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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Zitat Nichtkonform:

Die einzelnen BGE- Modelle scheinen alle Vor- und Nachteile zu haben (wie gesagt, so genau blicke ich da auch nicht umfassend durch - ich müh´ mich), haben aber - trotz der vermeintlichen Nachteile - zumindest den Vorteil dem einzelnen mehr Freiheit zu lassen da die Kastration des einzelnen durch Zwang weg fallen würde. In wie weit (wenn denn eins der Modelle real würde) dann nachgebessert werden müsste, wäre dann abzuwarten.
Das ist natürlich ein Wagnis auf ähnlichem Niveau wie heute, macht aber zumindest den Einzelnen freier in seiner Entscheidung... und eigentlich wollen wir doch selbstbestimmter sein... also verantwortungsvoller, reifer, in der Gesamtheit dazugelernter...
Im kleinen (Semco- System) scheint es ja zu funktionieren mehr Verantwortung auf den einzelnen zu deligieren.
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Wenn es finanziert werden soll, dann müssen auf die bisherigen Systeme verzichtet werden - die zum größten Teil aus Versicherungen bestehen. ( "mehrere Säulen" ) Und darauf bestehen Rechtsansprüche.
Wenn aber der Staat jedem ein Almosen bezahlt, dann wird es darauf keinen Rechtsanspruch geben können - die Höhe wird sich nach den Einnahmen des Staates richten. ( müssen ) Die Menschen wären ab dem Zeitpunkt allein im Griff eines Staates, bei dem womöglich die Reichen und die Industrie bestimmt wie hoch so ein Einkommen zu sein hat. Ironisch gesprochen.

Ich bleibe dabei: Dieses Grundeinkommen wäre eine planmäßige Verarmungspolitik.
Wer die Hand an den Sozialstaat legt, muß bekämpft werden! Und vor wenigen Wochen hat das eine kleine Partei trefflich erfahren. Auch die wollten "mehr Verantwortung für den Bürger".

Ich denke aber nicht, das überhaupt so etwas wie ein Grundeinkommen kommen wird. Einfach deshalb, weil man z.B. für die Abwicklung des Rentensystems mehrere Genarationen Zeit benötigte.
 
A

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
mike, wie ist da überhaupt angedacht bei Leuten die Vollzeit arbeiten? Nettolohn plus BGE? Und der Nettolohn sogar deutlich höher als vorher aufgrund des Wegfalls verschiedener Leistungen aus dem Gesamtsozialversicherungspaket? Wenn wir das mal in Beispielzahlen umlegen: Vorher: Bruttolohn 3.000 / Netto 1.900! Nach BGE: Netto 2.200 ( 300 mehr durch Wegfall AV und RV ) plus zb. 1.000 BGE = 3.200 !!?
 
Wenn aber der Staat jedem ein Almosen bezahlt, dann wird es darauf keinen Rechtsanspruch geben können - die Höhe wird sich nach den Einnahmen des Staates richten. ( müssen ) Die Menschen wären ab dem Zeitpunkt allein im Griff eines Staates, bei dem womöglich die Reichen und die Industrie bestimmt wie hoch so ein Einkommen zu sein hat. Ironisch gesprochen.

Ob auf etwas ein Rechtsanspruch besteht ist doch nur eine Sache von Festlegungen und Gesetzen.
Ein BGE generiert sich aus Steuern genauso wie unser jetziger Sozialstaat.
Und ein Grundeinkommen wäre genauso wenig ein Almosen wie es das Existenzminimum ist, es ist ein Grundrecht und das lässt sich, falls nötig, auch für ein BGE so im Grundgesetz festlegen.

Und vielleicht bin ich ja auch völlig verrückt aber nach meinem Empfinden entscheiden die Reichen und die Industrie schon immer über die Höhe von Einkommen und im Griff irgendeines Staates befindet sich auch jeder Mensch auf der Welt.

Du wiederhohlst die ganze Zeit einfach nur die immer gleichen Behauptungen vom Verschwinden der Solidarität und des Abbaus der Sozialsysteme. Aber in meinen Augen ist es eher ein Ausbau des Sozialstaates und gleichzeitig eine Vereinfachung.
Und das Rentensystem samt Generationenvertrag ist doch eh ein riesiger Flop.
 
Es wird immer Leute geben, die etwas nicht verstehen und auch gar nicht wissen, was einen Sozialstaat ausmacht.
Althaus sagte es ja: Die Hartz 4 Einkommen sind zu hoch.
Das sagt alles über die Denke jener, die noch weiter kürzen wollen, noch mehr Sozialstaat abbauen wollen. Unser "jetziger Sozialstaat" generiert sich eben nicht ( nur ) aus Steuern - sondern aus Beiträgen, die solidarisch erbracht werden. Obwohl auch daran schon dauern gefeilt wird.....

Das Rentensystem ist das sicherste System das man hat. Solange welche arbeiten gibt es auch Geld für jene, die ihre Arbeit getan haben. Und es ist - im Gegensatz zum Grundeinkommen - von allen mitfinanziert. ( Arbeitgeber und Arbeitnehmer! )
Und darin liegt auch der Grund, warum Leute wie Althaus aus dieser Solidarität aussteigen wollen. Nämlich den Arbeitgebern noch größere Gewinne möglich zu machen.
 
Zitat Spiegelonline:

Dass das Althaus-Konzept den Staat in extreme Finanznöte bringen würde, erkennen sogar die Autoren der jüngsten Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung zum solidarischen Bürgergeld. Sie bescheinigen dem Modell des Thüringers eine Finanzierungslücke von sage und schreibe 190 Milliarden Euro. Insgesamt würde das solidarische Bürgergeld demnach 740 Milliarden Euro jährlich kosten. Dies entspricht knapp einem Drittel der Wirtschaftsleistung Deutschlands.Um diese Summe aufzubringen, so die Studie, müsste der Einkommensteuersatz nicht bei 50 Prozent für Geringverdiener und 25 Prozent für Besserverdiener liegen, wie Althaus vorrechnet, sondern bei 80 und 30 Prozent. In der Welt des solidarischen Bürgergeldes könnte ein Geringverdiener von einem Euro Gehalt also gerade 20 Cent behalten. Wohlgemerkt, die meisten anderen Modelle sehen ein noch höheres – und damit noch teureres – Grundeinkommen vor.
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Obiges zur Finanzierung.....
So wie ich es lese, soll das "Bürgergeld" an jeden ausgezahlt werden. Dafür steigt der Steuersatz einheitlich auf 50%. Alle die mehr verdienen, als 1600 Euro, erhalten nur die Hälfte des Bürgergeldes. ( Kinder, glaube ich, 500 Euro )
 
DAS wird es so definitiv nicht geben!

Obiges zur Finanzierung.....
So wie ich es lese, soll das "Bürgergeld" an jeden ausgezahlt werden. Dafür steigt der Steuersatz einheitlich auf 50%. Alle die mehr verdienen, als 1600 Euro, erhalten nur die Hälfte des Bürgergeldes. ( Kinder, glaube ich, 500 Euro )
😕 Klingt nach Kommunismus und Senkung der Arbeitsmoral. Natürlich suche ich mir dann einen Job, bei welchem ich nur noch 1.600 Euro auf dem Zettel habe. Denn mehr verdienen bei 50% Steuern und hälftiges BGE wäre totaler Blödsinn. Zumindest für die mittleren Einkommen. An solch obskuren Details lässt sich immer gut erkennen das dies nie eingeführt wird. ^^ Nachtrag: Und eine Flut an Leuten die alle aus der Kirche austreten möchten würde dies ebenfalls nach sich ziehen! Wobei ich diesbezüglich keine Sorgen hätte. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
@friek

Wenn Du das mit dem Grundeinkommen einmal praktisch ausprobieren möchtest, empfehle ich Dir eine zeitlang nach Kuba auszuwandern. Die haben dort etwas ähnliches. Die Menschen dort sind allerdnings nicht sonderlich zufrieden damit.

Aber vielleicht gefällt es Dir.
 
Zitat Spiegelonline:

Dass das Althaus-Konzept den Staat in extreme Finanznöte bringen würde, erkennen sogar die Autoren der jüngsten Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung zum solidarischen Bürgergeld. Sie bescheinigen dem Modell des Thüringers eine Finanzierungslücke von sage und schreibe 190 Milliarden Euro. Insgesamt würde das solidarische Bürgergeld demnach 740 Milliarden Euro jährlich kosten. Dies entspricht knapp einem Drittel der Wirtschaftsleistung Deutschlands.Um diese Summe aufzubringen, so die Studie, müsste der Einkommensteuersatz nicht bei 50 Prozent für Geringverdiener und 25 Prozent für Besserverdiener liegen, wie Althaus vorrechnet, sondern bei 80 und 30 Prozent. In der Welt des solidarischen Bürgergeldes könnte ein Geringverdiener von einem Euro Gehalt also gerade 20 Cent behalten. Wohlgemerkt, die meisten anderen Modelle sehen ein noch höheres – und damit noch teureres – Grundeinkommen vor.
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Obiges zur Finanzierung.....
So wie ich es lese, soll das "Bürgergeld" an jeden ausgezahlt werden. Dafür steigt der Steuersatz einheitlich auf 50%. Alle die mehr verdienen, als 1600 Euro, erhalten nur die Hälfte des Bürgergeldes. ( Kinder, glaube ich, 500 Euro )

Ich finde das BGE klingt zu utopisch um wahr sein zu können.

Wahrscheinlich liefe es wohl so, wenn jeder ein BGE von 1.000 € bekäme, auch der Millionär, der Millionär im Endeffekt vll. 10.000 € (willkürlich gewählt) mehr an Steuern zahlen müsste.

Das BGE generiert ja keine höhere Produktivität oder ein Mehr an Einkommen insgesamt, also funktioniert es erstmal über Umverteilung. Ist die Frage, ob sich Arbeit irgendwann noch lohnt.

Wenn man bedenkt, dass ALG II heute mit Wohlgeld schon an die 700 € sind, ist ein BGE von 1.000 € nicht wesentlich mehr, wenn man Effekte wie eine höhere Inflation oder eine exorbitante Mehrwertsteuer berücksichtigt.

Würde man bei ALG II die Sanktionen abschaffen, hätte man de facto ein BGE.

Ich halte es für ein waghalsiges Experiment, dass tatsächlich funktionieren könnte, die Wirtschaft aber auch zerrütten könnte.
 
Ich habe mich geirrt. Wollte es auch noch berichtigen - mußte aber weg.
Also: Althaus will doe Steuertarife abschaffen und dafür

Geringverdiener mit 50% besteuern, und
Gutverdiener ( ab 1600 Euro ) mit 25% besteuern.

Das steht auch oben so, wer´s gelesen hat.
Allein das sagt schon alles.

Und nochmal: Das Althaus-Modell sieht 800 Euro vor ( Kinder 500 und Leute die mehr als 1600 Euro verdienen, nur die Hälfte also 400 Euro ) Von allen Beträgen gehen dann noch bei jedem 200 Euro für die Krankenversicherung ab.
Also auf jeden Fall schlechter ( weniger ) wie Hartz 4.
Und darum geht es.
 
Althaus sagte es ja: Die Hartz 4 Einkommen sind zu hoch.
Das sagt alles über die Denke jener, die noch weiter kürzen wollen, noch mehr Sozialstaat abbauen wollen. Unser "jetziger Sozialstaat" generiert sich eben nicht ( nur ) aus Steuern - sondern aus Beiträgen, die solidarisch erbracht werden. Obwohl auch daran schon dauern gefeilt wird.....

Keine Ahnung wieso du dich an dem Model von Althaus und so festkrallst. Dir ist schon klar, dass das nicht die einzige Variante ist? Ich mein nur weil Bürgergeld drauf steht muss es nicht automatisch gut sein, siehe das Model der FDP.🙄
Und dass eine Person die sagt die Hartz 4 Einkommen wären zu hoch, nicht ganz sauber tickt sollte klar sein aber darauf basierend jede Form von Grundeinkommen zu dämonisieren ist nicht korrekt. Und wirklich bedingungslos ist sein Model ja auch nicht gerade.

Das Rentensystem ist das sicherste System das man hat. Solange welche arbeiten gibt es auch Geld für jene, die ihre Arbeit getan haben. Und es ist - im Gegensatz zum Grundeinkommen - von allen mitfinanziert. ( Arbeitgeber und Arbeitnehmer! )
Nee unser jetziges Rentensystem ist nur das beste solange die Leute sich einerseits wie die blöden fortpflanzen und gleichzeitig im Durchschnitt nicht besonders alt werden. Vom Wegfall vieler Arbeitsplätze mal ganz abgesehen.
Es ist eine Blase die bald platzen wird. Mehr nicht.
 
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