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Beziehungsprobleme wegen Ungleichgewicht

Das ist wirklich eine große Bürde, die du mit deiner Vergangenheit mit dir trägst- tut mir sehr leid für dich!
Ich musste einmal miterleben, wie der Freund meiner Mutter sie gewürgt hat, das war schon schlimm, ach, das tut mir wirklich sehr leid, was für Leid und Verluste du erleben musstest!
Mein Bruder ist auch gestorben- als er 8 war.

Wenn man solche Katastrophen in Bezug auf Bindungen erlebt hat, kann ich dir nur raten, aufzupassen, dass du es dir nicht unbewusst kaputt machst- dazu kann man mit solchen Traumen neigen.

Wenn man keine Therapie machen möchte, die natürlich helfen könnte, das Trauma tatsächlich aufzulösen, muss man mE sehr reflektiert sich selbst betrachten.

Ich wünsche dir, dass du mit deinem Freund und auch seiner Familie heilen kannst!

Schade, dass dein Freund nicht mit dir zusammen ziehen will!
Wie alt seid ihr denn, wenn ich fragen darf?
 
Mein Bruder ist auch gestorben- als er 8 war.
So jung, mein Beileid. 😞
Mein Bruder war 15.
Wenn man solche Katastrophen in Bezug auf Bindungen erlebt hat, kann ich dir nur raten, aufzupassen, dass du es dir nicht unbewusst kaputt machst- dazu kann man mit solchen Traumen neigen.

Wenn man keine Therapie machen möchte, die natürlich helfen könnte, das Trauma tatsächlich aufzulösen, muss man mE sehr reflektiert sich selbst betrachten.
Leider habe ich sehr schlechte Therapieerfahrung. Der Psychologe, der für unsere Wohngruppe zuständig war, hat die Mädchen belästigt und missbraucht. Das war ein Einzelfall und mit anderen muss das nicht passieren oder man kann auch einfach zu einer Frau gehen, aber trotzdem bin ich deswegen stark gehemmt und habe das noch nicht ganz verarbeitet.

Davor es kaputt zu machen habe ich auch viel Angst.


Schade, dass dein Freund nicht mit dir zusammen ziehen will!
Das finde ich auch, aber ich glaube da ist auch ein Ungleichgewicht, dass es für mich etwa Großes ist und er da lockerer ist und es nicht schlimm findet, noch zu warten. Ich verstehe auch seine Gründe.
Wie alt seid ihr denn, wenn ich fragen darf?
Mein Freund ist 28 und ich bin 26. 🙂
 
Habe ich schon hinter mir und eine sehr schlechte Erfahrung gemacht, dadurch möchte ich das nicht mehr so gerne machen

Dazu mag ich auch gerne nochmal etwas schreiben: Ich habe schon sehr viel Therapie bei sehr unterschiedlichen Menschen gemacht und von sehr gut bis sehr schlecht war alles dabei. Vor allem meine letzte Therapie Erfahrung ging sehr schlimm und mit einem Knall zu Ende, deswegen kann ich gut nachfühlen, dass du erstmal Zeit brauchst. Verletzende Situationen in einer Therapie können besonders schwer wiegen durch das Machtungleichgewicht und dadurch, dass man sich so "nackt" macht. Trotzdem hat mir Therapie auch sehr doll geholfen, vor allem was das Thema Akzeptanz und Selbstfürsorge angeht. Das sind solche Schlagwörter, die alles und nichts bedeuten, aber inzwischen kann ich sie annehmen und habe sie für mich mit Leben gefüllt.
Ich glaube zwar nicht daran, dass man so ein großes, sehr prägendes Trauma "auflösen" kann, aber ich glaube, dass man lernen kann, immer besser mit belastenden Themen zu leben und es möglich ist, auch immer liebevoller und nachsichtiger mit sich selbst zu sein (damit meine ich kein "du musst erst dich selbst lieben..." Blabla, davon halte ich nichts).

Deswegen mag ich dich auch gerne ermutigen, sobald du dich von der letzten Erfahrung erholt hast, nochmal einen Versuch zu wagen. Mir selbst hat eine Psychoanalyse bisher am besten geholfen, aber das hatte vor allem mit der guten Passung zwischen meiner Therapeutin und mir zu tun, sie war auch keine"klassische Analytikerin", die sich komplett bedeckt hält, sondern für mich sehr greifbar und nahbar,was sehr wichtig war. Sie konnte mir glaubhaft vermitteln, dass ich aushaltbar bin, hat sich mit mir lebendig gezankt und authentisch mitgefühlt. Grade das Streiten & im Nachhinein trotzdem in Kontakt bleiben war für mich eine sehr wichtige Erfahrung.
 
Leider habe ich sehr schlechte Therapieerfahrung. Der Psychologe, der für unsere Wohngruppe zuständig war, hat die Mädchen belästigt und missbraucht. Das war ein Einzelfall und mit anderen muss das nicht passieren oder man kann auch einfach zu einer Frau gehen, aber trotzdem bin ich deswegen stark gehemmt und habe das noch nicht ganz verarbeitet.

Entschuldige, das lese ich erst jetzt. Das klingt sehr schlimm und sehr, sehr falsch. Schrecklich, wie kann man eine solche Position nur (wortwörtlich) so missbrauchen! Dass du Zeit brauchst nach dieser Erfahrung nochmal Vertrauen zu fassen, kann ich gut verstehen.
 
Das schaffst du nicht ohne Therapie!

Was soll diese Stimme, in deinem Kopf?
Ich finde, es klingt destruktiv.
Wobei ich hinzufügen muss, dass ich auch keine Therapie machen möchte, obwohl ich es vielleicht bitter nötig hätte.

Wobei ich mich rühme, nicht ganz ohne Therapieerfahrung zu sein.

Meine 1. Therapeutin hat mich nur damit genervt, dass ich mich gesellschaftlich anpassen soll- obwohl ich gerade die Punks cool fand ( Verhaltenstherapie )
Die 2. ist nur 1 mal während der ganzen Sitzungen "aufgewacht", als ich etwas über eine sexuelle Phantasie erzählt habe( Psychotherapie)
Nun ja, mit der 3. konnte ich mich dann später mal gut unterhalten und wir haben gemeinsam Dinge aufgedröselt.
Bei der 4. bin ich schreiend weggelaufen.

Was du erzählst, ist aber wirklich schlimm und es scheint dich auch in Teilen daran zu hindern, deine Beziehung gesund zu führen!

Wenn du deinen Freund liebst und ihn nicht verlieren willst, solltest du deine Befürchtungen ernst nehmen und etwas dagegen tun.

Aber mir fällt auch nichts ein außer einer guten Therapie( würde dir Psychotherapie empfehlen, damit das Trauma aufgearbeitet werden kann- oder auch eine spezielle Traumatherapie)

Dein Kurs, speziell diese Stimme in deinem Kopf, laut der eine Trennung zeitweise unvermeidbar wäre, ist ein schlechter Ratgeber und führt in eine falsche Richtung und sollte durch eine andere Stimme ersetzt werden, damit du nicht irgendwann Schiffsbruch erleidest.
 
Zuletzt bearbeitet:
Trotzdem hat mir Therapie auch sehr doll geholfen, vor allem was das Thema Akzeptanz und Selbstfürsorge angeht. Das sind solche Schlagwörter, die alles und nichts bedeuten, aber inzwischen kann ich sie annehmen und habe sie für mich mit Leben gefüllt.
Ich glaube zwar nicht daran, dass man so ein großes, sehr prägendes Trauma "auflösen" kann, aber ich glaube, dass man lernen kann, immer besser mit belastenden Themen zu leben und es möglich ist, auch immer liebevoller und nachsichtiger mit sich selbst zu sein (damit meine ich kein "du musst erst dich selbst lieben..." Blabla, davon halte ich nichts).
Danke, dass du das nochmal so schreibst!!
Ich bin Therapie auch überhaupt nicht abgeneigt und weiß, dass es irgendwann soweit sein wird. Aber ich kenne mich ganz gut und deswegen weiß ich auch aus Erfahrung es bringt nichts, mich zu etwas zu zwingen, wenn es über meine Grenze geht. Das war auch mit Beziehungen dasselbe. Eigentlich war ich gar nicht bereit mich auf jemanden einzulassen und habe aber nicht auf mein Bauchgefühl gehört, dann waren diese Beziehungen die reinste Katastrophe und von A bis Z toxisch und gefährlich, nur Terror, die reinste Katastrophe einfach.
Jetzt ist es anders und sehr gut, was sicher daran liegt, dass mein Freund so ein toller Mensch ist und ich mich weiter entwickelt habe, aber bevor ich ihn kennengelernt habe, war auch mein Gefühl ganz anders und ich hatte das Bauchgefühl, dass ich jetzt einfach bereit bin mich drauf einzulassen und das war dann auch so.
Was soll diese Stimme, in deinem Kopf?
Ich finde, es klingt destruktiv.
Keine echte Stimme!! 😃
Ich meinte damit Selbstzweifel und Ängste.
Wenn du deinen Freund liebst und ihn nicht verlieren willst, solltest du deine Befürchtungen ernst nehmen und etwas dagegen tun.
Das hört sich wie eine Drohung an und so als wäre meine Liebe zu ihm nicht echt, weil ich mich noch nicht bereit für eine Therapie fühle. Sowas zu schreiben ist hart, vor allem weil du selbst auch keine Therapie machen willst.
 
Welche Gründe benennt er denn?
Er fühlt sich sehr wohl in der WG mit seiner Schwester, seinem Cousin und seinem Kumpel und die Wohnung liegt für ihn und seinen Alltag sehr perfekt (Uni Nähe, im Stadtteil, in dem er überwiegend unterwegs ist und mit guter Anbindung überall anders hin). Eine vergleichbare Wohnung zu finden ist sehr unrealistisch und können wir uns gar nicht leisten.

Aber Hauptgrund ist einfach, dass er die WG-Zeit sehr genießt und sagt, dass sie sich früher oder später sowieso auflösen wird, wenn alle mit Studium fertig sind und ihr eigenes Leben beginnen. Und wir können dann noch den Rest unseres Lebens zusammenwohnen, aber im Moment genießt er das WG-Leben und möchte das noch auskosten. Was ich ihm gönne und womit er recht hat, weil sich die WG in 2-3 Jahren wahrscheinlich wirklich auflösen wird. Aber für ihn ist es auch ein richtiges Zuhause mit engen Leuten.

So eine WG-Erfahrung habe ich leider nicht. Ich hatte schon eine WG, in der ich mich mit allen sehr gut verstanden habe, aber das war bevor ich in diese Stadt gezogen bin und hier hat es bis jetzt nicht so richtig gepasst und war eher zweckmäßig.
Vor ca. einem Jahr gab es in der WG von meinem Freund auch einen Wechsel, weil ein Mitbewohner ausgezogen ist. Da hatte ich gehofft, ich kann einziehen, aber für meinen Freund war es kein Thema. Schlussendlich ist dann ein guter Kumpel eingezogen.

Anfang des Jahres musste ich dann plötzlich aus meiner WG raus (also die gesamte WG wegen Baumängeln) und konnte dann auch ein paar Wochen bei meinem Freund wohnen. Das war eine wunderschöne Zeit für mich und es ist mir auch leicht gefallen, mich einzufügen in die gesamte WG und ich habe mich mit allen gut verstanden. Ich hatte gehofft, dass wir vielleicht gemeinsam eine neue Wohnung suchen, aber das wollte mein Freund aus den genannten Gründen nicht. Dann habe ich eine Übergangslösung gefunden und bin in eine WG gezogen, die sich aber mit Ende des Jahres auflöst und raus aus der Wohnung muss.
Also suche ich im Moment wieder eine neue Bleibe und hätte mir gewünscht, dass das vielleicht Anlass ist, dass wir es gemeinsam machen. Ich hätte nach meinem Auszug im Dezember vielleicht ein paar Monate für den Übergang zu ihm ziehen können und Mitte 2025 dann vielleicht der Umzug in eine gemeinsame Wohnung.
 
Er fühlt sich sehr wohl in der WG

Die gleiche Situation bzgl WG und zusammenziehen haben mein Freund und ich übrigens auch (also er in einer langjährigen WG mit seinem besten Freund und Großteils glücklich so, ich wohne alleine und könnte mir vorstellen zusammenzuziehen)🙈 nur dass ich selbst nicht schon immer den Traum hatte in einer Beziehung zusammenzuziehen, sondern es das erste mal ist, dass ich es auch möchte (bin ein paar Jahre älter als du, 32). Möchte darüber aber öffentlich nicht gerade so viel schreiben, weil es ein verletzliches Thema ist und du ja auch schon merkst, wie hier im Forum mit bestimmten Themen umgegangen wird. Wollte nur schreiben, du bist nicht alleine damit. Ich denke auch übrigens nicht, dass es bedeutet, dass mit der Beziehung was nicht stimmt (wollte ich ja in früheren Beziehungen auch nie, unabhängig vom Partner, ich mochte die Vorstellung einfach nicht), wenn einer nicht zusammenziehen mag, da sind Menschen einfach unterschiedlich und wenn in der WG alles gut passt, kann ich es schon auch verstehen, auch wenn es traurig für dich ist.
 

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