Interessanter gedanke: Natürlich würde der Binnenmarkt sehr von einem BGE profitieren. In dem Sinne würde es vllt. auch dabei helfen, die Abhängigkeit vom Export zu reduzieren. Dennoch bleibe ich beim anderen Punkt dabei: Wenn es ein BGE von z.B. 1000€ gibt, dann müssen die Löhne eigentlich zwangsläufig über dieses niveau steigen.
Wieso?
Wer arbeitet, bekommt doch die 1000€ weiterhin dazu.
Besser: Der Lohn kommt zum BGE hinzu.
Das BGE steht nicht in Konkurrenz zum Lohn!
Wer würde denn sonst noch für billiger arbeiten wollen. Du sagst es ja selbst indirekt. Die Leute würden sich mehr selbst verwirklichen, Dinge ausprobieren, kreativ sein, ohne Druck, auf dem Arbeitsmarkt präsent sein zu müssen.
Richtig! Doch es lohnen sich auch Jobs, die bisher uninteressant waren oder wo man seinen Unterhalt nicht gänzlich decken konnte.
Letztendlich wird es aber mittelfristig zu keinem BGE kommen.
Da muss ich bitter lachen, denn daran geht kein Weg mehr vorbei.
Die Frage ist nur, unter welchen Bedingungen.
Es kommen jetzt schon die ersten Rentner auf Mindestsicherung.
Schon der Mindestlohn ist massiv bekämpft worden, wobei ich dazu letztens einen Artikel gelesen habe, wonach er keinerlei negative effekte, sondern eher positive, eben auf den Binnenmarkt hatte.
Das habe ich immer gesagt und verwundert auch nicht.
Die gegen den Mindestlohn waren, müssten doch für das BGE sein... 🙂
Die Kritik verstehe ich sogar, weil man vorher seine Gewinne auf Staatskosten finanziert bekam.
Die anständig zahlten, waren die "Dummen"!
Ich finde, nach sovielen Fehlprognosen in den letzten Jahren wäre es an der Zeit, die Neoklassik zu begraben. Aber das wird eben nicht passieren...