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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Das ist schon deswegen falsch, weil die Löhne durch Sozialkosten immer höher belastet werden. Insofern müßten diese Kosten von "Maschinen" ( immer als Oberbegriff ) übernommen werden.
 
Tütenkleben (früher typische Arbeit für Sträflinge und Insassen von Anstalten für Geisteskranke). Akkordarbeit in der Fabrik, die jeder Ungelernte nach einer Stunde Einarbeitung machen kann. Straßenkehren. Genau die Jobs, für die man keine Ausbildung und nicht mal viel Intelligenz braucht und die heutzutage typischerweise durch Maschinen ersetzt sind.
 
Das ist schon deswegen falsch, weil die Löhne durch Sozialkosten immer höher belastet werden. Insofern müßten diese Kosten von "Maschinen" ( immer als Oberbegriff ) übernommen werden.

Maschinen verursachen aber keine Sozialkosten. Die stellen keine Ansprüche wenn sie "arbeitslos" werden (dann werden sie einfach verschrottet), keine wenn sie "krank" werden (dann kommt der Mechaniker), und Ruhestand gibt es für Maschinen (außer für ein paar die in Museen landen und dort ganz kostenlos verstauben) auch nicht.

Die Belastung der Löhne durch Sozialkosten ist eine politische Frage (irgendwer setzt die Sätze ja fest), und die orientiert sich wiederum an Notwendigkeiten. Von Menschen, nicht von Maschinen. Wenn niemand jemals krank würde, müßte für Krankenversicherung nix abgedrückt werden, ohne Möglichkeit von Arbeitslosigkeit auch keine Arbeitslosenversicherung. Und so weiter.
Ohne die "kostenfreien" Extraleistungen durch die Maschinen allerdings, die für ein finanziell wichtiges Grundniveau an Produktivität sorgen, lägen diese ganzen Leistungen zugunsten der Menschen vermutlich deutlich höher. Leistungen, die die gesunden und arbeitenden Menschen dann mit finanzieren müßten.
Außer man kehrt in die "gute alte Zeit" zurück, als es staatliche Kranken- Arbeitslosigkeit- sonstige Versicherungen überhaupt nicht gab und jeder seine Lebensrisiken zu 100 % selber finanzieren mußte. (Was sich damals aber die wenigsten leisten konnten.)
 
Hat auch niemand behauptet, daß Maschinen Sozialkosten verursachen.
Der Trend heißt doch: Die vorhanden Arbeitsstunden auf immer mehr Geringverdiener umlegen, die Sozialkosten immer mehr auf die Arbeiter selbst umlegen, die Leute für denselben oder geringeren Lohn länger arbeiten zu lassen. Wohin soll das führen?
Die Sozialkosten orientiern sich nicht am Menschen - sondern an der Gewinnmaximierung der Unternehmer.
Also eine Amerikanisierung des Arbeitsmarktes. Wer will das?
 
Da ist ganz simpel das Pendel wieder in Betrieb. Das was man in jeder gesellschaftlichen Frage beobachten kann, das hier zwischen dem sozialen (AN-bezogenen) und dem unternehmerischen (AG-bezogenen) Wohl hin und her pendelt. Mal ist der eine im Vorteil, mal der andere, und irgendwann kommt das Pendel in der Mitte fast zum Stillstand, an einem Ort mit dem beide Parteien zufrieden sein können (aber oft nicht sind), weil keiner mehr einen Vorteil gegenüber dem anderen hat.
Im Augenblick tendiert das Pendel Richtung USA, das stimmt, aber sobald man genug von den Fehlern des amerikanischen Systems hat, geht das Pendel wieder retour, in Richtung europäische Version der sozialen Marktwirtschaft. Die sich vom US-System deutlich unterscheidet.
Das ganze Spiel dauert nur seine Zeit. Jedesmal, bei jedem Pendelausschlag. Wer genug Sitzfleisch hat, sitzt es einfach aus. Das meint man mit: Die Zeiten ändern sich.
 
Hat auch niemand behauptet, daß Maschinen Sozialkosten verursachen.
Der Trend heißt doch: Die vorhanden Arbeitsstunden auf immer mehr Geringverdiener umlegen, die Sozialkosten immer mehr auf die Arbeiter selbst umlegen, die Leute für denselben oder geringeren Lohn länger arbeiten zu lassen. Wohin soll das führen?

Vorhandene Arbeitsstunden lassen sich aber nicht auf immer mehr Geringverdiener umlegen, wenn die Arbeit eine hohe Qualifizierung verlangt, die die wenigsten Arbeitnehmer mitbringen. Einen Tellerwäscher kann man nicht mal schnell die Arbeit eines Arztes machen lassen, oder?
Geringverdiener sind meistens identisch mit gering Qualifizierten. Und/oder mit Leuten, die aus privaten (meist familiären) Gründen an einen bestimmten Ort mit wenig beruflichen Möglichkeiten angekettet sind und sich nicht so einfach in bessere Gebiete verändern können.
Wenn Du als Arbeitgeber von einem ungebundenen Hochqualifizierten verlangst, er soll für lau arbeiten, zeigt er Dir den Vogel und geht woandershin, wo man seine Talente zu schätzen und zu bezahlen weiß, nach China, USA, Dubai, Brasilien oder in die Schweiz. Und der AG in Deutschland kann dann sehen, wo er seine Fachkraft herbekommt.

Die Welt besteht eben nicht nur aus Deutschland oder aus irgendwelchen Nestern in der deutschen Pampa. Und Hochqualifizierten steht die ganze Welt offen, gerade in Zeiten der Globalisierung.
Es liegt im Eigeninteresse Deutschlands, gut Qualifizierte auch per guter Bezahlung zu halten, statt sie mit Bürokratie und dem Neiddenken der Minderbemittelten zu vertreiben.
 
Eine höhere Besteuerung von Maschinen wird schon deshalb nicht kommen, weil Maschinen in vielen Bereichen inzwischen unersetzbar sind, da gibt es für moderne Qualitäts- bis Hygienestandards und den Mengenausstoß kein Zurück zur Handarbeit mehr.
Außer man will sich für die Produkte dumm und dämlich zahlen, weil Handarbeit deutlich teurer als Massenware kommt.
Oder anders ausgedrückt, menschliche Arbeit KANN teurer werden, eben weil die Maschinenarbeit so billig ist.
Voraussetzung ist natürlich die berufliche Qualifikation der Leute, die die Arbeit machen, und das ist doch der wahre Grund für diese Diskussion, es gibt für gering Qualifizierte einfach nicht mehr genug "Dummerle-Berufe", eben weil diese Jobs vorrangig per Maschinen wegrationalisiert werden.
Hochqualifizierte finden immer und überall Arbeit, notfalls im Ausland, wenn der Markt in Deutschland überfüllt ist. Deutsche Techniker, Ingenieure etc. finden in aller Welt ihr Auskommen. Ärzte fliehen schon seit Jahren vor der deutschen Bürokratie in andere Länder, wo der Doktor noch für die Patienten da sein kann statt für die Kassenabrechnungen.
Gute Zeiten für Bildungs- und Arbeitswillige, schlechte Zeiten für jeden, der es mit allgemeiner Bildung und beruflichem Ehrgeiz nicht so hat.

Tütenkleben (früher typische Arbeit für Sträflinge und Insassen von Anstalten für Geisteskranke). Akkordarbeit in der Fabrik, die jeder Ungelernte nach einer Stunde Einarbeitung machen kann. Straßenkehren. Genau die Jobs, für die man keine Ausbildung und nicht mal viel Intelligenz braucht und die heutzutage typischerweise durch Maschinen ersetzt sind.

😱
Na gottseidank bin ich schon Mittelalt und habe deshalb hoffentlich das zeitliche gesegnet bevor solche hochintelligenten hochgebildeten hochqualifizierten Wesen (wie du^^) die überhand gewinnen.
Klingt ja schon fast nach cyborg. Intelligenz ohne Emotionen...
Gruselig.
wenn die Welt nur noch aus eingebildeten hochgebildeten besteht...🙄
 
Ich finde es wirklich nicht gut, dass die jungen Leute so unter Druck stehen. Welche Qualifikationen sollen sie denn noch haben? Wieso nehmen wir die Digitalisierung nicht als Chance die Dinge etwas leichter zu nehmen. Was nützten die Fortschritte wenn wir uns nicht weiterentwickeln. Wann verabschieden wir uns von diesem Leistungsdenken? 😱
 
Ich finde es wirklich nicht gut, dass die jungen Leute so unter Druck stehen. Welche Qualifikationen sollen sie denn noch haben? Wieso nehmen wir die Digitalisierung nicht als Chance die Dinge etwas leichter zu nehmen. Was nützten die Fortschritte wenn wir uns nicht weiterentwickeln. Wann verabschieden wir uns von diesem Leistungsdenken? 😱

Es ist ein wichtiges Thema/Aspekt, aber eben auch schwierig.

Eine Gesellschaft ohne Bildung und Leistung wird fast zwangsläufig zugrunde gehen.
 
Vorhandene Arbeitsstunden lassen sich aber nicht auf immer mehr Geringverdiener umlegen, wenn die Arbeit eine hohe Qualifizierung verlangt, die die wenigsten Arbeitnehmer mitbringen. Einen Tellerwäscher kann man nicht mal schnell die Arbeit eines Arztes machen lassen, oder?
Geringverdiener sind meistens identisch mit gering Qualifizierten. Und/oder mit Leuten, die aus privaten (meist familiären) Gründen an einen bestimmten Ort mit wenig beruflichen Möglichkeiten angekettet sind und sich nicht so einfach in bessere Gebiete verändern können.

Ist für mich einer der intelligentesten Aussagen zum Thema.
Für die Zukunft wird noch mehr als heute gelten: Wer von technologischem Fortschritt, Automatisierung profitieren will und einen gut bezahlten Job möchte, MUSS eine entsprechende Qualifikation haben.

Teller waschen kann jeder. Eine "Tellerwaschmaschine" bedienen bedeutet aber schon, dass man mehr Qualifikation braucht.
Meine Mutter scheitert schon an einer modernen Kasse.
Wir brauchen in vielen Bereichen ein Umdenken, Stichwort Digitalisierung. So ist es bei mir im Büro so, dass Kollegen immer noch lange Listen händisch in Word führen oder Akten in den Schränken hängen haben.
Wenn ich heute einen Kollegen eine Woche auf ein Software-Seminar schicke, kann der seine Arbeit im Extremfall dreimal so schnell machen.
Wer aber glaubt, Kollegen würden sich darum reißen, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Genau wie meine Mutter gar keine moderne Kasse oder ein Smartphone WILL.

Natürlich erzeugt das Druck. Menschen müssen heute mehr lernen als früher. Schlimmer noch: Selbst hochqualifizierte Menschen haben am Ende nur ein kleines Berufsfeld und müssen sich darin auch noch ständig weiter qualifizieren.
Wird man arbeitslos, kann man sich dann nur auf 1% aller Jobs bewerben, die eben jenes Profil haben und man steht in Konkurrenz zu jungen frisch qualifizierten Mitbewerbern.

Ich glaube eine der größten Herausforderungen der Zukunft ist nicht nur Menschen zu qualifizieren, sondern bedarfsorientiert zu qualifizieren. Diesen Menschen kann man dann auch zurecht und wirtschaftlich gute Löhne zahlen.

Das Problem in Sachen Löhne bleiben dann eher die Bereiche, die man auch mit Bildung/Qualifikation nicht wirtschaftlicher machen kann. Vor allem viele Dienstleistungen sind nur bedingt wirtschaftlicher zu gestalten indem man Technik einsetzt. Wie soll etwa ein Friseur wirtschaftlicher werden?

Persönlich stelle ich das an meinem Konsum-Warenkorb fest. Unterhaltungselektronik kostet nicht mehr als früher, obwohl heute viel modernere Dinge zur Verfügung stehen. Kleidung, Möbel und co kann man auch sehr billig konsumieren.
Gesundheit, Bildung und generell Dienstleistungen sind aber teurer geworden. Und das muss man durchaus kritisch sehen, denn das sind teilweise sehr wichtige Bereiche. Dienstleistungen im Bereich Gesundheit und Bildung sind existenziell für unsere Gesellschaft und jeder sollte sie sich leisten können.
 
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