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Bin ich der Einzige der denkt, dass das Christentum nicht zu uns gehört.

  • Starter*in Starter*in Gandalfs Kraut
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So sympathisch ich Deine Ehrlichkeit auch schätze, so fehlt mir doch bei Dir das Element der Liebe. Bisher habe ich keinen Hinweis bei Dir gelesen, dass Du Liebe suchst oder hast. Ich vermute, Du hast wenig Liebe erhalten – sondern statt dessen eben schauspielerische Verhaltensweisen und unehrliche, täuschende Aussagen.

LG, Nordrheiner

Echte, wahre Liebe läßt sich weder erzwingen noch aufzwingen, kommt also relativ selten vor. Stattdessen wird das Wort hochgradig inflationär benutzt für ganz andere Begriffe von Schwärmerei bis Besitzergreifung und Angeberei. Heutzutage müßte man alles lieben - vom Fußballverein über ein gewisses Fastfood-Lokal bis zu wildfremden Personen, seien es Fernsehstars oder der Papst. Verwandtschaft sowieso, auch wenn man die Plage nicht ausstehen kann. Und wenn man wirklich liebt, dann häufig nicht denjenigen oder dasjenige, was andere Leute von einem gerne erwarten täten, was Enttäuschung provoziert. Also wird einem gerne vorgeworfen oder nachgesagt, daß man gar nicht lieben täte oder könnte. Liebe suche ich nicht, weil ich schon weiß, was ich liebe. Und ebenso, was ich nicht liebe. Reicht für mein Leben. Ich muß nicht die ganze Welt lieben, wenn ich mit der ganzen Welt gar nichts anfangen kann und sie auch gar nicht haben will, weil sie mir nichts bedeutet.
 
Farben sind etwas real existierendes. Der Farbenblinde weiß das auch. Er kann es praktisch erfahren, dass andere Menschen (alle Menschen) aufgrund ihrer Farbkenntnis anders reagieren. Jeder hält an einer roten Ampel.

Spiritualität, Gott, Religion und co sind Glaube. Man kann sie nicht beweisen. Der Atheist weiß also nicht, dass es mehr gibt. Er sieht nur eine Menge Menschen die sich teils vollkommen irrational und verschieden (weil verschiedene Glaubensrichtungen) verhalten und sich gegenseitig widersprechen.

Das Problem der Existenz verschiedener Religionen kann ich nicht mindern. Aber wie der Farbenblinde erkennt, dass angeblich Farben sehende Menschen anders reagieren, so kann auch ein Atheist andere Denk- und Einstellungen bei spirituellen Menschen feststellen. Es muss ihn nur interessieren. Vielleicht muß sich der Suchende auch ein bißchen wie ein Nugget-Sucher verhalten, der über längere Zeit an einem Fluß Steine wäscht, bis er Gold gefunden hat.



Für den Atheisten ist Glauben auch nicht unbedingt ein Mehrgewinn. Im Gegenteil: Der Atheist soll Zeit und Aufwand in eine Sache stecken, die für ihn von Anfang an eine nicht beweisbare Theorie ist. Der Atheist ist möglicherweise zufrieden und glücklich und sieht seine Zeit in anderen Dingen besser investiert.

Das kommt der Realität ziemlich nahe. Abgesehen von schlechten Erfahrungen gibt es vermutlich zwei Einstellungen, die den Menschen hindern, sich um religiöse Fragen zu kümmern. 1) Selbstzufriedenheit - Bequemlichkeit 2) Das Festhängen im Materialismus

Es ist wie mit einem Restaurant. Was macht es für einen Sinn, über die Qualität der Küche zu diskutieren, wenn der Mensch satt ist oder nur zuhause essen mag.


Ich glaube nicht, dass die materialistische Welt der Hauptgrund ist für weniger Spiritualität ist. Ich denke, dass Freiheit, Bildung und Emanzipation zum Schwund der Gläubigen führen.

Kirchenmitgliedschaft oder das Pflegen religiöser Bräuche wird oft mit Gläubig-Sein verwechselt. Wenn Menschen in der Kirche nicht satt werden, füllen sie sich aus anderer Quelle. Ich nehme zunehmend wahr, dass sich Menschen aus hauptsächlich zwei Gründen beklagen: Sinkende Qualität bzw. Probleme zwischenmenschlicher Beziehungen (siehe Familien, Paarbeziehungen) und die Schere zwischen Arm und Reich.

Die Sphäre der Gefühle verorte ich - weil körperlich - im Materialismus. Den Gefühlen wird allgemein eine größere Bedeutung zugesprochen, als es Menschen gut tut. Aufgrund von Gefühlen treffen Erwachsene wichtige Entscheidungen. Daher ist es auch für mich verständlich, wenn der Egoismus zu oft stärker ist, als es für alle Beteiligte gesund ist und daher Beziehungen zerbrechen oder geschädigt werden.

Unter der Schere Arm-Reich leiden fast alle Menschen. Wie ich es sehe, leben wir in einem Wertesystem, welches dem Haben sowie dem Habenwollen keine Grenzen setzt, sondern die Gier nach Haben fördert und den Habenden schützt.

Und das führt uns mit jedem Tag näher an Katastrophen heran, die sich jeder Vorstellung eines einzelnen Menschen entziehen. Der Materialismus, unser allgemeines gesellschaftliches Wertesystem, hat wenig Interesse an Aufklärung.

Wie ich gestern in einer Reportage erfuhr, entsprechen die Co2-Emissionen von großen 20 Containerschiffen den Emissionen aller Autos auf der Welt p.a.. Tatsächlich gibt es 60.000 Containerschiffe. Vor Krieg und anderen Existenzbedrohungen flüchten Menschen nach Europa und bleiben an den Grenzen hängen. All das und vieles mehr macht das materialistische Wertesystem möglich. Wer will da sagen "es wird alles gut" ?

Und ich finde es sehr schön, dass man heute die Freiheit genießt auch nicht glauben zu dürfen ohne dafür diskriminiert zu werden wie es früher in Mitteleuropa war. Der emanzipierte und gebildete Mensch darf und soll nachdenken und darf dann auch zum Ergebnis kommen, dass es (entgegen einer kirchlichen Obrigkeit) keinen Gott gibt. Jeder darf seinem Glauben und auch Nicht-Glauben nachgehen.

Ja, diese Entscheidungsfreiheit finde ich auch gut. Es stellt sich nur die Frage, wozu der Mensch seine Entscheidungsfreiheit nutzt. Wenn nicht viel mehr als Selbstzufriedenheit herumkommt, dann ist das zumindest für mich völlig unbefriedigend. Ein selbstzufriedener Mensch hat wenig Interesse, an den Umständen etwas zu ändern. Und das - so befürchte ich - ist der Untergang.

Wenn ich einen Nutzen des Christentums anführen darf, dann sehe ich diesen Nutzen in einer Aufklärung, dass das gesellschaftliche Wertesystem zum großen Teil minderwertig ist. Früher wehrte sich der Europäer gegen monarchistische Diktaturen, dann wehrte er sich gegen politische Diktaturen - aber auch jetzt befindet er sich nur in einer neuen Diktatur, die ich als viel schlimmer empfinde, als alle vorhergehenden Diktaturen: Die Diktatur des Materialismus. Und diese Diktatur hat sich der Mensch in seiner Freiheit der Entscheidung selbst geschaffen. Wir können uns noch nicht einmal beschweren, denn es gilt: "Der Diktator ist in Dir."
 
Echte, wahre Liebe läßt sich weder erzwingen noch aufzwingen, kommt also relativ selten vor. Stattdessen wird das Wort hochgradig inflationär benutzt für ganz andere Begriffe von Schwärmerei bis Besitzergreifung und Angeberei. Heutzutage müßte man alles lieben - vom Fußballverein über ein gewisses Fastfood-Lokal bis zu wildfremden Personen, seien es Fernsehstars oder der Papst. Verwandtschaft sowieso, auch wenn man die Plage nicht ausstehen kann. Und wenn man wirklich liebt, dann häufig nicht denjenigen oder dasjenige, was andere Leute von einem gerne erwarten täten, was Enttäuschung provoziert. Also wird einem gerne vorgeworfen oder nachgesagt, daß man gar nicht lieben täte oder könnte. Liebe suche ich nicht, weil ich schon weiß, was ich liebe. Und ebenso, was ich nicht liebe. Reicht für mein Leben. Ich muß nicht die ganze Welt lieben, wenn ich mit der ganzen Welt gar nichts anfangen kann und sie auch gar nicht haben will, weil sie mir nichts bedeutet.

Mir fallen die beiden fett markierten Sätze auf. Diese Sätze stimmen mich nachdenklich und traurig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich einen Nutzen des Christentums anführen darf, dann sehe ich diesen Nutzen in einer Aufklärung, dass das gesellschaftliche Wertesystem zum großen Teil minderwertig ist. Früher wehrte sich der Europäer gegen monarchistische Diktaturen, dann wehrte er sich gegen politische Diktaturen - aber auch jetzt befindet er sich nur in einer neuen Diktatur, die ich als viel schlimmer empfinde, als alle vorhergehenden Diktaturen: Die Diktatur des Materialismus. Und diese Diktatur hat sich der Mensch in seiner Freiheit der Entscheidung selbst geschaffen. Wir können uns noch nicht einmal beschweren, denn es gilt: "Der Diktator ist in Dir."

Das ist doch eine schöne Aussage, ich bin mein eigener Diktator - das wollte ich schon immer 😀
In früheren Diktaturen wurde ich eingeschränkt, diskriminiert und ausgeschlossen. Heute kann ich alles tun was ich will, nur Geld beschränkt mich. Und das tolle an Geld ist: Es ist neutral. Ein Professor mit einer Million bekommt für einen € beim Fast Food Laden genauso viel wie ich.

Nein ich will den Materialismus nicht gut reden, aber war`s denn früher anders? Früher waren die Menschen einem Diktator UND dem Materialismus unterworfen.
Früher war der Bauer auf dem Feld Leibeigener, musste tun wie ihm geheißen, sogar für seinen Herren in den Krieg ziehen. Es ist insofern sogar Luxus wenn man "nur" aufgrund von Geld und nicht von Regeln etwas nicht tun kann.

Jetzt mal ehrlich: Würdest du in Hinblick auf Freiheit zu irgendeiner Zeit lieber in Deutschland leben als heute?

Du kannst doch sogar auf der Straße stehen und sagen: "Der Kapitalismus iss sch*iße". Das ist doch eine bemerkenswerte Freiheit. Hättest du dich im monarchischen Deutschland hingestellt und den König für blöd befunden, wärst du einen Kopf kürzer gewesen. Und gerade diese Freiheit der Meinung, des Denkens macht es möglich, dass niemand jemanden straft wenn er aus der Kirche austritt und das Menschen überhaupt anfangen zu denken.
 
Zitat andreas900:

Aber böse Absicht ist gar nicht notwendig um Menschen zu entzweien.
Du sagst einerseits es ginge dir nicht um Rechthaberei, aber auf der anderen Seite verteidigst du deinen Glauben hier, kritisierst andere Glaubensrichtungen.
Ich denke je nachdem wer deine Aussagen liest, kann diese als Angriff und als Abwertung seines Glaubens empfindet. Und das reicht eigentlich schon damit dich ein Hindu/Moslem/Sonstwas nicht mag.
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Genau da liegt der Osterhase im Pfeffer, sozusagen.
Mir stellt sich die Frage, ob jemand, der permanet seinen eigenen Glauben dadurch bestätigt sehen will ( !!! ) das er anderen ( Gläubige und Ungläubige ) Attribute wie "noch hoffnungsloser" oder "Materialismus" anhängt, wirklich ein gläubiger Mensch ist. Darin liegt nämlich nichts weiter als viel Unsicherheit.
 
Das ist doch eine schöne Aussage, ich bin mein eigener Diktator - das wollte ich schon immer 😀

Nein ich will den Materialismus nicht gut reden, aber war`s denn früher anders?

Der Materialismus, lieber Andreas, ist nichts, was Du wählen kannst. Er ist ein Teil der menschlichen Natur und ist daher so alt wie die Menschheit. Der Mensch kann ihn nur abwählen, sich von ihm entfernen, sofern er eine Alternative hat.

Wenn Du im Materialismus verhaftet bleibst, wirst Du auch in seiner Abhängigkeit verbleiben wie der Alkoholiker an seiner Schnapsflasche. Und es gibt nicht wenige Alkoholiker, die sich in ihrer Abhängigkeit wohl fühlen. Sei es ihnen gegönnt. Ich möchte lediglich darauf aufmerksam machen: Materialismus macht den Menschen unempfindlich für immaterielle Werte. Deswegen versagen Menschen, wenn es um immaterielle Werte geht, wie z.B. um Frieden oder Gerechtigkeit. Und da sind Religionen nicht besser, wenn es ihnen z.B. um Macht geht.

Wie die politische Umgebung aussieht, ist eigentlich (für mich) weniger entscheidend. Natürlich mag ich bestimmte politische Situationen mehr als andere, aber ich habe schon eine Sehnsucht nach einem Leben, in dem es nicht nur mir gut geht. Mich beunruhigt es, wenn Menschen Angst haben oder leiden müssen. Ich kann dann nicht mehr selbstzufrieden sein.
 
Zitat andreas900:

Genau da liegt der Osterhase im Pfeffer, sozusagen.
Mir stellt sich die Frage, ob jemand, der permanet seinen eigenen Glauben dadurch bestätigt sehen will ( !!! ) das er anderen ( Gläubige und Ungläubige ) Attribute wie "noch hoffnungsloser" oder "Materialismus" anhängt, wirklich ein gläubiger Mensch ist. Darin liegt nämlich nichts weiter als viel Unsicherheit.

Du verkennst, Mike, dass ich ein Mensch bin. Damit unterliege ich den gleichen Gefahren, die im Materialismus begründet sind, wie alle anderen Menschen. Die Bestätigung meines Glaubens kann nicht dadurch erfolgen, dass ich wen oder was auch immer kritisiere. Dessen bin ich mir bewusst.

Die Bestätigung der Richtigkeit meines Glaubens liegt z.B. in der Überwindung der Sorge um das eigene Wohlleben. Wenn es Menschen gut geht, was ihnen gegönnt ist, dann wollen sie dieses Wohlleben bewahren. Das ist nur allzu menschlich. Nur hinterfrage ich mich, inwieweit es mir gut geht, wenn ich diese Sorge sozusagen abgebe? Das immer wieder zu erleben, dass Abgeben ein Gewinn ist, lässt sich nur schwer diskutieren - ist aber essentiell erforderlich, wenn der Mensch Bestätigung haben möchte dessen, was er glaubt.
 
Der Materialismus, lieber Andreas, ist nichts, was Du wählen kannst. Er ist ein Teil der menschlichen Natur und ist daher so alt wie die Menschheit. Der Mensch kann ihn nur abwählen, sich von ihm entfernen, sofern er eine Alternative hat.

Materialismus als grundsätzliche Negatives anzusehen halte ich für falsch. Du sagst richtig, dass er Teil der menschlichen Natur ist, warum sollen wir ihn dann ablegen? Materialismus im Sinne des "Haben wollen" ist Triebfeder der menschlichen Entwicklung. Einzig kann es darum gehen Materialismus nicht über zu bewerten. Es gibt mehr, vor allem zwischenmenschliche Werte.

Für mich geht es darum Menschlichkeit mit Materialismus abzuwägen. Der Trieb mehr zu haben und mehr zu werden ist legitim wenn man dabei teilt, hilft, liebt und kurzum menschlich ist.

Glaube hingegen lehrt vor allem Stillstand - das "sich zufrieden geben".
Das haben Kirchen seit je her benutzt um Menschen ruhig zu halten. Euer Leid ist nicht so schlimm, denn ihr werdet im Jenseits belohnt. Ertragt alles, tut nichts.

Ich brauche aber keinen Glauben um zu erkennen, dass es mehr gibt als Materialismus.

Materialismus macht den Menschen unempfindlich für immaterielle Werte. Deswegen versagen Menschen, wenn es um immaterielle Werte geht, wie z.B. um Frieden oder Gerechtigkeit. Und da sind Religionen nicht besser, wenn es ihnen z.B. um Macht geht.

Ich halte es für falsch wenn du nicht-religiösen Menschen pauschal Materialismus und Blindheit für Frieden und Gerechtigkeit nahelegst. Jeder rational und materialistisch denkende Mensch will für sich Frieden und Gerechtigkeit. Darauf lässt sich immer aufbauen wenn Menschen sich treffen. Oft war es doch gerade religiöser Eifer der Kriege ausgelöst hat.
Krieg wird eben meist nicht durch Materialismus ausgelöst sondern durch immaterielle Werte wie Angst. Dazu zählt durchaus auch die Angst vor einem fremden Glauben und das nicht-Verstehen. Einen materialistischen Türken verstehe ich, einen muslimischen Türken schon weniger. Schau doch mal wie viel Angst in Deutschland umhergeht in Sachen Islam.
 
Glaube hingegen lehrt vor allem Stillstand - das "sich zufrieden geben".
Das haben Kirchen seit je her benutzt um Menschen ruhig zu halten. Euer Leid ist nicht so schlimm, denn ihr werdet im Jenseits belohnt. Ertragt alles, tut nichts.

Ein vernunftorientierter Glaube ist sich stets bewußt, dass seine Absichten und Handlungen Konsequenzen haben. Daraus ergibt sich eine ethisch-moralische Komponente, die wenn nötig tatkräftig in das Geschehen der Welt eingreift (Beispiel: politische Theologie, Bonhoeffer etc.). Nichts tun ("Stillstand") wäre dann in Fällen, wo Handeln aus moralischen Gründen angesagt ist, ein moralisches Versagen.

Umgekehrt sehe ich im praktizierten Atheismus einen Hang zum Nichtstun, der sich aus einer gewissen Resignation gegenüber dem Leben speist: "Es ist ja sowieso alles egal. Die Welt wird ja doch nur vom Zufall regiert. Es gibt keinen Sinn und niemand, der uns Gerechtigkeit verschafft"...). Diesen "Stillstand" kann man in unserem "kalten" Land tagtäglich beobachten.

Zum Materialismus:
Er gehört zum Leben dazu wie der Idealismus, aber er muss sich dem Idealismus (dem Handeln in Freiheit etc. ...) unterordnen. Wenn wir nur an Dingen hängen, verfehlen wir unser Menschsein und werden dabei auch nicht wirklich glücklich. Wir leben nicht nur vom Brot allein ...

Überzogener Materialismus dürfte zudem auch ein Symptom einer resignierten Menschheit sein, die ihren Halt nicht mehr in einem höheren Sinn zu finden meint.
 
Gestern habe ich im Fernsehen einen guten Spruch in einer Diskussionsrunde gehört: "Religion soll nicht der Grund für einen Konflikt sein, sie soll die Lösung eines Konflikts sein- dadurch ist sie legetimiert"
Das stimmt: Solange Religion Konflikte erst stiftet und verursacht, hat sie eigentlicht nichts mehr mit Religion zu tun. Was soll denn eine Religion, die noch mehr Probleme macht, als man im Leben ohnhin schon hat?
 
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