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Berufsstart/ arbeitslose Akademiker

Seit wann zahlen Sozialarbeiter und Lehrer keine Steuern? Außerdem funktioniert eine Wirtschaft nicht wie Omis Sparkassen-Konto. Lehrer dürften selbst unter diesen Gesichtspunkten einer Wirtschaft mehr bringen als die tausendste BWL-Leuchte. Und gerade etwa Consulting-Klitschen leben auch ganz gerne von Steuergeldern, wobei der Nutzen etwa von PPP-Projekten natürlich fraglich ist. Der Physiker hängt abgesehen davon auch häufig am staatlichen Transfertopf. Ohne ein funktionierendes Gemeinwesen würde die Wirtschaft insgesamt nicht funktionieren - außer man macht halt Militärdiktatur wie damals in Chile. Das ist übrigens auch eine Kritik an der institutionalisierten Sozialen Arbeit, die man auch so sehen kann, dass sie die Verhältnisse zugunsten von Kapitalinteressen festigt.

Natürlich zahlen Sozialarbeiter und Lehrer auch Steuern, aber sie zahlen es von umverteilten Geld. Genauso wie Hartz4-Empfänger eben auch Steuern zahlen. De facto wäre dieses Geld aber nicht ohne Andere da - damit sage ich NICHT, dass die Arbeit von Sozialarbeitern und Lehrern nichts wert ist. Das sehe ich nämlich nicht so. Ihr hingegen seid wirklich unverschämt BWLern gegenüber - wertet sie und deren Aufgabenfeld ab. Eure Art ist absolut überheblich - und mitunter sind solche Attitüden mit verantwortlich, dass ihr euch vielleicht mal ganz schön schwer tun werdet auf dem Arbeitsmarkt.
Da muss man mit ganz verschiedenen Menschen und Bildungshintergründen klarkommen. Denkt mal drüber nach!
 
Ich muss sagen mich machen die Beiträge von einigen, die hier gegen BWLer schießen wirklich wütend. Ist das Frust und Neid, weil man sein eigenes Studium/Leben nicht auf die Reihe bekommt oder woher kommt das? Ich lese hier nichts als Vorurteile und Beleidigungen ("BWL-Leuchten", "BWL-Schrott"), wirklich richtig frech.

Natürlich ja, ich habe selber BWL studiert und räume gerne mit euren Vorurteilen auf.
Das Studium war sehr anspruchsvoll und hat meinen Kommilitonen und mir viel abverlangt. Einfaches Auswendiglernen ist blanker Unsinn. Das Studium beinhaltet unheimlich viele zahlenlastige Module und die Klausuren haben es in sich. Ich glaube einige hier würden in Mikro, Makro, Finanzmathe, Investition, Finanzierung, Controlling oder Statistik blöd aus der Wäsche gucken. Durch das Bachelor/Master-System kommt noch hinzu, dass man unheimlich viel in kürzester Zeit abspulen muss, die Zeit für die Klausuren zu lernen ist sehr knapp bemessen. Es war wirklich hart. Dazu kommt noch der Leistungsdruck, weil jedem BWLer bewusst ist wie der Markt nach dem Studium aussehen kann. Topnoten und Praktika sind zwingend notwendig. Das Studium hat mich 4 Jahre an die Grenzen gebracht, aber ich hab es durchgezogen und bin in Arbeit.

Meine Kommilitonen waren auch keine "Leuchten", die BWL gewählt haben, weil sie eh nicht wissen was sie wollen (typisches Klischee) oder weil sie geldgeil sind. 80 % waren über 21 und hatten schon eine kaufmännische Berufsausbildung und zum Teil Berufserfahrung. Viele und auch ich haben gemerkt, dass man damit aber nicht weit kommt und wollten in Ihrem Leben mehr erreichen z. B. auch an großen Projekten und Entscheidungen im Job mitwirken. Teilweise gab es auch Leute, die eine richtige Leidenschaft für Zahlen, Controlling, Markting, Personal, Logistik, Steuern etc. mitgebracht haben oder Leute, die eine Führungskraft sein wollten. Es gibt nichts schlimmeres als jemand, der nicht in der Lage ist Personal zu führen oder zu motivieren. All das kann man in dem Studium lernen.
Natürlich gab es auch Party-BWLer, aber die wurden im Drittversuch geext oder sind freiwillig gegangen als sie gemerkt haben, dass es doch nicht so easy ist.

Ihr habt das Studium nicht absolviert woher nehmt ihr euch also das Recht so unverschämt zu urteilen. Zumal es hier ja wohl um Geisteswissenschaften geht. Wie soll das also der TS weiterhelfen?


Ganz meiner Meinung. Ich finde es total daneben wie hier ein Fach und dessen Studenten diskreditiert wird. Vielleicht sind wirklich Komplexe im Spiel, wenn man so eine Wortwahl nutzt, will man vielleicht sich wirklich auf dem Rücken anderer aufwerten. Ich will es aber keinem unterstellen.
 
Da wir dies nicht tun werden, kannst du sicher sein, dass Altenpfleger und Erzieher krisensicher sind. Klar, nicht optimal bezahlt, aber um die Leute bei der Stange zu halten wird man sich da auch was einfallen lassen müssen.

Dann nimmt man eben einfach Angelernte (Erziehungshelfer, Street Worker, etc.) die muss man mit weniger bei der Stange halten... Ich habe im Gegensatz zu euch schon im sozialen Bereich gearbeitet und kann das beurteilen wie es dort läuft. Ich empfehle euch an diesen Fächern Interessierten dringend Praktika in diesem Bereich zu machen, sonst kann das Aufwachen hart werden.
 
Sichere Jobs werden immer rarer. Ein unbefristeter Vertrag ist heutzutage leider Luxus. Eigentlich egal, wo man arbeitet. Und auch egal, welche Ausbildung man hat. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an Unis ist z.B. ein Paradebeispiel für dauerhafte unsichere Jobs.

Und unangenehme Mitmenschen gibt es in jedem Fachbereich. BWL zieht solche Charaktere einfach stärker an, weil man es aus irgendeinem Grund mit hohen Löhnen verbindet. Da sehen sich manche schon als der nächste Manager von Audi, noch ehe sie Buchhaltung 1 abgeschlossen haben. Es ist trotzdem ein schönes Fach für jene wie meine Verwandten, die sich für so Buchhaltungszeug interessieren und das gerne machen. Ist doch auch gut so. Ich bin froh, dass sich bei mir nach dem Studium andere um die Finanzierung meiner Projekte (und auch meines Arbeitsplatzes) kümmern. Sonst bliebe mir ja kaum mehr Zeit für meine eigentliche Tätigkeit. Nicht jeder will die Verantwortung einer Unternehmensführung übernehmen (ich z.B. nicht).

Aber Angebertypen landen auch bei MINT. Im Gegensatz zur BWL haben wir nur den Vorteil, dass man Unfähigkeit nicht so leicht mit Auswendiglernen und Fleiß entgegenwirken kann, sodass wir solche Leute spätestens nach dem 3. Semester wieder los sind (ein paar wenige überleben trotzdem). In BWL kommen die Leute noch eher durch (was nicht bedeutet, dass sie später mal gut sind). Man sieht halt eher den einen Angebertypen, nicht die 100 anderen, die morgens ins Büro gehen und ein ganz normales Leben im Mittelstand führen. Ich glaube, halbwegs verschont vor solchen Leuten bleiben tatsächlich nur die Geisteswissenschaftler, weil deren Gehalt bekannterweise nicht so hoch ist, weswegen geldgeile Menschen diese Fächer lieber gleich meiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich schließe mich an. Heute ist kein Job sicher. Auch nicht im Bereich BWL. In 10 Jahren werden die befristeten Verträge noch mehr zugenommen haben.

Ich habe leider auch die Erfahrung machen müssen, dass die BWLer, die ich kennengelernt habe alles andere als auf dem Boden haben und wenn ich ehrlich bin, starlight milkyway sorgst du mit deinen sehr aufbrausenden Beiträgen im Forum gerade auch nicht dafür, dass man positiv denkt.

Ich möchte aber trotzdem klar stellen, dass sicher nicht alle BWL Menschen wie die sind, die ich persönlich kennengelernt habe. Es gibt sicher auch geerdete.
 
Ich schließe mich an. Heute ist kein Job sicher. Auch nicht im Bereich BWL. In 10 Jahren werden die befristeten Verträge noch mehr zugenommen haben.

Ich habe leider auch die Erfahrung machen müssen, dass die BWLer, die ich kennengelernt habe alles andere als auf dem Boden haben und wenn ich ehrlich bin, starlight milkyway sorgst du mit deinen sehr aufbrausenden Beiträgen im Forum gerade auch nicht dafür, dass man positiv denkt.

Ich möchte aber trotzdem klar stellen, dass sicher nicht alle BWL Menschen wie die sind, die ich persönlich kennengelernt habe. Es gibt sicher auch geerdete.

Meine Beiträge sind immerhin nicht beleidigend. Bei mir fielen keine Wörter wie "Nullen", "Ohrfeigengesichter", "Leuchten" oder "Schrott". Das sind alles Wörter, die andere nicht-aufbrausende Schreiber hier benutzt haben. Außerdem schreibe ich meine Beiträge unter meinem Nick ohne mich hinter "anonym" bei einer so harmlosen Thematik zu verstecken.
Last bitte not least: Ich arbeite nicht als BWLer. Hatte ich auch schon erwähnt. Somit ist das Argument, dass ich diese Berufsgruppe nicht als gutes Beispiel repräsentiere, falsch, denn ich gehöre nicht dazu. Mich störte nur die Überheblichkeit und die abwertende Wortwahl, die einige User hier dieser Studienrichtung und deren Studenten entgegenbringen. Das geht so einfach nicht.
 
Meine Beiträge sind immerhin nicht beleidigend. Bei mir fielen keine Wörter wie "Nullen", "Ohrfeigengesichter", "Leuchten" oder "Schrott". Das sind alles Wörter, die andere nicht-aufbrausende Schreiber hier benutzt haben. Außerdem schreibe ich meine Beiträge unter meinem Nick ohne mich hinter "anonym" bei einer so harmlosen Thematik zu verstecken.

Die anonyme Funktion wird von der Moderation gestattet. Vermutlich nicht ohne guten Grund, also kein Ding sich aufzuregen und die oben genannten Begriffe kamen nicht von mir.
Ich betonte mehrfach, dass ich nicht alle BWLer kenne, also reg dich ab.
 
Die anonyme Funktion wird von der Moderation gestattet. Vermutlich nicht ohne guten Grund, also kein Ding sich aufzuregen und die oben genannten Begriffe kamen nicht von mir.
Ich betonte mehrfach, dass ich nicht alle BWLer kenne, also reg dich ab.

Warum soll ich mich abregen? Ich habe mich doch noch gar nicht aufgeregt 😛
Ich habe auch nicht behauptet, dass es von Dir kam. Aber diese Dinge sind hier gefallen und deplatziert.
 
Ach herrjeh, kaum kommt man aus dem Urlaub zurück, loggt sich ein und man sieht einen regen, teilweise spöttischen Diskurs, aber das ist auch gut so. ;-)

Aber mal ehrlich, ich hatte mir schon gedacht, dass die "Geisteswissenschaftler-Keule" kommt. Zu diesem Thema nur kurz: Habe diese Woche zwei Vorstellungsgespräche (heute am Heimatort und morgen sogar bei einem weltweit bekannten Unternehmen in Berlin in meinem Studienfach) und Jobs gibt für Geisteswissenschaftler (zumindest mein Fach) wirklich reichlich (finde jede Woche ca. 2-x Jobs bundesweit in der genau mein Studienabschluss gefordert wird). Problem ist eher die hohe Bewerberzahl, die langen Bewerbungsfristen und die gewünschte "praktische" Berufserfahrung (Wo soll sie herkommen, Praktikas gelten natürlich nicht als Berufserfahrung!).

Aber ich lass den Kopf nicht hängen, trotz einiger seltsamer Kommentare hier. Meine Kommilitonen haben alle zeitnah einen Job gefunden: Ob Doktorandenstelle, fachnahe Unternehmen, manchmal auch in einem ganz anderen Bereich (einer ist jetzt bei Dell Manager, hoffentlich heult jetzt kein Bwler^^) oder in ähnlichen Bereichen, Gehaltsspanne sehr unterschiedlich. Ich denke jeder ist seines Glückes Schmied und Erfolg setzt sich neben ökonomischer Nachfrage, eben auch aus Können, Mut, Eigeninitiative, Kreativität und vor allem viiiiel Glück zusammen.

Liebe Grüße,
eure Seelenwanderin
 

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