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Beziehungsprobleme wegen Ungleichgewicht

Du verstehst einfach nicht, worauf ich hinaus will.
Es kommt mir sowieso so vor, du beklagst dich über etwas oder wie auch immer du sprichst es an und wenn jemand was dazu sagt, fühlst du dich angegriffen!
In vielem siehst du einenVorwurf!
Das sollte dir zu denken geben.
Du machst aus einer Mücke einen Elefanten.

Außerdem, verstehe mich nicht falsch- für dich bedeuten bestimmte Begriffe automatisch das nächste.
So ist es aber nicht. Zusammenreißen- im Sinne von, sich der Situation anpassen geht nicht automatisch mit Unehrlichkeit einher.
Nur als Beispiel.
 
Ich persönlich würde es nervig und toxisch finden, wenn mein Freund in Bezug auf meine Familie ständig schlecht gelaunt wäre.

Vielleicht willst du ihm unbewusst die Familie wegnehmen, die du nie hattest.

Deswegen der Tipp mit der Traumatherapie.
 
Mitkommen für mehrere Tage wäre für mich wirklich richtig schwierig, aber nicht mitkommen würde ganz viele Probleme und Enttäuschungen verursachen.

Hallo Millie,

deine Erzählungen erinnern mich an die Zeit mit meinem ersten Freund.
Meine Familie bestand nur aus ein paar überwiegend kranken Menschen, alles immer irgendwie komisch.
Mein Freund hatte zwar auch nicht die gesündeste Familie, aber doch für mich um einiges normaler und lebensfroher.
An dem ersten runden Geburtstagsfest seiner Oma waren ca 40 Leute da, mit riesem Programm und einer gebuchten Burg...
Ich hatte da auch riesen Angst. Dachte da passe ich doch so gar nicht rein, in diese intakte Familie. Ich werde alles kaputt machen oder mindestens unangenehm auffallen. Schon nur die Vorstellung nur ein paar Stunden dort hin zu gehen zu all den fröhlichen und herzlichen Menschen, war für mich der Horror.
Aber ich hab es durch gezogen. Und es war ok. Gar nicht so schlimm wie befürchtet, sondern eher auch oft lustig und es ging letztendlich auch rum.

Aber meinem Freund und seiner Familie eine Woche Urlaub etwas vormachen und mich innerlich schlecht fühlen, geht zu weit. Ihnen gegenüber, aber auch mir gegenüber.

Die Konsequenzen sich raus zu ziehen, werden wohl unangenehmer sein. Immer wenn das Gespräch auf diesen Urlaub kommen sollte, wirst du dich unwohl bis schlecht fühlen. Wirst immer daran erinnert werden das du anders bist. So war es zumindest bei anderen Situationen bei mir.
Diese Erfahrung habe ich nämlich auch gemacht.
Vor allem die Erkenntnis wenn man einmal damit anfängt der Angst und dem Unwohlsein nachzugeben und sich abzusondern, kommt diese Angst immer öfter an die Oberfläche und man versucht allen möglichen Situationen auszuweichen.

Der Angst nachzugeben, bestätigt sie. Das ist wie eine Art Konditionierung.

Statt dessen braucht es aber Konfrontation plus gute Erfahrungen.
Und die Chance das du lernst dich unter anderen Menschen wohl zu fühlen und dich unbefangen bewegen zu können.

Oft ist es ja auch so, das man sich ausmalt wie schrecklich das alles sein wird, aber in Wirklichkeit weiß man es gar nicht.
Ein paar Stunden zusammen zu sein, ist etwas völlig anderes als mehrere Tage. Da hat eigentlich jeder sehr schnell das Bedürfnis auch mal für sich zu sein.
Mir hat es geholfen gleich zu schauen wo und wie kann ich mich zurück ziehen. Sei es ins Zimmer mit einem Buch oder ein Spaziergang alleine. Falls das deine Sorge ist nicht genug Rückzugsraum zu haben.
Du kannst dich darauf ausrichten, was du brauchst und dir gut tun würde und die Tage dort einfach genießen.
Hast du evtl Bedenken den Ansprüchen der anderen nicht gerecht zu werden?
Sorry falls ich deine Gründe für dein Unwohlsein überlesen haben sollte.

Was ist denn das Schlimmste für dich was passieren könnte bei diesem gemeinsamen Urlaub?

Ich kann diesen Druck gut nachvollziehen, dem man sich aussetzt, weil man denkt, man will ja "normal" sein und dazu gehören aber etwas hält einen davon ab.
 
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Es kommt mir sowieso so vor, du beklagst dich über etwas oder wie auch immer du sprichst es an und wenn jemand was dazu sagt, fühlst du dich angegriffen!
In vielem siehst du einenVorwurf!
Das sollte dir zu denken geben.
Du machst aus einer Mücke einen Elefanten

Das sehe ich anders. Es ist ein sensibles Thema, Millie hat jetzt öfter ihre Grenzen klargemacht, wieso immer wieder drüber trampeln, anstatt diese zu akzeptieren? Wenn man merkt, das die eigene Sichtweise für die TE nicht passt, muss man nicht immer und immer nochmal einen drauflegen und die TE dann schlussendlich als empfindlich bezeichnen.
 
Der Angst nachzugeben, bestätigt sie. Das ist wie eine Art Konditionierung.

Statt dessen braucht es aber Konfrontation plus gute Erfahrungen.

Jein. Ich fände auch den falschen Weg, sich völlig aus allen familiären Anlässen rauszuhalten. Aber ich finde, es sollte innerhalb einer Familie auch Platz für Unterschiedlichkeit und unterschiedliche Bedürfnisse geben. Nicht allen Menschen fallen gemeinsame Urlaube leicht, das ist in Freundeskreisen doch auch so. Ich finde, Anpassung darf Grenzen haben. Ständig über die eigenen Grenzen hinwegzugehen kann auch mehr Schaden anrichten als helfen.

Ich selbst würde keine Woche mit in den Urlaub fahren. Ich würde sagen, dass ich es super lieb finde, mit eingeladen zu sein, ich aber nicht mitkommen werde, weil das zu viel für mich ist, das nichts mit der Familie an sich zu tun hat, sondern mit mir selbst + Erklärung. Nicht nur Millie muss sich an die Familie anpassen, sondern auch die Familie sich an sie (wenn sie als Person, die sie ist, respektiert und gewertschätzt wird). Meiner Erfahrung nach ist es auch gut, relativ früh klar zu kommunizieren, dann wissen die anderen, woran sie sind und können entsprechend planen.

(Ich finde auch solche Lösungen gut, zu schauen, dass man nur 2-3 Tage dabei ist, falls sich das machbar anfühlt. )
 
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Und noch ein paar Gedanken dazu (entschuldige Millie, wenn du merkst, dass es dir zu viel ist, wenn ich von mir schreibe/ dein Thema dadurch zu sehr beanspruche, sag gerne Bescheid):

Was ich versuche ist, zum einen möglichst klar zu kommunizieren, was für mich geht und was nicht (schaffe ich aber auch nicht immer, weil es auch manchmal wechselt, ich manchmal widersprüchliche Bedürfnisse habe etc.).
Außerdem überlege ich auch, wie ich ein bisschen ausgleichen kann. Für mich sind gemeinsame Urlaube und sehr ritualisierte Feste wie Weihnachten schwierig. Was für mich dafür gut geht, ist mit den Eltern in kleiner Runde zusammenzusitzen, also mein Freund, ich, Mutter+ Stiefvater. In der Runde bin ich entspannt und ich glaube, ich bin zb eine gute Gesprächspartnerin, gerade für die Mutter.
Ich werde versuchen, in nächster Zeit auch mal wieder ein Treffen zu zweit mit der Mutter zu haben, kürzlich habe ich die beiden (stiefvater + mutter) zu mir zum Brunch eingeladen.
Also ich versuche, zu zeigen, dass ich an ihnen und an guten Beziehungen zu ihnen Interesse habe und sie mag, für mich nur manche Anlässe zu viel sind.
Da die Mutter als Therapeutin gearbeitet hat und auch einige Familienmitglieder selbst Therapie gemacht haben durch einen Unglücksfall in der Familie, ist das Verständnis zum Glück relativ groß. Trotzdem muss ich manche Diskussionen auch immer wieder von vorne führen und die Mutter ist öfter mal enttäuscht, wenn ich nicht mitkomme. Das tut mir natürlich leid, aber ich denke auch, dass sie das aushalten muss. Ich bin ein eigenständiger Mensch und nicht einfach nur ein Anhängsel, das man einfach zack in vorhandene Strukturen einfügen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei mir war es so, dass mein Freund mir ganz klar gesagt hat, er erwarte von mir, dass ich bei einem anstehenden Familientreffen nicht schüchtern wäre.
Ich habe mich angestrengt, aber perfekt ist es mir nicht gelungen.
Aber ich habe mich hinterher nicht über mich oder die anderen beklagt, sondern einfach versucht, es so gut zu machen, wie es ging.

Mein Ziel ist es zu versuchen , über den eigenen Schwächen zu stehen, zu versuchen , ihnen nicht so viel Raum zu geben.

Natürlich ist man mehr, als die Summe seiner Teile…
Aber ich würde mich schon meinem Freund zuliebe in Bezug auf seine Familie, so gut anpassen, wie es mir möglich wäre und möglichst kein Drama machen, wo eigentlich keins ist.
 
Die Eltern deines Freundes scheinen sehr freundliche Menschen zu sein.
Du könntest sie um ein Gespräch bitten und ihnen erklären, dass dich die Einladung sehr freut und berührt, du aber wegen deiner Hintergrundgeschichte zur Zeit noch nicht in der Lage bist, um so ein liebevolles Angebot anzunehmen.
Die Idee finde ich sehr gut. Würde aber dennoch auch sagen, dass ich es ein paar Tage lang gerne probieren werde.
Die eigene unglückliche Kindheit/Familie darf nicht dazu führen, sich Gegenwart und Zukunft zu verhageln. Dein Freund merkt ja ohnehin schon, dass etwas Fundamentales euch trennt. Sonst würde er dir nicht in Aussicht stellen, eventuell in 2-3 Jahren mit dir zusammenzzziehen. Ihr seid schon drei Jahre ein Paar.
Er lebt mit seiner Verwandtschft in einer WG, ihm sind diese Kontakte sehr wichtig, du klammerst dich aus und das kann langfristig nur gutgehen, wenn du neue Erfahrungen in Punkto Familie nicht nur über dich ergehen lässt, sondern bejahst.
 
Mir kommt es einfach verlogen und nicht ehrlich vor und will nicht jeder auch akzeptiert werden, so wie er ist und auch mit Problemen, die vielleicht nicht viele Menschen teilen?
Zusammenreißen, gute Miene machen, durchstehen kann man vielleicht mal machen wenn man, keine Ahnung, Bauchweh hat oder sich aus anderen Gründen etwas unwohl fühlt für ein paar Stunden mitgeht zu einem Treffen. Aber meinem Freund und seiner Familie eine Woche Urlaub etwas vormachen und mich innerlich schlecht fühlen, geht zu weit. Ihnen gegenüber, aber auch mir gegenüber.
Auch wenn mein Leidensdruck hier nicht auf Verständnis stößt und als Empfindlichkeit oder anstellen gesehen wird, ist er nun mal da.

Das kann ich mir vorstellen und werde ich mit meinem Freund noch besprechen, wir konnten heute noch nicht ausführlich darüber reden.

Ich lade nichts bei der Familie von meinem Freund ab, wie kommst du auf sowas? Und wenn du es als Kummer abladen siehst, wenn man in einer Beziehung über die eigenen Gefühle und Schwierigkeiten redet, ist das deine Sache, aber diese falschen Annahmen und Beschuldigungen, die als Tatsache hingestellt werden, stimmen einfach nicht.

Hi @Millie

einfach mitfahren würde ich auch keine gute Lösung finden. Übrigens bin ich 'normal', zumindest was diese Themen angeht, denke ich.

Trotzdem würde die Einladung, mit der ganzen Familie des Partners so spontan mal eine Woche Urlaub zu machen, nicht unbedingt zu Begeisterungsstürmen bei mir führen (und denke, dass das bei ganz vielen anderen 'normalen' Menschen auch nicht der Fall wäre).

Auch, wenn man sich mit der Familie des Partners gut oder sogar sehr gut versteht, bedeutet das doch, sich eine ganze Woche auf Menschen einzustellen, die man vielleicht durchaus mag, die man aber bisher höchstens mal einen Abend lang am Stück gesehen hat.

Außerdem ist so ein Urlaub wesentlich anspruchsvoller als wenn man mit Freunden wegfährt. Falls es da mal Knatsch gibt, dann sieht man sich bei Freunden anschließend eine Weile lang nicht mehr und versöhnt sich anschließend oder halt nicht. Bei Familienmitgliedern besteht das echte Risiko, dass dieses Thema dann bei jeder Familienfeier wieder hochkocht.

Die simple Anzahl an Schwiegerelternwitzen und -filmen in unserer Kultur ist meiner Meinung nach ein sehr deutlicher Hinweis darauf, dass derartiges wie gemeinsamer Urlaub keineswegs von allen als risikofrei und begeisternd positiv gesehen wird.

Nun magst du die Familie deines Freundes ja wirklich. Vor allem liebst du deinen Freund und Partner mit allem, was dazugehört und offenbar sind ihm die Familienbeziehungen sehr, sehr wichtig.

Darum wäre meine Idee in dieser Situation: sprich ehrlich mit ihm über deine Nervosität. Und überlege dir erst für dich und dann vielleicht mit ihm zusammen, ob es Möglichkeiten gibt, es dir einfacher zu machen.

Angenommen, dieses Ferienhaus wäre irgendwo in einer landschaftlich schönen, sehr sicheren Gegend. Wäre es dann ausreichend entspannend für dich (und akzeptabel für den Rest der Familie), wenn du dich ab und zu ausklinken würdest und alleine in der Landschaft sitzt mit einem Buch?

Angenommen, du würdest dir einen eigenen Mietwagen leisten für diese Woche. Wäre es in Ordnung für dich, deinen Freund und die anderen, wenn du alleine, mit deinem Freund zusammen oder evtl in einer Kleingruppe gelegentlich dein eigenes Ding machst?

Überlege dir in Ruhe, ob es einfacher für dich ist, wenn es Möglichkeiten zur 'Flucht' gibt.

Denn da dir dein Freund so wichtig ist und da ihm die Familie so wichtig ist, wäre es zumindest eine Überlegung wert, da mit zu fahren.

Früher gab es verschiedene 'Aufnahmerituale', wenn man in eine bestimmte Gruppe wollte. Lies mal über die Wortherkunft von hänseln (Hanse) nach, z B.

Vielleicht kannst du die Idee da mitzufahren leichter akzeptieren, wenn du dir für dich klar machst, dass Initiations- oder Aufnahmerituale in den meisten Kulturen nichts sind, was für den Aufzunehmenden angenehm ist. Normalerweise sind Tests der Belastungs- und Leidensfähigkeit da fester Bestandteil.

In gewisser Weise bietet dir der Vater deines Freundes doch 'offiziell inoffiziell' mit diesem Urlaub doch an, ein vollwertiges Familienmitglied zu sein (genau, wie die Partner/innen der anderen Familienmitglieder).

Wenn du den Anspruch an dich selber fallen lässt, dass du dich über diesen Urlaub freuen solltest, meinst du, du könntest ihn durchstehen?

Übrigens bitte ich dich, nicht mit einer weiteren Antwort von mir zu rechnen. Nach einer Weile finde ich dieses Forum unglaublich deprimierend.

Mach's gut!
 
Wenn man familiär gesehen gute bis neutrale Erfahrungen gemacht hat und auch sonst psychisch stabil ist, dann findet man Urlaub mit "neuer" Familie wahrscheinlich total unproblematisch.
Nee ich hätte da auch meine Probleme mit, würde aber versuchen, mir das vor meinem Freund und der Familie nicht anmerken zu lassen.
Bei Millie ist das aber eben etwas anders.
Sie hat eben diese Probleme und ihr zu sagen "du machst aus einer Mücke nen Elefanten" finde ich da nicht sehr empathisch und hilfreich.
Meist weiß man selber, dass man da Ängste hat, die übertrieben sind, aber zu sagen "Gut, meine Ängste sind wahrscheinlich unbegründet, dann habe ich jetzt eben keine mehr und freue mich stattdessen auf den Urlaub" geht schlecht.
Geht natürlich nicht, trotzdem ist es die eigene Entscheidung, ob man den Ängsten nachgibt oder nicht.

Aber klar, ich kenne es auch von mir, dass es Gefühle gibt, die so stark sind, dass man nicht gegen sie ankommt.

Man sollte es eben versuchen, über den eigenen Schatten zu springen.
Um das zu können, muss man sich erst der Schatten bewusst werden und auch Land in Sicht sein, wo man landen kann, deswegen finde ich es gut, es theoretisch zu durchdenken.

Aber @Millie, wenn es dir zu viel wird, sag Bescheid, ich muss auch nichts mehr dazu schreiben und Beiträge von mir können auch gerne gelöscht werden.
 

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