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Bildung

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Verstehe ich durchaus. Das betrifft aber doch wohl dann eher den privaten - bis intimen - Bereich. Die Gesellschaft sollte jedoch schon eine Führung erfahren, sonst haben wir ganz schnell Anarchie.

Das ist wahr. Ich bevorzuge eher das Mittelmaß. Also, dass der Bürger genügend Entscheidungsmöglichkeiten und Freiheiten hat, was aber natürlich durchaus sein kann dass man irgendwo scheitert. Dieses "Papa Staat soll dafür sorgen, dass ich von Einschulung bis Rente tippitoppi habe" ist für mich mit Helikoptereltern vergleichbar, wo das Ergebnis debile, verweichlichte und damit auch stark beeinflussbare Erwachsene rauskommen.
 

Hallo Gelöscht 75067,

schau mal hier: Bildung. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Und genau dieses Gelaber meine ich? Wie stellst du dir das Zusammenleben zwischen Geistigbehinderten und Normalen Schülern vor? Die meisten Inklusionsklassen sind überfüllt, die Lehrer haben null plan und lassen die Behinderten halt Bildchen malen während die anderen Schüler Mathe machen... wo ist da bitte schön die Förderung? In den Sonderschulen gab es hingegen geschultes personal die auf diese spezielle Schüler eingingen und dafür sorgten dass die Schwächen ausgeglichen wurden und die Kids trz Behinderung Erfolg und Selbstbewusstsein aufbauen konnten. Und wenn du ernsthaft glaubst, dass nicht spätestens ab der Pubertät Mobbing auftritt sobald der Lehrer sich wegdreht, lebst du echt in eine rosaroten Wattewelt.
Sil ich glaube du hast mich falsch verstanden.
Geistig Behinderte, die die Anforderungen nicht erfüllen, sollten m.M.n. eben nicht in den normalen Unterricht kommen.
Aber, man kann den Kontakt mit Behinderten ja dennoch fördern in dem man ihnen schon im Kindergarten zeigt, dass das genauso einfach nur Menschen sind. Die dauerhafte Isolierung sollte nicht sein. Deshalb eben in Sport, Musik usw. damit es eben nicht mehr so zu Mobbing kommt.
 
Sil ich glaube du hast mich falsch verstanden.
Geistig Behinderte, die die Anforderungen nicht erfüllen, sollten m.M.n. eben nicht in den normalen Unterricht kommen.
Aber, man kann den Kontakt mit Behinderten ja dennoch fördern in dem man ihnen schon im Kindergarten zeigt, dass das genauso einfach nur Menschen sind. Die dauerhafte Isolierung sollte nicht sein. Deshalb eben in Sport, Musik usw. damit es eben nicht mehr so zu Mobbing kommt.

Theoretisch könnte es klappen, aber da ich selbst Mobbingerfahrung zweifle ich sowas stark an. In Schulen wo betont wurde, dass "ganz doll gegen Mobbing vorgegangen wird", war es am Ende so, dass Mobbing in gezielt Psychischen kriegen stattfand, die Lehrer sich raushielten und die Schulleitung zu Wahrung des guten Rufes es schnell vertuschten.
 
Das ist wahr. Ich bevorzuge eher das Mittelmaß. Also, dass der Bürger genügend Entscheidungsmöglichkeiten und Freiheiten hat, was aber natürlich durchaus sein kann dass man irgendwo scheitert. Dieses "Papa Staat soll dafür sorgen, dass ich von Einschulung bis Rente tippitoppi habe" ist für mich mit Helikoptereltern vergleichbar, wo das Ergebnis debile, verweichlichte und damit auch stark beeinflussbare Erwachsene rauskommen.
Es steht ja hier das Thema Bildung zur Debatte, nicht die Gesellschaft als ganzes. Und ich möchte mir angesichts Deines Freiheitsdrangs nicht ausmalen, welche Bildung zukünftige Generationen haben sollten/würden. Lernen ist unbeliebt und anstrengend. Wer tut sich so etwas freiwillig an? - richtig, einige Masochisten. Da muß der Staat regulierend eingreifen, sonst laufen bald nur noch wilde Analphabeten herum, die ihren Lebensunterhalt durch etwas bestreiten, was wir heute noch im StGB finden.
 
Theoretisch könnte es klappen, aber da ich selbst Mobbingerfahrung zweifle ich sowas stark an. In Schulen wo betont wurde, dass "ganz doll gegen Mobbing vorgegangen wird", war es am Ende so, dass Mobbing in gezielt Psychischen kriegen stattfand, die Lehrer sich raushielten und die Schulleitung zu Wahrung des guten Rufes es schnell vertuschten.
Solche Entwicklungen sind gar nicht so selten, da hast Du Recht mit Deiner Kritik. Doch wie sieht es denn aus, wenn ein Lehrer sich "einmischt"? Er wird von den Eltern vor den Rektor zitiert. Das ist noch die harmlose Variante. Es erstreckt sich hin bis zu schlimmsten Beschuldigungen - im Strafrecht "falsche Verdächtigung" genannt. Da halten Lehrer eben lieber mal den Mund - vor allem, wenn sie die Eltern als einflußreiche Zeitgenossen kennen... Und da war's wieder, das liebe Geld... Zum anderen sind Psychokriege zwar besonders gemein, aber auch nur schwer nachweisbar. Nicht ganz so dumme Mobbing-Täter verlegen ihre Attacken ja auch in unbeobachtete Zeiten. Es hilft - wenn überhaupt - eigentlich nur die Erkenntnis, daß die Meinung anderer über das Selbst ziemlich egal ist - also genau das Gegenteil von dem, was Schüler heute tun: sich vergleichen. So wird man zumindest seelisch unangreifbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Entwicklung, dass quasi jeder Abi machen MUSS, weil die Eltern ( bzw die Gesellschaft, was sich ja überschneidet) das so wollen, finde ich auch ganz furchtbar. Da werden Schüler bis zum Abi geschleift, die sonst vielleicht einen guten Realschulabschluss gemacht hätten.
Das ist halt wirklich ein gesellschaftliches Problem: warum muss auf den Hauptschulabschluss und den Realschulabschluss so herabgeschaut werden? Lieber ein guter Hauptschulabschluss, hinter dem Qualitäten stehen, als ein Abi ohne irgendwelche Fähigkeiten.

Ich denke, das Problem wird nur gesellschaftlich zu lösen sein: In dem man endlich wieder Respekt vor den anderen Abschlüssen hat.

Habe da an der Schule, an der ich unterrichtete ein ganz tragisches Beispiel miterlebt: Ein Mädel, das wirklich in allen Fächern überfordert war. Sie war einfach nicht fürs Gymnasium gemacht und das merkte man in jedem Fach: Mit strukturiertem Arbeiten hatte sie es nicht so, Fakten pauken oder Transferleistung war nicht so ihrs.
Aber sie hatte eine ausgesprochene soziale Intellegenz, war unglaublich hilfsbereit, freundlich, mitfühlend und konnte auch für andere "mitdenken", wie eine Erwachsene. Dieses Mädchen wäre wohl später mal als Kindergärtnerin, Krankenschwester oä glücklich.
Aber nein: Die ELtern wollen unbedingt, dass sie Jura studiert (völlig illusorisch) und deswegen wird das Kind durchgeschleift: Teure Privatschule finanziert, 4 mal die Woche Nachhilfe. Das arme Mädchen war (ist?🙁) total fertig und das schon mit 12. Die Lehrer dachten, sie wäre einfach nur dumm, weil sie sich echt ganz schön anstellte, aber: Bei mir im Musikunterricht blühte sie auf, denn da konnte sie einfach nur sie selbst sein (weil es eben um Gefühle ging und nicht um Fakten) und plötzlich kamen Fähigkeiten zu Tage, die sonst verschüttet waren.
Und dann sah man auch, welche krasse Verzweiflung in diesem Mädchen steckte (sie schaffte in Mathe nur 5er und 6er und bei jeder neuen 5 weinte sie den ganzen Tag)
Ich fand das so zum heulen: Das arme Kind! Warum bringen die Eltern ihr eigenes Kind so unter Druck?

Das ist doch nur Egoismus und Arroganz (UNSER Kind ist was besseres- scheiß drauf, ob es glücklich ist)
Ich frage mich manchmal, wie es mit dem armen Ding weitergeht!
 
Warum? In Japan z. B. funktioniert der Drill doch ganz gut. Du siehst zwar kaum noch ein Kind lachen, dafür beherrschen sie aber schon höhere Mathematik, wenn sich deutsche Kinder noch mit Grundrechenarten abmühen. Sicher gibt es ein paar wenige - dann Erwachsene, die resignieren und verzweifeln. Und unter den wenigen gibt es sicher auch einige Selbstmörder. Japan begründet das dann aber gewissermaßen mit "Evolution" (natürl. Auslese). Der Tenor bundesdeutscher Politik (und Wirtschaft) geht doch aber in dieselbe Richtung: "Bildung, Bildung, Bildung"! Bildung ist Voraussetzung - wofür auch immer. Spielen? - spielen kann man dann im Altersheim.

Äh... ist das dein Ernst oder bin ich gerade nur nicht in der Lage, stilistische Mittel zu erkennen?

Im folgenden Artikel steht, dass in Japan Suizid die häufigste Todesursache bei Menschen im Alter von 15-39 ist:
https://www.japantimes.co.jp/news/2...016-saw-another-decline-suicides-japan-21897/ (engl.)
Das sind etwas mehr als nur "einige Selbstmörder"; einer "Evolution" kann das ja wohl nicht mehr dienen. Und daran soll sich Deutschland ein Beispiel nehmen, wenn ich diesen Vergleich mit Japan richtig deute? Scheiß auf psychische Gesundheit, scheiß auf dauergestresste und kranke Menschen, solange sie Leistung erbringen? Oder wie soll ich das verstehen?
 
Äh... ist das dein Ernst oder bin ich gerade nur nicht in der Lage, stilistische Mittel zu erkennen?

Im folgenden Artikel steht, dass in Japan Suizid die häufigste Todesursache bei Menschen im Alter von 15-39 ist:
https://www.japantimes.co.jp/news/2...016-saw-another-decline-suicides-japan-21897/ (engl.)
Das sind etwas mehr als nur "einige Selbstmörder"; einer "Evolution" kann das ja wohl nicht mehr dienen. Und daran soll sich Deutschland ein Beispiel nehmen, wenn ich diesen Vergleich mit Japan richtig deute? Scheiß auf psychische Gesundheit, scheiß auf dauergestresste und kranke Menschen, solange sie Leistung erbringen? Oder wie soll ich das verstehen?

Japan hat bekanntlich zum Selbstmord eine ganz andere Einstellung. Seppuku diente auch dem Wahren von "Gesicht", sprich der persönlichen Ehre oder der der Eltern, Vorgesetzten oder sonst jemandem. Bei Schultests oder im Beruf bei einer wichtigen Entscheidung zu versagen, kann in einem Selbstmord resultieren - weil man auf diese Weise den begangenen Fehler gegenüber den Eltern, dem Chef oder sonstwem gutzumachen hofft. Wie ein Samurai aus dem Mittelalter. Alte begehen Selbstmord, um der Jugend nicht zur Last zu fallen, auch das hat Vorbilder in früheren Zeiten. Das Überleben um jeden Preis nach westlichem Muster, auch "entehrt" (nach dortigem Verständnis), ist dort bis heute keine Tugend.
Deshalb kann man Japan nicht mit anderen Ländern vergleichen.
 
Japan hat bekanntlich zum Selbstmord eine ganz andere Einstellung. Seppuku diente auch dem Wahren von "Gesicht", sprich der persönlichen Ehre oder der der Eltern, Vorgesetzten oder sonst jemandem. Bei Schultests oder im Beruf bei einer wichtigen Entscheidung zu versagen, kann in einem Selbstmord resultieren - weil man auf diese Weise den begangenen Fehler gegenüber den Eltern, dem Chef oder sonstwem gutzumachen hofft. Wie ein Samurai aus dem Mittelalter. Alte begehen Selbstmord, um der Jugend nicht zur Last zu fallen, auch das hat Vorbilder in früheren Zeiten. Das Überleben um jeden Preis nach westlichem Muster, auch "entehrt" (nach dortigem Verständnis), ist dort bis heute keine Tugend.
Deshalb kann man Japan nicht mit anderen Ländern vergleichen.

Über den von mir verlinkten Artikel bin ich auch auf dieses Thema gestoßen. Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, wieso Suizid nach einer "Niederlage" besser sein soll, als "beschämt" weiterzuleben. Hängt wohl eben sehr mit unseren sehr unterschiedlichen Kulturen zusammen, aber als gesund sehe ich die Einstellung "Lieber tot als entehrt oder eine Belastung sein" nicht an.

Deshalb auch meine Frage, ob der Vergleich mit Japan wirklich ernst gemeint war.
 
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