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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Der Beamte hat auch einen Rechtsanspruch auf seine Versorgung. Wenn also ein BGE käme müßten diese Menschen ein BGE bekommen in der garantierten Höhe der Pension.
Das BGE wird natürlich nicht kommen. Wenn es so weitergeht wird man in der BRD auf die nächsten hundert Jahre eine christliche Regierung haben. Und die werden eher zunächst mal die Kriterien für Hartz 4 verschärfen.
 
Daoga,

Du schreibst: "Natürlich gibt es auch Mindest-Altersgrenzen, also eine Mindestzahl von Dienstjahren, die erreicht werden muß, weil es sonst dauerhafte Abschläge auf die Pension gibt. ...Also so leicht wird es den Beamten heutzutage auch nicht mehr gemacht. Und ist auch gut so, imho."

So ist es. Mir fehlten bis zu meiner regulären Pensionsgrenze als Schwerbehinderter gerade drei Monate. Und mein Dienstherr kürzte deshalb meine Pension um 10,8% für den Rest meines Lebens.

Burbacher
 
@Burbacher: Sowas ist natürlich bitter. Aber Simulanten und eingebildeten Kranken wird es wirklich nicht mehr so einfach gemacht. Oder "politisch gewollten" Frühpensionierungen, stattdessen wird heute einfach in andere Stellen umbesetzt, wenn eine Stelle "politisch gewollt" aufgelöst wird.
 
Das schlimme ist halt, dass für den öffentlichen Dienst immer noch viele Vorurteile verbreitet sind, die vielleicht vor 30 Jahren der Wirklichkeit entsprachen. Ich kann ja auch verstehen, dass jeder dem die Kündigung ins Haus flattert den unkündbaren Beamten beneidet.
Ich seh aber auch nen Freund von mir, der mit mir zur Schule gegangen ist, zeitgleich studiert hat und in der Privatwirtschaft doppelt so viel verdient, nen Mercedes als Firmenwagen fährt und mich belächelt.

Man sollte nicht pauschalisieren und sehr vorsichtig vergleichen. Man kann auch nicht alles in Zahlen ausdrücken. Das gilt eben auch fürs BGE um den Bogen zu kriegen. Es geht nicht nur um die Finanzierung, sondern auch um Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Arbeit muss sich lohnen, vollkommen richtig.
 
Zu mir und meiner Situation noch eine Ergänzung. Ich hatte im Jahr 2007 einen schweren Unfall in der Schule, bei dem ich mir einen Oberschenkelhalsbruch zuzog. Der Unfall wurde als Dienstunfall anerkannt und die Regierung übernahm sowohl die Kosten für den Krankenhausaufenthalt als auch für die nachfolgende Reha
Bis dahin hinkte ich zwar heftig, konnte mich aber ohne Krücke bewegen. Danach war das selbst in meinem Haushalt nicht mehr möglich. Ich brauche meine Krücke auf dem Weg in die Küche, ins Bett, ins Bad.
Ich arbeitete noch bis kurz vor Erreichen meines 60. Lebensjahres. Dann ging nichts mehr. Und es folgte die Pensionierung aus gesundheitlichen Gründen. Der Zusammenhang mit meinem Dienstunfall aber wurde durch die Behörde verneint. Und somit kam es zur Kürzung meiner Pensionsbezüge und gleichzeitig trat der Versorgungsausgleich in Kraft.
Ich weiß heute, dass ich mir selbst dadurch geschadet habe, dass ich nach meinem Dienstunfall den Weg in die Schule wieder antrat, anstatt zu belegen, dass ich den Dienst nicht mehr ausüben könnte, zumal unser weitläufiges Schulgebäude auf eine solche Behinderung gar nicht ausgelegt war.
Als ich - nicht zuletzt aus diesen Gründen - wegen Suizid-Gefahr in der Psychiatrie landete, freute sich mein Arbeitgeber, führte er doch meine Dienstunfähigkeit auf die psychische Problematik zurück und befreite sich von den finanziellen Lasten.
Bis dahin hatte ich meinen Dienst viele Jahre ohne große Ausfälle wahrgenommen.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
warum bist Du nicht mittels eines Anwaltes dagegen angegangen ?

Wie ich dir schon via PN mitteilte, hatte ich eine Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht eingereicht. Mein Anwalt und ich erhielten dann einen rechtlichen Hinweis des Gerichts, dass mit einer Ablehnung der Klage zu rechnen sei und man mich daher auf das Kostenrisiko hinweise.

Da bekam nicht nur mein Anwalt kalte Füße, sondern ich auch. Und wir zogen die Klage zurück.

Burbacher
 
Ich habe hier nur gelesen wie viel das BGA pro Bürger "kostet" und dann blind in den Raum gestellt die Behauptung, es sei nicht finanzierbar. Oder noch besser die These jedem Bürger 1500 € zu geben. Damit wurde das BGE absichtlich kaputt finanziert 😛

Nur um das mal klarzustellen: die 3 (!) Zeilen in der Excel-Tabelle sind eine Abschätzung der Größenordnungen, kein handfester Vorschlag. Ich habe sogar noch einmal widerholt, dass die Tabelle frei verfügbar ist, und jeder seine eigenen BGE Vorstellungen eintragen kann. Ich werde jetzt auch erneut den Link anhängen. Die 1500€ sind der Durschnitt der Hartz4 Empfänger + eine KV + ein willkürlicher Kleinbetrag von ca 400€ für alle anderen wegfallenden Posten (Kindergeld, Erstausstattung, etc...). Alles davon habe ich mit diversen Quellen belegt.

Außerdem bin ich als blühender Befürworter von mehr Geld schon von einer Verdopplung (!) des Konsums durch das höhere Durchschnittseinkommen aller Bevölkerungsschichten ausgegangen. Ich bin lediglich ein Gegner von dem Fall, dass uns der Laden wie in der DDR um die Ohren fliegt. Denn es ist durchaus möglich, dass es den Superreichen, welche numal 80% unseres Volksmermögens besitzen, wegen der drastisch höheren UST Zollfrei ins EU-Ausland gehen. Auch bei anderen Ansätzen wie der besteuerung von Energie muss man immer bedenken, dass die Firmen durchaus auch Alternativen zu Deutschland haben.

Link zur Excel Tabelle, möge jeder damit tun wie ihm beliebt.
https://drive.google.com/file/d/0B5nJm3oScyZxWHZFMUJaZjgwenM/view?usp=sharing
 
Die höhere Besteuerung von Energie ist nru sinnvoll, wenn im selben Maße die Lohnnebenkosten gesenkt werden. Das macht Arbeit wieder billiger. Will heißen, dafür können in vielen Berufen wieder Leute eingestellt werden.
 
Damit Leute eingestellt werden, müssen die Leute adäquate Arbeit leisten - mindestens genausogut wie Maschinen und natürlich für geringere Kosten - und sie müssen natürlich erst einmal für die Arbeit qualifiziert und ausgebildet sein (oder werden). Und an letzterem hakt es meistens, denn es sind meistens nicht die (beruflich) gut ausgebildeten Leute, die zu Langzeitkunden der Arbeitsämter werden.
 
Nein. Dies betrifft eben nicht die Konkurrenz Maschine - Mensch. Wenn die Lohnnebenkosten ( im Gegenzug zu höheren Energiepreisen ) gesenkt werden, lohnt sich es grundsätzlich Menschen einzustellen. Wenn die Lohnnebenkosten gesenkt werden heißt das auch, geringere "Löhne" für den Arbeitgeber, Kommune etc. ( wenn wir, was es ja ist, Lohnnbenkosten zu den Löhnen zählen )
Eigentlich ein alter Hut, oder?
 
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