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Beruf nur zum Geld verdienen?

Würdet ihr nur zum Geld verdienen, einen Beruf ausüben?

  • Ja

    Teilnahmen: 41 51,9%
  • Nein

    Teilnahmen: 25 31,6%
  • Vielleicht

    Teilnahmen: 14 17,7%
  • Keine Ahnung

    Teilnahmen: 3 3,8%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    79
Außerdem hab ich Familie und ein Eigenheim abzubezahlen.

Das würde ich gerne aufgreifen. Danke übrigens für die Pink Floyd Empfehlung. Den Song muss ich mir mal anhören.
Ich will jetzt Juke nicht vorführen, aber ich glaube wenn man dann sattelfest ist, sprich Kind und Eigenheim ist es noch schwerer aus dieser Spirale rauszukommen und sich nochmal umzuorientieren.
Damit schafft man ja Erwartungen. Man könnte jetzt sagen, ätsch, ich hänge den Job an den Nagel und werde jetzt mit 40 nochmal Architekt und studiere, aber da werden Frau und Kinder nicht so begeistert sein.
Und auch sonst wird es schwerer sich im Alter nochmal umzuorientieren. Unser Staat schafft da gewisse unsichtbare Hürden. Krankenversicherung, die selbst getragen werden muss, andere Versicherungen, Lebensunterhalt und vieles mehr.
Es ist nicht so einfach.
 
Das würde ich gerne aufgreifen. Danke übrigens für die Pink Floyd Empfehlung. Den Song muss ich mir mal anhören.
Ich will jetzt Juke nicht vorführen, aber ich glaube wenn man dann sattelfest ist, sprich Kind und Eigenheim ist es noch schwerer aus dieser Spirale rauszukommen und sich nochmal umzuorientieren.
Damit schafft man ja Erwartungen. Man könnte jetzt sagen, ätsch, ich hänge den Job an den Nagel und werde jetzt mit 40 nochmal Architekt und studiere, aber da werden Frau und Kinder nicht so begeistert sein.
Und auch sonst wird es schwerer sich im Alter nochmal umzuorientieren. Unser Staat schafft da gewisse unsichtbare Hürden. Krankenversicherung, die selbst getragen werden muss, andere Versicherungen, Lebensunterhalt und vieles mehr.
Es ist nicht so einfach.
Ja, es ist aus meiner Sicht eine Hürde, wenn man Familie und Eigenheim hat und der Hauptverdiener ist, sich nochmal aus einem sicheren beruflichen Umfeld herauszulösen/umzuorientieren.

Wäre ich alleine und hätte ggf. kein Eigenheim abbezahlen muss, hätte ich selbst jedenfalls weniger ein Problem damit, mich beruflich nochmal umzuorientieren, auch im gesetzteren Alter nicht.
 
Ich weiß, dass es immer heißt, lebenslanges lernen und jeder kann alles noch machen.
In der Praxis ist das dann aber nicht so leicht.
Hast du erstmal ein gewisses Alter erreicht und bist sozial verortet, willst du ja auch nicht wieder leben wie Anfang 20. Was logisch ist. Mit Kind und Frau hast du auch mehr Verantwortung und bist oftmals dann der Ernährer und Hauptverdiener.
Ich kann Juke voll nachempfinden.
Die Frage ist, macht es nicht krank, wenn man dann quasi lebenslang gegen den Strom schwimmt und das macht, was keinen Spaß bringt oder verlagert man dann das Hauptaugenmerk auf Kinder und Familie und eben die Freizeit.
 
Auch Haus und Kind sind keine Garantie für Glück.
Stimmt.
Doch stellen sich Glücksgefühle eher ein, wenn man seine Existenz als sinnvoll und bedeutsam erlebt.
Aber das sind meine 50 cent.
Sicher gibt es auch Menschen, denen Arbeit nichts bedeutet, die keine Familie wollen und nie stolz auf etwas sind.
Alles ok.
 
Ich würde allerdings nie eine Arbeit machen, egal wie gut oder schlecht bezahlt, in die mich krank macht, wo ich mich hinschleppen muss, ich mich mit meinen Arbeitskollegen gar nicht verstehe oder die gegen meine ethischen Vorstellungen verstößt.
Nicht jeder ist so stark wie Du oder hat die Möglichkeiten, sich wirklich frei zu entscheiden.

Anfangs war mein Job, der eigentlich mein Traumberuf war, der absolute Horror. Anfangs hatte ich auch Existenzängste bedingt durch meinen miserablen Lebenslauf. Mit der Zeit hat sich das gebessert. Heute finanziere ich mit meinem Job meinen Lebensstandard.
 
Na, ja man muss aufpassen nicht zu schwarz oder weiß zu sehen.
Es gibt durchaus Väter, die eben wissen, dass ihr Job nur da ist, um die Familie zu ernähren. Das sind dann meistens auch die, die sich eher ins Familienleben reinknien. Gut, es gibt sicher auch welche, die sind von beidem angenervt, aber da hält dann vermutlich die Ehe nicht lange.
Die, die sich eher über den Job definieren, sind dann auch die, wo das Familienleben sicher zu kurz kommt und wo dann eben die Gefahr besteht, dass sich so ein Parallelleben zur Familie entwickelt.
Es mag auch die geben, die beides gut jonglieren, aber ich könnte mir vorstellen, dass das sehr ausbrennt.
 
Nicht jeder ist so stark wie Du oder hat die Möglichkeiten, sich wirklich frei zu entscheiden.

Anfangs war mein Job, der eigentlich mein Traumberuf war, der absolute Horror. Anfangs hatte ich auch Existenzängste bedingt durch meinen miserablen Lebenslauf. Mit der Zeit hat sich das gebessert. Heute finanziere ich mit meinem Job meinen Lebensstandard.

Das stimmt schon.

Allerdings hatte ich mal eine Arbeit, wo ich am Sonntag schon Bauchweh und Zustände hatte, weil ich am Montag wieder hin musste. Da habe ich mir geschworen, das nie wieder zu machen.

Das heißt nicht, dass man gleich hinschmeißen soll. Manchmal braucht es auch einfach, bis es läuft. Aber wenn sich die Situation nicht innerhalb eines halben Jahres, Jahres ändert, dann ist wegbewerben oft die beste Variante. Alles aushalten muss niemand.

Aber wenn der Job nur langweilig, unter meiner Qualifikation ist, blöde Arbeitszeiten oder was auch immer hat aber supergut bezahlt ist, dann würde ich das machen. Eben einfach nur zum Geldverdienen. Und mein Heil in der Freizeit suchen.
 
Da habe ich mir geschworen, das nie wieder zu machen.

Ich bin auch kein Fan davon, still zu leiden und auszuhalten, weil das in dem Fall ja auch aufs Familienleben übergehen würde.
Ich denke, dass man gucken muss in welchem Ausmaß das ist. Ist jetzt nur ein Kollege doof, der eh kurz vor der Rente steht und man hat Aussicht auf Besserung, lohnt es sich möglicherweise auszuharren. Sind aber alle irgendwie eine mobbende Runde und man leidet dadurch auch körperlich, würde ich das weite suchen und vorher noch auf kununu andere warnen.
Ich würde es richtig finden, wenn man auch was Arbeitgeber angeht eine offenere Kultur hat, was die Qualität der Arbeitgeber angeht.Wenn der nämlich 10 negative Bewertungen hätte, würde da dann niemand mehr arbeiten wollen und das würde den AG dann zwingen schneller was zu verändern.

Bore out ist allerdings auch nicht zu unterschätzen. Ich hab im Praktikum verschiedene Bereiche durchlaufen müssen. Kitas, heilpädagogische Einrichtungen und so in der Art. Bei einer Einrichtung war ich so unterfordert, dass ich schon durchs bore out ernsthaft eine Verschlechterung meines psychischen Zustands hatte. Man sollte auch Unterforderung nicht unterschätzen.
 

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