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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Jeder Mensch kann, darf und muss doch zumindest überleben können. In grundlegenden Zügen ist das zumindest in Deutschland ja auch durchaus gewährleistet.

Ich habe kein Problem damit, wenn meine, auch durchaus höheren Steuern, dafür angewandt werden.

Was für eine Gesellschaft soll das denn sein, wenn man sich um die, denen es schlecht geht, nicht mehr kümmert?

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Ja, Geld. Lalala. In erster Linie bedeutet ein "bedingungsloses Grundeinkommen" für mich, dass ein jeder Mensch Zugang zu Bildungsmöglichkeiten hat, und die Möglichkeit, diese auch zu nutzen.

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Ihr kennt ja diese Anekdote bzw. Geschichte:

"Gebe einem Menschen einen Fisch, oder die Möglichkeit, selbst zu fischen."
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich es recht überlege, ist ein sog. Grundeinkommen tatsächlich nicht die Lösung, sondern, wie hier bereits gesagt, die Anpassung von Arbeitsstunden und Gehältern.

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Hat nicht VW damals sowas wie eine 35-Stunden-Woche bei gleichbleibenden Gehältern eingeführt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist für mich einer der intelligentesten Aussagen zum Thema.
Für die Zukunft wird noch mehr als heute gelten: Wer von technologischem Fortschritt, Automatisierung profitieren will und einen gut bezahlten Job möchte, MUSS eine entsprechende Qualifikation haben.

Teller waschen kann jeder. Eine "Tellerwaschmaschine" bedienen bedeutet aber schon, dass man mehr Qualifikation braucht.
Meine Mutter scheitert schon an einer modernen Kasse.
Wir brauchen in vielen Bereichen ein Umdenken, Stichwort Digitalisierung. So ist es bei mir im Büro so, dass Kollegen immer noch lange Listen händisch in Word führen oder Akten in den Schränken hängen haben.
Wenn ich heute einen Kollegen eine Woche auf ein Software-Seminar schicke, kann der seine Arbeit im Extremfall dreimal so schnell machen.
Wer aber glaubt, Kollegen würden sich darum reißen, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Genau wie meine Mutter gar keine moderne Kasse oder ein Smartphone WILL.

Natürlich erzeugt das Druck. Menschen müssen heute mehr lernen als früher. Schlimmer noch: Selbst hochqualifizierte Menschen haben am Ende nur ein kleines Berufsfeld und müssen sich darin auch noch ständig weiter qualifizieren.
Wird man arbeitslos, kann man sich dann nur auf 1% aller Jobs bewerben, die eben jenes Profil haben und man steht in Konkurrenz zu jungen frisch qualifizierten Mitbewerbern.

Ich glaube eine der größten Herausforderungen der Zukunft ist nicht nur Menschen zu qualifizieren, sondern bedarfsorientiert zu qualifizieren. Diesen Menschen kann man dann auch zurecht und wirtschaftlich gute Löhne zahlen.
....

Und genau das finden ich sehr bedenklich.
Damit ordnen wir den Menschen völlig der Technik und der Wirtschaft unter.
Worin jemand talentiert ist wird uninteressant. Es geht nur noch darum, was gerade von der wirtschaft gebraucht wird. Dass der Mensch dann damit zig jahre lang in einem unegrwollten, ungeliebten Beruf steckt und sich mit depressionen, burnout und so weiter rumschlagen muss ist halt hinzunehmen.
Das ist der weg in die endgültige Versklavung.
Eigentlich sollte man meinen, der Mensch wäre heute gescheiter und würde nicht mehr in diese Falle gehen...
Eben genau zu diesem Szenario soll das BGE ein gegenentwurf sein.
So dass jeder seine Fähigkeiten einbringen kann. Ohne zwang.
Und wie ich finde ist das der einzig richtige weg. Der gesündere auf jeden fall.
Und auf Dauer wahrscheinlich sogar der erfolgversprechendere.
 
Schon eine interessante/faszinierende Sache. Im Grunde ließe sich alles tun, ohne sich gegenseitig ständig Papier und Geld hin- und herschieben zu müssen. Es ist wohl ganz so, dass "Geld" Menschen "in Schach hält".

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Schon irgendwie auch traurig. Die Dummheit der Menschen. Natürlich wird Vieles in Geld bemessen, und Vieles, was nicht in Geld bemessen wird, wird einfach ignoriert.
 
Zitat beihempels:

Na gottseidank bin ich schon Mittelalt und habe deshalb hoffentlich das zeitliche gesegnet bevor solche hochintelligenten hochgebildeten hochqualifizierten Wesen (wie du^^) die überhand gewinnen.
Klingt ja schon fast nach cyborg. Intelligenz ohne Emotionen...
Gruselig.
wenn die Welt nur noch aus eingebildeten hochgebildeten besteht...
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Das liegt daran, daß manch ein vollversorgter Beamter weder Schröder noch die Agenda-Politik verstanden hat. Was war denn zu der Zeit? Die BRD hatte um die 5 Millionen offizielle Arbeitslose. Und da ist der Hannoveraner, zusammen mit Teilen der SPD und P.Hartz auf die grandiose Idee gekommen, die Arbeit auf mehr Menschen zu verteilen - denn die geleisteten Gesamt-Arbeitsstunden bleiben hinterher gleich viele. Das hat gut funktioniert wenn man mal an die Maßnahmen, Leiharbeit, geringfügige Beschäftigung etc. denkt. Davon profitiert die BRD bis heute ganz hervorragend - aber natürlich nicht die Beschissenen.
Und wer genau hinhört - Stichwort: Arbeitsplätze weiter flexibilisieren - der kann wissen, daß dieses Spiel genau so lange gehen kann, bis jeder in der BRD den Mindestlohn kriegt. ( ein paar der Guten werden wohl vorher auswandern, falls sie irgendwo aufgenommen werden )
Doch, eine "Maschinensteuer" wird kommen, irgendjemand muß nämlich die steigenden sozialen Kosten bezahlen. Und wer dieser Tage den "Fall Siemens" verfolgt hat, der weiß das sich inzwischen etwas regt in der Republik. Es kann nicht sein, daß Anteilseigner viel Geld dafür kriegen, Menschen zu entlassen um dadurch Aktienkurse hochzutreiben.

Übrigens gibt es sowas wie eine "Maschinensteuer" seit Jahrzehnten: Die stetig steigenden Energiepreise sorgen seit Mitte der Siebziger für Innovation. 1973 - das Jahr der ersten großen Ölkrise - gab es keine Elektrogeräte bei denen z.B. ( A-Plus etc. ) angegeben war. Ich kann mich erinnern einmal einen MB 280 ( Vergasermotor! ) besessen zu haben, bei dem der Verbrauch mit 12 - 17,5 Litern angegeben war. Aber es waren auch Fahrten mit mehr als 20 Litern Super möglich.
Heute alles undenkbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ohne Zweifel hat die Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen ihren Reiz. Ich denke, dass bei seiner Realisierung auch eine Verwaltungsvereinfachung dabei herauskommen würde, weil anstelle vieler heute gewährter Einzelleistungen das bedingungslose Grundeinkommen träte.
 
Ohne Zweifel hat die Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen ihren Reiz. Ich denke, dass bei seiner Realisierung auch eine Verwaltungsvereinfachung dabei herauskommen würde, weil anstelle vieler heute gewährter Einzelleistungen das bedingungslose Grundeinkommen träte.

Für mich unterm Strich das schlagende Argument.
Ich bin kein Fan eines BGE, aber de facto ist Hartz 4 ja bereits so etwas ähnliches wie ein BGE.
Wesentlicher Unterschied ist eigentlich nur der "Arbeitszwang" und damit verbundene Kürzungsmöglichkeiten.

Rechnet man den Verwaltungsaufwand von Hartz 4 dagegen, erscheint es mir dessen Wirtschaftlichkeit fragwürdig. Dann lieber ein Pauschalbetrag mit möglichst wenigen Ausnahmen. Mietpreise müssten z.B. schon lokal unterschiedlich berücksichtigt werden.

Viel kritischer ist aber die Aussage hinter einem BGE: "Hier muss keiner arbeiten"

Mir widerstrebt das vollkommen. Menschen sind sozial und sollten immer einen Beitrag zu einer Gesellschaft leisten (wollen + können). Und ich will auch nicht gezielt Menschen nach Deutschland locken, die nicht arbeiten wollen.

Für mich muss ein BGE immer Hand in Hand gehen mit dem Gedanken, dass man zwar grundversorgt ist, aber auch immer einen entlohnten Beitrag zur Gesellschaft und zum eigenen Geldbeutel leisten kann. Wir brauchen Jobs.

Egal ob Hartz 4 oder BGE, es bleibt ungerecht wenn ein Teil der Gesellschaft Vollzeit für guten Lohn arbeitet und ein anderer Teil arbeiten will aber es nicht genug Arbeit gibt und deswegen nur die Abspeisung mit BGE bleibt. Arbeit muss gerecht verteilt werden.

Ich bin für ein BGE, WENN es in den gesamtwirtschaftlichen Kontext passt. Dafür muss aber noch viel geschehen. Faire Verteilung der Arbeit, faire Löhne, faire Besteuerung, mehr Rechte für Arbeitnehmern, stärkere Gewerkschaften etc.
 
Lol, sehr gute Argumente. Gleich kommt wieder das "Flüchtlings-Argument" und die ganzen Terroristen-Schwadronen, was natürlich in und für sich selbst vollkommen lächerlich ist. Trotz der Publikumswirksamkeit das schwächste Argument aller Zeiten.

So ungefähr die Preislage: "Die Ausländer nehmen uns die Jobs weg."

Ernsthaft jetzt? Die Jobs, die viele Ausländer machen, würdest du doch gar nicht machen wollen.

~~~

Das grundlegende Problem ist doch ein vollkommen anderes.
 
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