Am Lustigsten finde ich die Friedensverträge. Ja, dann gehen heute mal die Politiker der Welt aufeinander zu, Trump, Angie und Putin kuscheln ein wenig und schon ist Frieden.
Hast Du auch realistische Handlungsvorschläge? Zudem gibt es ja sehr viel von dem was Du auflistest.
Aber da die Liste nicht ganz ernst gemeint sein kann mag ich gern noch Freibier für Alle ergänzen!
Ich erkläre das mal für alle, damit es hoffentlich etwas besser verstanden wird.
Am 8. Mai 1945 hat der Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine, Großadmiral Karl Dönitz, als letzter Reichspräsident das Kapitulationsabkommen mit den vier Siegermächten geschlossen.
Er hat allerdings, weshalb auch immer, nur für die Wehrmacht an sich kapituliert und nicht für das Deutsche Reich als Nation.
Warum die Alliierten das so hingenommen haben, ist ebenso rätselhaft.
Damit haben wir folgende Situation.
Das Deutsche Reich wurde nicht aufgelöst, sondern besteht fort. Da es jedoch über keine eigene Institutionen verfügt, die einen Staatsbetrieb gewährleisten und aufrechterhalten können, führt die Bundesrepublik diese Geschäfte nunmehr.
Das hört sich gut an, stellt aber ein Problem nach dem Völkerrecht dar, nachdem auf einem Staatsterritorium immer nur EIN Staat existieren darf. Und die BRD nimmt für sich in Anspruch ein eigener Staat zu sein - und das dem Staatsterritorium des DR.
Auf dem forstbestehenden Territorium des DR haben vor 1989 sogar vier Staaten existiert: Die BRD, die DDR, Polen und die russische Exklave Kaliningrad.
Die Situation war also erheblich völkerechtswidrig und daran hat sich auch mit dem Niedergang der DDR nicht viel geändert.
Jetzt komm ein weiterer Knackpunkt: Dadurch, das nur die Wehrmacht und nicht das DR kapituliert hat, ist folglich auch kein Friedensvertrag geschlossen worden, wie es nach Beendigung eines Krieges üblich ist.
Infolgedessen konnten viele weitere Verträge, die ein Friedensvertrag ermöglicht hätte, nicht geschlossen werden.
Zudem hat die Bundesrepublik natürlich keine volle Souveränität als Staat, was viele Nachteile hat, z.B. bei Klagen Staat gegen Staat.
Für die Leute, die jetzt wieder sagen ich hab das alles erfunden: Es gibt zahlreiche Urteile des Bundesverfassungsgerichtes, als auch des Bundesgerichtshofes, die ausnahmslos das Fortbestehen des DR bestätigen, mit all den Konsequenzen die ich genannt habe.
Diese beiden Gerichte haben sich übrigens eine sehr gute Erklärung zum Status der BRD ausgedacht.
Anders als die heute von Reichsbürgern favorisierte Ansicht, die BRD sein nur eine verwaltende Firma für das DR, die sich widerrechtlich als Staat ausgibt, hat das Bundesverfassungsgericht abschließend geurteilt, das die BRD die Fortsetzung des DR unter anderem Namen ist.
Das heißt also, das Peter (das DR) jetzt nicht mehr Peter heißt, sondern Klaus (die BRD).
Dabei haben Peter und Klaus aber nach wie vor den gleichen Körper (das Staatsterritorium).
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie man diese Problematik beheben kann.
Zwar mag sich das BVG eine schicke Erklärung für das DR und die BRD ausgedacht haben, nur greift dieses natürlich nicht bei den polnischen und russischen Gebieten, die nach wie vor auf den Staatsterritorium des fortbestehenden DR liegen.
Natürlich möchte die BRD - und das ist ja auch vernünftig - nach so langer Zeit vom Anspruch auf diese Gebiete zurücktreten. Nur kann sie das nicht, weil ein "verschenken" von Staatsgebiet nach geltenden Völkerrecht nicht möglich ist und ein Verzicht auf etwas, was einem bereits seitHunderten von Jahren rein rechtlich gehört, ebenfalls nicht umsetzbar ist.
Tatsächlich könnte nur eine Regierung des DR eine formelle Erklärung aufsetzen, wonach kein territorialer Anspruch mehr angedacht und auch keine finanziellen Rückforderungen diesbezüglich gestellt werden.
Auch für einen Friedensvertrag mit mit den ehemaligen Gegnern des Krieges könnte nur durch eine Regierung des DR rechtskräftig unterschrieben werden.
Eine Option wäre also, das deutsche Reich für einen Tag zu reaktivieren und an diesem Tag alle Verträge abzuschließen, die nur das DR selbst abschließen kann.
Das alles ist aber rechtlich hochkompliziert und das müssten erstmal diverse Schlachten der Staatsrechtler geschlagen werden, bis da zumindest der Ansatz einer Lösung sichtbar wird.
Was die Reichsbürgerbewegung anbelangt, kann man sagen, das sie die meisten Inhalte dieses staatsrechtlichen Themas falsch bewerten und durchaus egoistisch auslegen. Die schmücken sich mit klingenden Titeln wie Reichskanzler und stellen sich Reichspässe aus, obwohl ja offensichtlich ist, das diese nur das DR selbst ausstellen könnte.
Was ich sehr interessant finde ist, das der US-Botschafter in der BRD, Richard Burt, mit geringen Beträgen die deutsche Reichsbürgerbewegung ab Mitte der 80er am Leben gehalten hat.
Es wurden zum Beispiel vergleichsweise geringe Beträge für Bezinkosten, Zusammenkünfte und Büromaterial bezahlt.
Das bedeutet unter dem Strich, das die US sich damals in dieser staatsrechtlichen Angelegenheit komplett abgesichert haben und tatsächlich sogar diese damals schon mit Eigentiteln und selbstgedruckten Reichspässen ausgestatteten Reichsheinis auf der Rechnung hatten.