Hallo hier ein Update:
Ich habe die Beteiligten heute alle getroffen auf einer Familienfeier. Der Junge geht weiterhin nicht zur Schule und wird wohl jetzt von der Mutter zu Hause unterrichtet (er ist also jetzt vom Vater zur Mutter zurückgezogen). Sie ist keine Lehrerin, hat aber jahrelang Nachhilfe gegeben. Trotzdem ist es in Deutschland natürlich nicht erlaubt. Sie steht aber auf dem Standpunkt, dass Freilernen eh besser für ihn ist und bis das Jugendamt etwas unternimmt Jahre ins Land gehen werden. Ich hab nochmals dort gesagt, dass ich das nicht richtig finde usw, aber sie steht auf dem Standpunkt, dass sie das besser kann als eine Schule und es würde eben eh nicht auffallen. Außerdem sei Schule nicht so wichtig fürs Leben.😕
Meine Mutter kann nichts tun. Sie ist wie gesagt selbst krank usw, wir haben genug Probleme, da wird sie sich nicht auch noch dieser Sache annehmen können. Es wird, wie üblich, von allen Seiten in unserer Familie totgeschwiegen. Wie so vieles. Ich verstehe ja, dass dieses Label "Förderschule" schwierig ist für Eltern, aber ob es dem Jungen besser geht so? Ich weiß es nicht. Er ist weiterhin sehr aufbrausend, aggressiv, schlägt z.B. grundlos mich oder meinen anderen Cousin, seine Schwestern sowieso. Gleichzeitig ist er extrem anhänglich, insbesondere auch seinen Schwestern gegenüber. Ich hab noch nie erlebt, dass ein 10-Jähriger mit seiner 12-Jährigen Schwester kuscheln will. Sonst hassen sich die meisten in dem Alter. Aber das kann natürlich auch einfach Zufall sein.
Es ist sicher schwierig für ihn eine geeignete Lösung zu finden, aber Freilernen ist in Deutschland ja nunmal nicht erlaubt und wie gesagt, seine Mutter ist keine Lehrerin...