Ich meine, ich versuche auch, mich immer wieder abzulenken. Ich versuche auch Hobbys zu finden, die mehr als Ablenkung sind, also irgendwie auch ein bisschen Erfüllung für mich bringen. Zum Beispiel das Theaterspielen.
Nun ist in dieser Zeit, als ich neu anfangen wollte in einer Gruppe leider mein Krebs dazwischen gekommen, ich dann erstmal gucken musste, wie es gesundheitlich weiter geht.
Naja, und jetzt halt wieder ständig irgendwelche Beschwerden bezüglich der Blase.
Ich lenke mich ab, ich treffe Freundinnen und Familienmitglieder, die allerdings selbst etliche Probleme haben, auch gesundheitlich.
Ich vermisse so sehr auch körperlichen Kontakt, ich meine damit nicht Sex.
Ich wünschte mir, ich könnte mich mal einkuscheln, zusammen einschlafen und aufwachen, zusammen frühstücken, zusammen den Tag planen.
Aber egal.
Jemanden zu brauchen, wird ja hier auch negativ beschrieben.
Kletten, Freundschaft wäre nicht dafür da, dass man für den anderen da ist usw.
Naja. Also ich bin in meinem Rahmen für meine Freunde da, diese auch für mich.
Jeder und jede soweit es ihm oder ihr möglich ist
Und mehr erwarte ich auch nicht.
Aber trotzdem darf ich doch sagen, dass ich einsam bin, weil mir etwas ganz wesentliches fehlt.
Und ich eben nicht in der Lage dazu bin oder war, mir dieses zu suchen oder zu finden.
Und leider nicht dazu in der Lage bin, ausreichend für mich selbst zu sorgen.
Dafür kann man mich natürlich verurteilen.
Da fehlt mir offensichtlich einiges an Resilienz.