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Borderline..resultierent durch Missbrauch in der Kindheit/Misshandlung/Vergewaltigung

AW: Borderline....

Liebe Sweet...🙂
ja, leider täuscht man sich manchmal...ist sehr schmerzhaft, wenn das ausgerechnet in einem als Hilfestellung gedachtem Forum passiert, aber ich seh das mit ein wenig Abstand so, dass es eben leider auch Menschen gibt, die so sehr verletzt worden sind, dass sie leider aber keine Unterschiede mehr machen können.
Ich kann mir keine Meinung bilden über die Erfahrungen, aber ich kann nur hoffen, dass ab jetzt wieder ein respektvoller Umgang miteinander herrscht, der natürlich auch Kritik oder kritische Anmerkungen einschließen kann und sogar sollte, aber ich wünsche mir einfach Respekt...
LG
BrokenHeart🙄
 
AW: Borderline....

Jetzt ist wieder alles ruhig....

Schicke Euch eine liebevolle Umarmung und ein Engelchen, dass heute Nacht Euren Schlaf bewacht....:herz:

sweet
 
AW: Borderline....

... Tränen laufen mir übers Gesicht,
Tränen, weil ich nihct weiß, was das alles mit mir macht.
Schuld? Angst? Trauer?
So vieles passiert im Moment.
Ja, ich fühle mihc "schuldig". Fing doch nach meinem letzten Beitrag alles an.
Ich hing eben überm Klo.
Habe mir versucht, die Seele aus dem Leib zu kotzen.
Es funktionierte nihct, ja, wie jedes mal, wenn ich es tat, funktionierte es nicht.
Ich fühle meine Brandnarbe. Wieso tut sie mir auf einmal so weh? Ist sie doch schon wieder verheilt.
Ja, meine Brandnarbe.
Ich tat es nur einmal, aber ich tat es.
------------- . -------------
Als ich von einem mir sehr lieb gewordenen Borderliner erfuhr, wie und wie oft sie sich selbst verletzt, dachte ich mir jedes mal:
Wieso tut sie das? Wieso kann sie nicht anders damit umgehen? Wieso ist, wieso verhält sie sich so, wie sie ist.
Ich konnte es einfach nicht verstehen, vrsuchte es aber immer.
Und dann tat ich es selbst. Nie gedacht, dass ich es tun könnte, auch noch ohne Schmerz. Doch ich fühlte mich das erste mal "erlöst", "es mußte einfach passieren 😱😱😱"...

Lange Zeit fühlte ich mich "schlecht", schuldig, schwieg.
Ja, wahrscheinlich habe ich gar nichts schlimmes erlebt, ist der Auslöser wohl "nur" ein Abschied. Doch selbst wenn es wirklcih "nur" dieses traumatische Erlebnis der Kindkeit war, ist, (denn sonst fehlen mir jegliche Erinnerungen...) , es hat mich zu einem anderen Menschen gemacht.

Ich habe 2 Jahre bei meinem Therapeuten gebraucht, um mich ihm zu öffnen. Wollte ich doch weder Mitleid, noch, dass sich einer um mich Gedanken, Sorgen macht, um mich, der ja gar nichts sooooooo schlimmes passiert ist, für einen anderen zumindest, für mich aber wohl doch. Doch als ich mich dann doch richtig anvertrauen konnte erfuhr ich eine, keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll... Zitat: "Wenn sie das nicht hinkriegen, dann müssen sie halt in eine psychosomatosche Klinik !..."Ja, mußte ich mir wohl selbst eingestehen, dass ich eine frustrierte, nicht Hilfe annehmbare Frau bin. Selber schuld, dass ich so bin, wie ich geworden bin.
Es war ein sch*** Gefühl. Schien ich doch wieder in dies Loch zu fallen. Gleiche Spiel von forne.
Ich lernte einen anderen Psychologen kennen. Bzw, mir blieb nichts anderes übrig, kam ich doch wieder nicht parrat, Retraumatisierung, extreme Gefühlsschwankungen, Zwangsverhalten, Essstörung, seelischer "Zusammenbruch". Doch nein, dachte ich mir, ich kann und darf seine angebotene Hilfe nicht annehmen, sie mir nicht wünschen. Wahrscheinlich selbst ja auch gar nicht fähig...
Doch er ließ nicht locker. Er ließ es zu, dass ich mich wieder öffne, stand mir bei. Es tat gut, ja, es tat verdammt gut.😱 Doch wieder herrschte mein schlechtes Gewissen. Ich hatte wieder diese wahnsinnige Angst, dass ich ihn durch meine "Geschichte" verletze. Verletze, weil er sich Sorgen machte. Mir helfen wollte, und ich ich wohl (oder vielleicht🙁) seine Hilfe nihct richtig annehmen konnte.Doch er machte mir keinen "Vorwurf". Ich durfte so sein, wie ich nun mal bin, geworden bin. Es war, ist nicht gut, was ich mir selbst antue, wie ich mich verhalte, abr es ist, es war bei ihm "OK".
Dieses brachte mir sehr viel. Und durch diese Erfahrung mit genau diesem Psychologen "kam ich weiter".
------------------ . -------------------
Ich "rutschte" in diesen Thread. Versuchte ich mich doch meiner Geschichte bezüglich zurückzuhalten. Bis ich dann merkte, das hier ein Verstehen ist. Ein Akzeptieren, ein Annehmen. Ich kann, konnte so sein wie ich bin, ohne schlechtes Gewissen. Ja, ich versuche so weit wie möglich zu "schweigen", doch dann, wenn mich mal wieder diese wahnsinnige Ohnmacht, "Verzweiflung" , dieses nicht erwünschte "Tief beherrscht", durfte ich die Erfahrung machen, dass ich hier "abstellen darf, ich sein darf".
So konnte, so kann ich auch für andere, für euch da sein. Für manch einen "Außenstehenden" is dies vielleicht schwer nachvollziehbar. Doch habe ich mich entschieden, mich nihct wider zurückzuziehen.
Ich möchte für euch mir liebgewordenen da sein, genau so wie ich froh bin, dass ihr für mich da seid.
Vielen lieben DAnk Seelennot :herz::herz:

 
AW: Borderline....

Sehr erschüttert und betroffen - denn das bin ich ja auch selbst - hbe ich die letzten Seiten dieses threads gelesen - und war sehr, sehr froh, als Sori so sachlich und verständnisvoll für ALLE Seiten dann eingegriffen hat.

Ja, es kommen da viele, viele Verletzungen zusammen und ich denke, es ist nicht gut, einen thread über Borderline zu "mischen".

Zu mischen in dem Sinne, dass er sowohl von Erkrankten als auch von Angehörigen genutzt wird.
Denn bei letzteren sind oft - wir haben es erlebt... - Wut und Verzweiflung und fast Hass vorherrschend, während in uns, die wir diese KH ja auch eigenem Erleben kennen und die wir jeden Tag mit ihr (=uns) konfrontiert sind, ohne ihr jemals entrinnen zu können, die pure Verzweiflung tobt.

Vielleicht sollte es einen zweiten thread geben, in dem Menschen wie Rennschnecke mit IHREN Nöten bezüglich der Bordis schreiben, einen thread für DURCH Borderliner Betroffene - aber diesen thread hier, diesen sollte man so belassen als Entlastungsthread für uns Bordis, die einander auch ohne viele Worte verstehen, die wissen, dass wir nicht böse sind, nicht kalt, nicht durchtrieben.
Sondern zerrissene, verzweifelte, oft haltlose Kranke, die immer wieder jeden Tag ums Durchhalten und Überleben kämpfen müssen trotz aller Therapien.

Habt Mut, die ihr hier schon so lange schreibt - sweety, tränenarm, seelennot und all die anderen Borderliner - und bleibt so, wie ihr seid: Zusammen auf dem Weg durch eine irdische Hölle, wie ihn nur der kennt, der ihn gehen muss. Tag für Tag...

Alles Liebe für euch an diesem 3. Advent!:herz:

Eure Christa
 
AW: Borderline....

Ich denke, dass man das unterscheiden muss.

Dieser Thread ist ausdrücklich auch für Angehörige (Nicht-Bordis ausschließen ginge nur in einer IG) und gerade Angehörige sind nun mal auch direkt von dieser Erkrankung betroffen. Je nach Ausprägung der Borderline-Erkrankung ist das Leben MIT einer solchen Person sehr belastend.
Ich habe auf meiner Arbeit mit einer Borderlinerin zu tun und das geht manchmal bis ganz dicht an die Belastungsgrenze dessen, was man im Job aushalten kann und möchte.
Und ich finde es wichtig, dass man als Betroffener ab und an auch gespiegelt bekommt, wie das eigene Verhalten nach aussen wirken kann. Denn es ist ja nun mal einfach so, dass ihr, Borderliner, zwangsläufig auch auf andere Menschen trefft 😉 - und das ist ja auch gut so 🙂 - deswegen kann ein Austausch nur gut sein.
Damit die Nicht-Bordis verstehen können, wie ihr die Welt erlebt und die Bordis verstehen können, wie ihr Verhalten ankommt.

Ein Beispiel: Hier wurde gesagt, dass man mit selbstverletzendem Verhalten nur sich selbst verletzt. Das ist eben nicht so. Auch wenn man das nicht möchte, man setzt sein Gegenüber und vor allem die, die einen mögen, dadurch auch unter Druck. Auch die Angehörigen werden dadurch verletzt.
Und dabei geht es nicht darum, dass der SVVler denkt "was bin ich für ein schlimmer Mensch, dass ich dem anderen das antue" oder so, sondern einfach nur um Verständnis.
Mein Mann hat sehr sehr viel Verständnis für mich und geht mit der Problematik SVV ziemlich gut um und dennoch muss ich mir bewusst sein, dass ich auch ihn damit treffe, dass ich auch ihn belaste. Und verstehen, dass er vielleicht irgendwann sagt "ich kann das gerade nicht aushalten" - das ist sein gutes Recht.

Natürlich sind Bordis nicht per se böse oder durchtrieben genau so wenig sind sie per se lieb und nett 😉 - es sind Menschen mit Stärken und mit Schwächen.

Ihr seid nicht allein damit, durch die eigene, persönliche Hölle gehen zu müssen. Ihr seid auch nicht allein damit, jeden Tag aufs Neue kämpfen zu müssen. Ihr seid auch nicht allein mit Eurer Verzweiflung.

Ich hätte mir gewünscht, dass Rennschnecke ruhiger erzählen kann, durch welche Hölle sie gegangen ist, womit sie jeden Tag kämpft und welche Verzweiflung sie erlebt.

Denn sie kämpft mit dem gleichen wie ihr: Borderline.

Meine Hölle heißt vielleicht nicht Borderline, sondern "missbrauch", die des nächsten heißt "Sucht" oder "Krebs". Der Kampf und die Verzweiflung ist manchmal dieselbe oder eine ähnliche.
Und irgendwie ist es eine Entschuldigung, eine Erklärung und irgendwie auch nicht.
Ich kann begreifen, dass manche verletzende Verhaltensweisen durch die Erkrankung kommen und das auch irgendwie entschuldigen, aber ich kann trotzdem dadurch verletzt sein und vom Gegenüber erwarten oder mir wünschen, dass er etwas ändert...
 
AW: Borderline....

Dann habe ich die Intention des threads missverstanden und bitte um Entschuldigung.
Gruß Christa
 
AW: Borderline....

Tränenarm, das ist so eine schwierige Frage.
Denn eigentlich kann die Antwort nur sein:
Du sollst weder andere noch Dich verletzen. Denn damit triffst Du Unschuldige. Weder Dein Nachbar, Partner, etc. kann etwas für Deine Erlebnisse noch Du selber.
Mit den Schnitten, die Du Dir zufügst, bestrafst Du Dich selber und schützt damit den/die Verantwortlichen. Und es hilft ja nicht..

Aber das weißt Du selber, damit sage ich ja nichts Neues.

Ich kenne diese Gefühle, auch ohne Bordi zu sein. Und wenn ich mich verletze, dann schade ich mir und ich schade denen, die mich lieben. Denn diese stehen hilflos daneben.

Das ist ja nicht die Schuld des Betroffenen, aber es ist eben eine Folge, der man sich bewusst sein sollte. Dass eben auch andere mit-leiden.

Die Lösung kann eigentlich nur in Offenheit und Verständnis auf beiden Seiten liegen - in gegenseitigem Respekt und darin, an sich und den Problemen zu arbeiten.
Und vor allem geht es nicht darum, "erwünschtes" Verhalten zu zeigen, sondern für sich einen guten Weg zu finden. 🙂 Denn es geht ja immer auch um einen selbst. Und wenn man sich für den anderen verbiegt, geht man kaputt dran.
 
AW: Borderline....

Hallo...
ja, genau das ist die Situation, in der ich gerade sehr aktiv bin....ich suche nach dem Weg, mit mir und meinen Gefühlsschwankungen umzugehen und zwar so, dass ich damit meine Familie und mich selber nicht verletze. Bei mr sieht das schon so aus, dass ich mich zurückziehe, wenn ich merke, ich habe die tiefe Traurigkeit nicht im Griff und will meine Familie nicht belasten. Ich versuche für mich andere Verhaltensweisen zu testen, die ich dann machen kann, also nicht wie früher sinnlos Geld verprassen oder mich mit Schoki zustopfen oder wie eine Verrückte mit dem Auto durch die Gegend zu rasen.Im Moment bin ich sehr oft hier in Foren unterwegs, das hilft mir irgendwie. Oder ich geh auch mal in den Wald schreien.
Aber es ist nicht leicht, da raus zu kommen. Auch wenn ich jetzt kein SVV -Problem habe, ich habe aber echte schwierigkeiten damit, mein anderweitig selbstverletzendes Verhalten zu ändern....oder aus dieser tiefen Traurigkeit rauszukommen...wie auch immer.
Und ein letztes zum Thema Austausch...du hast Recht, man sollte sich versuchen,respektvoll auszutauschen, was aber gestern hier sich völlig anders darstellte.
Aber ich wünsche, nein, ich erwarte Respekt von beiden Seiten.
Denn ich bin auch m*ßbr*cht worden und greife trotzdem nicht jeden Mann an....🙄

Liebe Grüße
BrokenHeart🙂
 
AW: Borderline....

Ich kann es "einfach" nur mal so formulieren:

Wer ein psychisches Problem hat, egal welcher Art der kann gar nicht anders als mit sich selbst beschäftigt zu sein.

Jeder im persönlichen Umfeld kriegt die Veränderungen mit, und ist HILFLOS weil man kann sich in eine Form der Veränderung einer Person egal ob fremd oder sehr nahestehend nicht hineinversetzen.

Man stellt plötzlich fest dass man einen Menschen, auch wenn man ihn schon sehr lange kennt, eigentlich immer wieder neu kennenlernen muss.

Jeder ist ein Unikat auf diesem Planeten und lebt sein eigenes Leben wenn auch mit allen zusammen, aber trotzdem allein und das sollten alle die hier im Forum anderen zu helfen versuchen, verstehen.

Und das nähere Umfeld psychisch Kranker leidet einfach mit.
Wie sollte man ein normales Leben führen können wenn die Person mit der man zusammenlebt immer wieder austickt und aus diesem Grund muss mann/frau wenn möglich sich immer wieder neu erfinden.

Es ist natürlich auch richtig das Lebenspartner von z.B. Borderlinern auch an einer Grenze ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit ankommen.

Ich glaube niemand hat es nötig sich hier für sein persönliches Elend rechtfertigen zu müssen.

Lasst Euch das einfach mal durch Kopf gehen.

Ich hab jetzt ein paar mal das Wort "einfach" benutzt , genau das ist aber nicht.

Trotzdem allen ein schönes Adventswochenende

Chaosprinz
 
AW: Borderline....

Und vor allem geht es nicht darum, "erwünschtes" Verhalten zu zeigen, sondern für sich einen guten Weg zu finden. Denn es geht ja immer auch um einen selbst. Und wenn man sich für den anderen verbiegt, geht man kaputt dran.




Besser hätte man es nicht sagen können, Sori.
Genau darum geht es - für Bordis wie ihre Umwelt wie alle anderen in irgendeiner Form Erkrankten:

Zu einem Ja zu sich selbst zu finden und dadurch auch mehr zu einem inneren Gleichgewicht, das Wut, Druck und (Selbst)Hass erheblich mildern, zu gelangen.

Eine lebenslange Arbeit an sich selbst.

LG Christa
 

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