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Berufung als Straßenkehrer/Müllmann

Garbo59

Mitglied
Hallo Garbo,

es gab vor einigen Jahren eine faszinierende Dokumentation über einen Straßenkehrer in München, der aus seinem Beruf oder auch seiner Berufung etwas besonderes gemacht hat.

Leider kann ich Dir keinen link zur Doku anbieten, dafür habe ich aber eine kurze Beschreibung gefunden: Franky, der Straßenfeger - Filmdatenbank @ the-fan.net Bestimmt kannst Du noch mehr über ihn heraus finden.

Ich finde es toll, wenn man sich zu einem Beruf hingezogen fühlt und man nicht nur profan seine Arbeit verrichtet, sondern offen ist für das, was einem begegnet und was man daraus und damit machen kann.

Vielleicht hilft Dir das ein wenig bei Deiner Entscheidung :).

Viele Grüße

lostsouls
Ja, Franky Straßenkehrer aus München.

Damals tat es gut, jemanden zu sehen, der diesen Beruf aus Leidenschaft/Überzeugung ausübt, und nicht weil er "nichts in der Schule gelernt hat". Da wurde mir klar, dass man stolz sein kann, Straßenkehrer zu sein :)
 

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Ich habe bei den Privaten gearbeitet und das Unternehmen war in ganz Deutschland tätig. Ich habe selber nicht als Müllwerker gearbeitet. Ich war im Büro tätig, hatte jedoch durch meine Tätigkeit regelmäßig mit den Jungs vom Hof und auf der Straße zu tun. Daher meine Empfehlung für dich, orientiere dich in Richtung Stadt oder Kreis! :)
 

Garbo59

Mitglied
Ich habe bei den Privaten gearbeitet und das Unternehmen war in ganz Deutschland tätig. Ich habe selber nicht als Müllwerker gearbeitet. Ich war im Büro tätig, hatte jedoch durch meine Tätigkeit regelmäßig mit den Jungs vom Hof und auf der Straße zu tun. Daher meine Empfehlung für dich, orientiere dich in Richtung Stadt oder Kreis! :)
Ja, bei der Stadt sieht der Lohn besser aus, als bei den privaten.

Was die Straßenreinigung angeht, sind Privaten selten damit beschäftigt :)
 

mikenull

Urgestein
Kenne mich zwar bei der deutschen Müllabfuhr nicht aus - aber hier in Moselle ( gleich südlich Saarland ) ist man bereits vor Jahren dazu übergegangen, die Mülleimer mitten in der Nacht zu leeren. Kommt so in der Montagnacht ( hier ) gegen halbdrei - drei. Mit lautem Getöse....Alle vierzehn Tage dasselbe mit dem gelben Sack zusätzlich einen Tag später.
 

bird on the wire

Aktives Mitglied
Erstmal finde ich, das sind sehr achtbare Berufe. Das ist eine sehr sinnvolle Tätigkeit, die gut für die Gemeinschaft ist. Stadtbildpflege, Hygiene, Abfallentsorgung...

Es ist richtig, was hier bereits gesagt wurde, versuch auf jeden Fall, bei einer Kommune oder bei einem kommunalen Betrieb unterzukommen und nicht bei einem Privatunternehmen. Die Arbeitsbedingungen dort sind teilweise gruselig. Bei der Kommune sind die Arbeitsbedingungen und das Gehalt ordentlich geregelt. Du wirst nach Tarif TVÖD bezahlt, Arbeitskleidung wird gestellt, gesetzliche Arbeitszeitregelungen werden eingehalten, Personalrat ist vorhanden, Arbeitssicherheit wird regelmäßig kontrolliert etc. All das ist bei den Privatunternehmen oft keine Selbstverständlichkeit. Da wird oft auch gerade mit den Arbeitszeiten getrickst und oft gibt es keinen ordentlichen Dienstplan an den sich alle verbindlich halten, so daß Du kaum Deine Freizeit ordentlich in Ruhe planen und genießen kannst. Gerade in einem körperlichen anstrengenden Beruf sind aber die Erholungszeiten auch ganz wichtig.

Auch wenn Winterdiensteinsätze dazu kommen, die ja nachts durchgeführt werden, verlangen private Unternehmen oft, daß ihre Mitarbeiter unabhängig von den vorgeschriebenen Erholungspausen am nächsten Tag arbeiten. Da gibt es fürchterliche Geschichten mit Druckausüben etc.

Der Beruf des Straßenkehrers, wie Du ihn vielleicht noch vor Augen hast, stirbt aber aus. Es ist einfach zu teuer, Menschen als Handreiniger einzusetzen. Heute werden üblicherweise kleine Kehrmaschinen eingesetzt für die Reinigung von Gehwegen, Radwegen etc. Lediglich in Fußgängerzonen sieht man bei uns in der Stadt noch jemanden, der zu Fuß unterwegs ist. Dann aber auch nicht mit Besen und Schüppe, sondern mit einer Art großem Staubsauger, den er hinter sich herzieht und damit den Wegwerfmüll aufnimmt.

Müllmann ist ein ungeheuer anstrengender Beruf. Gerade Altpapier und Bioabfall sind sehr schwer. Und es müssen hunderte, wenn nicht bis zu tausende von Tonnen je Tour Tag für Tag gekippt werden. In unserer Stadt müssen die Behälter nur vom Gehweg bis zum Fahrzeug zum Entleeren bewegt werden. Es gibt aber auch Städte, die noch einen sog. Heraustrageservice haben, wo die Behälter vom Grundstück und sogar aus Kellern die Treppe hoch transportiert werden müssen. Das ist dann noch mehr Knochenarbeit.

In unserer Stadt habe ich gelesen, daß nur noch Mitarbeiter eingestellt werden, die auch über einen Führerschein zum Fahren der großen Müllwagen verfügen, weil nur noch 2 Mitarbeiter auf eine Tour sind. Einer fährt und einer kippt und die sollen sich im Laufe des Tages abwechseln können. In Holland habe ich aber auch schon gesehen, daß gar kein Müllmann mehr die Behälter kippt, sondern das Müllfahrzeug über einen seitlichen Greifarm verfügt und der Fahrer vom Inneren des Fahrzeugs aus die Behälter greift und zur Schüttung bewegt.

Ganz wichtig für Deinen Berufswunsch wäre daher ein LKW-Führerschein. Je mehr und je speziellere Führerscheine desto besser sind Deine Einstellungsvoraussetzungen und Einsatzmöglichkeiten denke ich.

Es gibt übrigens auch die Möglichkeit, sich weiterzubilden. Es gibt meine ich sowohl den Techniker als auch den Meister in den Bereichen.

Vielleicht schaust du aber auch mal die Berufe Straßenwärter und Garten- und Landschaftsbauer an. Das sind auch tolle vielseitige Ausbildungen. Beim Straßenwärter gehört der LKW-Führerschein mit zur Ausbildung. Die Ausbildungen werden auch von Kommunen und kommunalen Betrieben angeboten. Als Straßenwärter kümmerst Du Dich um die Verkehrssicherheit der Straßen und als Gärtner pflegst Du die Parkanlagen etc. Bei beiden Berufen gibt es Aufgabenfelder, die Deiner Vorstellung nahe kommen könnten. Nämlich die Straßenkontrolle, Baumkontrolle, Spielplatzkontrolle. Das sind aus meiner Sicht ungeheuer wertvolle Aufgaben, da sie tatsächlich Leben und Gesundheit der Einwohner schützen. Eine Stadt muß alle ihre Straßen und Gehwege regelmäßig ablaufen/abfahren und gucken, ob alles in Ordnung ist, wo sich Schlaglöcher gebildet haben und Gehwegplatten wackeln und eine Stolpergefahr sein könnten. Es gibt Mitarbeiter, die regelmäßig das komplette Straßennetz abgehen und aufschreiben, wo was repariert werden muß und kleinere Reparaturen auch selbst ausführen. Und andere Mitarbeiter, die alle Bäume im Stadtgebiet angucken müssen, ob die gesund sind und dem nächsten Sturm noch standhalten. Und natürlich alle Spielgeräte auf den Spielplätzen kontrollieren, ob alle Schrauben fest sind und die Kinder sich nicht verletzen.

Da diese Arbeit immer die Inaugenscheinnahme und Bewertung durch einen Menschen erfordert, kann sie auch nicht ohne Weiteres durch Maschinen ersetzt werden.

Ich würde Dir empfehlen, Dich direkt an Deine Stadtverwaltung oder den entsprechenden kommunalen Wirtschaftsbetrieb zu wenden und darum zu bitten, ein Praktikum in den verschiedenen Bereichen machen zu dürfen. Dann hättest Du auch gute Chancen, später auf einen Ausbildungsplatz, wenn die Dich schon kennen und positiv in Erinnerung haben. Und Du kannst mit den Mitarbeitern sprechen, die die Arbeit schon machen, die Du anstrebst.
 
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G

Gast

Gast
Hallo Leute!

Seit meiner Kindheit schätze ich den Beruf Straßenkehrer sehr. Diese Arbeit faszinierte mich immer.

Die Uniform, die körperliche Bewegung, eine gewisse Freiheit, die Routine und das Gefühl etwas Besonderes zu erledigen, sind für mich Elemente, die dazu führen, dass diese Beschäftigung sehr attraktiv ist. So komisch es scheinen mag und obwohl ich das Abitur habe und was studieren könnte, zieht mich diese Tätigkeit weiterhin an. Mir ist allerdings bewusst, dass diese Arbeit einen noch ziemlich schlechten Ruf hat. Es bleibt trotz allem für mich ein Traumberuf.

Eine andere Möglichkeit wäre Müllmann, aber sie scheint mir, härter zu sein, als Straßenkehrer.

Wärt ihr auch gern Straßenkehrer/Müllmann?

Sind diese Berufe für euch immer noch als niedere Beschäftigungen angesehen? Was sind eure Erfahrungen mit ihnen?

Ich bedanke mich für eure seriöse Antworten.
Was verbindest du noch mit dem Beruf, oder was siehst du darin?
Hast du da schon mal ein Praktikum gemacht, oder lebst du es nur in deiner Illusion?
Über die Straße laufen und Müll aufsammeln, oder mit Kehrmaschinen den Kram zu fegen, täglich wiederkehrende Sisyphosarbeit.
Naja, du mußt dir halt im klaren darüber sein, daß du nie sonderlich viel Geld verdienen wirst.
Dazu kommt, daß du auch im Winter wenn das Wetter nicht so gut ist raus mußt und die Straße kehren.
Freiheit ist was andres:
Es ist nicht wichtig, ob "wir" das verstehen, was wir denken; wenn es dir Spaß macht und du mit Gehalt und den Arbeitsbedingungen einverstanden bist, dann MACH es.
 

Garbo59

Mitglied
Was verbindest du noch mit dem Beruf, oder was siehst du darin?
Hast du da schon mal ein Praktikum gemacht, oder lebst du es nur in deiner Illusion?
Über die Straße laufen und Müll aufsammeln, oder mit Kehrmaschinen den Kram zu fegen, täglich wiederkehrende Sisyphosarbeit.
Naja, du mußt dir halt im klaren darüber sein, daß du nie sonderlich viel Geld verdienen wirst.
Dazu kommt, daß du auch im Winter wenn das Wetter nicht so gut ist raus mußt und die Straße kehren.
Freiheit ist was andres:
Es ist nicht wichtig, ob "wir" das verstehen, was wir denken; wenn es dir Spaß macht und du mit Gehalt und den Arbeitsbedingungen einverstanden bist, dann MACH es.
Ja, ich habe schon Erfahrung.

DU scheinst von der Arbeit, nicht begeistert zu sein :/
 

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