Ich glaube Dir entgeht sehr viel, wenn Du Dich nicht in die Familie integrieren kannst.
Ich integriere mich und mache alles so gut ich kann. Warum denkst du, ich integriere mich nicht?
Haben die Familie Dir irgendwas getan?
Nein, aber darum geht es doch gar nicht. Ich habe doch auch geschrieben, dass ich seine Familie mag und mit den meisten gut auskomme.
Aber es ist nicht immer so einfach für mich wegen meiner eigenen Lebensgeschichte.
Wie sieht Eure Zukunft aus?
Ist wenigstens eine gemeinsame Wohnung geplant? Ihr seid seit 3 Jahren zusammen, was ist der nächste Schritt?
Das ist ein Kapitel für sich und für mich auch ein eher nicht so gutes Thema. Ich würde gerne zusammenziehen und es hat jetzt innerhalb eines Jahres eigentlich dreimal die Möglichkeit gegeben, dass das konkret wird, aber mein Freund will es noch nicht. Er hat es mir auch erklärt und in Aussicht gestellt, dass wir 2-3 Jahren zusammenziehen und ich verstehe es auch, aber für mich ist das schon eher schlimm. Ich suche grade auch wieder eine Wohnung oder WG, weil ich zum Ende des Jahres aus meiner raus muss. Es wäre eigentlich die perfekte Gelegenheit, aber wie schon bei den zwei anderen Situationen möchte mein Freund es noch nicht.
Für mich würde damit eigentlich mein größter Lebenstraum in Erfüllung gehen, weil ich mir schon immer gewünscht habe ein gemeinsames Zuhause mit jemanden zu haben, den ich liebe. Deswegen ist es für mich auch bitter, dass er das noch nicht will, aber ich muss es akzeptieren.
Ich kann deine Situation gut nachempfinden @Millie, da ich in einer ähnlichen Situation bin.
Mein Freund hat sehr viel Kontakt zu seiner Familie und ich fast keinen zu meiner Familie.
Danke, dass du geschrieben hast!!
Was ich schwierig finde ist, dass er immer die Nr 1 für seine Familie sein wird und man selber eher ein Anhängsel ist, auch wenn man sich super versteht und da der Ausgleich fehlt, in seiner eigenen Familie die Nr 1 zu sein.
Ich verstehe, was du meinst. Innerhalb der Familie ist es einfach eine ganz besondere Fürsorge und Aufmerksamkeit füreinander und man kommt ja wirklich als Fremde dazu, da ist es natürlich ganz anders. Aber stimmt, es gibt dann keinen Ausgleich.
Das ist auch mit das, was ich mit Ungleichgewicht meine: wenn mein Freund krank ist, kümmere ich mich um ihn, aber auch seine Eltern, Oma,... fragen, ob er was braucht, bringen Suppe, Medikamente, bezahlen den Arzt, Geschwister und Freunde erkundigen sich. Total schön! Wenn ich krank bin, bin ich froh, dass ich meinen Freund habe... aber sonst gibt es halt niemanden, dem ich es überhaupt erzählen könnte. Wenn es seine Mutter mitbekommt, fragt sie natürlich auch sehr nett nach, aber in solchen Situationen ist spürbar, wie unterschiedlich unser Umfeld ist.
In einer glücklichen Beziehung darf man auch mal anhänglich sein, finde ich und gut dass ihr allgemein darüber reden könnt.
Dass du dir Sorgen machst, deinen Freund zu verlieren ist gut, denn das bedeutet, dass du ihn liebst!
Danke für diese Sichtweise!!
Das einzige was man machen kann, ist tatsächlich die Beziehung zu Freunden zu intensivieren, damit der Mißstand nicht so auffällt und zu versuchen, dadrüber zu stehen.
Kontakte zu Bekannten zu intensivieren habe ich mir mal vorgenommen und schaue wie das läuft. 🙂