Das was ihr hier diskutiert und teilweise so schön leugnet, dass es absolut schief laufen kann, ist das sogenannte Patensystem. Der Gedanke ist, dass abwechselnd Kinder sich in der Pause um den Behinderten kümmern und mit ihm spielen sollen/müssen. Und ja die Klasse wird für die Behinderung sensibilisiert. Also es wird um Rücksichtnahme und Verständnis gebeten, wenn der Behinderte sozial auffällig wird. Also an sich ein guter Gedanke, zumindest für manche Behinderungsarten.
Und der trifft auf ein Schulsytem, dass Stellenweise jetzt doch schon Probleme hat normalen Unterricht zu gewährleisten. Bei dem zwei Lehrer für Inklusionsklassen jetzt schon kaum möglich ist. Und wenn doch, dann nur wenige Stunden in der Woche. Da rechnet nämlich irgendwer den Bedarf aus und dann hat der Förderlehrer, 2 Stunden für Schüler X in der Woche. Außerdem gibt es -in manchen Bundesländern- keine Unterscheidung mehr welcher Behinderte überhaupt inkludierbar ist und für die die mehr Hilfe brauchen, gibt es jetzt schon zu wenige Schulhelfer/Schulassistenten. Und auch hier gibt es nicht immer genug Stunden. Gleichzeitig Menschelt es dort doch auch. Und ja auch manche Eltern schützen ihre Kinder, indem sie ihren Kindern verbieten zu Paten zu werden. Also ist doch klar dass es mitunter gewaltig schief läuft und die Kinder das Sparmodell ausbaden müssen.
Für nicht in Klassen inkludierbar halte ich übrigens zb. Manche! Kinder mit Schwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung. Außerdem glaube ich dass wir manchen Behinderten keinen Gefallen tun, wenn wir sie inkludieren. Geistig Behinderte, oder welche mit massiver Lernschwäche zum Beispiel. Spätestens ab der Pubertät sind sie eh wieder die Außenseiter in der Klasse und lernen nur wie Scheiß weh es tut ausgeschlossen zu sein. Und am Ende sollen sie ja möglichst selbstbestimmt leben können. Nur dazu brauchen sie Hilfe und Förderung. Die bekommen sie in der normalen Schule aber sicher nicht ausreichend genug. Was spricht also gegen Förderschulen? Vielleicht könnte man sie in einer normalen Schule mit unterbringen. Dann gibt es mehr Berührungspunkte. Aber grundsätzlich sind sie -in meinen Augen- eine gute und sinnvolle Einrichtung.