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Bin ich wirklich lieblos zu meiner Tochter?

Es hat nichts mit fehlender Liebe zu tun, wenn man zu seinen Kindern in Bezug auf den Weihnachtsmann ehrlich ist.
Man will seine Kinder nicht verarschen.
Als meine Pflegekinder klein waren und sie mir erzählten, dass andere Kinder in der Kita an den Weihnachtsmann glauben, dann sagte ich ihnen, dass sie diesen Kindern den Glauben lassen sollen.
Wenn diese Kinder grösser sind..werden sie selber die Wahrheit erfahren...wir sollten nicht die Aufklärer sein.
 
Naja, ich bezweifle, dass das Kind das so von allein gedacht hat. Das wurde ihr von der TE so vermittelt.
Und den anderen wurde eben der Glaube an den Weihnachtsmann vermittelt. Die haben sich das ja auch nicht selber ausgedacht.

Im Übrigen seh ich das alles gar nicht schlimm, egal wie es gehandhabt wird.
Die Kinder realisieren normalerweise relativ schnell, dass das Ganze nur Theater ist.

Oder hat einen von euch die Erkenntnis, dass es den Weihnachtsmann oder das Christkind nicht gibt, traumatisiert? Also mich nicht und ich kenn auch niemanden.

GrosseSchwester, du hast nichts falsch gemacht, im Gegenteil. Ich hätte meinen (imaginären) Kindern auch nicht so durchschaubare Lügen vorsetzen wollen.

Dein Umfeld scheint sehr konservativ zu sein. Was da für ein Aufhebens gemacht wird, nur weil dein Kind seine Meinung äussert, find ich echt absurd. Als wäre sie der Antichrist. Lebst du in Bayern?
 
Ihr nun vorzulügen es gäbe den Weihnachtsmann doch geht gar nicht.

Letztlich war es eine sehr unschöne Idee, dem Kind die Wahrheit zu sagen und ihr den Spaß zu nehmen. Wenn der Weihnachtsmann nicht kommt, was soll dann noch Weihnachten, warum gibt es überhaupt Geschenke? Und man sieht ja nun, allen anderen würde auch der Spaß genommen.
Vielleicht muss man ja nicht immer alles anders machen ... die anderen Eltern werden nun auch nicht gut auf dich zu sprechen sein.
 
Als ich meine damals 5jährige Tochter von der Weihnachtsfeier im KiGa abgeholt habe, ging ein Mädchen mit uns ein Stück des Wegs. Dieses Mädchen meinte auch, meiner Tochter erzählen zu müssen, es gibt keinen Nikolaus und kein Christkind.
Die Antwort meiner Tochter dazu werde ich nie vergessen.
"Es ist aber viel schöner wenn ich denke, es gibt einen Nikolaus und ein Christkind."
Sie hat sich ihren Glauben nicht nehmen lassen.
 
Ich kann die Entrüstung der Erzieherinnen nachvollziehen und ich bin mein Eltern dankbar, dass sie mich nicht mit drei oder vier aufgeklärt haben, wie einen Erwachsenen.

Man hätte ja auch sagen können, dass Menschen an verschiedene Dinge glauben, die einen an den Weihnachtsmann, die anderen an was anderes. Du gehst ja auch in keine Kirche und erzählst den Leuten dort lautsark, dass es (aus Sicht eines Atheisten) Gott nicht gibt.

Ich finde, dass Du Deiner Tochter damit ein Stück ihrer Kindheit nimmst und es Dir sehr leicht gemacht hast mit Deinem Grundsatz "Ich erzähel immer die Wahrheit". Es gibt eben viele Wahrheiten, die nicht ausgesprochen gehören! Dies gehört dazu, wenn das Kind 3, 4 oder 5 Jahre alt ist. Ich wäre sogar sauer auf andere Eltern, die unachtsam dazu beitragen, dass meinem Kind diese schöne Illusion genommen wird. Klar ist es leichter für Dich so und Du mußt später nichts erklären aber ist es das wert und ist das fair gegenüber anderen Kindern und Eltern?
 
Zuletzt bearbeitet:
Und kann passieren das es den Eltern nicht mehr vertraut.

Deine Aktion wird vermutlich nicht dazu beitragen, dass Deine Tochter das beliebteste Kind in der Kita ist und das kann sehr belastend für Kinder sein. Andere KInder haben wegen Deiner Tochter geweint und deren Eltern müssen zuhause vermutlich einiges geraderücken, um auf dem Weihnachtsfest den Weihnachtsmann spielen zu können. Ich würde meinem Kind so einen Streit und so eine Somderstellung einfach ersparen wollen.

In meiner Grundschule hatten wir ein Mädchen, dessen Mutter sich ständig mit der Klassenlehrerin angelegt hat. Das Mädchen hat komische Sachen gemacht, die andere Eltern sicherlich verboten hätten und die Lehrerin wollte das auch nicht tolerieren. Diese Sonderstellung ist das Mädchen in der Schule nie wieder losgeworden, keiner wollte mit ihr befreundet sein, obwohl es Kleimigkeiten waren. Manchmal ist es für Kinder auch schön, im Strom mitzuschwimmen, nicht aufzufallen, einfach normal zu sein.
 
Mir tut deine Tochter leid. Sie weiss garnicht, wie es für die anderen Kinder ist, sich auf Weihnachten zu freuen, dem Christkind Wunschzettel hinauslegen, extra brav sein fürs Christkind..
Das gehört für Kinder dazu.
Wenn man selbst nicht glaubt, muss man doch den Kindern nicht diese Weihnachtszeit auch alles als verlogenen Quatsch vermitteln.

Und dass deine Tochter sagt, die Eltern "lügen" ihre Kinder an, finde ich schon krass und auch nicht schön, wie ihr zuhause redet.

Ihr jetzt, nach 3 Jahren, zu erzählen, dass es das Christkind doch gibt, macht glaub auch keinen Sinn mehr.
 

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