Was mich bei den ganzen glaubensthreads stört ist in vielen Bereichen das Absolute - gerade auch bei der TE die den Thread um den es geht, eröffnet hat.
"Absolut" ist absolut kein Problem *höhö* solange es "das Absolute eines Individuums" ist und anderen nicht übergestülpt wird . . . dann kann man das äussern, sich mit anderen drüber austauschen - und das ist ok so - oder diese anderen können sich des Austausches darüber verwehren - und das ist ebenso ok so!
da ist doch der Glaube eher eine unzulängliche therapie, da er doch eigentlich Hoffnung, Mut, Zuversicht geben soll - und dann wieder aber wohl genau das Gegenteil bewirkt.
Dann sehe ich, dass es hier psychisch viele gibt, die sehr angeschlagen sind, die dankbar jede Hilfe suchen und auch auf jeden Mist hereinfallen - wie viele Menschen mit psychischen Störungen finden im Glauben ihre Bestätigung? Das ist Realität, mit der ich es täglich in der Klinik zu tun habe.
Ja, das glaube ich Dir. Allerdings bitte ich darum, so fair zu sein, dies dann als "ein Problem unter vielen" zu schildern, und nicht als DAS Problem (ich kenne etliche Menschen mit psychischen Defiziten, die sich in der von Dir beschriebenen Weise an anderes klammern, alle möglichen Ideologien, von denen einige per se recht destruktiv sind und diesen Menschen keinen Deut weiterhelfen - DAS ist doch dann hoffentlich in Deinen Augen ebenso "Mist" wie die von Dir erwähnten auf den christlichen Glauben "hereingefallenen"?). Kann mir beispielsweise beim besten Willen NICHT vorstellen, dass es irgendwem, ungeachtet seiner psychologischen Prädisposition, gut tut, sich mit Scientologymüll und ähnlichem Bullshit zu befassen . . . !
und dann gerade hier diese ganze Glaubensheuchelei ohne dass es ein sinnvolles Ergebnis hat.
wenn der glaube doch so bestätigend und weisend ist - warum kommen dann Threads, etc. von den gleichen Userinnen, die am Leben verzweifeln? Die im Leben mit ihren psychischen Problemen untergehen?
Zumal es auch immer wieder die gleichen sind, die sich hier so aktiv gläubig mit psy. Problemen beschäftigen.
hmmmm . . . übersimplifizierst Du hier nicht etwas? Will sagen: schlimmer geht immer! Woher willst DU wissen, wie viele der hier Anwesenden mit psychischen Probs nich schon längst "von der Brücke gehüpft wären" ohne ihren ach so sinnlosen Glauben? Woher Du diese "Gewissheit" bezogen zu haben glaubst, würde mich dann doch mal brennend interessieren . . .
Wie Mo schon schrieb, ich bin nicht Gottlos, aber ich sehe einen positiven und nicht strafenden Gott - ich benenne es auch nicht mit Gott, sondern mit einer göttlichen Kraft, die im Leben wirkt und die Anleitung in Herzenswärme und Zu-neigung und Liebe gibt. Dinge, die diesem Gott, von dem hier die Rede ist, vollkommen fremd sind.
Unfug. Schlichter Unfug. Dass leider allzuviele Menschen, die sich (wurscht ob aufgrund Prägung, eigener Entscheidung oder einfach nur ideologisch-rationaler Übereinstimmung) als Christen verstehen, offensichtlich entweder keine Erfahrungen mit Gottes Liebe gemacht haben, oder aber ihre Traumata so tief sitzen / so vehement waren bzw. sind, dass sie trotz dieser Erfahrungen dieser Liebe (noch) nicht so recht vertrauen können, ist schlichtweg Fakt. DARAUS jedoch einen BÖSEN, STRAFENDEN, nur an überkommener Moral interessierten personalen Gott zimmern zu wollen, ist Käse (und das solltest Du eigentlich wissen). Übrigens: bis zu der Unterscheidung, dass dies für Dich eher einer nonpersonale Kraft, für mich jedoch ein klar umrissenes, personales Gegenüber ist, könnte ich mich Deiner Definition voll und ganz anschliessen!
Und es gehört eine gewisse Naivität dazu, die ich auch hab, mag und gut finde - die mir dass Gefühl von Glück und von "alles wird gut" gibt, die mir deutlich macht, dass alles seinen Sinn und seinen Zweck hat.
Zu Recht findest Du diese gut. Geht mir ebenso. Darf gerne auch jede(r) als naiv bezeichnen!
🙂 Ich denke, Meister Eckhart und Konsorten würden es wohl als "heilige Einfalt" (oder so) bezeichnet haben (und "einfältig" wird HEUTZUTAGE - auch wenn die ursprüngliche Bedeutung sich drastisch gewandelt hat! . . . lohnt sich zuweilen, über derlei verschlungene ethymologische Pfade nachzusinnen!! - ja im gleichen Kontext wie "naiv" verwendet, also passt´s ja!). 😉
und mit meinem Glauben geht es mir gut, er macht mir Mut, gibt mir Zuversicht und auch die notwendige Liebe und Toleranz, die aber nicht jeder für lau bekommt.
Freut mich aufrichtig, das zu hören! Warum sollten abweichende Teilaspekte unseres jeweiligen Glaubens uns diesbezüglich beunruhigen? Nach wie vor gilt: "Unser aller Erkenntnis jedoch ist Stückwerk." Meine jedenfalls allemal! 😱
ich frage mich eben, wem geht es besser - die "Christ-en" die ich hier erlebe, denen geht es scheisse, wenn man die anderen Threads und Beiträge ansieht - was nutzt ihnen also der Glaube, der sie in ihren eigenen Problemen noch weiter festhält als Prüfung Gottes?
Nun, was Du da schilderst, ist eine recht "römisch-katholische" Sichtweise (womit ich nicht sage, dass sich nicht auch andere diese Denke angeeignet haben) . . . die nun allen Christen aufpfropfen zu wollen, greift - zum Glück!! - ins Leere. Klaro hat unser jeweiliger Lebensweg "Lektionen" für uns parat, aber das ist doch gut so (bewirkt in mir jedenfalls keinerlei "prüfender Gott à la Folterknecht"-Vorstellungen, und das, obwohl mein Leben in den letzten 5 Jahren einige äusserst unschöne Präsente bereit hielt)! Alles andere würde ja dem Stillstand dienen, und DAS wäre nun für MICH hochgradig unattraktiv (trotz all dem Mist, der in letzter Zeit bei mir war!)!
und ich habe und will keine Toleranz gegenüber Schleppern und Bauernfängern haben, wie es in diesen Videos mit den Prediger und Predigerinnen ist. Wer darauf hereinfällt, dessen gesunde Psyche kann dann nur rebellieren!!