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Betreff: Einsamkeit...

Ich fühle mich auch immer wieder einsam. Als ich jünger war, habe ich dann mit einer Handlung versucht, diesen unangenehmen Zustand abzustellen. Teilweise habe ich das auch sozialverträglich und auch manchmal alleine geschafft. Desöfteren bin ich sehr sicher aber auch zur "Klette" geworden - leider. Bis ich das realisiert habe oder umsetzen konnte hat es teilweise auch so lange gedauert, dass ich den /die eine👎 oder andere👎 vergrault habe. So bin ich desöfteren auf mein Problem zurückgeworfen (worden). Da das Gefühl mich weiterhin immer wieder richtiggehend quält, suche ich jetzt vorsichtiger nach Mitmenschen, die sich wie ich innige Nähe wünschen. Allerdings bin ich aufgrund meines Alters, chronischer Krankheit, recht beschränkten Finanzausstattung...) nicht zuversichtlich, dass ich in meinem Leben noch die Einsamkeit komplett behebende Beziehungen aufbauen können werde. Vielleicht kann ich mit diesem post aber jemandem ein bisschen Trost spenden? ....?
 
Tatsächlich sind die anderen vielleicht mehr schuld daran als man selbst?

~~~

Also, ich glaube wirklich, dass die Weichen, Prägung, Lebensumstände und Mitmenschen sehr ungünstig für jemanden ausgefallen sein könnten. Vielleicht auch "nur" ein einziges Trauma, welches das Leben eines Menschen fast zwangsweise in die Isolation führt.

Gleichfalls, vermutlich wird man der Einzige sein, der sich da wirklich rausbewegen kann. Die Unterstützung anderer mag willkommen und hilfreich sein, aber ich würde nicht darauf zählen.

~~~

Wenn sich auch jetzt wieder jemand von meinem Beitrag angegriffen fühlt, sorry, nicht meine Absicht.
Durch dich habe ich mich nie angegriffen gefühlt
 
Wie geht es euch?
Wie sehr betrifft euch das Thema Einsamkeit?
Was wäre wünschenswert?
Ich bin einsam. Meine Familie befindet sich in anderen Ländern, und auch wenn sie hier wäre, würde es mir nicht anders gehen. Meine Erkrankung hat mein Leben sehr krass verändert – von „voll im Leben“ bis „einsam am Boden“.

Aber bei mir ist das so, dass ich mich nach menschlicher Nähe und Kontakten nicht sonderlich sehne. Oberflächliche Beziehungen sind nicht meins, und für tiefgründige bin ich wohl zu kompliziert mit meinen psychischen Problemen.
 
Oberflächliche Beziehungen sind nicht meins, und für tiefgründige bin ich wohl zu kompliziert mit meinen psychischen Problemen.
😥 Ich kann das gerade sehr gut nachempfinden. Mir geht's da momentan ähnlich.

Aber sich deshalb noch mehr zurückziehen ist ja auch keine Lösung. Denn sowas fördert Depression bzw. depressive Stimmung ja noch mehr.

Ich denk mir halt: Dann lieber wenigstens oberflächliche Kontakte als gar keine.

Ich nutze seit einiger Zeit die App 'Meet 5'. Mit der kann man "Treffen" erstellen, so dass Andere, die ebenfalls die App nutzen daran teilnehmen können. Bisher noch keine schlechte Erfahrung gemacht mit.
 
😥 Ich kann das gerade sehr gut nachempfinden. Mir geht's da momentan ähnlich.

Aber sich deshalb noch mehr zurückziehen ist ja auch keine Lösung. Denn sowas fördert Depression bzw. depressive Stimmung ja noch mehr.

Ich denk mir halt: Dann lieber wenigstens oberflächliche Kontakte als gar keine.

Ich nutze seit einiger Zeit die App 'Meet 5'. Mit der kann man "Treffen" erstellen, so dass Andere, die ebenfalls die App nutzen daran teilnehmen können. Bisher noch keine schlechte Erfahrung gemacht mit.
Wenn es mir besser geht, unternehme ich einiges, auch wenn öfter alleine oder z. B. in Sprachgruppen mit unbekannten Menschen. Sonst fressen bei mir oberflächliche Gespräche und Beziehungen zu viel Energie auf.
 
Oberflächliche Beziehungen sind nicht meins, und für tiefgründige bin ich wohl zu kompliziert mit meinen psychischen Problemen.

Wenn es nach dir ginge, wie würdest du es haben wollen? Man hat ja eine Vorstellung von einer idealen Linie.
Zb falls Besuch, dann jemand, für den du alles andere als kompliziert bist, dem du nicht suspekt bist und der/die loyal zu dir steht. Das wären Einige, von denen du das vielleicht gar nicht erwartest, oder annimmst.

Das ist doch üblich und normal, dass man zuerst nur an der Oberfläche kratzt- offener, unverblümter Austausch hat doch mit Zutrauen zu tun und dieses braucht bei den meisten doch seine Zeit, bis dieses vertraute "Mitgehen in sehr Persönliches" da ist. Ich habe zum Beispiel grundsätzlich immense Vorsicht und bei mir brauchts echt Jahre, bis ich jemanden voll vertraue. Das heißt, bis ich meine Vorsichtshaltung aufgebe, brauch ich viele "Beweise", dass ich mich nicht auf dünnem Eis befinde.
Ich muss zuerst ausloten, wie tolerant jener ist, wie tragfähig sein Gemüt ist.
So macht man doch bei mir ebenso, das kalkuliere ich immer ein- so schnell gibts kein wirkliches Öffnen, mit viel "Spucke, Beharrlichkeit und Geduld" kommt mit der Zeit diese Linie auf, das weiß ich aus Erfahrung von mir selber, bei anderen.
Nur Minis haben diese Vorsicht oft nicht. Das sind wir halt alle nicht mehr.
 
Wenn es nach dir ginge, wie würdest du es haben wollen? Man hat ja eine Vorstellung von einer idealen Linie.
Zb falls Besuch, dann jemand, für den du alles andere als kompliziert bist, dem du nicht suspekt bist und der/die loyal zu dir steht. Das wären Einige, von denen du das vielleicht gar nicht erwartest, oder annimmst.

Das ist doch üblich und normal, dass man zuerst nur an der Oberfläche kratzt- offener, unverblümter Austausch hat doch mit Zutrauen zu tun und dieses braucht bei den meisten doch seine Zeit, bis dieses vertraute "Mitgehen in sehr Persönliches" da ist. Ich habe zum Beispiel grundsätzlich immense Vorsicht und bei mir brauchts echt Jahre, bis ich jemanden voll vertraue. Das heißt, bis ich meine Vorsichtshaltung aufgebe, brauch ich viele "Beweise", dass ich mich nicht auf dünnem Eis befinde.
Ich muss zuerst ausloten, wie tolerant jener ist, wie tragfähig sein Gemüt ist.
So macht man doch bei mir ebenso, das kalkuliere ich immer ein- so schnell gibts kein wirkliches Öffnen, mit viel "Spucke, Beharrlichkeit und Geduld" kommt mit der Zeit diese Linie auf, das weiß ich aus Erfahrung von mir selber, bei anderen.
Nur Minis haben diese Vorsicht oft nicht. Das sind wir halt alle nicht mehr.
Mittlerweile, nach vielen schlechten Erfahrungen, weiß ich es nicht. Ein oder zwei wirklich gute Freunde zu haben – dafür ist es, denke ich, wohl schon zu spät, da ich mich in den letzten Jahren durch meine Erkrankung in Bezug auf menschliche Beziehungen sehr verändert habe.

Ich suche niemanden mehr und strebe auch nicht danach. Eine Beziehung langsam von der Oberflächlichkeit in die Tiefe aufzubauen, ist mir nicht gelungen. Ich lasse es so, wie es ist.

Wenn ich eine gute Phase habe, gehe ich auch raus und unternehme etwas. Ich unterhalte mich auch gelegentlich, aber ohne Hintergedanken wie: „Oh, das könnte ein Freund oder eine Freundin werden.“

Es fehlt mir auch nicht so sehr, dass ich darunter leiden würde. Schlimmer war es, als ich mich auf Menschen eingelassen, mich geöffnet habe und dann enttäuscht wurde.
 
Was die TE betrifft, ich habe noch immer nicht ihre Intention für diesen Thread begriffen.

Ich las von jemanden an diesem Tag hier im HF, der eine Einladung aussprach zu seinem neuen Forum mit dem Titel "Einsamkeit"- ich dachte mir, nachdem ich weiß, das ist wirklich heute ein Thema das viele betrifft, mache ich auch einen Faden darüber auf. Ich habe extra gefragt, wie geht es EUCH damit? Wie sehr betrifft es euch?
Mein Anliegen war, dass wir alle von allen Seiten auf dieses Thema hinschauen, jeder von seiner Sicht und Warte.
 
spannend, wie @Hollunderzweig hier die Antworten zu den eigenen Fragen präsentiert werden.

einfach mal ein - für sich sinnfreies - Thema erstellen und sich bequem zurücklegen

👍
Ich bin derzeit schwer eingeteilt beruflich, auch privat und für mich ist das Thema wirklich nicht sinnfrei, wie man sehen kann, auch für viele andere nicht, ob momentan selber betroffen, oder einmal betroffen gewesen, ich glaub nicht, dass wer Einsamkeitsgefühle nicht kennt.
 

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