Welche Löhne sind das denn die dann steigen? Und ziehst du sämtliche Dienstleistungen im Niedriglohnsektor erstmal auch ab, weil hier keine wesentlich höheren Löhne gezahlt werden können? Stellenwegfall ohne Ende. Dann bleiben die öffentlichen Toiletten am Bahnhof dann eben bis in alle Ewigkeiten geschlossen. Die Leute können ja auch zu Hause auf den Topf. Oder in den McDonalds! 🙂
Einerseits behauptet ihr beiden, es gäbe keine wesentliche Anzahl an Leuten die dann nicht mehr arbeiten möchten - aber im zweiten Satz erklärt ihr dann, die Löhne würden steigen. Gepaart mit der Tatsache das Tätigkeiten wegfallen, stünden dem Arbeitsmarkt ja dann noch bedeutend mehr Leute zur Verfügung als bislang. Und wenn mehr Leute Arbeit suchen, die dann aber umgekehrt weniger vorhanden ist, steigen die Löhne?
Das wären aber merkwürdige, volkswirtschaftliche Zusammenhänge!
Die Löhne in den unangenehmen/unbeliebten Tätigkeiten würden steigen, nicht alle, was nicht heißt, dass viele Menschen, trotz eines nicht steigenden Lohnes in ihrem Bereich, nicht trotzdem hinterher auf Grund des BGEs mehr in der Tasche haben würden.
Ja, es kann sein, dass manche Produkte teurer werden würden, aber die Höhe des Lohnes ist nur ein Indikator für die Preishöhe, ein anderer, dem auch wesentliche Bedeutung zukommt, ist doch die Wettbewerbssituation. Unternehmen, die eine gewisse Marktmacht oder Monopolstellung genießen, könnten möglicherweise ihre Preise erhöhen. Unternehmen, die in Bereichen tätig sind, in denen eine starke Wettbewerbssituation herrscht, können das nicht so einfach.
Bezüglich der Bahnhofstoilette, es gibt doch heute schon sich selbst reinigende Toiletten. (auch wenn die heute noch nicht auf dem Bahnhof stehen)
😀
Aber selbst, wenn es die nicht gäbe, dann hast du recht damit, dass man dann eben darauf verzichten müsste. Wenn ich beispielsweise weder bereit bin für Spargel einen Preis zu zahlen, der einen zufriedenstellenden Lohn ermöglicht, noch diese spezielle Tätigkeit durch Maschinen übernommen werden könnte, noch ich bereit bin mir meinen Spargel dann eben selbst zu stechen, dann gibt es eben für mich keinen Spargel. Es scheint irgendwie so selbstverständlich geworden zu sein, dass man denkt, man hätte ein Anrecht darauf, dass jemand anderen für einen die "Drecksarbeit" zu einem Hungerlohn erledigt.
Dein vorletzter Absatz erklärt übrigens wunderbar, warum die Gefahr eben
nicht groß ist, dass die Löhne ins unermessliche steigen müssten.
😉
Einen guten Rutsch euch allen!