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Baupreise steigen ins Uferlose

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Möglichkeit A) Mieten: 500 €
Nach 36,4 Jahren (s.u.) inklusive prozentualer Mietsteigerung von 2% p.a. 312.000 €
Ja, ich verstehe, dass jeder sofort denkt dies wäre "verbranntes Geld".

Möglichkeit B) Kaufen
Darlehensbetrag 200.000 € mit 1,65% Zins = 608 € im Monat
Also lieber kaufen?
Naja hinzu kommt:
Instandhaltsungsrücklage: ca. 200 €
Hausgeld: ca. 200 €
Steuer, Abgaben, Sonstiges: ca. 100 €
Kaufnebenkosten: einmalig ca. 20.000 €
Nach 36 Jahren und 4 Monaten wäre der Kredit abgezahlt und du hättest in der Zeit 508.000 € gezahlt

Bei einer Eigentumswohnung ist es tatsächlich so, dass man oft keinen finanziellen Vorteil hat. Hier kommt es auf die Substanz an. Bei vielen Baumängeln zahlt man am Ende mehr als bei einer Wohnung.

Hinzu kommt, dass man wenig Freiheiten in der Gestaltung hat und jede Maßnahme mitbezahlen muss, die die Gemeinschaft beschließt. Die Verwaltung kostet Geld, und der Verwalter hat kein großes Interesse daran, immer den günstigsten Handwerker zu suchen.

Das sieht bei einem eigenen Haus ganz anders aus. Hier kann man selbst entscheiden, in welchem Umfang renoviert oder modernisiert wird. Man kann eine höheren Aufwand bei der Handwerkersuche betreiben und verhandeln. Und man kann Eigenleistungen erbringen. Außerdem gibt es noch Nachbarschaftshilfe und Schwarzarbeit, die Grenzen sollen wohl fließend sein ...
 
Zum einen kaufe ich nicht zu einem Preis von 200k ohne jegliches EK, wenn ich nur 600 Euro abzahlen kann. Denn 36 Jahre abzahlen für eine ETW, empfinde ich als eine wirklich schlechte Beratung. Der Großteil der Zinsen aus deiner Rechnung, könnte ich von daher so gar nicht akzeptieren. Ich kaufe doch keine kleine ETW und zahle bis ins Rentenalter.

Wenn du nicht komplett fremdfinanzierst (wie in meiner Rechnung), bedeutet dies aber dass dir noch mehr Rendite entgeht, die du mit deinem Eigenanteil alternativ machen könntest.

Historisch betrachtet würdest du aktuell 1,6% Zins sparen aber dafür auf eine Rendite am Kapitalmarkt von 6,9% verzichten. Ok, besser der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Keiner weiß wie Renditen in Zukunft aussehen, aber statistisch wäre das ein schlechtes Geschäft.

Instandhaltungsrücklagen sind mir bekannt, Hausgeld jedoch nicht. Wenn du damit extra Kosten für eine Hausverwaltung meinst, die putzen kommt und den Garten in Form hält, müsstest du dies auch beim mieten berücksichtigen. Denn dort kämst du dann ebenfalls nicht mit einem Mietpreis von 500 Euro hin.

Steuern und Abgaben. Was ist das? Grundsteuer, Müll, Heizung?
Diese üblichen Kosten sind alle Umlagefähig und zahlst du als Mieter genauso. Das ein Mieter also 500 euro zahlt, ein Käufer für das gleiche Objekt im Monat demnach über 1.000, ist eine Rechnung die ich so nicht nachvollziehen kann.

Die Kaufnebenkosten i.H.v. euro 10 Prozent, also 20k bei 200k stimmen nahezu exakt von dir.

Wie gesagt, es ist nur ein Beispiel. Bei jedem Objekt werden Kosten anders sein. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass ein Käufer Kosten hat, die über den Tilgungs- und Zinsbetrag hinausgehen. Und diese Kosten können abhängig vom Objekt erheblich sein und werden meistens unterschätzt. Vor allem weil diese Kosten mit steigendem Alter der Immobilie meist steigen.

Was natürlich richtig geil ist: Du gönnst einem Käufer also nicht den Erlebensfall, seine Immobilie abgezahlt zu haben und bis zum Lebensende dann mietfrei wohnen zu können? Beide Leben in deinem Beispiel enden dann abrupt nach 36 Jahren? Also genau ab dann, wenn der Käufer anfangen würde im Vergleich zum Mieter deutlich zu profitieren? 😕
Und der Sachwert der Immobilie fällt dann auch einfach mal weg? Zwangsenteignet nehme ich an?! ^^

Nein, ich habe ja ausdrücklich gesagt, der Käufer hat den Vorteil, dass er nach X Jahren Eigentümer der Immobilie ist. Den Vorteil habe ich nicht weggelassen. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass man die Gesamtvermögen von Käufer und Mieter vergleichen muss.
Wenn der Käufer am Ende eine Eigentumswohnung von 200.000 € besitzt und der Mieter 500.000 € Kapital, dann ist der Mieter für mich in der Rechnung der Gewinner.

Im übrigen bin ich ebenfalls weg von einer ETW, wie zuvor beschrieben. Ich empfinde das aufgrund des Instandhaltungsfond nicht als die ultimative Ersparnis. Lieber ein älteres Haus, Haushälfte oder ähnliches. Da kann man auch mal was knuppen ohne einen Handwerker für 60 Euro pro Stunde bezahlen zu müssen.

Sehe ich genauso. Generell muss man weiter denken als nur die finanzielle Seite.
Bist du ein talentierter Heimwerker ist das ein Argument für den Kauf. Hast du zwei linke Hände, solltest du vielleicht lieber mieten. Ich persönlich schätze die Sicherheit lebenslang irgendwo wohnen zu können. Mein Zuhause ist.... mein Zuhause, an dem ich emotional gebunden bin. Viele Familien kaufen auch deswegen weil sie was "eigenes" haben wollen ohne Risiko jemals von einem Vermieter gekündigt werden zu können.
Kaufen oder Mieten ist eine schwere Entscheidung, die oft mehr als eine reine finanzielle Rechnung ist.
 
Wenn du nicht komplett fremdfinanzierst (wie in meiner Rechnung), bedeutet dies aber dass dir noch mehr Rendite entgeht, die du mit deinem Eigenanteil alternativ machen könntest.

Historisch betrachtet würdest du aktuell 1,6% Zins sparen aber dafür auf eine Rendite am Kapitalmarkt von 6,9% verzichten. Ok, besser der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Keiner weiß wie Renditen in Zukunft aussehen, aber statistisch wäre das ein schlechtes Geschäft.

Die schlechte Beratung lag eher darin, dass man in jungen Jahren beginnen sollte sich eine Immobilie anzuschaffen. Und dann natürlich eine relativ günstige, da kaum EK vorhanden sein kann. Und kein Objekt das dich mit Tilgungen direkt mal bis ins Rentenalter belastet und das gewünschte Objekt dann am Ende das dreifache kostet. So zu kaufen wie deine Beispielrechnung hergab, würde ich auch nur jemandem empfehlen den ich auf den Tod nicht leiden kann.

Wie gesagt, es ist nur ein Beispiel. Bei jedem Objekt werden Kosten anders sein.

Klar, aber innerhalb eines Beispiels sollten die Voraussetzungen schon die gleichen sein. Sonst macht ein Beispiel ja wenig Sinn. 😉

Man zahlt doch logischerweise nicht über 1000 euro für 36 Jahre wovon 600 euro gerade mal die Tilgung sein sollen, wenn man für 500 euro mieten kann. Also so eine Rechnung würde sicherlich jeden Kaufinteressenten vertreiben.


Ich wollte nur darauf hinweisen, dass ein Käufer Kosten hat, die über den Tilgungs- und Zinsbetrag hinausgehen. Und diese Kosten können abhängig vom Objekt erheblich sein und werden meistens unterschätzt. Vor allem weil diese Kosten mit steigendem Alter der Immobilie meist steigen.

Natürlich darf man diesen Punkt nicht unterschätzen. Des weiteren gibt es auch so lustige Dinge wie "Strassensanierung".

Also ETW mieten oder kaufen darf tatsächlich in Frage gestellt werden.
Haus mit Garten mieten statt kaufen, finde ich allerdings mega unrentabel.
Man stelle sich nur mal vor man wirft einem Vermieter 1.300 euro monatlich in den Rachen. Je nach Kaufpreis und EK, hat man monatlich mit der Tilgungsrate sogar mehr Geld übrig als die Miete verbrennt, würde man kaufen.

Des weiteren wären das in 10 Jahren 156k euro, die ein Käufer erstmal zur Haussanierung ausgeben müsste. Für das Geld kann ich ja noch eins kaufen. ^^
Wir hatten in den letzten 10 Jahren für 2 Häuser gerade mal 20k Reparaturkosten.


Nein, ich habe ja ausdrücklich gesagt, der Käufer hat den Vorteil, dass er nach X Jahren Eigentümer der Immobilie ist. Den Vorteil habe ich nicht weggelassen. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass man die Gesamtvermögen von Käufer und Mieter vergleichen muss.

Und das macht man dann exakt nach 36 Jahren und 4 Monaten? 😉

Wenn der Käufer am Ende eine Eigentumswohnung von 200.000 € besitzt und der Mieter 500.000 € Kapital, dann ist der Mieter für mich in der Rechnung der Gewinner.

Also jemand der lebenslänglich in Miete wohnt besitzt dann 500.000 euro? 😕
Frag mal hier im Forum, wer hochgerechnet diesen Betrag dann mit ca. 70 Jahren besitzt. Und das weil er zur Miete wohnte.
 
Also ETW mieten oder kaufen darf tatsächlich in Frage gestellt werden.
Haus mit Garten mieten statt kaufen, finde ich allerdings mega unrentabel.

Im Grunde sind wir uns ja einig, dass man rechnen muss was sich mehr lohnt.
Tendenziell gebe ich dir auch bei Häusern Recht, aber auch das ist eine Frage wie hoch der Kaufpreis im Verhältnis zum Mietpreis ist.

Also jemand der lebenslänglich in Miete wohnt besitzt dann 500.000 euro? 😕
Frag mal hier im Forum, wer hochgerechnet diesen Betrag dann mit ca. 70 Jahren besitzt. Und das weil er zur Miete wohnte.

Rein praktisch besitzen die wenigstens 500.000 €, weil die wenigstens in den letzten Jahrzehnten ihr Geld entsprechend angelegt haben. Frag doch mal bei wem überhaupt was im Monat übrig bleibt. Und wer was hat, konsumiert es gerne, zB für ein schönes Auto, oder legt es in Riester Veträgen oder anderen schlechten Systemen an.

Es wäre aber möglich. Aus 20.000 Anfangskapital (die sonst in die Kaufnebenkosten fließen) und 300 € monatlich wären im MSCI World hunderttausende EURO geworden. Egal ob du 1970, 1980 oder 1990 angefangen hättest.
 
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Zitat von gigi2 Meine Tochter hat 2018 gebaut: 226 qm Wohnfläche, 120 Qm Keller, 65 qm Garage, absolut viel aufwendigen Schnickschnack für 220 000 €.



Das ist ja wirklich preiswert. Da würde ich sofort zuschlagen. In der Gegend, in der ich wohne, bekäme man ein solches Haus nicht mal für die doppelte Summe.
@Sarnada:

um Missverständnissen vorzubeugen: das war der reine Rohbaupreis 2018 bei meiner Tochter - nicht der Preis des Hauses. Komplett mit Möbel sind wir bei cirka 900 000 € - der Grund kommt noch dazu.
Jetzt, nachdem ich den Rohbaupreis von 3 Anbietern für mein Bungalow bekommen habe, finde ich den damaligen Preis für den Rohbau meiner Tochter günstig.

Mein mickriger Bungalow wird vermutlich nicht viel billiger als das Haus meiner Tochter.... Nie hätte ich das für möglich gehalten.
 
Ein mickriger Bungalow für fast eine Million ohne Grundstück?
Wolltest du drei Bungalows bauen?

Ganz so utopisch waren meine Vorstellungen nicht. Aber offen gestanden dachte ich echt mal mit 500 000 € steht alles (ohne Grund) aber mit Gartenanlage.
Ein naiver Traum.


Heute wurde der Vertrag mit dem Bauunternehmer geschlossen, der auch das Haus meiner Tochter baute.

Im Vergleich zu den anderen war er ja noch preiswert. Krass ist es trotzdem.

Ich habe schon mit mir gerungen. ob ich zu diesen Konditionen mein Haus aufgebe und ein anderes 2 km weiter baue.

Heute, an meinem 59. Geburtstag habe ich den Vertrag unterschrieben. Sozusagen mein eigenes Geburtstagsgeschenk. Im Juni gehts los.
 
Geht es um selbst bauen oder um ein Fertighaus?
@portion Control:

Massiv selbst bauen, kein Fertighaus.


Auch kein fertiges Haus über den Bauträger. Da wir viele Bekannte als Unternehmer haben,wissen wir wo die Bauträger sparen und schludern.

Ich vergebe den Rohbau und die einzelnen Gewerke wieder wie bei dem Haus meiner Tochter, selbst.
Das geht natürlich nur wenn du zeit hast und immer vor Ort bist.

Ich habe bestimmte Vorstellungen wie Eichenholz Alu Fenster, Granit und Dielenböden...usw. Schreinertüren usw. Das ich dafür einen bestimmten Preis zahlen muss ist logisch.

Aber manche Handwerker übertreiben. Die Devise ist: ok ich mache ein utopisches Angebot, nimmt der Bauwillige diesen Preis an, dann lohnt es sich extrem und dann wird ein anderer halt verschoben.

Angebot und Nachfrage....
 
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