs Gymnasium und basta, so die Argumentation.