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Behinderte in unserer Gesellschaft

  • Starter*in Starter*in saminabi
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saminabi

Gast
In diesem Thread geht es um die Inklusion behinderter Menschen in unsere Gesellschaft. Wie denkt ihr darüber? Welche Probleme seht ihr? Was kann eurer Meinung nach noch getan werden?

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Ich habe eine Meinung, die aber nicht in Stein gemeisselt ist.

Ich bin der Meinung, dass behinderte Kinder z. B. unserer Fürsorge, bzw, der Fürsorge des Staates bedürfen. Dieses kann auf sehr unterschiedlichen Wegen gehen.

Inklusion klappt in Kitas teilweise ganz gut, da gibt es auch Integrationserzieher. Inklusion in der Schule ist zwar gut gemeint, aber solange es kein geeignetest Konzept gibt, solange die Lehrer allein diese zusätzliche Herausforderung meistern müssen, hilft es keinem.

Ansonsten mache ich mir Gedanken um die heutigen medizinischen Möglichkeiten, eventuelle Behinderungen und Anlagen, Gene frühzeitig in der Schwangerschaft aufzudecken. Einerseits finde ich das gut, andererseits beeinhaltet das auch, immer mehr zu differenzieren, welches Leben lebenswert ist und welches nicht irgendwie.

Es gibt auch immer mehr Menschen mit Down-Syndrom, die sich öffentlich äußern, dass sie ihr Leben als lebenswert empfinden und z. B. froh sind, nicht abgetrieben worden zu sein. Es muss ganz schön schlimm sein, wenn man das Down-Syndrom hat und weiss, dass allein das Down-Syndrom der Grund für viele Abtreibungen, auch einigen Spätabtreibungen ist.

Ich betrachte das alles halt von vielen Seiten und bin da manchmal im Ziespalt, was ich davon halten soll.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Behinderte in unserer Gesellschafft

Auch das Sozialsystem lebt von den Einzahlern. Den Arbeitnehmern, Bauern und Selbständigen, dem "kleinen Mann", der sich abstrampelt und nicht auf Kosten von anderen leben will, weil er immer noch ein bissel altmodisch eingestellt ist, aus Zeiten wo von eigener Hände Arbeit zu leben noch als etwas ehrenwertes und erstrebenswertes galt.
Insbesondere die Mittelschicht, weder die Reichen noch die von-der-Hand-in-den-Mund-Armen/Hartzer, sind Träger des Sozialsystems.
 
AW: Behinderte in unserer Gesellschafft

Das hier ist der Offtopic-Ableger des Paragraph-218-Threads. Thema Umgang mit Behinderten in und durch die Gesellschaft. Zum Beispiel Schulsystem.
 
AW: Behinderte in unserer Gesellschafft

Arbeit war noch nie etwas wert. Es ist Versklavung. Der Feudalismus wird sich auch in Deutschland ausbreiten.

Die Leistungsgesellschaft ist eh eine Lüge.
 
AW: Behinderte in unserer Gesellschafft

Vor lauter Zwiespalt über die Behinderten sollte man nicht die anderen Betroffenen, insbesondere natürlich die Eltern und Geschwister, vergessen. Denn längst nicht jede Behinderung ist eine leichte, die leicht zu stemmen ist, es gibt auch multipel Schwerstbehinderte, die ihr ganzes Leben lang eine Intensivversorgung benötigen, und der erste der dafür gerupft wird, sind immer noch die Eltern. Vor allem natürlich die Mutter, die ihre eigenen Lebenserwartungen dann meistens in der Pfeife rauchen kann.
Wer Arbeit zu eigenen Gunsten schon für Versklavung hält, kann mit der Versklavung durch die Dauerbelastung mit einem schwer behinderten Kind erst recht nicht einverstanden sein. Oder ? 😛
 
AW: Behinderte in unserer Gesellschafft

Arbeit war noch nie etwas wert. Es ist Versklavung. Der Feudalismus wird sich auch in Deutschland ausbreiten.

Die Leistungsgesellschaft ist eh eine Lüge.

Dann versuch doch mal, ohne Arbeit, ohne Leistung und ohne von jemand anderem zu schmarotzen, zu leben. Bin gespannt wie das laufen soll. 🙄
 
AW: Behinderte in unserer Gesellschafft

Dann versuch mal außerhalb des Systems, irgendwo im Ausland, ohne eigene Arbeit, ohne Leistung, ohne zu schmarotzen, zu leben. Im Ausland kriegst Du erst recht keine Leistungen vom Staat oder sonstwem nachgeworfen.
 
AW: Behinderte in unserer Gesellschafft

Vor lauter Zwiespalt über die Behinderten sollte man nicht die anderen Betroffenen, insbesondere natürlich die Eltern und Geschwister, vergessen. Denn längst nicht jede Behinderung ist eine leichte, die leicht zu stemmen ist, es gibt auch multipel Schwerstbehinderte, die ihr ganzes Leben lang eine Intensivversorgung benötigen, und der erste der dafür gerupft wird, sind immer noch die Eltern. Vor allem natürlich die Mutter, die ihre eigenen Lebenserwartungen dann meistens in der Pfeife rauchen kann.

Nein, die vergesse ich ganz und gar nicht. Ich würde auch keiner Mutter vorwerfen, dass sie ein behindertes Kind abtreibt, vor allem, wenn es schwerstbehindert ist. Es ging mir jetzt überwiegend um das Down-Syndrom. Auch hier sollte natürlich jede Mutter selbst entscheiden dürfen, ob sie abtreibt oder nicht, allerdings wäre ich bei einer Spätabtreibung dagegen.

Daoga, du hast mir aber noch nicht die Frage, die ich dir in dem anderen Thread gestellt habe, beantwortet. Also ob ich dich da falsch verstanden habe.

Es wäre noch interessant, ob es hier vielleicht Eltern, Erzieher, Lehrer oder andere Menschen gibt, die Erfahrung mit Inklusion haben.
 
AW: Behinderte in unserer Gesellschafft

Mal weiter überlege.

Wenn es nun diesen Gentest bezüglich des Down Syndrom gibt und eine Frau diesen Test nicht macht (machen will) und ihr Kind hat nun eben das Down Syndrom, was muss sie sich wohl anhören.

"Heutzutage muss niemand mehr ein solches Kind zu Welt bringen"
"Wie kann man nur so verantwortungslos sein"
"Und wer kümmert sich, wenn ihr nicht (mehr) könnt?"

Und lässt sie das Kind weg machen, dann gibt es auch Kommentare

"Ich hätte nie abgetrieben"
"Du hast dein Kind umgebracht"
"Auch ein behindertes Kind kann eine lebenswertes Leben führen"

Solche Untersuchungen und Tests sind ein Segen und ein Fluch gleichermaßen.
 
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