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Co-Abhängigkeit, mein Sohn versagt im Leben...

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Der Tenor jedes Beitrags der TE war Selbstmitleid.
Ist das ein Anzeichen für Co Abhängigkeit?

Ich denke nicht.

Ich habe in keinem Beitrag einen Ansatz gelesen das die TE versucht ihren Sohn nachzuvollziehen oder zu verstehen.

Aber bravo, jetzt kann die TE zu ihrem Sohn sagen:

Weil du so ein Versager bist und nicht das machst was ich will bin ich jetztg Co Abhängig.

Für meine Begriffe ist sie das nicht.
Ich denke eher das da eine Co Abhängigkeitsproblematik auf der Seite des Sohnes gegenüber der Mutter herrschte.
Und jetzt ist er ausgebrochen.


Das wird Gründe haben die wir nicht kennen.

Durch die Drogen versagt der Junge im Leben, das ist doch Fakt oder findest Du den Weg des Sohnes erfolgsversprechend? Der Sohn nimmt Drogen, ist straffällig geworden und der Mutter geht es schlecht damit. Hier geht es vordergründig doch nicht um Schuldzuweisungen und nicht Schuld sondern um Hilfestellungen. Wir sind hier doch nicht vor Gericht. Ich finde Deinen Angriff gegenüber der Mutter nicht angebracht, weil Du/Wir nicht in der Position sind hier zu urteilen.

Wenn die TE schreibt sie ist co-abhängig, dann sollte man davon ausgehen, das sie es auch ist und ihr nicht unterstellen, sie will nur Mitleid für ihr Selbstmitleid. Das finde ich frech und anmassend.
 
Ich urteile ja auch nicht.

Ich habe verstanden das der Sohn freiwillig weggegangen ist und auf der Strasse lebt.
Mittlerweile.
Am Anfang war er zu Hause.

Sorry er ist 22. Vielleicht lebt er auch bei Freunden. So wie es ich verstanden habe weiss es die Mutter nicht.
Zudem habe ich gelesen das er mal irgendetwas gemacht hat.

Dann las ich das die MUTTER eine Betreuung für den Sohn beantragt hat.
Vielleicht hat der Sohn sich nichtmal einen Anwalt genommen, sich nicht gewehrt. So ging diese durch.
Therapieplatz habe ich gefunden, er ist nicht hin gegangen. Gesundheitsamt eingeschaltet, Jugendamt - Antrag auf Betreuung gestellt, als er noch 18-19 war (war übrigens nicht leicht). Betreuung bekommen
Das die Mutter FÜR DEN SOHN einen Termin beim Therapeuten gemacht hat.
Der Sohn ist aber nicht hingegangen.

Ich las nichts von Kokain oder Heroinabhängigkeit, nichts von Alkoholismus.

Er ist freiwillig auf die Strasse gezogen

Ich habe gelesen das er für Sachen Talent hatte die er nicht weiter gemacht hat.
Das sich die Mutter schämz vor Familie und Freunden das ihr Sohn nicht arbeitet und jetzt auf der Strasse lebt.

Kann man ja verstehen. Der erste Gedanke ist: Was ist geschehen das der Sohn auf der Strasse leben WILL ? Nimm dir mal diese Aussage der TE

Nicht? Wozu sind die Kinder da? Ich habe meine Eltern viele male stolz gemacht. Und habe gesehen, wie sie sich für mich freuen. Nicht dass sie von mir das verlangt hätten... Darf den ich für meinen Sohn mal einbisschen freuen, mal für kleinigkeit stolz sein?

Liebe TE, dein Sohn ist nicht dazu da dich stolz zu machen.
Du bist dazu da ihm Wurzeln und dann Flügel zu geben.

Selbst die Thera der TE sagt das sie ihn endlich in Ruhe lassen soll.

Auf Grund einigen Geschehnissen darf er bei mir nicht leben

Ein Mensch mit 22 darf nicht entscheiden wo er leben will.. ach klar er steht unter Betreuung.

Und liebe TE wenn du froh bist wenn er Harz 4 beantragt, das darf er ja gar nicht ohne seinen Betreuuer...
Für was genau hat er die Betreuung?

Hier fehlt einfach ganz viel Info....
 
Zuletzt bearbeitet:
bin gerade 19, werde in einigen Monaten 20.

Bis vor einigen Monaten war ich auch so ein Sohn, evt. nicht ganz so dramatisch aber ich weiß es nicht da du nicht alles geschildert hast.

Zum einen haben mich meine Eltern auch immer als Versager bezeichnet, das hat mich immer wieder auf die Schiefe Bahn gebracht, glaub mir das ist das schlimmste was man seinen Sohn antun kann.

die Schule habe ich mit 13 abgebrochen, habe endliche Drogen, Gewalt & kriminelle Geschichten hinter mir, hatte nie wirklich Lust aufs Leben, hab mich noch nie verliebt, hatte nie das Gefühl das mich jemand liebt ....

Aber alles im einen geht es mir heute wieder gut, ich habe viele Fehler gemacht, seit dem mich meine Eltern akzeptieren wie ich bin habe ich denn gesagt das ich nicht normal arbeiten kann und nicht normal arbeiten will.

Meine Eltern trauen mir immer noch nicht aber ich werde dafür kämpfen das sie wieder an mich glauben.


Ich weiß nicht wie ich dir damit helfen soll, keine Ahnung, wenn meine Eltern früher mit mir geredet haben war ich nur genervt, wollte unzählige male Ausziehen (Lebe zum Glück aber immer noch bei Mama) aber irgend wie habe ich mich nie überwindet es zu tun.

Ich kann dir nur einen Rat geben, hör auf ihn als Versager zu sehen, seine Art ist so, vll. will er nicht in der Gesellschaft anpassen, ist es aber auch schlimm? Eine Gesellschaft die hinwegsieht darüber das Millionen Menschen für bisschen Geld sterben, eine Regierung die gezielt minipuliert und tut was sie will, Gesetze die total unnötig und auch total Sinnlos erscheinen (Pedo´s = max. 3 Jahre (2 davon auf Bewährung), und Freunde von mir sitzen schon seit dem die 16 sind in Haft)


Er braucht evt. nur Zeit um seinen Weg zu finden, bei mir dauerte es bis ich 19 wurde, ich meine ich war ja auch von 13-19 ein "Versager" wie du schreibst. Nicht nur du hast es aber so gesehen, auch im RL hat mich nie jemand verstanden & mich als Looser abgestempelt (Verwandte, bekannte etc.) aber was hat es dennen gebracht? Nichts, außer meine Verachtung zu allen, die haben mich halt nie verstanden.

Bis heute kann ich sagen das ich ein teilweise gutes Leben hatte, ich bin dankbar über die Menschen die mich abgestempelt haben, dankbar für alle Fehler die meinen Kopf heute hier hin gebracht haben, das einzige was mich aber bis heute stört das ich keine normale Jugend/Kinder Beziehung zu meiner Mutter hatte
 
Wenn jemand Drogen nimmt hat er also im Leben versagt - nach Meinung mindestens eines Posters. Seltsam ist nur, dass unsere Gesellschaft das nur dann so sieht, wenn der jenige aus der Rolle fällt, auf der Straße schläft etc.
Dabei ziehen sich Drogen durch alle Kreise. Die Millionärsgattin, die ihr Champagnerglas nie aus der Hand nimmt, der liebe Christoph Daum und viele andere habe ich noch nie als "Versager" tituliert bekommen.
Sprich man darf sich durch das Näschen ziehen was man möchte, man kann auch betrunken in Hotelhallen pinkeln, solange man Kohle hat und/oder als normal oder sogar erfolgreich gilt.
Und DAS finde ich wirklich bedenklich.
Das heißt nicht, dass ich die Not der Mutter nicht sehe! Aber jemanden als Versager zu titulieren weil er eine Abhängigkeit entwickelt hat und sich nicht mehr gesellschaftskonform verhalten kann oder will ist eine massive Abwertung.
Ich würde bei niemandem Hilfe suchen, der mich bereits abgestempelt hat.
Die gefährlichste Droge, die am meisten Tote fordert oder massive Gesundheitsschäden ist nach wie vor der Alkohol und dennoch heißt es: "Hoch die Tassen!"
 
Hallo,

Wow... was soll ich sagen.. ein Tag nicht in Forum gewesen und die Geschichte entwickelt schon eigenes Leben....
Das ist unglaublich, wie das manche alles sehen...
Da ist mein Sohn schon Co-Abhängig... was immer das bedeuten mag... Drogen, Obdachlosigkeit, damit verbundene Krankheiten, vor sich hin dämmern - alternatives Lebensstil, Suche nach eigenem Weg.. und was noch... ah, ja, und die Mütter treiben ihre Sprösslinge darein... in dem sie "unbegründete" Sorgen machen...

Zugegeben, ich habe nicht alles erzählt, ... Gott sei dank...

Bestimmt alle wollen nur das Beste,... und opfern eigene freie Zeit für gute ausführliche Ratschläge..

mal ehrlich, wer von euch befindet sich/sich befand in ähnlichen Situation, die Hände hoch.

Tja, eigentlich wollte ich gleichgesinnte finden. Doch nicht die kostbare Zeit von allen anderen in so ein schrecklichen Anspruch nehmen. ich dachte, dass ich es von Anfang an gut formuliert..

Echt, ich muss erstmal das alles verdauen...

PS; ich habe Hoffnung an meinen Sohn noch nicht verloren... Vielleicht deswegen bin ist Co-Abhängig, und ja, ich wünsche ihm ein anderes Leben. Ihr euren Kindern nicht?

Ansonsten hätte ich sehr gerne das Thema hier geschlossen.
 
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