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Betreff: Einsamkeit...

Es ist für mich kaum nachvollziehbar, dass das Thema von der Erstellerseite im sensiblen „Ich“-Bereich platziert wird, obwohl von Anfang an klar war, dass keine eigene Betroffenheit vorliegt und kaum echte persönliche Teilnahme eingebracht werden soll.
Ich glaube, das war ein Irrtum der TE ..den Bereich "Ich" hier als Möglichkeit für einen Sammlungsthread vieler persönlicher Ich-Geschichten zu sehen und nicht als - Ich als TE erzähle jetzt etwas über mein Problem, das Ich mit mit mir habe.

Vielleicht hätte der Thread gut in den Bereich "Leben" gepasst.
 
Kletten verstehen nicht, dass sie aufdringlich sind, weil sie (wie schon weiter oben gesagt) Menschen nicht lesen können. Und sie tun ja eigentlich auch nichts schlimmes, aber sie haben das Gespür nicht wann normales Miteinander für den anderen anfängt unangenehm und aufdringlich zu sein. Was soll man denn sagen?
Aber ich denke, gerade wenn Menschen andere nicht gut lesen können, wie du das zuvor gesagt hast, wäre es doch wichtig, sich mit einer respektvollen und klaren Ansage abzugrenzen, damit der Kletten-Mensch weiß, woran er ist..
Mir hat die Antwort gut gefallen, die mir @Ausnahmsweise im 'Freundschaftsthread' gegeben hat:
"Du, sorry, ich habe so ausgefüllte Tage, ich habe für meinen engsten Kreis schon wenig Energie und möchte daher keine anderen Verabredungen treffen."
Ist zwar nur 'halbehrlich', aber erfüllt sehr gut den Zweck, finde ich - es ist nicht verletzend-persönlich und zeigt deutlich die Grenze auf.
 
Ich sagte, dass Gemeinschaft, Partnerschaft, etc., richtig gut sein kann, was natürlich auch beinhaltet, dass es richtig schlecht sein kann. Das beschreibt im Grundsatz die Möglichkeiten, was passieren kann, wenn man sich auf Gemeinschaft, Partnerschaft, etc., einlässt. Für beides gibt es genügend Beispiele.
Ja, ich finde es schon wichtig, dass man herausfindet, welche Art der Gemeinschaft oder Nähe zum eigenen Bedürfnis passt.
(Zum Beispiel würde sich wahrscheinlich nicht jeder in einer dörflichen Gemeinschaft wohlfühlen,..)
Dass man es weiß, heißt noch nicht, dass man auch die Möglichkeiten es zu leben dafür findet.
Aber man kann dann besser danach suchen und weiß auch eher, was man besser meiden sollte.
 
Ich meine, ich versuche auch, mich immer wieder abzulenken. Ich versuche auch Hobbys zu finden, die mehr als Ablenkung sind, also irgendwie auch ein bisschen Erfüllung für mich bringen. Zum Beispiel das Theaterspielen.

Nun ist in dieser Zeit, als ich neu anfangen wollte in einer Gruppe leider mein Krebs dazwischen gekommen, ich dann erstmal gucken musste, wie es gesundheitlich weiter geht.

Naja, und jetzt halt wieder ständig irgendwelche Beschwerden bezüglich der Blase.

Ich lenke mich ab, ich treffe Freundinnen und Familienmitglieder, die allerdings selbst etliche Probleme haben, auch gesundheitlich.

Ich vermisse so sehr auch körperlichen Kontakt, ich meine damit nicht Sex.

Ich wünschte mir, ich könnte mich mal einkuscheln, zusammen einschlafen und aufwachen, zusammen frühstücken, zusammen den Tag planen.

Aber egal.

Jemanden zu brauchen, wird ja hier auch negativ beschrieben.

Kletten, Freundschaft wäre nicht dafür da, dass man für den anderen da ist usw.

Naja. Also ich bin in meinem Rahmen für meine Freunde da, diese auch für mich.

Jeder und jede soweit es ihm oder ihr möglich ist
Und mehr erwarte ich auch nicht.

Aber trotzdem darf ich doch sagen, dass ich einsam bin, weil mir etwas ganz wesentliches fehlt.

Und ich eben nicht in der Lage dazu bin oder war, mir dieses zu suchen oder zu finden.

Und leider nicht dazu in der Lage bin, ausreichend für mich selbst zu sorgen.

Dafür kann man mich natürlich verurteilen.

Da fehlt mir offensichtlich einiges an Resilienz.

Vielleicht liegen hier teils auch einfach Missverständnisse vor - das kann ich nicht mit Sicherheit beurteilen.

Habe in diesem Faden zwar nicht alle Beiträge gelesen, aber gehe davon, dass die hier gemachten Empfehlungen bzw. Vorschläge gut gemeint sind, aber auch keinesfalls in jedem Falle Anwendung finden können, da die genaue Situation des jeweils Einsamen gar nicht näher bekannt ist - wie bspw. körperlicher Zustand, psychische Verfassung, das persönliche Umfeld und Lebensumstände, vergangene Erfahrungen und Prägungen, etc.

Wie dem jeweils auch sein mag, ich denke nicht, dass es hier tatsächlich um Verurteilungen oder Schuldzuweisungen geht, nicht gehen kann, nicht gehen sollte.
 
Aber ich denke, gerade wenn Menschen andere nicht gut lesen können, wie du das zuvor gesagt hast, wäre es doch wichtig, sich mit einer respektvollen und klaren Ansage abzugrenzen, damit der Kletten-Mensch weiß, woran er ist..
Das ist halt das Dilemma: WAS für eine Ansage soll man machen, wo sie doch eigentlich nichts schlimmes tun? Man kann nicht sagen: "Warum quetscht du dich immer an den gleichen Tisch wo ich sitze", "Musst du immer neben mir herlaufen", "Musst du dich jetzt unbedingt im gleichen Tanzclub anmelden wo ich Mitglied bin". Das machen andere Leute auch, das ist nicht schlimm. Aber man hat eben das Gefühl sie tun es wegen mir (warum auch immer) und nicht wegen der Sache, und sie tun es gehäuft. Auch das ginge noch, wenn es auf Gegenseitigkeit beruhen würde. Aber wenn man nicht darauf aus ist auf engeren Kontakt als aktuell, dann nervt es, wenn der andere an einem kleben bleibt und Mimik, Gestik und Körpersprache einfach zu ignorieren scheint.
 
Was es die Pathologie betrifft, ich sagte 'leicht pathologisch', und ich denke, dass der Mensch in verschiedener Hinsicht leicht pathologisch handelt, wobei ich mich da selbst auch nicht ausnehme.

Das ist ja das Kernproblem- egal, ob man klein ist, oder erwachsen, es ist erwiesen und belegt, dass Einsamkeit mitspielt, wenn man sich krank fühlt, unwohl, gestresst, unruhig, überfordert, unterfordert uvm.
Meine Freundin war zum Beispiel nach der Trennung von ihrem Partner auf einmal total ängstlich, sie konnte nicht mehr schlafen, es gab Panikanfälle, Herzrasen, sie fühlte sich richtig krank. Dann fing sie damit an Schlaftabletten einzunehmen, Beruhigungsmittel, nachher kam Bluthochdruck dazu- ich sehe da schon einen Zusammenhang, angefangen hat es mit dem Ausziehen ihres langjährigen Partners.
 
Meine Freundin war zum Beispiel nach der Trennung von ihrem Partner auf einmal total ängstlich, sie konnte nicht mehr schlafen, es gab Panikanfälle, Herzrasen, sie fühlte sich richtig krank. Dann fing sie damit an Schlaftabletten einzunehmen, Beruhigungsmittel, nachher kam Bluthochdruck dazu- ich sehe da schon einen Zusammenhang, angefangen hat es mit dem Ausziehen ihres langjährigen Partners.
Deine Freundin war nicht einsam, sie hatte Angst vor dem Alleinsein und dass sie nie wieder einen Mann finden würde.

Du hast schlichtweg den Unterschied zwischen sich einsam fühlen und alleine zu sein nicht verstanden.
 
Ich glaube, das war ein Irrtum der TE ..den Bereich "Ich" hier als Möglichkeit für einen Sammlungsthread vieler persönlicher Ich-Geschichten zu sehen und nicht als - Ich als TE erzähle jetzt etwas über mein Problem, das Ich mit mit mir habe.

Vielleicht hätte der Thread gut in den Bereich "Leben" gepasst.

Ich fühle mich selber betroffen, das ist schon auch mein ICH, das auffällig viel tut, um Einsamkeit abzuwenden. Zum Beispiel werde ich nie ohne Hund sein, oder ohne Katze, lückenlos klammere ich mich an ein DU- im Zustand von " ICH und DU" gehts mir gut. Dazu gehört auch meine Geschichte, dass ein "Herrgott" da ist, mit dem ich meine Tage erlebe. Also ich kann praktisch mit mir selber wegen dem gut auskommen, weil ich das alles habe im Hintergrund. Ohne meine Sammlung von Hund, Freund(e), Glaube, würde ich abstürzen, bzw wieder viel machen, um diese Sammlung anzulegen neu.
 
Du hast schlichtweg den Unterschied zwischen sich einsam fühlen und alleine zu sein nicht verstanden
Wenn ein Mensch unter einem Mangel an engen emotionalen Bindungen leidet, kann diese Empfindung schlichtweg mit dem Wort Einsamkeit beschrieben werden.

Bevor du also anderen "nicht verstehen" unterstellst, erweitere doch erstmal deinen eigenen Horizont!
 

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