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Co-Abhängigkeit, mein Sohn versagt im Leben...

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Aport

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Hallo an alle Forummitglieder.

Ich bin eine Mutter,deren Sohn sich im Leben nicht fand. Was das heißt, kann man denken: Drogen, keine Arbeit, ja kein Wohnsitz, Lebensunlust, Gefühlsflachheit, Probleme mit dem Gesetz....

Unsere Geschichte ist nicht unbedingt jedem erzählbar. Außerdem, sie noch einmal zu wiederholen fehlt mir die Kraft. Ich habe mich hier angemeldet um Hilfe zu suchen...Gleichleidenden zu finden.
Möchte nicht herablassend sein, ich weiß, man wird mir nur das gute wünschen, aber von jedem beliebigen seine Meinung oder Vermutung zu hören/lesen möchte ich nicht – soweit war ich vor ein paar Jahren.


Ich würde gerne vielleicht mal näher darauf angehen, und Erfahrungen austauschen, wenn es sich jemand finden, genau wie ich – ein Elternteil, der genau so wie ich,leidet oder hat gelitten unter diesen Umständen, dem Begriff Co-Abhängigkeit geläufig ist und die Quallen deren Auswirkung bekannt sind.

Und wenn es sich keiner findet...


Meldet euch, bitte
 
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Was würde ich nur tun, damit es mindestens klein bisschen aufwährts geht. Hätte mir bloß jemand gesagt. Jeder sagt nur eins, ich muss Abstand nehmen, gar nichts für ihn tun, aber garnichts. Und mit dem Verstand weiss ich dass es richtig ist. Doch innerlich zerreißen mich die Gefühle, wenn ich nur vorstelle, dass er vielleicht nicht mal was zum essen gerade hat...

Wer will schon seinen einzigen Sohn, als Versager zu sehen!
 
Psychische Probleme übrigens... da waren wir auch schon.. und zwar beid...

Dieses Leiden bringt mich schon seit langem an meine Gränzen...
Mitte 2011 der erste Depressions-Ausbruch. - „Depressive Episode mittleres Grades“.. ich willnicht wissen, wie die schwere Depression sich anfühlt. Seit demmache nie mehr Witze deswegen.. Psychiatrie – da war ich schonauch. Und jetzt gerade ist wieder unerträglich... Wenn es mir nurjemand sagen würde, dass ich es richtig mache..
 
Das stimmt, ich fühle mich als Versagerin, ich habe versagt als mutter, habe ich vieles falsch gemacht? einiges bestimmt... Wo waren die ersten anzeichen. ich habe ihn alleine großgezogen, ständig geabeitet. ist er zu kurz bei mir deswegen gekommen? Ich stamme aus ganz normalen, unproblematischen familie, und dachte ich schaffe es auch weiter an meinen sohn zu geben...
Das sind die Zweifeln, die ständig da sind..

ich habe keine Veranlagung - das sind Situationsbedingte Depressionen... Zu lange sowas kann keiner unbeschadet überstehen.
 
Das stimmt, ich fühle mich als Versagerin, ich habe versagt als mutter, habe ich vieles falsch gemacht? einiges bestimmt... Wo waren die ersten anzeichen. ich habe ihn alleine großgezogen, ständig geabeitet. ist er zu kurz bei mir deswegen gekommen? Ich stamme aus ganz normalen, unproblematischen familie, und dachte ich schaffe es auch weiter an meinen sohn zu geben...
Das sind die Zweifeln, die ständig da sind..

ich habe keine Veranlagung - das sind Situationsbedingte Depressionen... Zu lange sowas kann keiner unbeschadet überstehen.

ich würde glaube ich als erstes mal genauer schauen, wie ich selbst erzogen wurde .... weil meistens da die grundtseine für co-abhängigkeit gelegt werden. man lebt meist im co-abhängigen system der familie und merkt es nicht.
interessant wäre wie du co-abhängigkeit definierst.
ich beschäftige mich auch sehr mit dem thema und finde es interessant mal mit jemanden drüber zu schreiben.
ich selbst war auch alleinerziehend und habe wohl durchaus meinen sohn sehr nahe gestanden, doch er ist einen gesunden weg gegangen,da ich bei ihm daraúf achtete nicht zuviel von seinem leben abzunehmen. habe ihn größtenteils selbstständig erzogen und doch haben wir eine gute ehrkliche nähe.
ich lebe da eher momentan in einer co-abhängigen partnerschaft.

man kann "sowas" nicht lange ohne schaden überstehen? was genau meinst du denn mit "sowas"?
 
ich würde glaubeich als erstes mal genauer schauen, wie ich selbst erzogen wurde ....
interessant wäre wie duco-abhängigkeit definierst.


ich lebe da eher momentan in einerco-abhängigen partnerschaft.


man kann "sowas" nicht langeohne schaden überstehen? was genau meinst du denn mit"sowas"?


Hallo,
"sowas" ist natürlich nichtgeschickter ausdruck, der mir in Eile der Erklärung reingeflossenist. Ich meine ständig wachsende Sorge um die Entwicklungen derDinge, um die Zukunft meines Sohnes, um seine Abhändigkeit, immerwieder Achterbahn von Hoffnungen und Entäuschungen, immer wiederVersuche etwas zu machen und tun, damit es sich bessert -Therapeutensuche, Betreuerbeantragung, Gesundheitsamt, Beratungen...und die Gespräche, und reinzureden - es hat nichts gefruchtet...


Co-Abhängig - na das war esvielleicht. Ich konnte nicht erkennen, dass es nicht direkt meinProblem ist..Egal was ich tue, wird nichts bringen, wenn er keineHilfe will. Und immer wieder dieses Gefühl: ich muss was tun, ichdarf einfach so nicht sitzen, und sehen, wie er sich zu Grunderichtet, ich muss ihn retten, ich muss ich ihn darausziehen.. Ichhabe lange zu dem erkenntnis gegangen, dass ich da nichts rettenkann, denn einziger Mensch, der etwas im Gange bringen kann ist erselbst.
Nun Erkenntnis habe ich jetzt, dasGefühl ist aber immer noch da. Ich bin teilweise kurz davorrauszulaufen ihn zu suchen, wieder nach Hause zu bringen, - Aber ernimmt die Hilfe nicht an. Wenn er über sein leben redet klingt aberdas ganz anders, positiv und hoffnungsvoll - doch etwas dafür tun,das kann er nicht duchziehen.


Erziehung? falls du meinst ich habemeinen Sohn unbewusst verzogen, das ist eines wo ich sicher bin, dasses nicht der fall war. War auch nicht in unserer Familie üblich,dennoch für einander zu sorgen, dass wurde uns beigebracht. Tat ichjetzt das zu viel? Wie auch immer, darum geht es nicht - zu dem themavielleicht später


Und jetzt die Frage: in wiefernbeschäftigst du dich mit der Frage, leiderst du denn dadrunter? ichhabe zweifel ob die Partnerschaft in diesemSinne, ich meineGefühlsmäßig, nicht bissl was anderes ist...
 
Hallo an alle Forummitglieder.

Ich bin eine Mutter,deren Sohn sich im Leben nicht fand. Was das heißt, kann man denken: Drogen, keine Arbeit, ja kein Wohnsitz, Lebensunlust, Gefühlsflachheit, Probleme mit dem Gesetz....

Ein Mensch der sich im Leben nicht findet, der befindet sich auf der Suche.

Wie kann man einem Suchenden helfen?

Das kommt darauf an wonach der Suchende sucht und in wie weit er sich helfen lassen möchte.
Um das zu erfahren kann man sich dem Suchenden nur aufmerksam zuwenden und versuchen zu erkunden, was ihn bewegt.
Und je nachdem wie zugänglich der Suchende sich erweist, kann man ihm helfen zu erlernen sich selbst zu entdecken .... aber der Entdecker wird stets der Suchende selbst sein - und Dein Einfluss darauf in welche finsteren Ecken es den Suchenden zieht auf seiner Suche nach Resonanz, einem Gleichklang zwischen der eigenen Persönlichkeit und seinem gesellschaftlichen Umfeld.

Wenn es aber einfach Nichts dort Draußen auf den Spielplätzen des gesellschaftlichen Miteinanders gibt, das der eigenen inneren Melodie des Suchenden entspricht, dann bedeutet das so viel wie Isolation, ein Ausgeschlossensein von der Gemeinschaft in die er nun mal hinein geworfen wurde und mit der ihn ja auch Einiges verbindet.

Er hat also subjektiv aus seiner Perspektive betrachtet allen Grund dazu "mies drauf" zu sein.
 
so wie Dein Sohn aus dem Teufelskreis von alleine raus kommen muss, indem er es auch wirklich will, genauso verhält es sich bei Dir. Die Erkenntnis, das DU machen kannst, was Du willst, es aber nicht bei Deinem Sohn ankommst, hast Du schon gewonnen. Jetzt geht es darum, diese auch umzusetzen, damit DU nicht mit untergehst.

Co-Abhängigkeit zeichnet sich damit aus, helfen zu wollen und auch immer wieder zu "helfen". Bei solchen Gefühlen musst Du immer wieder stop sagen. es gibt kein "ich kann nicht mehr" sondern nur noch ein "ich will nicht mehr". Natürlich ist so etwas schmerzlich, aber wie Du schon geschrieben hast, Dein Sohn muss es wollen, aus seinem Sumpf rauszukommen. Du sitzt selber schon in dem Sumpf und ihr würdet euch immer wieder gegenseitig tiefer rein ziehen.

Es gibt genug Anlaufstellen für Deinen Sohn und auch für Co-Abhängige, wo man professionelle Hilfe bekommen kann. Es gibt auch genug Selbsthilfegruppen für Co-Abhängige.

Du musst für Dich und Deinen Sohn loslassen, so schwer und so weh das auch tut.
 
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