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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Ich dachte, bisherige Experimente hätten auch gezeigt, dass die Bereitschaft größer sei Niedriglohnjobs oder auch TZ Jobs anzunehmen, da der zusätzliche tausender Rückendeckung gibt. Wenn das stimmt, würde dies wiederum die Unternehmen darin bestärken, das Lohnniveau niedrig zu halten.

Ein AN der 160 Stunden VZ arbeitet und dafür 8,50 Euro erhält bekäme brutto 1.360 euro. Er würde also mit Steuerklasse I netto ca. 1.030 euro erzielen. Mit dem tausender BGE hätte er ein netto von über 2k euro. Und das für so Sachen wie Regale auffüllen! ^^
..

Diese denke kann ich immer nicht verstehen...
Der regalauffüller arbeitet doch genauso seine 40h pro Woche wie z.b. du...
Wieso kann man ihm dafür nicht auch ein finanziell gesichertes leben gönnen?
Ausserdem gibt es nicht nur ungelernte in mindestlohnjobs. Friseure, Floristen, Bäcker, Verkäufer etc...arbeiten oftmals auch für dieses kleine Geld. Trotz Ausbildung...
Für so jemand ist dann halt das BGE eine grosse Hilfe zum leben, während es für jemand mit 4 oder 5 tsd. netto halt ein kleines Zuckerl obendrauf ist...
 
A

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
ups- muss Grafiken entfernen/übersetzen... modernisierter HR-Editor erlaubt mir nur noch 5... wohl dosierte...
wie viele Designstufen noch bis Twitter-HF..?


...wie immer😱 , bin ich eklatant und ca dreißig Seiten hinterher
aber, bisher - echt spät und uA Dir ein frohes neues Jahr wünschend 🙂 - aufgriffen

Wir liefern beide doch im Ansatz den gleichen Lösungsvorschlag: Gerechte Verteilung der Arbeit und der Löhne.
Sehe ich nicht so. Denn dann müssten Verwalter von Sonstwas erheblich weniger verdienen wie Erschaffer von Sonstwas.
Das Gegenteil scheint mir derzeit Fakt.
Im Mittelalter arbeiteten Menschen von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, heute meist weniger als 8 Stunden am Tag. Es gibt weniger Arbeit als jemals zu vor und trotzdem ist unsere Gesellschaft relativ reich.
am Rande... und zum Einen..: wen interressiert heutzutage Mittelalter(rollEyes-Sm....). Kann Mittelalter derzeitig wegweisendes Argument sein?
und wichtiger erscheinend: Zum Anderen: Bitte definiere "unsere Gesellschaft". gilt "unsere Gesellschaft" auch für existenzlos gewordene Afrikaner, etc?
Arbeiten wir morgen halt nur noch 6 Stunden, ist doch schön (Lach-Sm....)
Ist man noch selbst der (Lach-Sm....), wenn man selbst, 3 Mal am Tag - weil einzeln unterbezahlt - lediglich für Miete; Nebenkosten; Nahrung und Kleidung seinen ganzen Körper einsetzt... ?
Warum soll das weniger Lohn bedeuten? Ich bin mit 6 Stunden dank Technik genauso produktiv oder sogar produktiver als früher mit 12 Stunden. Mehr noch: ich muss die neue Technik bedienen können. Ich muss qualifizierter und spezialisierter sein als der Bauer im Mittelalter, der nur körperlich arbeitete.
...nur körperlich arbeitet...
? hast Du das selber mal... über einen längeren Zeitraum... gar Jahrzehnte... ? körperlich so richtig... Männermäßig (Weiblichkeit versteht hoffentlich wie ich das meinte (Zwinker-Sm....))
"Hochnäsigkeit"
ist Dir ein Begriff? (suchDir´nenSm....aus-Sm....))

(zwinker-Sm....) ... nun wieder zum Kern des Threads
Aber selbst wenn Lohnverzicht erforderlich ist:
Ich finde es gerechter, wenn 90% der Menschen 6 Stunden arbeiten, als dass 70% 8 Stunden arbeiten und den Rest finanzieren muss.
oah... nur 6 Stunden am Tag arbeiten... (Dreamer-Smiley)
für 8 Stunden Lohn/Gehalt... Herr, wirf (gleich-)wertiges Geld vom Himmel!
Zumal es die Arbeitslosen unter Druck setzt. Egal wie hoch ein BGE ist, es wird (muss!) niedriger sein als ein Arbeitseinkommen. So drängen viele BGE Empfänger auf den Arbeitsmarkt um mehr zu verdienen und wir haben wieder die Situation, dass Arbeitgeber Dumpinglöhne zahlen, weil es ein Überangebot von Arbeitskräften gibt.
Ein Überangebot an Arbeitskräften gegenüber Arbeitsstellen IST vorhanden und WIRD - zu Ungunsten derzeiter Arbeitskräfte täglich, da Technologie erlernend - weiterhin zunehmen?
Nein, Ziel muss sein, dass jeder, der Arbeit will, diese findet.
Eins, Zwei, Drei... oder ein Vielfaches davon an Müllwerkern an einer einzigen Abfalltonne?
Das "Lohnproblem" unserer Zeit liegt indess in den Berufen, die technisch nicht optimiert werden (können). Das sind die Berufe, in denen es schwer fallen wird, Arbeitszeiten zu senken und Löhne dennoch stabil zu halten.
Auch das sehe ich nicht so... Sind wir Technik bejahend. , wie leicht wäre es jeglichen überbezahlten Sesselpfurzer - der sich derzeit zu wichtig nimmt - egal in welcher verwaltenden Branche(?) durch intelligente Computerprogramme kostenminimierend/Arbeitsplatz wegfallend zu ersetzen.
Verwaltung ist lediglich Addition oder Sublimierung anfallender Zahlen.
Handwerk ist da derzeit noch was anderes... noch fehlt der Software da entsprechende Hardware.
Noch...
Ein Fertighaus (in Massenproduktion vorgefertigt) kostet vielleicht 150.000 €. Lässt du alles vor Ort von Handwerker bauen, kostet das locker 50% mehr.
Ein Fertighaus aus dem 3D- Drucker bekommst Du bereits für einen Bruchteil von 150.000 von der Stange.
Wobei "Stange" derzeit lediglich überschaubaren Drucker-Vorlagen geschuldet ist - aber auch das wird sich ändern.
Ich finde es schwer vermittelbar wenn eine Frau 60 € beim Friseur lässt oder ich am WE 50 € für einen Gaststättenbesuch bezahle. Das ist relativ teuer. Für das Geld kann ich ein halbes Jahr auf Netflix unbegrenzt Filme schauen, mir Schuhe kaufen, die ich jahrelang trage oder sonstwas.
60€ beim Friseur ... da war - und bleibe - ich für den Rest meines Lebens wohl Fassungslos(ooh-Sm....).
Manch eine(r) hat wohl und braucht ... das ..?
Die Frage wird also auch sein, was wir mit Berufen tun, die "teuer" bleiben weil wir sie eben nicht automatisieren können. Insofern stellst du zurecht die Frage nach der Zukunft vieler bisher "einigermaßen bezahlter Jobs".
Im Bezug auf "Berufe die wir nicht automatisieren können" gehen wir - so schien es mir bisher maßgeblich - scheinbar auseinander. Und auf die von mir skizzierte Abwärtsspirale - bzgl Lohn und Gehalt - gehst Du warum gleich nicht ein?
Und... Zusatzfrage!:
Warum "bleiben" manche Berufe teurer/lassen sich anders besteuern/alimentieren als andere?
...sind denn nicht Alle am Allgemeinwohl interessiert?


Vorhandene Arbeitsstunden lassen sich aber nicht auf immer mehr Geringverdiener umlegen, wenn die Arbeit eine hohe Qualifizierung verlangt, die die wenigsten Arbeitnehmer mitbringen. Einen Tellerwäscher kann man nicht mal schnell die Arbeit eines Arztes machen lassen, oder?
Richtig!
Und mit denen verfahren wir Deiner Meinung nach: Wie?

Geringverdiener sind meistens identisch mit gering Qualifizierten. Und/oder mit Leuten, die aus privaten (meist familiären) Gründen an einen bestimmten Ort mit wenig beruflichen Möglichkeiten angekettet sind und sich nicht so einfach in bessere Gebiete verändern können.
Demnach... also was Du obig skizzierst... haben wir in Zukunft zwei Ghettos:
- ein hochqualifiziertes
- ein minderprivilegiertes
?
Und für Dich wäre das o.k.? und das sagst Du aus welchem derzeitig priveligiertem Standpunkt heraus?

Wenn Du als Arbeitgeber von einem ungebundenen Hochqualifizierten verlangst, er soll für lau arbeiten, zeigt er Dir den Vogel und geht woandershin, wo man seine Talente zu schätzen und zu bezahlen weiß, nach China, USA, Dubai, Brasilien oder in die Schweiz. Und der AG in Deutschland kann dann sehen, wo er seine Fachkraft herbekommt.
Schön, dass Du uns auch hier erneut die Welt erklärst - wie sie ist...
Schade zu sehen, dass Du - obschon Deiner ganzen bisherig gelesenen "Bildung" - darüber geistig nicht hinauskommst.
Die Welt besteht eben nicht nur aus Deutschland oder aus irgendwelchen Nestern in der deutschen Pampa. Und Hochqualifizierten steht die ganze Welt offen, gerade in Zeiten der Globalisierung.
Es liegt im Eigeninteresse Deutschlands, gut Qualifizierte auch per guter Bezahlung zu halten, statt sie mit Bürokratie und dem Neiddenken der Minderbemittelten zu vertreiben.
"[...]Neiddenken der Minderbemittelten[...]"...
lässt echt tief blicken...ein Gedanke von mir...Dir sicherlich unerschlossen...
(obiger Beitrag von Daoga) Ist für mich einer der intelligentesten Aussagen zum Thema.
sprachlos...😱
Wer von technologischem Fortschritt, Automatisierung profitieren will und einen gut bezahlten Job möchte, MUSS eine entsprechende Qualifikation haben.
Und wenn wir dann alle den Doktor oder ´ne Professur haben, welche Qualifikation ermöglicht uns akademisch arbeitslosen dann den Job zu Tellerwäscher etc zu bekommen.
Mit Deinen Aussagen treibst Du das ewige Hamsterrad lediglich an...
Änderung erfolgt dadurch wohl nicht.
Teller waschen kann jeder. Eine "Tellerwaschmaschine" bedienen bedeutet aber schon, dass man mehr Qualifikation braucht.
Ich bin überrascht welche Überlegungen Du hier formuliertest (fettesGrinsen-Smi...).
Eine Maschine, welche Teller wäscht und seinem Nutzer eine Qualifikation zum nutzen abverlangt, wurde von einem wahrscheinlich unerkannt überbezahltem, da einseitig verbildetem, Idioten programmiert.
Wir brauchen in vielen Bereichen ein Umdenken, Stichwort Digitalisierung. So ist es bei mir im Büro so, dass Kollegen immer noch lange Listen händisch in Word führen oder Akten in den Schränken hängen haben.
Wenn ich heute einen Kollegen eine Woche auf ein Software-Seminar schicke, kann der seine Arbeit im Extremfall dreimal so schnell machen.
Der geht dann nach 2einhalb Stunden mit dem gleichen Gehalt nach Hause?
Oder kostet dessen Leistungen zwei anderen Kollegen den Arbeitsplatz - und was machen diese in Zukunft?
Natürlich erzeugt das Druck. Menschen müssen heute mehr lernen als früher. Schlimmer noch: Selbst hochqualifizierte Menschen haben am Ende nur ein kleines Berufsfeld und müssen sich darin auch noch ständig weiter qualifizieren.
Wird man arbeitslos, kann man sich dann nur auf 1% aller Jobs bewerben, die eben jenes Profil haben und man steht in Konkurrenz zu jungen frisch qualifizierten Mitbewerbern.
Menschen lernen nicht Mehr... Menschen lernen heutzutage anderes. Mit - in den letzten Jahrhundert - angeeignetem Wissen, wurde ja nicht das Hirn größer, leistungsfähiger, gar aufnahme und speicherbereiter - oder?
Und falls Du jetzt meinst: Muss ja nicht! - denk Dir...kurz...den elektrischen Strom weg...
und wie qualifiziert heutige elektro"Authisten" dann sind - ganz egal für was auch immer...
Ich glaube eine der größten Herausforderungen der Zukunft ist nicht nur Menschen zu qualifizieren, sondern bedarfsorientiert zu qualifizieren. Diesen Menschen kann man dann auch zurecht und wirtschaftlich gute Löhne zahlen.
So wie Fußballern die 10 Jahre ordentlich rackern, treten und ausreichend Tore für ´nen Verein hinbekommen.
Deren Einkommen muss den Rest des Lebens ausreichen - oder wozu qualifizieren wir diese anschliessend gesellschaftlich wertig um?
Das Problem in Sachen Löhne bleiben dann eher die Bereiche, die man auch mit Bildung/Qualifikation nicht wirtschaftlicher machen kann.
Das "Problem" kann nur "bleiben", wenn wir an derzeitigem System festhalten möchten?
Vor allem viele Dienstleistungen sind nur bedingt wirtschaftlicher zu gestalten indem man Technik einsetzt.
Gerade Dienstleistungen werden in kommend naher Zukunft als erste ersetzt werden.
Wie soll etwa ein Friseur wirtschaftlicher werden?
Och, ob der "Typ" hier weiterhin lediglich kocht oder Haare schneiden wird... ist lediglich ein SoftwareUpdate entfernt.
Kleidung, Möbel und co kann man auch sehr billig konsumieren.
sh Daoga weiter Oben: "Neiddenkende" werden den recykelten BilligRamsch wohl konsumieren müssen - sofern zumindest dazu in der Lage.
Alle anderen werden meinen noch eine Wahl zu haben...
Dienstleistungen im Bereich Gesundheit und Bildung sind existenziell für unsere Gesellschaft und jeder sollte sie sich leisten können.
Bin da ganz bei Dir... Wie machen wir das?
Meinen sozialistische Gruß an Dich - an dieser Stelle (Lach-Smil...).

Ohne Zweifel hat die Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen ihren Reiz. Ich denke, dass bei seiner Realisierung auch eine Verwaltungsvereinfachung dabei herauskommen würde, weil anstelle vieler heute gewährter Einzelleistungen das bedingungslose Grundeinkommen träte.

Hallo Burbacher (Lach-Smil....)
Ein bisher angedachtes BGE unterscheidet sich von derzeit geleisteten Sozialleistungen nicht durch gezahltes Geld - denn das zahlt/bringt die Gemeinschaft bereits heute auf - sondern durch Zwanglosigkeit gegenüber den Empfängern.
Eines der Hauptprobleme jener welche sich über ihren Job bzw dem dadurch erworbenen "Einkommen" zu definieren scheinen. Leben kann scheinbar nicht sein, Leben muss man verdienen durch erwerb bunt bedruckter Zettelchen - war schliesslich schon immer so...
Ein Nebenproblem wird sein - Du hast es Oben bereits angesprochen - ein nicht unerheblicher Teil Beamtentum kann weg...
die aber dann auch arbeitslos werden... sich zum ersten Mal in ihrem Leben einem Leben außerhalb Beamtentum stellen müssten... Was meinst Du... wie qualifizieren wir diese dann weiters gesellschaftlich relevant - und worauf?


Für mich unterm Strich das schlagende Argument.
Ich bin kein Fan eines BGE, aber de facto ist Hartz 4 ja bereits so etwas ähnliches wie ein BGE.
Wesentlicher Unterschied ist eigentlich nur der "Arbeitszwang" und damit verbundene Kürzungsmöglichkeiten.

Rechnet man den Verwaltungsaufwand von Hartz 4 dagegen, erscheint es mir dessen Wirtschaftlichkeit fragwürdig. Dann lieber ein Pauschalbetrag mit möglichst wenigen Ausnahmen. Mietpreise müssten z.B. schon lokal unterschiedlich berücksichtigt werden.

Viel kritischer ist aber die Aussage hinter einem BGE: "Hier muss keiner arbeiten"

Mir widerstrebt das vollkommen. Menschen sind sozial und sollten immer einen Beitrag zu einer Gesellschaft leisten (wollen + können). Und ich will auch nicht gezielt Menschen nach Deutschland locken, die nicht arbeiten wollen.
Zum Einen: Warum vermischt Du hier zwei vollkommen unterschiedliche Dinge... Könntest Du Einwanderungspolitik von BGE trennen..?
Zum Anderen: Wenn Du skandierst: "Menschen sind sozial und sollten immer einen Beitrag zu einer Gesellschaft leisten (wollen + können)."
frage ich mich einerseits was "sozial" für Dich ist
und
andererseits, habe ich - nicht erst hier und in obig zitiertem - den Eindruck, dass Dein "sollten einen Beitrag zu einer Gesellschaft (wollen + können)" eher einem verklausuliertem "müssen" entspricht.
Und das wäre dann wiederum Arbeitsdienst... oder wie früher mal formuliert: Zwangsarbeit
Daher noch ´ne Frage: In welcher Sparte können "unterbemittelte", "unterqualifizierte" - ohne derzeit existierend gut entlohnte Arbeitsplätze zu gefährden - Deiner Meinung nach jobben?

Diese ganze Lobhudelei am System, derer, die derzeit auskommend einträglich Einnahmen haben,
scheint mir in keinster Weise mehr als Lobhudelei am derzeitigen System, derer, die derzeit auskommend einträglich Einnahmen haben.

Nicht mehr - nicht weniger.

Also,
der Tellerand scheint mir - mehr als - ausdrucksvoll umrissen
und
was liegt außerhalb davon,
kommt zukünftig potenziert auf uns zu?

Wie damit realistisch , unpolemisch umgehen...
Vermehrt Armen-Ghettos zulassen, verhungern lassen, harte Selbstverteidigung des Habens und drauf schiessen,
oder weiches teilen und abgeben
?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo NichtKonform,

verzeih mir wenn ich nicht auf alles eingehe, ich versuche das aus BGE Sicht wichtigste zu konzentrieren. Und auch dir ein frohes Neues Jahr 😀

...nur körperlich arbeitet...
? hast Du das selber mal... über einen längeren Zeitraum... gar Jahrzehnte... ? körperlich so richtig... Männermäßig (Weiblichkeit versteht hoffentlich wie ich das meinte (Zwinker-Sm....))
"Hochnäsigkeit"
ist Dir ein Begriff? (suchDir´nenSm....aus-Sm....))

"nur körperlich" meinte ich nicht im Sinne davon, dass körperliche Arbeit weniger Wert sei. Ich meinte, dass früher Berufe meist körperlichen Schwerpunkt hatten und deshalb leichter erlernbar waren.
Man braucht heute immer spezialisiertere (geistige) Kenntnisse zur Ausübung von Berufen.

Ein Überangebot an Arbeitskräften gegenüber Arbeitsstellen IST vorhanden und WIRD - zu Ungunsten derzeiter Arbeitskräfte täglich, da Technologie erlernend - weiterhin zunehmen?

Dass es ein Überangebot an Arbeitskräften gibt, möchte ich mindest in Frage stellen. Es fehlt an vielen Ecken, so findet meine Stadt kaum Erzieher, Techniker und die Anzahl und Qualität wird in allen Berufsfeldern bei uns schlechter. Das ganze wird verstärkt durch den demographischen Wandel.

Natürlich ist das nicht objektiv für ganz Deutschland, aber in meinem Umfeld sehe ich immer weniger geeignete Arbeitskräfte. Das Überangebot an Arbeitskräften gibt es imho nur im Niedriglohnsektor.

Auch das sehe ich nicht so... Sind wir Technik bejahend. , wie leicht wäre es jeglichen überbezahlten Sesselpfurzer - der sich derzeit zu wichtig nimmt - egal in welcher verwaltenden Branche(?) durch intelligente Computerprogramme kostenminimierend/Arbeitsplatz wegfallend zu ersetzen.
Verwaltung ist lediglich Addition oder Sublimierung anfallender Zahlen.
Handwerk ist da derzeit noch was anderes... noch fehlt der Software da entsprechende Hardware.
Noch...

Verwaltende Branchen können durch Technik optimiert werden und dadurch kann Personal eingespart werden, ja. Aber die Vorstellung "jeglichen überbezahlten Sesselpfurzer" dadurch zu ersetzen ist falsch. Ganz im Gegenteil, die verbliebenden Sesselpfurzer müssen viel höher qualifiziert sein als früher, denn sie müssen die ganze Technik ja bedienen.

Früher hast du in der Buchhaltung Rechen- und Schreibmaschine bedienen müssen. Heute diverse Microsoft Produkte und Spezialsoftware.

Ich habe ausgeführt, dass man
- heute im Durchschnitt mehr Kenntnisse benötigt
- heute sehr spezialisierte Kenntnisse benötigt

Dies hat z.B. zur Folge, dass es bei Arbeitsverlust extrem schwer sein kann, genau DIE Stelle zu finden, für die man eine passende Qualifikation hat. Für mich ist das ein Grund für Armut.

Menschen werden arbeitslos und von Hartz 4 schneller als früher zu Arbeit gezwungen. Und weil sie so schnell nicht eine passende Stelle finden, landen sie im Niedriglohnsektor, wo sich nach und nach immer mehr Menschen befinden, die ein Überangebot an Arbeitskräften stellen.

Ich glaube, dass wir versuchen sollten zu verhindern, dass mehr Menschen in den Niedriglohnsektor rutschen. Wir sollten sie sozial sichern (z.B. mit Arbeitslosenhilfe) und wir sollten Aufstiegschancen in den Mittelstand schaffen (durch Qualifikation aber auch dadurch Arbeit wieder lohnender zu gestalten). Die Löhne sind teilweise einfach zu niedrig und es motiviert auch nicht 80% des Lohnes ans Amt abzugeben. Jemand der Vollzeit arbeitet, darf nicht nur 100 € mehr haben als ein Sozialhilfeempfänger.

Das faire am BGE wäre, dass der Lohn nicht darauf angerechnet wird. Jeder verdiente Euro landet in deiner Tasche. Nicht: ich darf nur 100 € verdienen, danach muss ich 80% ans Amt abgeben.
 
Hui - langer Thread. Ich habe mir darüber auch schon lange Gedanken gemacht und komme nicht zu einem Schluss.
Es gibt valide Pros und Kontras.

Was mich zuerst interessieren würde, wäre eine Kostenrechnung des aktuellen Zustands. Also was kostet es an Verwaltungsaufwand insgesamt, Hartz4-Bürger zu drangsalieren oder mit Repressalien zu belegen? Ich persönlich finde DAS schon moralisch sehr bedenklich, wenn man davon ausgeht, dass nur eine Minderheit zu den Arbeitsverweigerern und "Schmarotzern" zählen. Ich denke, das kann man annehmen, bei der Situation am Arbeitsmarkt aktuell für Ingenieure und andere Fachkräfte (siehe Lüge des Fachkräftemangels - Stichwort bei Youtube -> Empfehlung)

Es gibt Beschneidungen in der minimalen Grundversorgung, bei allerlei "Vergehen" (nenne ich sie mal). Das geht von teilweiser Aussetzung bis zu kompletter Aussetzung der Zahlung. Daran spart der Staat - also welche Kosten stehen dem gegenüber?

WENN hier eine negative Bilanz zu Lasten des Verwaltungsaufwands bestünde (davon gehe ich jedenfalls aus), dann wäre das gesamte System wie wir es haben, völlig absurd. Da hätten wir im Prinzip schon eine bedingungslose Grundversorgung - kein bedingungsloses Gehalt, möchte ich betonen!

Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens finde ich interessant - in einem der skandinavischen Länder läuft gerade ein Feldversuch in einer Kommune. Auf die Ergebnisse bin ich gespannt. Sowas sollten wir auch tun - es einfach mal über paar Jahre in einem Landkreis probieren und gucken, was passiert. Ich denke, anders finden wir es nicht heraus - es gibt zu viele Lobbyisten und Meinungen, die ein düsteres Bild zeichnen, als das man es flächendeckend einführen könnte - das wird nie passieren. Wir müssen Erfahrungen sammeln bei uns!

Es gibt Meinungen, die besagen, die Kreativität und Genialität könnte durch das gefördert werden ... also wenn man nicht abhängig von der Wirtschaft wäre ... quasi arbeiten gehen muss, anstatt schöngeistig kreativ zu sein. Hand hoch, wer vor dem Beruf ein Hobby in dem Bereich hatte, sich wünschte es zu vertiefen, es aber nicht tat, weil man "seine Brötchen verdienen musste"?

*heb Hand* - ich hatte sehr gern geschrieben ... Gedichte, Kurzgeschichten (2 landeten sogar in einem Kinderbuch im Rahmen einer gemeinnützigen Veröffentlichung zu Gunsten von schwer erkrankten Kindern), hatte sogar ein Konzept für ein Buch ... nur angefangen und nie zuende gebracht, mangels Zeit. Ich fand es schade - nunja, so isses halt. Aber DAS könnte geändert werden! Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie viele Genies im Bereich der Kunst, der Wirtschaft zum "Opfer" gefallen sind ... oder Genies in anderen Bereichen.

Ich finde diesen Gedanken ungemein spannend - perspektivisch erledigen Maschinen unsere Arbeit - es bedarf nur Wenige, um diese zu administrieren und zu warten - selbst DAS kann automatisiert werden. Service-Dienstleistungen per Telefon oder Email, Finanzbuchaltung, Analysen, Forschung usw können irgendwann vollständig von KIs erledigt werden und das um Dimensionen besser(!) ... die Entwicklungen aktuell in diesem Bereich von selbstlernender und kommunizierender KI sind faszinierend und bahnbrechend. Natürlich wird es Berufe geben, die davon ausgenommen sind, wie Polizei, Feuerwehr, Gesundheits-/ Pflegesektor (wenns nach den Asiaten ginge, machen das zukünftig menschenähnliche Roboter) ... unterm Strich bleibt jedoch weniger Arbeit für die Menschen übrig ... WAS soll mit dem Rest der Menschen geschehen? Eine "Neu-Bewertung" der Arbeit wird stattfinden müssen ... sei es durch viel geringere Arbeitszeiten bei vollem Gehalt oder einem Grundeinkommen und wir tun Dinge, die uns liegen und tun damit Dinge für die Entwicklung unserer Zivilisation! ... mal so gesponnen jetzt ^^

Edit: also ich bin offen für diese Idee, bin aber kritisch bei der Umsetzung und der Finanzierung. Es gibt dabei zuviele Variablen, als das man es theoretisch betrachten und bewerten könnte. Wie geschrieben, ist aus meiner Sicht die Voraussetzung dieses Unterfangens, eine absolut objektive Bestandsaufnahme des aktuellen Zustands in Zahlen! Das muss man von unten her Stück für Stück aufrollen und ermitteln - darüber zu phantasieren, bringt keine Ergebnisse.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hehe - OHJAA - da gibts noch viel viel mehr Beispiele. Das sind allerdings alles Fehlinvestitionen, Mißmanagement, Verbraten von Steuergeldern und Verarschung der Bürger. Bei einer Sache des BGE benötigen wir eine glasklare Finanzplanung ... das kannste nicht durch "Spitzen der Überschüsse" finanzieren und verkaufen. Man muss da schon von grund auf sauber analysieren, planen und dann umsetzen.

Dass jede Menge Geld da ist ... glaub da sind wir uns alle einig ... nur wie wirds anständig genutzt? 🙂

Dazu muss man halt die Steuern und Abgaben neu strukturieren ... möglicherweise würden auch mehr Steuern erhoben. Würde allerdings nicht viel machen, da es eine Grundversorgung gäbe. Im Zuge dessen wäre es noch zwingend erforderlich, sämtliche Nebenkosten staatlich zu regulieren ... wenn man das nicht macht, werden ratz fatz die Mieten und andere Kosten verdoppelt und wir hätten nur einen riesigen Inflationssprung zu verzeichnen, anstatt eines Grundeinkommens ... das wäre immens wichtig zu berücksichtigen.

Also, das wäre schon ein mächtiges Unterfangen ... die Politik müsste an der Stelle mal ausnahmsweise sauber arbeiten ... schon das ist schwierig ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muss halt auch zwischen einmalig anfallenden Kosten und sich wiederholenden Kosten unterscheiden. Gleichfalls sollte man davon ausgehen, dass die Leute ihr Geld für "sinnloses" Zeug verplempern.

Man könnte bspw. damit anfangen, dass der öffentliche Nahverkehr kostenfrei gestaltet wird. Aus meiner Sicht kein Ding der Unmachbarkeit. Mobilität sollte ein "Grundrecht" sein. Da könnte man schon mal 80 EUR oder so von einem Grundeinkommen "abziehen".
 

Auch wenn es nicht gänzlich falsch ist, mag ich solche Vergleiche nicht.

Flughäfen, Bahnhöfe und Kultureinrichtungen sind kein überflüssiger Luxus, sondern Dinge im öffentlichen Interesse. Wir müssen doch über die Zeit unsere Infrastruktur ausbauen oder verbessern.

Ja in konkret diesen Fällen wurden Fehler gemacht, falsch geplant und das sollte nicht sein. Aber heißt das jetzt wir sollen nie wieder einen Flughafen bauen?
Dass in diesen Beispielen Fehler gemacht wurden, bedeutet doch nicht, dass der Ausbau unserer Infrastruktur falsch ist.

Ich gebe dir aber Recht, dass es Prestigeprojekte gibt, die viel Geld kosten und nicht notwendig sind. Gefühlt hat fast jede zweite Stadt irgendeine Edel-Glasbau-Fassade im Ortskern, die teuer über Steuern finanziert wurde. Und trotzdem muss man auch hier differenzieren. Viele Innenstädte in NRW sind z.B. sehr verwahrlost. Da ist es nicht falsch mal die 50 Jahre alte angestaubte Bibliothek zu sanieren und eine moderne Mediothek mit modernen Medien zu bauen.
 
Außerdem sind das alles im Vergleich zu den Kosten eines BGE wirklich nur Peanuts. In diese Reihe hätte dann übrigens auch die Kosten des Atomstromes und der Ausstiegskosten gehört. Da geht es nämlich auch um weitere etwa 140 Milliarden.
 
Auch wenn es nicht gänzlich falsch ist, mag ich solche Vergleiche nicht.

Flughäfen, Bahnhöfe und Kultureinrichtungen sind kein überflüssiger Luxus, sondern Dinge im öffentlichen Interesse. Wir müssen doch über die Zeit unsere Infrastruktur ausbauen oder verbessern.

Ja in konkret diesen Fällen wurden Fehler gemacht, falsch geplant und das sollte nicht sein. Aber heißt das jetzt wir sollen nie wieder einen Flughafen bauen?
Dass in diesen Beispielen Fehler gemacht wurden, bedeutet doch nicht, dass der Ausbau unserer Infrastruktur falsch ist.

Ich gebe dir aber Recht, dass es Prestigeprojekte gibt, die viel Geld kosten und nicht notwendig sind. Gefühlt hat fast jede zweite Stadt irgendeine Edel-Glasbau-Fassade im Ortskern, die teuer über Steuern finanziert wurde. Und trotzdem muss man auch hier differenzieren. Viele Innenstädte in NRW sind z.B. sehr verwahrlost. Da ist es nicht falsch mal die 50 Jahre alte angestaubte Bibliothek zu sanieren und eine moderne Mediothek mit modernen Medien zu bauen.

Soviele Kinder und Menschen leben in Armut, so viele Menschen kämpfen auf den Straßen fürs Überleben, so viele Renter müssen jeden zur Tafel das wie was zu essen haben und dann werden 800 Mio. in so eine Elbphilharmonie gesteckt. Brauche es dieses Protzding wirklich? Ich finde das sehr dekadent.
 
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