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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Ich kapier immer noch nicht, warum der Staat überhaupt die Mindestlöhne anheben sollte. Für jeden Drecksjob findet sich jemand. Und das sogar noch über Subunternehmer, wo der Arbeiter noch viel weniger als den Mindestlohn hat.

Und jetzt durch die Flüchtlinge noch mehr Arbeitswillige.
 
Nicht wenn es ein BGE gäbe. Es muß doch zwischen diesem Grundeinkommen bis hin zum niedersten Lohn einen Abstand geben. Wenn Du 1200 Euro BGE kriegen würdest, wärest Du dann bereit für 1300 Euro irgendwo 40 Stunden arbeiten? Wie hoch müßte der Abstand sein? Richtig! So hoch, daß Du den Unterschied mit Schwarzarbeit nicht mehr ausgleichen kannst. Wir reden da auf jeden Fall von dreistelligen Zahlen.
 
So wie ich das verstanden habe, wird das BGE wie ein Bruttoeinkommen verrechnet. Da muss man schon genügsam sein, wenn einem das zum Leben reicht. Aber ganz viele, ich auch, würden nicht mehr Vollzeit arbeiten wollen denke ich.
 
Ich fände es richtig, wenn manche Jobs keiner mehr machen würde. Beispiel Zimmermädchen. Da wird der Mindestlohn nur auf dem Papier gezahlt, in Wirklichkeit verdienen die Frauen keine 4 Euro die Stunde manchmal für einen Knochenjob.

Bloß, solche Jobs, auch Klofrau.., macht doch sowieso schon lange kein Deutscher mehr.


Und wenn ich das richtig verstanden habe, bekommen nur die Deutschen das BGE. Die vielen ausländischen Bürger hier nicht.

Führt das nicht zu einer 2Klassengesellschaft. Die Ausländer wieder die Armen hier, die auch noch unsere Drecksarbeit machen dürfen.

Und dann wir Deutschen mit unserem schönen BGE.

Darf man heute überhaupt noch so deutsch denken?

Zum einen gibt es verschiedene Konstellationen. Diese reichen von "nur Deutsche", über "Staatsbürgerschaften oder so und so lange hier gelebt und gemeldet gewesen" bis hin zu "jeder erhält dies".
Da müsste man also auch wieder schauen von welcher Variante wir sprechen.

Und wenn wir hier schon tiefste, kanadische Provinzen mit der kompletten BRD vergleichen, darf ich hinsichtlich deiner Frage uns auch mal mit den vereinten, arabischen Emiraten vergleichen? 😉
In Dubai muss kein einheimischer Emirati arbeiten. Nur Ausländer. Der Einheimische erhält sozusagen ein dickes BGE. Das heisst, bedeutend mehr als nur das Existenzminimum. Im Vergleich zu hier ein Deutscher mit mittlerem Einkommen. Deshalb vergöttern die Einheimischen auch ihre Scheichs. Große Familienportraits des Merkelschen Kabinetts findet man dagegen in deutschen vier Wänden wohl eher selten! 😀

Was ich sagen wollte: Dort ist das aber kein Problem, weil Fremde nicht zum Hand aufhalten anreisen, sondern um arbeiten zu dürfen.
 
PC, in Dubai ist das ja ganz klar. Die Fremdarbeiter genießen kein Ansehen und hausen abseits und abgesondert.

Hier sollen aber die Fremden integriert werden. Und auch gleichbehandelt. Womit wir wieder beim Geld sind.
 
Welche Löhne sind das denn die dann steigen? Und ziehst du sämtliche Dienstleistungen im Niedriglohnsektor erstmal auch ab, weil hier keine wesentlich höheren Löhne gezahlt werden können? Stellenwegfall ohne Ende. Dann bleiben die öffentlichen Toiletten am Bahnhof dann eben bis in alle Ewigkeiten geschlossen. Die Leute können ja auch zu Hause auf den Topf. Oder in den McDonalds! 🙂

Einerseits behauptet ihr beiden, es gäbe keine wesentliche Anzahl an Leuten die dann nicht mehr arbeiten möchten - aber im zweiten Satz erklärt ihr dann, die Löhne würden steigen. Gepaart mit der Tatsache das Tätigkeiten wegfallen, stünden dem Arbeitsmarkt ja dann noch bedeutend mehr Leute zur Verfügung als bislang. Und wenn mehr Leute Arbeit suchen, die dann aber umgekehrt weniger vorhanden ist, steigen die Löhne?

Das wären aber merkwürdige, volkswirtschaftliche Zusammenhänge!

Die Löhne in den unangenehmen/unbeliebten Tätigkeiten würden steigen, nicht alle, was nicht heißt, dass viele Menschen, trotz eines nicht steigenden Lohnes in ihrem Bereich, nicht trotzdem hinterher auf Grund des BGEs mehr in der Tasche haben würden.

Ja, es kann sein, dass manche Produkte teurer werden würden, aber die Höhe des Lohnes ist nur ein Indikator für die Preishöhe, ein anderer, dem auch wesentliche Bedeutung zukommt, ist doch die Wettbewerbssituation. Unternehmen, die eine gewisse Marktmacht oder Monopolstellung genießen, könnten möglicherweise ihre Preise erhöhen. Unternehmen, die in Bereichen tätig sind, in denen eine starke Wettbewerbssituation herrscht, können das nicht so einfach.

Bezüglich der Bahnhofstoilette, es gibt doch heute schon sich selbst reinigende Toiletten. (auch wenn die heute noch nicht auf dem Bahnhof stehen) 😀

Aber selbst, wenn es die nicht gäbe, dann hast du recht damit, dass man dann eben darauf verzichten müsste. Wenn ich beispielsweise weder bereit bin für Spargel einen Preis zu zahlen, der einen zufriedenstellenden Lohn ermöglicht, noch diese spezielle Tätigkeit durch Maschinen übernommen werden könnte, noch ich bereit bin mir meinen Spargel dann eben selbst zu stechen, dann gibt es eben für mich keinen Spargel. Es scheint irgendwie so selbstverständlich geworden zu sein, dass man denkt, man hätte ein Anrecht darauf, dass jemand anderen für einen die "Drecksarbeit" zu einem Hungerlohn erledigt.

Dein vorletzter Absatz erklärt übrigens wunderbar, warum die Gefahr eben nicht groß ist, dass die Löhne ins unermessliche steigen müssten. 😉

Einen guten Rutsch euch allen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf jeden Fall klingt das BGE traumhaft. Kann nicht jedes Land einfach Geldscheine drucken dafür? Dann könnten die Rumänen in Rumänien bleiben, Verbrechen würden zurückgehen, keine Altersarmut..

Wo kommen jetzt gerade eigentlich die Milliarden her, die vorher auch nicht da waren?

Die Kosten - viele kapieren das leider nicht - hängen von der Höhe und dem Empfängerkreis ab. Daher ist es unlauter von "Milliardenkosten" zu reden. BGE als Ersatz für Hartz4 kostet Null Euro.
 
Ihr stellt hier immer ellenlange Artikel rein, aber warum kann nicht mal einer kurz und bündig in einem Satz sagen, wer das BGE erwirtschaftet, wenn nur noch 25% der mündigen Bevölkerung arbeiten gehen? 😕

Also, wir haben bisher schon 2 Dinge :

1. Volkseinkommen auf das im weitesten Sinne Steuern gezahlt werden, aus dem

2. Sozialleistungen bezahlt werden.

Es ist natürlich einleuchtend, dass das nicht mehr funktioniert, wenn das Volkseinkommen Null ist, weil wir dann keine Steuern mehr für die Sozialausgaben ( = BGE ) haben.

Die Frage ist ( neben anderen Detailfragen ) abzuschätzen, was passieren wird. Das plötzlich alle nicht mehr arbeiten weil sie mit BGE zufrieden sind halte ich für unwahrscheinlich an der Unmöglichkeitsgrenze. Wir haben so viele Menschen, denen es viel bedeutet, bestimmte Dinge zu haben ( großes Auto , Urlaub, andere Annehmlichkeiten ) und Menschen, die sogar anderen Menschen Schaden zufügen, nur um ihr Einkommen zu erhöhen. Solche Menschen gegen auch trotz BGE arbeiten ( zumindest wenn es niedrig ist ).

Ansonsten bleiben immer die zwei großen Hebel "Höhe des BGE" und "Steuern auf Volkseinkommen" um das Ding in eine grobe Balance zu bekommen.
 
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