AW: Behinderte in unserer Gesellschafft
Natürlich hat jeder die Entscheidungsfreiheit. Wenn du aber schreibst die Mutter ist selber Schuld, weil sie dieses Kind aufzieht bringt mich das zum Nachdenken. Ich finde wenn jemand die Kraft hat dieses Kind aufzuziehen sollte man es unterstützen und Vorwürfe finde ich unangebracht. Nicht jeder bringt es übers Herz sein Kind abzutreiben. Das sollte man berücksichtigen.
Du solltest lieber schreiben, jedes Kind das lebend auf die Welt kommt, BRAUCHT Zuwendung. Ohne wenn und aber. Das ist NICHT verhandelbar.
Egal wieviel es kostet, denn manche Kinder kosten einfach mehr als andere, Behinderte und Kranke die von Geburt an schon teure Operationen, Medikamente und eine 24-Stunden-Pflege jeden Tag benötigen.
Was so manche Familie, so manche Mutter nicht stemmen kann (und/oder will) und so manche Partnerschaft zerbrechen läßt, wenn die Mutter Pech hat.
Der Riesenfehler der Nazis war, über die Köpfe der Betroffenen hinweg zu entscheiden, die Eltern und Familien hatten keinerlei Mitspracherecht.
Heute liegt die Entscheidungsfreiheit bei der Mutter. Als Hauptbetroffener. Und so soll es auch sein, wer am meisten betroffen ist - oder sein würde, wenn die Frage Abtreibung ja oder nein im Raum steht, wessen eigenes Leben zuallererst beeinträchtigt wird - bei dem liegt das Recht der Entscheidung.
Und da hat dann ein Außenstehender kaum was zu melden.
Wer glaubt ein Mitspracherecht zu haben, sollte dann konsequent und ehrlich auch eine Verpflichtung zur Unterstützung im Notfall eingehen.
Natürlich hat jeder die Entscheidungsfreiheit. Wenn du aber schreibst die Mutter ist selber Schuld, weil sie dieses Kind aufzieht bringt mich das zum Nachdenken. Ich finde wenn jemand die Kraft hat dieses Kind aufzuziehen sollte man es unterstützen und Vorwürfe finde ich unangebracht. Nicht jeder bringt es übers Herz sein Kind abzutreiben. Das sollte man berücksichtigen.