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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Tja, warum sagst Du dann nicht auch: Ich brauche keine Kfz-Haftpflicht, weil ich keine Unfälle baue und nciht einsehe, daß ich die Schäden meines Nachbarn bezahle.....
Selsbtverständlich hast Du Einfluß auf den Schadenseintritt. Unternehmen planen mit der Arbeitskraft des Mitarbeiters. Wenn Du keine Lust zum arbeiten hast, geht der Betrieb den Bach runter.

Fernab dieser Lächerlichkeiten: Es geht um Solidarität - auch und gerade bei einem BGE. Wer ernsthaft die glorreiche Vergangenheit der BRD unterschlägt und Politikern alles und immer mehr in die ach so guten Hände geben will, der ist blind. Nicht ganz ohne Grund ist die BRD ( und zwar sehr erfolgreich ) auf viele verschiedene Sozialnetze aufgebaut.
 
Tja, warum sagst Du dann nicht auch: Ich brauche keine Kfz-Haftpflicht, weil ich keine Unfälle baue und nciht einsehe, daß ich die Schäden meines Nachbarn bezahle.....

Was lächerlich ist, ist dein Zwang die Arbeitslosenversicherung unbedingt mit anderen Versicherungen vergleichen zu wollen. Sie ist eine "Versicherung", die so einzigartig ist, in vielerlei Hinsicht und nur bedingt dem Charakter einer Versicherung entspricht.

Da du mich aber scheinbar nicht verstehst versuche ich es mal mit anderen Worten aus Wikipedia:

"Kritiker der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung weisen darauf hin, dass es sich bei ihr wie auch bei den anderen Sozialversicherungen um keine Versicherung im engeren Sinn handele.
Im Gegensatz zu einem freiwilligen Versicherungsvertrag zwinge der Gesetzgeber jeden abhängig Beschäftigten zur Einzahlung und gewähre Leistungen nur nach Kassenlage und politischer Entscheidung. So wurde zum 1. Januar 2005 die Zahlung eines Arbeitslosengeldes für jeden Beitragszahler auf ein Jahr begrenzt."

Letztlich muss man es doch auf den Punkt bringen: KEIN Arbeitgeber wird belohnt wenn er darum bemüht ist, Arbeitskräfte zu halten.
Wenn Bayer morgen nicht mehr Chemie sondern Spielzeug herstellen will und deswegen Leute entlässt, zählt die Bäckerei um die Ecke das Arbeitslosengeld der ex-Bayer Mitarbeiter mit.
 
Es bestreitet doch niemand das sie wie jede Versicherung Bedingungen hat. Sie ist deshalb nicht einzigartig. Und das mit der Kassenlage träfe auch auf das BGE zu.
Und im Übrigen sage ich ja, daß diese Sozialversicherungen nach vielen Jahren des Einsparens wieder ausgebaut werden sollten.
 
Hier werden recht fleißig einseitig die Arbeitgeber als die Bösen dargestellt, wenn es um Arbeitslosigkeit bzw. die Arbeitslosenversicherung geht. Aber beide können kündigen, der Arbeitgeber wie der Arbeitnehmer, und wenn der Arbeitnehmer z. B. nicht arbeitswillig ist, bleibt einem AG gar nichts anderes übrig, als das Verhältnis aufzulösen. Der AN hat es jederzeit selbst in der Hand, sich so schnell wie möglich wieder eine neue Arbeit zu suchen, wenn Stellenverlust, ob selbstverschuldet oder nicht, im Raum steht, schließlich gibt es meistens Kündigungsfristen.

Ein Arbeitgeber wird... u. U. durchaus belohnt, beispielsweise in strukturschwachen Gebieten Arbeitskräfte zu halten, vielleicht über geringere Gewerbesteuer oder andere regional mögliche Vergünstigungen. Große Arbeitgeber werden auch für die Einstellung von Behinderten "belohnt", indem sie dann keine Ausgleichsabgabe bezahlen müssen. Außerdem liegt es im Interesse der meisten Arbeitgeber, sich gute, erfahrene Arbeitskräfte zu erhalten, wenn der Laden dauerhaft laufen soll. Wer in hire+fire-Branchen anheuert (Zeitarbeit) wird naturgemäß häufiger mal zwischendurch arbeitslos sein als in langlebigen Firmen mit Dauerbeschäftigung.
 
Rhenus, ich kann wirklich nur lachen. Wo habe ich Hartz 4 verteidigt? Du bist ein Witzbold. Weder habe ich das, noch habe ich die SPD verteidigt, oder gar Schröder. Du solltest einfach mal zu lesen versuchen und nicht Romane über das zu schreiben, was ich nicht gesagt habe.

Ich denke das ist eine Frage der Logik oder des Träumens, je nach dem...
Oder der Worte und des Sinnes, der gemeint ist?

Wer keine Systemänderung haben will, hin zum BGE, der will entweder kein Hartz abschaffen oder träumt von einer nicht realistischen Modifizierung.
Welcher denn?

Hartz ist als Knüppel für Zwangsarbeit geboren und aus einer Knute macht man keinen Spazierstock, nur weil man ihn schön bunt anstreicht und verziert, es bleibt letztlich eine Knute, der wenige ganz reich und viele, arm macht!

Hartz ist nicht bezahlbar! Das dicke Ende mit Alterselend kommt ja noch.
Daher wird man den Mindestlohn so anpassen, dass möglichst kein Bezug von Aufstockung erfolgt.

Und schriebst du nicht die falsche Zahl 5 Millionen Arbeitslose?
Sinngemäß "Die SPD (Schröder) musste doch was machen..."

Verteidigst du hier nicht auch Hartz?
Und noch eine Bemerkung dazu: Das Volk mißt daran, warum jemand nicht arbeitet. ( oder nicht kann ) Das ist der Schlüssel, warum das BGE ein gefährlicher Traum ist. Mir erschließt sich nicht, warum ein Staat freiwillig auf Potential verzichten soll. Wenn wir die Agenda 2010 lesen, dann ist dort von fordern und fördern die Rede. Warum soll die Gemeinschaft ( vor allem diejenigen die gerade mit dem zahlen dran sind ) nicht auch etwas fordern dürfen?

„Das Volk“ ist ja keine homogene Masse, es gibt schon Leute, die vernünftigerweise sehen, wohin die Reise geht, nämlich in den sozialen Abstieg.
Die heute meinen, es träfe sie nicht, die werden sich halt mehr wundern, als die, die etwas weiter und visionärer denken.
Und andere werden durch Geburt so gestellt, dass sie nicht arbeiten müssen.

Und warum soll denn der Einzelne nicht von der Gesellschaft seinen Anteil fordern dürfen?
Das ist doch keine Einbahnstraße.

Weißt du, Arbeit ist auch dann Arbeit, wenn man nicht lohnabhängig arbeitet...
Und selbst arme Menschen bezahlen Steuern und Abgaben.
Wo die Förderung geblieben ist, schreibst du mir bitte...
Sonst geht ja deine Gleichung schon einmal gar nicht auf.

Motivation als Lamatreiber, sechs Monate für einen Euro arbeiten, z.B. bei der Caritas, als Energieberater, um vielleicht die Haushalte Bedürftiger mit Quecksilberlampen zu verseuchen?

Oder gar positives Denken beibringen? Wobei... aber lassen wir das...
Positives Denken ist doch schon halb erreicht, wenn ich nicht tiefer fallen kann, als vorher bekannt ist. Durch z.B. BGE wobei kein Entzug oder teilweisen Entzug droht.

Positives Denken ist ebenfalls erreicht, wenn ich nach meinen Neigungen arbeiten kann und nicht jeden Job annehmen muss... Usw., usf.


https://www.academics.de/wissenscha..._paragraphendschungel_von_hartz_iv_36108.html

Wenn eine Volkswirtschaft nicht erkennt, dass immer mehr sinnloses Zeugs produziert wird, was Ressourcen verbraucht, die Umwelt ruiniert, den Menschen abschaffen kann... was auch mal notfalls bewusst in Klump gehauen wird (Abwrackprämie) nur damit Überkapazitäten erhalten bleiben und man mit Konzernen eng verbandelt ist...

Nur wird ja leider "Arbeit" nur so definiert, dass es eben nur Tätigkeiten sein sollen, die einem Kapital Gewinn bringen.
Dazu werden eben die Menschen so lange ausgepresst wie sie nützlich sind, danach dem Staat überlassen, der sie demütigt nochmals auspresst und ihnen die Früchte seiner Arbeit im Alter nimmt.
Ist das erreicht, dann setzt man ihn entwürdigend auf Mindestversorgung.

Und hast du nicht den Kommentar des SPD Abgeordneten Carsten Schneider verteidigt, der wissentlich Unwahrheiten verbreitet?

Hier einige Stilblüten seiner Aussagen:
Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre unfinanzierbar, kaum umsetzbar – und zutiefst unsozial.

Es ist finanzierbar, sozial und umsetzbar!
Sagt ein Gutachten welches von der ARGE in Auftrag gegeben wurde.

Kein Tippfehler: Althaus will Menschen mit kleinen Einkommen doppelt so stark besteuern wie Besserverdiener!

Also ich bin nicht für das Althauskonzept, weil es zu bürokratisch ist und noch einige Kritikpunkte enthält.
Doch auch hier sagt Her Schneider bewusst die Unwahrheit oder nur eine Halbwahrheit.

Besserverdienende stehen sich im Verhältnis zu schlecht verdienenden besser, weil sie nicht sozialabgabenpflichtig sind und die Steuer in ihrer prozentualen Höhe gekappt ist.
Während im unteren Lohnniveau die Progression immer unbarmherziger zuschlägt.
Sie bezahlen auch jetzt im Verhältnis weniger, als der schlecht verdienende Arbeitnehmer.
Bei diesem fielen ja auch beim Althausmodell die Sozialabgaben weg!
Real also keine 50% Steuern, wenn ich mich an Schneiders Rhetorik bediene. 😉

Gut verdienende Menschen, Selbstständige, Beamte, im Ausland Lebende, die nicht Sozialabgabenpflichtig oder auch nicht steuerpflichtig sind, können aber durchaus auch dem Staat auf der Tasche liegen, ohne dass sie zuvor nennenswert in Kassen gezahlt haben!
(Bei Beamte gilt das nicht, nur wenn sie kündigen oder entlassen werden.)
Ich behaupte mal, würden Beamte, Politiker, in Sozialkassen zahlen, gäbe es das Hartz in dieser Form nicht!!!

Aber Herr Schneider erhält ja auch nach kurzer Zeit eine Altersversorgung wofür andere 150 Jahre arbeiten müssen.
Und wie viel zahlte er bisher in die Solidarkasse? 😕
Er erhielte ja nicht einmal ALGI, EU Rente oder normale Rente! 🙂

Starke Schultern sorgen für sich selbst und tragen mehr zur Finanzierung des Sozialstaats bei als schwache.

Na wenn das nicht eine wahrlich brillante Aussage eines SPD Abgeordneten ist, der früher mal keine Chance in der SPD gehabt hätte.
Was wurde (wieder einmal!) aus der SPD!? 🙄

Dazu muss man ja auch in der Lage sein und den Lohn haben.
Und noch einmal, sie zahlen eben einen gekappten Steuerbetrag, und nichts in Renten oder Sozialversicherungen.
Allenfalls in Kranken und Pflegeversicherung.

Steuern, das müsste der Finanzexperte wissen, sind nicht zweckgebundene Einnahmen des Staates. Hier unterschwellig zu behaupten, es handele sich um Quasibeiträge für Hartz, ist schlicht falsch!
Fakt ist, dass mehr Ausgaben des Staates in Subventionen und Steuergeschenken fließen, als real in den Anteil der Sozialhilfe.
Ich nenne solche Aussagen verdummende Taschenspielertricks.

Gleichzeitig entfiele mit der progressiven Einkommensteuer ein zentrales Umverteilungsinstrument.

Wie jetzt?
Ich dachte immer, wir hätten jetzt die progressive Reichenschutzsteuer?
Eine heutige Steuer ist doch lange nicht mehr ein wirksames Regularium für einen solidarischen Lastenausgleich.

Bei den Verbrauchssteuern trifft es doch in dieser Kombination arme Menschen mehr, als Reiche.
Und was ist mit denen, die in der Mitte rumkrebsen, hohe Steuern bezahlen, weil die Progression und Sozialabgaben jede Lohnerhöhung frisst und sie dennoch im Alter arm sein werden.

Wenn das stimmen würde was Schneider behauptet, dann müsste er doch längst gegen eine Kappung der Steuer oben und für eine wesentliche flachere Progression oder Steuergrundfreibetrag sein.
Oder für eine Wiedereinführung einer Vermögenssteuer sein.

Und welche Umverteilung?
Von unten nach oben?
Reiche werden immer reicher!!! Das ist mal Fakt!

So ließe sich das beliebig fortsetzen in seiner Stellungnahme... Einfach beschämend, seine Aussagen...
 
Zitat Andreas:

Solidarität?

Wenn ein Arbeitgeber A (zb aus organisatorischen Gründen) kündigt und Arbeitgeber B alles tut um den Mitarbeiter zu halten, warum muss B für die Arbeitslosigkeit des Mitarbeiters von A mitzahlen?

Die Arbeitslosenversicherung bestraft doch Arbeitgeber die Arbeitnehmer hal
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Du vesrstehst denn Sinn einer Versicherung nicht.
Alle ( also AG und AN ) zahlen dort solidarisch ein - und wer in den entsprechenden Notfall gerät, erhält die festgelegte Leistung.
Das ist grundsätzlich bei jeder Versicherung so. ( Alle für einen etc. ) Du solltest auch mal hinzufügen, daß der Einzelne aber auch aus einer Versicherung mehr Leistung erhalten kann, als er einbezahlt hat.

Sorry, wenn ich da einmische.
Die Arbeitgeberbeiträge zur Arbeitslosenversicherung sind für den Arbeitgeber eine Pflichtabgabe und keine Solidarleistung!
Daher kann man auch keine Planspiele damit begründen, wer solidarischer oder sozialer ist.
 
Gut verdienende Menschen, Selbstständige, Beamte, im Ausland Lebende, die nicht Sozialabgabenpflichtig oder auch nicht steuerpflichtig sind, können aber durchaus auch dem Staat auf der Tasche liegen, ohne dass sie zuvor nennenswert in Kassen gezahlt haben!
(Bei Beamte gilt das nicht, nur wenn sie kündigen oder entlassen werden.)
Ich behaupte mal, würden Beamte, Politiker, in Sozialkassen zahlen, gäbe es das Hartz in dieser Form nicht!!!

Dazu muss man ja auch in der Lage sein und den Lohn haben.
Und noch einmal, sie zahlen eben einen gekappten Steuerbetrag, und nichts in Renten oder Sozialversicherungen.
Allenfalls in Kranken und Pflegeversicherung.

Wie bitte? Beamte nicht sozialabgabenpflichtig? Da muß ich aber mal lachen. Für Beamte (lebenslänglich) gibt es keine Arbeitslosenversicherung - weil sie nicht (mehr) arbeitslos werden können, dafür aber Zeit ihres Arbeitslebens dem Arbeitgeber (Staat) weisungsgebunden sind, z. B. jederzeit auch an neue Dienststellen umziehen müssen, wenn die jeweilige vorgesetzte Stelle das so verlangt. Z. B. mal so eben von Bonn nach Berlin oder so, oder abgeordnet in die hinterste Pampa, wenn eine Stelle verlagert wird, um "strukturschwache Regionen (politisch gewollt) zu unterstützen".
Beamte zahlen als Arbeitnehmer ganz normal Lohnsteuern samt Soli, Kirchensteuern falls Mitglied, für Kranken- und Pflegeversicherung ist die Mitgliedschaft in einer "freiwilligen" Kranken- und Pflegeversicherung verpflichtend (!) - das Beihilfesystem der Beamten zahlt (maximal) die Hälfte aller Leistungen, den Rest muß der Beamte - per seiner Versicherung - selbst aufbringen, und die "freiwilligen" nehmen es bekanntlich vom Lebendigen, die sind nicht billig.

Rentenbeiträge zahlen die Beamten nicht, da sie Pensionen vom Staat, nicht Renten aus dem Rentensystem, beziehen, und für die Pensionen wurde bereits in den 60er Jahren der sogenannte "Gehaltsverzicht" eingeführt in Höhe von 7 % Abzug vom Bruttolohn, von dem eines Tages die Pensionen finanziert werden sollten. Dummerweise wurde nur dieser Abzugsbetrag nie irgendwo angelegt - das war reines Buchgeld, das nach Abzug spurlos verschwand, und erst irgendwann in den 80er/90er Jahren, als klar wurde, daß die Verbeamtungswellen der 60er und 70er, als jeder zum Beamten gemacht wurde, der bei drei nicht auf dem Baum war, irgendwann unerwünschte Folgen in Form von jeder Menge Pensionäre haben würde, ging man langsam daran, Rücklagen für diesen Zweck aufzubauen. Weshalb übrigens der Staat sich auch weigert, die Beamten ins normale Rentensystem, wie oft gefordert, zu überführen - nicht die Beamten sind dagegen, sondern ihr Arbeitgeber, weil der nämlich im Gegenzug auch alle Pensions-Rücklagen, die ja schon seit den 60ern hätten zurückgelegt werden müssen, in die Rentenkassen überweisen müßte, und das ist nicht möglich, weil diese Gelder gar nicht existieren.

Übrigens gibt es noch einen deutlichen Unterschied zwischen normalem Arbeitnehmer und Beamten: während bei normaler Rente nur der Zinsanteil zu versteuern ist, deren günstige Freibeträge (bisher jedenfalls) die wenigsten Rentner überschritten haben, weshalb sie meistens gar nicht steuerpflichtig waren (außer sie hatten noch andere Einkünfte) muß ein Beamter seine Pension lebenslänglich voll mit Lohnsteuer versteuern - ohne die Möglichkeit von Werbungskosten- und ähnlichen Abzügen, weil die ja bei einem nicht mehr arbeitendem Beamten nicht mehr anfallen. Also Steuerpflicht bis zum Grab.
 
Zitat Rhenus:

Wer keine Systemänderung haben will, hin zum BGE, der will entweder kein Hartz abschaffen oder träumt von einer nicht realistischen Modifizierung.
Welcher denn?
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Wie Kommst Du auf Deinen Unsinn?
Ich habe weder Hartz 4 verteidigt, noch verteidige ich das was ich lediglich als Kommentar zu Althaus eingestellt habe. Da mußt Du keine Romane dazuschreiben. Du bist einfach auf dem falschen Dampfer.
Ich bin ein Anhänger des Systems VOR Hartz 4 - oder vor der Agenda 2010. ( wenn dort auch einiges dabei war was wohl nicht ganz schlecht ist )
Hast Du es jetzt begriffen, oder ist Dir das zu hoch?
Ich muß deswegen aber noch lange nicht - oder grad erst recht - für ein Abenteuer sein - daß sich BGE nennt und für das ich bisher keine ernsthafte Argumente gefunden habe. Es ist nun mal so - damit hast Du Dich abzufinden. Und ich werde gewiß nicht der einzigste sein.....

Es ist auch völlig unerheblich warum Schröder das "beschließen ließ" - ob er an der Macht bleiben wollte, oder ob ihm die Arbeitslosenzahl ( diese 5 Millionen ) um die Ohren geflogen ist - er hat es gemacht.
 
Zitat Rhenus:

Sorry, wenn ich da einmische.
Die Arbeitgeberbeiträge zur Arbeitslosenversicherung sind für den Arbeitgeber eine Pflichtabgabe und keine Solidarleistung!
Daher kann man auch keine Planspiele damit begründen, wer solidarischer oder sozialer ist.
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Es ging darum, daß BEIDE ( AG und AN ) einbezahlen müssen. Das ist solidarisch ( so erfunden worden ) Ob Zwang oder nciht ist da unerheblich.
 
Bei diesem Thema hatte ich zunächst sehr aggressive Gedanken, die im Zusammenhang standen mit einigen Menschen, die mir im Laufe des Lebens begegnet sind und die ziemlich unverhohlen davon ausgingen, es sei Aufgabe des Staates und der Gesellschaft, für sie zu sorgen.
So hatte ich eine Kollegin, die mit mir das Referendariat absolvierte, um dann die Brocken hinzuwerfen mit dem Argument, sie habe nun genug getan und die Gesellschaft könne ihr nun mal was zurückgeben. Ich zögere nicht, zu gestehen, dass ich sie und ihre Argumentation für reichlich daneben hielt.
Man könnte allerdings in der Tat auf die Idee kommen, zu fragen, für was und wie viel Geld Staat und Gesellschaft ausgeben für allerlei unsinnige Dinge. Wir leisten uns 16 Bundesländer mit 16 Länderparlamenten und Landesregierungen, deren Mitglieder allesamt recht ordentlich entlohnt werden. Wir leisten uns einen Bundesgerichtshof, ein Bundesverfassungsgericht, ein Bundesverwaltungsgericht und vergleichbare Gerichtsinstanzen auf Landesebene.
Das alles verschlingt Unsummen und wird durch Steuergelder bezahlt, Gelder, die wir als Steuerzahler aufbringen und die durch andere Steuern finanziert werden. So weit, so gut.
Dann allerdings: Die Natur des Menschen neigt zur Trägheit. Wenn den Menschen ein bedingungsloses Grundeinkommen ohne weitere Anstrengung und gar noch mit einem Rechtsanspruch zugestanden würde, ließen dann nicht viele ihre Hände in den Schoß fallen und sich von denen, die da schufteten, aushalten?
Das aber, so denke ich, würde uns am Ende alle überfordern und denen, die das propagieren, auch nicht gut tun.
Lieber also nicht.

Burbacher
 
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