G
Gelöscht 125434
Gast
Ich hatte eher immer Probleme, weil ich "zu ehrlich" gewesen bin.. ich habe von 2004 - 2005, nachdem ich gerade meinen Schulabschluss gemacht hatte, meine demenzkranke Oma gepflegt und habe mir aus diesem Grund damals weder Ausbildung noch Studium gesucht. Meine Mutter war damals noch Vollzeit berufstätig, mein Vater ebenso. Da meine Oma noch einige viele helle Momente hatte, in denen sie ganz klar kommuniziert hat, dass sie weder Pflegedienst noch einen Platz im Heim akzeptiert, war da nichts zu machen.
Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wieviele Absagen auf Ausbildungsplätze ich dann nach ihrem Tod bekommen habe, weil ich angegeben hatte, dass ich eben über ein Jahr jemanden gepflegt habe, statt mich um meine Zukunft zu kümmern.
Mein Cousin dagegen, der nach dem Abi erstmal 2 Jahre von Papis Geld durch die Weltgeschichte getingelt ist, wurde überall mit offenen Armen empfangen, da er ja so viel erlebt hat und durch das Kennenlernen fremder Kulturen sicher ein ganz toller Mensch geworden ist..
Da war es vollkommen egal, dass er ebenso weder Berufserfahrung hatte, noch sich in diesen 2 Jahren um ein Studium / eine Ausbildung bemüht hat.
Selbst der Bewerbungscoach vom Jobcenter hat mir damals gesagt, es wäre klüger gewesen, wenn ich im Lebenslauf einen Auslandsaufenthalt oder die gute alte Weltreise angegeben hätte, weil sowas (leider) angesehener ist, als sich daheim um eine pflegebedürftige Person zu kümmern.
Selbst heute, nachdem fast 20 Jahre vergangen sind, werde ich in Bewerbungsgesprächen noch zu diesem Thema gefragt. Eine Personalerin wollte sogar mal ganz dreist wissen, wovon ich denn damals überhaupt gelebt habe und welche Pflegestufe meine Oma gehabt hätte, wie sich die Demenz geäußert hat usw.
Ich habe oft darüber nachgedacht, diesen Part in meinem Lebenslauf abzuändern und einfach irgendwas zu erfinden.
Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wieviele Absagen auf Ausbildungsplätze ich dann nach ihrem Tod bekommen habe, weil ich angegeben hatte, dass ich eben über ein Jahr jemanden gepflegt habe, statt mich um meine Zukunft zu kümmern.
Mein Cousin dagegen, der nach dem Abi erstmal 2 Jahre von Papis Geld durch die Weltgeschichte getingelt ist, wurde überall mit offenen Armen empfangen, da er ja so viel erlebt hat und durch das Kennenlernen fremder Kulturen sicher ein ganz toller Mensch geworden ist..
Da war es vollkommen egal, dass er ebenso weder Berufserfahrung hatte, noch sich in diesen 2 Jahren um ein Studium / eine Ausbildung bemüht hat.
Selbst der Bewerbungscoach vom Jobcenter hat mir damals gesagt, es wäre klüger gewesen, wenn ich im Lebenslauf einen Auslandsaufenthalt oder die gute alte Weltreise angegeben hätte, weil sowas (leider) angesehener ist, als sich daheim um eine pflegebedürftige Person zu kümmern.
Selbst heute, nachdem fast 20 Jahre vergangen sind, werde ich in Bewerbungsgesprächen noch zu diesem Thema gefragt. Eine Personalerin wollte sogar mal ganz dreist wissen, wovon ich denn damals überhaupt gelebt habe und welche Pflegestufe meine Oma gehabt hätte, wie sich die Demenz geäußert hat usw.
Ich habe oft darüber nachgedacht, diesen Part in meinem Lebenslauf abzuändern und einfach irgendwas zu erfinden.