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Burn-Out zerstört meine Ehe

Ihm trotz deiner Enttäuschung und Verletztheit deine Liebe zu versichern und dein Mut ihn dann loszulassen und zu gehen: das erfordert sehr viel innere Stärke!
Für dich wird alles gut!!!
 
Ich danke dir von Herzem. Es gibt nur eins was mich die Kraft aufbringen läßt mit der Enttäuschung zu leben, die Verletzungen einzustecken, ihn loszulassen und trotzdem an ihn zu glauben: Ich liebe ihn.
 
Der samstag war wie ich befürchtet habe: Es haben mich reichlich Männer angesprochen (auch sehr gutaussehende) aber.... Mich interessieren nicht ANDERE Männer. Ich habe zwar viel getanzt mit meiner Freundin, war aber in gedanken eigentlich nur bei IHM. Ich weiß-schön blöd.

Frage: Ich ziehe ja Freitag aus

Er sagte, dass er erst mal zur Ruhe kommen möchte. Auf meine Frage, ob es kein Zurück gäbe, sagte er dass er nicht umsonst nicht sofort die Scheidung möchte, sondern das Trennungsjahr einhalten. Auch sagte er, dass er nicht weiß was wird. Er möchte gucken, ob er mich vermißt und evtl. mal was mit mir unternehmen. Was mögen diese Aussagen bedeuten?

Soll ihm noch einen Brief schreiben am Tag des Auszuges, oder soll ich sang-und klanglos aus seinem Leben verschwinden?
 
Ups, entschuldige 😱

Was die Aussagen bedeuten? Eigntlich sagn sie, dass er wissen will was du auch wissen willst.
Einfach ob von seiner Seite noch Gefühle da sind bzw wie stark sie sind. Wenn du ihm fehlen wirst dann wird er auch wissen woran er ist und wieviel du ihm bedeutest.

Wie du gehn willst musst du wissen.
Du kannst ihm nen Brief schreiben und nochmal nen Gefühlsausbruch bei ihm provozieren und die "schwache" Situation bei ihm nutzen um klare Antworten zu kriegen, um mit seinem Herzen zu sprechen, nicht mit seinem Stolz bzw seinem Verstand.
Du kannst aber auch ohne ein Wort gehen oder nur "Tschüss" sagen und Tür zu und weg. Ohne zurückzusehen. Vllt merkt er dann allein beim Abschied schon das ihm grad was wichtiges verloren geht.
 
Ich seh ihn Freitag nicht mehr (ich geh ja während er noch arbeiten ist). Ich wollte ihm noch einen Brief schreiben. Ich habe ihm noch soooo vieles zu sagen. und weiß nicht ob ich ihn jemals wiedersehe.

Meine Kraft läßt nach, gehe nervlich langsam völlig am Stock. Auch wenn ich krampfhaft versiche mich abzulenken.

Es ist alles momentan so viel: packen, Umzug regeln, Hund wird heute operiert, die Therapie in der wir versuchen meine Vergangenheit aufzuarbeiten, die neue Umgebung, Mann weg.....
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Drea,

ich lese hier schon eine längere Zeit still mit, und Dein Thema berührt mich, da ich ähnliches wie Du mitgemacht habe.

Ich habe meinen Mann, mit dem ich dieses Jahr 11 Jahre zusammen bin (oder war) vor 2 Jahren geheiratet, und er war die Liebe meines Lebens. Wir haben perfekt harmoniert, fast nie Streit und hatten dieselben Wünsche und Pläne - also ganz ähnlich, wie bei Dir...

Letztes Jahr im Sommer fingen dann die "Unruhen" an. Wir mußten wegen plötzlich bei ihm auftretender Panikattacken unseren Sommerurlaub nach nur einer Woche abbrechen, und sind zum durchchecken in eine KLinik gefahren. Dort wurden dann Depressionen diagnostiziert, und ihm angeraten, 6 Wochen stationär zu gehen. Das kam natürlich für ihn überhaupt nicht in Frage, denn so eine Krankheit hat "Mann" ja nicht...

Wieder zu Hause wurde die Situation derart schlimm, dass er mit Selbstmordgedanken aus dem Büro heimkam (er hatte damals riesige berufliche Probleme) und ich Angst hatte, ihn tagsüber alleine zu lassen. Gott sei Dank (dachte ich) begab er sich dann zu einem Therapeuten in Behandlung, welcher ihm AD verschrieb. Und ich dachte - gemeinsam schaffen wir alles.... Zunächst sind wir davon ausgegangen, dass er an einem Burn-Out Syndrom leidet, und alles mit einem Jobwechsel und guter Therapie in den Griff zu bekommen ist. Doch eines abends saß er vor mir, und erklärte mir, dass er nicht glauen würde, dass es an seinem Job liege (denn dann sei er arbeitsunfähig) sondern an uns... er liebe mich nicht mehr, und sei Depressiv, weil er mir nicht das geben kann, was ich verdiene, und er nicht mit ansehen könne, wie ich leide...(wie widersprüchlich ist das denn?) in dem Moment ist mir - glaube ich - sämtliches Blut in den Adern gefroren, und ich habe mich selbst nicht mehr gespürt.....

Danach ging alles bergab. Ich hatte mir selbst professionelle Hilfe gesucht, und Gott sei Dank jemanden gefunden, der mir gesagt hat, dass es eine "Nebenwirkung" von Depressionen sei, wenn der Depressive keine Liebe mehr empfindet - und das diese nach Heilung wiederkommen würde. Doch auch dies überzeugte meinen Mann nicht. Er zog im November zunächst probeweise aus, denn auch er wollte herausfinden, was er an mir hat. Ursprünglich wollten wir uns für 2 Monate weder sehen noch hören, doch nach nur einer Woche schlich es sich so ein, dass er jeden Sonntag bei mir übernachtete - und ich habe im Nachhinein den Fehler gemacht, immer für ihn da zu sein, wenn er rief... Er hatte also niemals das Gefühl, dass ich weg bin, sondern er hatte im Grunde ein Leben für seinen Zustand nach Maß... seine Ruhe, wenn er sie wollte, und eine Schulter zum Anlehnen wenn er sie brauchte - und vor allem keine Verantwortung mehr...

Inzwischen haben wir uns an Ostern entgültig getrennt. Er ist nicht einsichtig, eine Therapie zu machen, und hat inzwischen eine immense Persönlichkeitsveränderung durchlebt. (so weiß ich, dass er u.a nächtelang mit 20-jährigen chattet etc.... eine Sache, die früher ein absolutes Tabu für ihn gewesen wäre..) Ich bin mir inzwischen sicher, dass er manisch-depressiv ist. Auch hat er sich nach unserer Trennung relativ schnell "getröstet", und ist als allererstes mit seiner neuen Freundin in das Hotel gefahren, in welchem wir vor 2 Jahren auf Hochzeitsreise waren...(und auf der Fahrt dorthin hat er mir eine SMS mit den Worten - ich liebe Dich mehr, als ich zugeben kann, aber ich bin nicht gut für Dich, also meide mich - geschrieben)

Was ich Dir eigentlich damit sagen möchte... solange ER nicht bereit ist, an sich zu arbeiten, kämpfst Du gegen Windmühlen. Jeder Brief, und jedes Wort versickert im Boden, und DU mußt für Dich zusehen, dass Du Dich nicht von ihm aussaugen lässt. Ein Freund von mir hatte mir damals gesagt, dass ich ihm und evtl unserer Beziehung nur helfen kann, wenn ich ihn wie eine heiße Kartoffel fallenlasse, da er wenn, dann nur dann ggfs eine Notwendigkeit sieht, selbst zu handeln. Leider habe ich diesen Ratschlag nicht befolgt, und war wie gesagt immer zur Stelle, wenn er mich brauchte... Ich habe lange wie eine Löwin gekämpft - doch leider vergebens.

Nun habe ich den Kontakt abgebrochen, und ich kann trotz der vielen Verletzungen, die vorgefallen sind nicht ganz loslassen, da ich aufgrund seiner Krankheit keine wirkliche Wut auf seine Person entwickeln kann... (ich versuche es aber ;-) )

Schreib keinen Brief - laß ihn spüren, wie es ist, wenn Du tatsächlich weg bist. Vielleicht habt ihr dann eine Chance -ich wünsche es mir für Dich von Herzen!!

Liebe Grüße
Katrin
 
Liebe Unbekannte,

deine Zeilen gingen mir sehr ans Herz und haben mich wieder zum Nachdenken gebracht. Ich wollte ihm schreiben das ich ihn liebe, das ich immer zu ihm stehe. Aber das weiß er soooo genau.

Das loslassen tut so weh und dann noch der ganze Mist drum herum. Meine Kraft geht zu Ende.
 
Also ich würde sagen, schreibe den Brief, um dich zu entlasten. Lass alles raus, was dich innerlich quält. Unzensiert und so wie es sich im Moment anfühlt. Ob du ihm den Brief da lässt oder mitnimmst oder verbrennst, kannst du dann nach Gefühl entscheiden.
Ich denke nicht, dass er im Moment für deine Gefühle und Gedanken aufnahmefähig ist. Ich glaube, er ist voll und ganz bei sich.
Es ist wie es ist und du kannst ihn nicht ändern. Aber du kannst etwas für dich tun: geh durch die Krise durch und setze dir als Ziel, am Ende dich selbst wieder zu finden.
Vielleicht fängt er an, sich mit sich auseinander zu setzen, vielleicht wählt er auch den üblichen Weg: die Flucht vor sich selbst (siehe den zu Herzen gehenden Erfahrungsbericht von Katrin, da steht eigentlich alles drin....). Wenn ja, kannst du auch nichts ändern.
Aber DEIN Leben in DEINE Hände nehmen und rausfinden, was du brauchst und du willst, das kannst du. Klar hast du Angst vor der Zukunft und hast Angst loszulassen. Damit kämpfen wir doch alle mehr oder weniger. Lieber die altbekannte schmerzliche Situation als das Neue, Unbekannte, von dem wir noch nicht wissen, ob es wirklich besser sein wird!
Aber nach der Angst/ Enge kommt die Weite - du springst doch schon! Jetzt lass dich tragen.... es wird schmerzhaft, grausam und manchmal kaum auszuhalten sein, aber irgendwann wirst du mit versöhnlichen Gefühlen auf diese Zeit zurückschauen und wissen, wofür das alles gut war!
 
so, jetzt habe ich mich registriert ;-)

Drea,

Du MUSST ihn loslassen, denn wenn Du klammerst wird es nicht besser, sondern es wird Dir immer schlechter gehen.

Ich habe auch ganz lange gedacht, dass er, wenn ich ihm oft genug sage, dass ich ihn liebe und ihm auch zeige, dass ich in dieser schweren Zeit zu ihm stehe, endlich aufwachen wird.... aber es hat nichts gebracht.

Ich habe ihm liebvolle und auch sehr sehr zornige Briefe geschrieben, und er hat sich auch immer für meine aufrichtigen Worte bedankt - ABER er WOLLTE sich nicht helfen lassen, denn er hat lieber unsere Beziehung aufgegeben, als seinen wirklichen Problemen auf den Grund zu gehen!

Ich kann sehr gut verstehen, dass Deine Kräfte am Ende sind, denn Du lebst derzeit nicht nur für Dich, sondern auch für ihn mit!

Versuche erstmal durch den Auszug eine Chance für DICH zu sehen, und versuche vor allem Dein Leben zu leben. Laß Dich von ihm nicht runterziehen, denn der einzige, der ihm und damit vielleicht auch Eurer Beziehung wirklich helfen kann, ist derzeit nur er, denn er muß einsehen, dass er Hilfe annehmen muß.

Auch für Dich wird es nach der Trennung wieder bergauf gehen. Das Leben findet immer einen Weg und blüht plötzlich da wieder auf, wo man es am wenigsten erwartet!

Ich denke an Dich
Katrin
 

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