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Bankencrash 2020 Deutschland und die Folgen

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Generell finde ich schade wenn jemand nur einen Link postet und dann sagt: #Discuss
Du wirst doch auch selber eine Meinung haben. Eine Essenz aus den Aussagen Kralls für dich entnehmen.

Wenn ich eine Essenz aus den Aussagen Kralls nur entnehmen würde, diese aber nicht ihm 100% entsprechen würde (d.h. seiner Essenz), wieviel hätte ich dann von dem verstanden was er sagt? Oder will ich behaupten das ich das was er macht besser kann? Nein, nur meine Essenz bezieht sich nicht nur auf Krall, warum auch... ...ja, so habe ich eine eigene Meinung zum Thema. Das heißt aber nicht das diese ein normalisiertes Fertiggericht darstellen kann, wie eine Rechnung die aufgeht, sondern allenfalls eine Beobachtung, welche sich erstmals bildet und dann immer weiter entwickelt...

Logisch und nachvollziehbar klingen zunächst einmal alle Untergangspropheten.
Es ist zb sehr gut nachvollziehbar wenn Krall von "Zombieunternehmen" spricht, die nur aufgrund der Niedrigzinsphase überlebensfähig sind. Aber das gilt doch dann für jede Zinsphase. Genauso panisch müsste man bei einem Leitzins von 3% sein. Denn auch wenn dieser um 2% steigen würde, wären ja die wenig profitablen/hoch verschuldeten Unternehmen gefährdet.

Krall hat soviel mit einem Propheten zu tun, wie des Beckers Mütze um die Ecke mit dem Rand des Universums, sorry... ...aber ist o.k. - ich bin ja auch spitzfindig...


Das mit den Zombieunternehmen basiert auf einem "Zweikomponentenkleber": Nicht die Erhöhung lässt diese platzen, sondern die kalkulierte nahezu 0% Finanzierung auf lange Sicht, was sonst ja nie geht, weil gerade das eigentlich das Haupteinkommen der Banken absichert, die sogenannte Zinsmarge (zumindest eine davon). Und dabei spielt die lang gehaltene Nullzinspolitik eine emense Rolle, denn normaler Weise gibt es das eben nicht, da ist also der Unterschied von fast 0% auf 2% eben viel mehr als 2% auf 4%, deswegen auch diese seltsame plusbauchige Kurve - die da gezeigt wurde/wird. Wieviel Zinsen berechnet denn die Bank normaler Weise, also bei 2% Zins, was wir noch 2012 hatten? Vielleicht 8 oder 9% effektiven Jahreszins? Meinst Du bei 4% wären es dann 16 oder 18%? Dann müssten wir 2001 genau das auf typische Langzeit-Kredite gezahlt haben - prüfe es nach - denn ich weiß es nicht, denn zu der Zeit habe ich keine Kredite genommen. Nur für mich ist es logisch, sonst müsste man bei 6% Zins - eben 24 oder 27% effektiven Jahreszins auf Langzeit Kredite zahlen - das ergibt dann schnell keinen Sinn mehr... ...oder siehst Du das anders?


Aber Krall versteht das gewiss besser als wir beide zusammen, schließlich stammen 80% der Bonitätsprüfprogramme der jetzt genutzten Softwares der Bankenhäuser aus seiner Federführung - er ist eben auch ein bekannter Finanzexperte... ...dem sollte man so etwas schon zutrauen, dafür sind Finanzexperten so benannt.... ...und irgendwo wird der Name ja wohl herkommen. Oder kann man den jetzt auch bei Aldi kaufen? ;-)


Ich glaube, dass gerade Deutschland besser durch eine künftige Krise kommen könnte als der Rest Europas. Nicht nur, dass Deutschland effektiv Schulden gesenkt hat und unpopuläre Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt getroffen hat - Deutschland ist generell traditionell defensiv aufgestellt.


O.K. - dennoch könnte es sein, das die europäischen Verknüpfungen zu Verflechtungen werden - so das aus irgendeinem, nicht zu verstehendem, ja völlig unbekanntem Grund, rein fiktiv betrachtet, möglich und denkbarer Art und Weise, die wegfallende Rückzahlung Griechenlands Schulden ein kleines, klitze, klitze kleines Löchlein in unseren ach so defensiven Damm sprengen kann.

Soll ich/wir noch weitere Sprengsätze erwähnen/beschreiben, oder sollten wir besser auf Optimismus setzen?



Genau das kritisiere ich ja: Deutschland müsste viel mehr investieren - in Straßen, in Infrastruktur, in Bildung usw.
Und auch die Deutschen sollten m.E. mehr investieren. In ihre eigene Entwicklung, in ihre Bildung aber auch in renditestarke Geldanlagen wie zb Aktien.

Ich verstehe worauf Du hinaus willst, das entspricht einem Aufbauspiel. Wie Dune II - kennst Du das noch? Die mehr = besser Strategie...

Im Prinzip muss ich auch gestehen, was vernünftig gedacht ist - macht Sinn. Punkt. Nur guckst man hinter die Fassaden - dann muss man aber auch gestehen: Was im Kleinen schon nicht klappt, wie soll dann etwas im Großen klappen? Wenn ich an unsere Firma denke: da sind Schilder in den Lagern - was dort hingestellt werden darf - und wenn ich schaue - dann steht da fast überall das Falsche. Jetzt könnte man sagen, ja - gut - ist doch nicht so schlimm, die Schilder sind nur Auditauflagen, Du findest schon was Du suchst... ...aber wenn täglich dann Situationen eintreffen in dem bis zu 5 Mann >30 Minuten lang beschäftigt sind Kleinstmengen - wie 20 Kg oder 120Kg verzweifelt in den Lagern bereitzustellen und zu finden, dann dadurch erst verarbeiten zu können - und das in einem Betrieb der an einer Linie in 8h >35.000 Kg Material verarbeitet und mit nur 7 Mann betrieben wird....

...dann ist das der uneffiziente Schwachpunkt im Kleinen, das was die Rechnung am Ende "platzen lässt" (Marge).

Soll heißen - unsere Investitionen sind Müll, wenn der - der es bedenkt im Kleinen schon einen Fehler macht, denn im Großen wird's dann zur Katastrophe....
...so und nun denk mal an die Energiewende…. Ich empfehle dazu Prof. Hans Werner Sinn "Energiewende ins Nichts"

Stimmt - und das tue ich gerne, denn wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren mich. Ich habe gerade das Buch "The big Short" gelesen, welches den Crash 2008 erklärt. Die Kernessenz eines Crashes ist, dass er unerwartet kommt. Eine Pleite der Deutschen Bank käme nicht unerwartet. Die Aktie ist bereits von über 100 € auf 6 € abgestürzt. Markus Krall erzählt was jeder weiß und verkauft es als sein "großes Geheimnis" ("verkaufen" im wortwörtlichen Sinne, weil er damit viel Geld verdient).

"Die Kernessenz eines Crashes ist, das er unerwartet kommt". Ja meinst Du jetzt einen Autounfall? Denn bei den Bankgeschichten kann ich dieses Märchen nicht glauben. Welcher nötiger Weise, informierte und durchblickende Chef einer traditionsreichen Firma - guckt am Montag morgen ganz verdutzt, als plötzlich das gesamte Unternehmen wie aus heiterem Himmel Pleite ist?


Na - da stimmt doch etwas nicht. Kommt man denn völlig überraschend aus einem ordnungsgemäß in Deutschland geführten Privathaushalt in die Privatinsolvenz? Oder passiert das - wenn irgendetwas nicht so lief wie es sollte (kriminell aufgeflogen, schwere Fehler gemacht, irgendetwas nicht bedacht, berücksichtigt, für möglich gehalten)?

Erzählt Krall das was jeder weiß oder kaum einer für möglich hält/ keiner wahrhaben möchte und ist die Deutsche Bank jetzt das Haupt-Problem um das es geht? Oder sind es die komplizierten Zusammenhänge, aus Dominoeffekten, aufgebrauchte Staats- und Länderkassen, größenwahnsinnige Handlungen unser Banken/Investoren/Spekulanten, groß geplante und festgelegte Superinvestitionen fraglicher Nutzung unseres Staates, nicht eingehaltenen EU- regelnden Definitionsgesetzen, Verstößen gegen Grundgesetzte, Zinskorsett der EZB, unmöglich gemachte Refinanzierungen der Banken selbst, schönfärbenden Politikerauftritten, Privatisierungen von Sozialwohnungen, regulatorische Kontrollverluste - welche zum Beispiel Mietwucher entstehen ließen, soll ich weiter machen... ?


Du musst erst mal heraus kriegen mit was er sich wirklich beschäftigt, der Krall. Ihm geht es ums Große und Ganze! Nicht ob irgendeine Bank letztlich Pleite macht - oder der Crash halt kommt, auch wenn das die Buchtitel sind und Aufmerksamkeit ziehen, ja natürlich detailliert von ihm offengelegt werden MUSS - (wie eine Milchmädchenrechnung, mehr ist es ja auch nicht) - so geht es ihm am Ende um das ganze System, das Anhand dieser schwerwiegenden Symptomen klar und unmissverständlich nur eines aufzeigt: SO FUNKTIONIERT ES NICHT! Deswegen redet er auch von nötigen grundlegenden Reformationen und sieht die Politik, wie wir diese kennen am Ende bzw. in einem Übergang in etwas Neues.

Und das Wort "systemimmanent" ist auch so ein Totschlagargument. Das besagte System läuft seit über 100 Jahren und hat zwei Weltkriege durchgemacht. Ja, es kann sein, dass wir eine große Inflation erleben werden um so Staaten zu entschulden. Man schaue nach Russland oder in die Türkei. Dort gab es teils 15% Inflation. Was ist die logische Konsequenz aus solchen Befürchtungen....? (s.u.)

Du bist gar nicht mehr soweit weg davon, da ist nur ein kleiner Denkfehler drin - quasi ein Zahlendreher - etwas was selbst professionelle Maschinen schon übersahen, nein warte - verursachten.

>Das besagte System hat nicht zwei Weltkriege überstanden, sondern hat zwei Weltkriege ermöglicht.<
: Kriegsanleihen :


... die logische Konsequenz ist, dass man sinnvoll und langfristig in Sachwerte investiert: Immobilien, Gold.... und Aktien. Und genau das Gegenteil macht, was die meisten Deutschen tun: Geld auf Konten parken oder bestensfalls festverzinslich in Anleihen, Lebensversicherungen, Bausparverträge etc. packen.

Es geht doch nicht immer um den größten Profit, nicht nur der Stärkste überlebt, wenn der - der Gewinn macht - auch bereit ist etwas abzugeben und das gern macht!


Und genauer beschrieben: Dass man sich global diversifiziert aufstelle: China, USA, Europa usw.
Nicht: Eine Immobilie als Altersvorsorge, Sondern: globale Immobilienfonds
Nicht: Eine Telekom Aktie, sondern: 500 Aktien weltweit

Ja - mein Bereich sind unter anderem Keyboards und Synthesizer, aber nicht nur der Korg Kronos wurde verkauft.... ...und nicht jeder will den einen, den "besten" Sound, sondern dann - wenn das der Fall wäre - kann der alte, billige Casio Synth - wieder total cool, weil anders klingen und viel attraktiver werden. Es gibt auch nicht nur Menschen, die reich sein wollen...

Und "Kapital" darf man weit verstehen. Es geht auch um die Bildung von Humankapital --> Bildung. Falls das Ersparte weniger wert wird, kann man durch eigene Arbeitskraft noch was erreichen.


Ja - klar, vieles ist möglich - das was den Wert eines Menschen ausmacht kann auch noch ferner gedacht werden... ...man denke an die Künstler - ist das Talent nicht wortwörtlich deren Kapital?

Das sind aber eigentlich keine neuen Erkenntnisse, sondern etwas, was die letzten 100 Jahre schon der beste Weg war.


Und genau das - will er zeigen, das das eben nicht der beste Weg war und jetzt vor dem zu erwartendem, zwangsläufigem Ende steht, den Weg - den man 100 Jahre lang konsequent ging und "weiter und weiter entwickelte" (nur leider in die falsche Richtung), um hier >SO< heute angekommen zu sein...

...das wäre meine krallsche Essenz in etwa derzeit.


Zufrieden?


Grüße,
Peace
 
Zuletzt bearbeitet:
Krall hat soviel mit einem Propheten zu tun, wie des Beckers Mütze um die Ecke mit dem Rand des Universums, sorry... ...aber ist o.k. - ich bin ja auch spitzfindig...

Soweit Krall den Crash zeitlich so genau vorhersagt, ist er ein "Prophet". Wir können uns gerne Ende 2020 nochmal unterhalten, aber ich wette Krall hat dann eine völlig logisch klingende Antwort parat warum seine Maya-Vorhersage nicht eingetreten ist 😀

Jenseits des prophetisch genauen Zeitpunktes ist seine Kernaussage über die Gründe einer möglichen krise ja durchaus diskussionswürdig.

Das mit den Zombieunternehmen basiert auf einem "Zweikomponentenkleber": Nicht die Erhöhung lässt diese platzen, sondern die kalkulierte nahezu 0% Finanzierung auf lange Sicht, was sonst ja nie geht, weil gerade das eigentlich das Haupteinkommen der Banken absichert, die sogenannte Zinsmarge (zumindest eine davon). Und dabei spielt die lang gehaltene Nullzinspolitik eine emense Rolle, denn normaler Weise gibt es das eben nicht, da ist also der Unterschied von fast 0% auf 2% eben viel mehr als 2% auf 4%, deswegen auch diese seltsame plusbauchige Kurve - die da gezeigt wurde/wird. Wieviel Zinsen berechnet denn die Bank normaler Weise, also bei 2% Zins, was wir noch 2012 hatten? Vielleicht 8 oder 9% effektiven Jahreszins? Meinst Du bei 4% wären es dann 16 oder 18%? Dann müssten wir 2001 genau das auf typische Langzeit-Kredite gezahlt haben - prüfe es nach - denn ich weiß es nicht, denn zu der Zeit habe ich keine Kredite genommen. Nur für mich ist es logisch, sonst müsste man bei 6% Zins - eben 24 oder 27% effektiven Jahreszins auf Langzeit Kredite zahlen - das ergibt dann schnell keinen Sinn mehr... ...oder siehst Du das anders?

Nein sehe ich nicht so. Denn nach dieser Theorie müssten alle Banken im Euroraum am Abgrund stehen, tun sie aber nicht. Die ING Group zb machte im Jahr 2018 8% Gewinn. Auch manchen Filialbanken wie der Commerzbank geht es nicht so schlecht.

Und die Deutsche Bank? Die ist selber Schuld an ihrer Lage. Die Deutsche Bank war in den USA an vorderster Stelle mit dabei als man die Suprime Immobilienblase zum platzen brachte. Dazu noch Jahrzehnte dicke Provisionen gezahlt, ein überteuertes Filialnetz und völlige Fehlentscheidungen zb bei der versuchten Eingliederung der Postbank. Heute gibt die Deutsche Bank natürlich der EZB und der Niedrigzinsphase die Schuld.... einer muss ja Schuld haben.


Aber Krall versteht das gewiss besser als wir beide zusammen, schließlich stammen 80% der Bonitätsprüfprogramme der jetzt genutzten Softwares der Bankenhäuser aus seiner Federführung - er ist eben auch ein bekannter Finanzexperte... ...dem sollte man so etwas schon zutrauen, dafür sind Finanzexperten so benannt.... ...und irgendwo wird der Name ja wohl herkommen. Oder kann man den jetzt auch bei Aldi kaufen? ;-)

Da gebe ich dir Recht, Profis verstehen mehr von der Finanzwelt als wir. Aber stelle solche Fragen bzw. Beiträge mal in einem "Profi-Forum". Ich bin selber in zwei solcher Foren registriert. Dort wird Krall zwar nicht ausgelacht, aber mit -vorsichtig formuliert- sehr viel "Distanz" gesehen und teilweise auch komplett widersprochen.

Wie richtig und verlässlich Bonitätsprüfungen sind hat man übrigens auch 2008 gesehen. Grund für die Krise in 2008 war u.a. dass die Ratingagenturen falsche Bewertungen vergeben haben und vermeintliche Schrottanlagen mit allerbester Bonität bewerteten.

Wenn wir zum Ergebnis kommen, dass wir selber etwas nicht gänzlich verstehen, dann sollten wir nicht danach handeln. Gleiches gilt für Geldanlagen. Aktien sind im Kern sehr simpel, Betrug praktisch nicht möglich. Anleihen dagegen werden von Agenturen bewertet, alleine darin liegt schon eine Gefahr. In jeder Bewertung -auch in der von Markus Krall- liegt die Gefahr, dass der Bewertende sich irrt oder bewusst lügt.

O.K. - dennoch könnte es sein, das die europäischen Verknüpfungen zu Verflechtungen werden - so das aus irgendeinem, nicht zu verstehendem, ja völlig unbekanntem Grund, rein fiktiv betrachtet, möglich und denkbarer Art und Weise, die wegfallende Rückzahlung Griechenlands Schulden ein kleines, klitze, klitze kleines Löchlein in unseren ach so defensiven Damm sprengen kann.

Soll ich/wir noch weitere Sprengsätze erwähnen/beschreiben, oder sollten wir besser auf Optimismus setzen?

Natürlich kann das sein! ich schließe auch keine Krise 2020 aus oder rufe den großen Optimismus aus 😀 ich sage nur: Wette nicht auf die Krise. Die kann 2020 kommen oder sogar erst 2030, niemand weiß es.

Ich verstehe worauf Du hinaus willst, das entspricht einem Aufbauspiel. Wie Dune II - kennst Du das noch? Die mehr = besser Strategie...

Im Prinzip muss ich auch gestehen, was vernünftig gedacht ist - macht Sinn. Punkt. Nur guckst man hinter die Fassaden - dann muss man aber auch gestehen: Was im Kleinen schon nicht klappt, wie soll dann etwas im Großen klappen? Wenn ich an unsere Firma denke: da sind Schilder in den Lagern - was dort hingestellt werden darf - und wenn ich schaue - dann steht da fast überall das Falsche. Jetzt könnte man sagen, ja - gut - ist doch nicht so schlimm, die Schilder sind nur Auditauflagen, Du findest schon was Du suchst... ...aber wenn täglich dann Situationen eintreffen in dem bis zu 5 Mann >30 Minuten lang beschäftigt sind Kleinstmengen - wie 20 Kg oder 120Kg verzweifelt in den Lagern bereitzustellen und zu finden, dann dadurch erst verarbeiten zu können - und das in einem Betrieb der an einer Linie in 8h >35.000 Kg Material verarbeitet und mit nur 7 Mann betrieben wird....

...dann ist das der uneffiziente Schwachpunkt im Kleinen, das was die Rechnung am Ende "platzen lässt" (Marge).

Soll heißen - unsere Investitionen sind Müll, wenn der - der es bedenkt im Kleinen schon einen Fehler macht, denn im Großen wird's dann zur Katastrophe....
...so und nun denk mal an die Energiewende…. Ich empfehle dazu Prof. Hans Werner Sinn "Energiewende ins Nichts"

Dune war sein super Spiel 😀 Das waren meine PC Anfänge mit Command & Conquer, Dune, Wing Commander, herrlich!
Streuung heißt für mich, so breit zu investieren, dass irgendwas schon klappen wird. Nehmen wir wirklich an, das Bankensystem kollabiert, Deutschland geht pleite - glaubst du Menschen hören auf zu essen? Es wird weiterhin Unternehmen geben (Nestle, Unilever usw), die Essen verkaufen. Und auch alle anderen Grundbedürfnisse wollen gedeckt sein. Ja, die Kurse auch dieser Unternehmen können extrem abstürzen, aber wie nach jeder Krise danach wieder steigen. Vielleicht gehen 10% der Unternehmen pleite, so what?

"Die Kernessenz eines Crashes ist, das er unerwartet kommt". Ja meinst Du jetzt einen Autounfall? Denn bei den Bankgeschichten kann ich dieses Märchen nicht glauben. Welcher nötiger Weise, informierte und durchblickende Chef einer traditionsreichen Firma - guckt am Montag morgen ganz verdutzt, als plötzlich das gesamte Unternehmen wie aus heiterem Himmel Pleite ist?

Tatsächlich ja. Ende 2008 erhielten viele große US Konzerne einen Brief von ihrer Bank. Diese Konzerne hatten Milliarden Dollar ihrer Rücklagen in AAA Anleihen (also größte Sicherheit) investiert. Auuch viele Deutsche Konzerne (zb Versicherer) sind sogar gesetzlich verpflichtet in sowas zu investieren.
In dem Brief von ihrer Bank stand:
Verehrter Kunde, wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass ihre Anlage nicht mehr existiert.
Wörtlich über Nacht mussten die Unternehmen Milliardenverluste hinnehmen, bekamen keine Kredite mehr und waren pleite. Nur staatliches Eingreifen sicherte das Überleben vieler Unternehmen.

Insofern ja: Autounfall -> Unternehmen pleite 😀

DAS ist ein Crash. Und jeder Crash hatte bislang diese Gemeinsamkeit: Er kommt vollkommen überraschend.
 
Weil man einen großen Sack nimmt und in Übersee den größsten Schund reissteckt, tripleA draufschreibt und dann einen Dummen sucht, der den Schund abkauft?

Das sind nicht die Anlagen, in die z.b Versicherer durch gesetzlche Verpflichtungen bestimmt, investieren müssen. Das sollten wir nicht durcheinander bringen...Ganz bestimmt nicht.😉

Der Eine geht halt bei seinen Anlagen über Leichen, andere wollen fair bleiben. Muß jeder selbst wissen, ob er in Nestle, Rüstung, oder Wald...investiert.

Dieser Sack mit dem größten Schund, zeigt für mich wo das System für private Anleger gefährlich ist. Da wo was im Sack versteckt ist und Anleger eigentlich garnicht wissen was sie kaufen.

Auch einen Markus Krall verstehen doch 99% der Menschen nicht. Seine Argumente klingen logisch aber ansonsten ist alles im Sack versteckt und man muss ihm vertrauen.

Was ich dabei feststelle ist, dass praktisch kaum ein Anleger das tut. Jeder, der seit Jahrzehnten am Kapitalmarkt aktiv ist, Aktien kauft oder sich halbwegs auskennt, rennt eben nicht Krall hinterher.

Vielmehr zieht Krall die Menschen an, die sowieso Zweifel am System haben, kein Geld haben oder sich eh nicht trauen in Dinge wie Aktien zu investieren.

Warum tritt Krall denn bei Shows wie "Goldinterview" auf oder wird von Goldseiten immer gerne zititert? Um ängstliche Anleger dazu zu bringen Gold zu kaufen.

Krall ist extrem populistisch, er ist die AFD oder der Trump der Finanzwelt. Für ihn ist der Crash "unvermeidlich", der Zeitpunkt "fest" und das ganze System "falsch". Er muss in seiner Gedankenwelt so reden, denn so verkaufen sich seine Bücher, so bekommen Populisten Stimmen. Damit ist nicht automatisch alles falsch was er sagt, aber ich kann bei seinen Vorträgen einschlafen, stundenlange Youtube Beiträge, die extrem wenig aussagen und schon garkeine Handlungsweisen vorschlagen.
 
Hallo Takita,

Andreas900 hat eine Heidengeduld mit Dir. Gut, dass es solche Menschen gibt.


Ich halte die "Diskussion" hier Deiner geforderten Form für sinnlos, deshalb folgender Beitrag:

Du kannst nicht von Deinem persönlichem Schicksal auf die allgemeine Wirtschaftslage schließen.

Du hast hier mehrmals beschrieben, dass Du ein quasi sklavisches Arbeitsleben, also ein sehr entwürdigendes Arbeitsverhältnis führst.
Es ist ein Arbeitsverhältnis an der Grenze zur Illegalität, das ist in Deutschland nicht üblich.

Für die Wahrnehmung Deiner Rechte und Erhalt Deiner Gesundheit sowie Deiner Würde bist Du allein verantwortlich.

Nimm dein Schicksal selbst in die Hand (und die "Wirtschaftslage" wird sich dann auch bessern)!
 
Zu Individuen passt nicht nur Gier sondern alles, was man mit uns Menschen verbinden kann. Finanzuntergangspropheten bräuchten doch nicht viel mehr zu schreiben als eben einen Satz.
Bücher verschenken kam echt von solchen warnenden Leuten schon vor - glaubt man ihnen zumindest - oder prüft das nach (?), wie auch immer: ich bekomme jedenfalls hierfür kein Geld von Hilferuf oder sonst wen...

...aus meiner Sicht ist schon sehr interessant das man überhaupt etwas geschenkt haben möchte - in einer bestimmten Welt in der Du fürs Pinkeln Geld bezahlen musst - wenn Du nur am richtigen Ort bist.

Du hast anscheinend nicht gemerkt worauf ich rauswollte.
Wenn der Mann sooooo überzeugt davon ist, dass schon nächstes Jahr alles crasht, warum VERKAUFT er dann sien Buch? Selbst wenns viel verkauft wird hat er doch ncihts davon weil das Geld dann nichts mehr wert ist.
Durch die Handlung das Buch zu verkaufen wiederspricht er also seiner eigenen These und dadurch braucht man auch das Buch nciht mehr kaufen.
 
Du hast anscheinend nicht gemerkt worauf ich rauswollte.
Wenn der Mann sooooo überzeugt davon ist, dass schon nächstes Jahr alles crasht, warum VERKAUFT er dann sien Buch? Selbst wenns viel verkauft wird hat er doch nichts davon weil das Geld dann nichts mehr wert ist.
Durch die Handlung das Buch zu verkaufen widerspricht er also seiner eigenen These und dadurch braucht man auch das Buch nicht mehr kaufen.

Hi! Doch ich hatte das verstanden - ich meinte nur, das der theoretische und überspitzte Zusammenhang nicht wichtig genug sein könnte - um ernsthaft in Erwägung gezogen werden zu können. Schon mal daran gedacht das es auch andere Beweggründe geben könnte, außer sich "egal wie" bereichern zu wollen? Stell Dir vor - es gäbe Menschen mit positiven Initiativen, die dem Gemeinwohl dienen könnten...

...wäre so etwas, zugegebener Maßen aus heutiger Sicht besonders schwer zu Glaubende denkbar auch für Dich?

Grüße,
Takita
 
Hallo Takita,

Andreas900 hat eine Heidengeduld mit Dir. Gut, dass es solche Menschen gibt.

Hi Uri, nö - er fragte spezieller nach, weswegen ich dann versuchte zu Antworten, weil ich ein ernsthaftes Interesse seinerseits erkennen konnte...


Ich halte die "Diskussion" hier Deiner geforderten Form für sinnlos, deshalb folgender Beitrag:

Du kannst nicht von Deinem persönlichem Schicksal auf die allgemeine Wirtschaftslage schließen.

Du hast hier mehrmals beschrieben, dass Du ein quasi sklavisches Arbeitsleben, also ein sehr entwürdigendes Arbeitsverhältnis führst.
Es ist ein Arbeitsverhältnis an der Grenze zur Illegalität, das ist in Deutschland nicht üblich.

Für die Wahrnehmung Deiner Rechte und Erhalt Deiner Gesundheit sowie Deiner Würde bist Du allein verantwortlich.

Nimm dein Schicksal selbst in die Hand (und die "Wirtschaftslage" wird sich dann auch bessern)!


Du kannst ja ruhig das hier für sinnlos halten, das mache ich übrigens auch bei vielen Themen im allgemeinen (etwas für sinnlos halten) - nur da mische ich mich dann nicht ein!


Oder meinst Du wenn Leute über Computerspielen reden - können die jemanden gebrauchen der dann sagt: Was für eine sinnlose Zeitvergeudung(!) ? Zwar könnte man diesen "Störenfried" dann aufklären, das man zum Beispiel damit auch Geld verdienen kann, aber im Gegensatz könnte dieser dann mit Argumenten von Suchtverhalten oder das Geldverdienen durch Computerspielen nichts ist, was die Masse der Spieler betrifft. Dann würde die Hauptpartei von Spaß reden, die der "Störenfried" dann wieder kontern könnte...

Was bleibt denn dann am Ende übrig? Gamer die in ihrem Treiben von einem Nichtgamer nur genervt wurden...

Das heißt wenn man irgendwo auf einer Seite ganz und überhaupt nicht für das Thema sein kann, dann bitte raushalten - das stört nur! Diese ewigen Grundsatzdiskussionen...

… dann lasst euer sinnlos Spruch von mir aus da, wenn ihr das wollt, aber dann dürfte auch genug sein.

Denn was passiert - wenn man in einiger Zeit merkt - oh, da war tatsächlich etwas dran? Dann wirst Du hier nicht mehr schreiben... ...zumindest nicht mehr so. Aber was passiert wenn Du Dich hier vorher austobst? Dann lesen andere Leute diesen - aus meiner Sicht zerstörerischen Quatsch, den Du hier von Dir gibst - und dann kommen andere zu der Meinung, na da kann ja nicht viel dran liegen - an dem Thema hier. Also werden viele nicht aufmerksam gemacht - und unsere Politik kann wo möglicher Weise immer weiteren und größeren Schaden anrichten...

...bis die irgendwann ausgelöste Kettenreaktion dann zur Kernschmelze führt. Dann, aber auch nur dann kam der Banken-Crash überraschend, für die - welche meinten alles wäre in Butter - und der Wirtschaft geht's gut!

Ich möchte mal wissen was Du für ein Typ bist - lass mich mal raten: Du fährst ein dickes Auto und hast ordentlich was auf die Seite gepackt, Eigentum Immobilie? Und zockst an der Börse?

Oder bist Du ein Arbeitnehmer mit ernsten Problemen? Aus meiner Sicht hast Du von dieser Welt - entweder richtig Ahnung, weil nur so wird man reich - oder/und von der wirklichen Lage Deutschlands hast Du keinen blassen Schimmer und Probleme sind für Dich ein Fremdwort.


"Sein Schicksal selbst in die Hand nehmen", wie Du es geschrieben hast - ist einer der (*Rücksichtsmodus) schwächsten* Sätze, welche ich je gelesen habe.... ...und dann in der Kombination das die "Wirtschaftslage" (auch wenn Du die eigene Ansicht nur meintest) dadurch besser würde. Das ist schon jenseits von Gut und Böse...

Den Rest - was ich Dir schreiben würde - will ich mir einerseits sparen, aber auch um uns beide zu schonen.

Sorry - aber wir werden nicht miteinander warm werden... ...deshalb bitte ich Dich - lass es sein. Such Dir doch ein Thread wo Du was beitragen kannst - und zwar aufbauend, irgendetwas was Dich interessiert...

Takita
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Takita,
Dein persönliches Schicksal ist ja wesentlicher Bestandteil Deiner Argumentation, dass die Krall'sche Prophezeihung wahr werden muss.
Nach 2008 wäre unsere Firma fast Pleite gegangen - was meinst Du wie sich das anfühlt - wenn 12 Leute vor der Maschine stehen und Lose gezogen werden, wer arbeiten darf. Und der Rest auf die nächste Entlassungswelle wartet...
Und gerade unsere Firma mit ewig roten Zahlen ... könnte so ein beschriebenes krallsches Zombiunternehmen sein,

geringer Lohn deckt selbst in der autolosen Einzimmerwohnung kaum die laufenden Kosten - von Rücklagemöglichkeiten ganz zu schweigen, erst recht wenn man in die Schuldenfalle tappt
..... 6,25% Pausenzeiten innerhalb der Arbeitszeit, das reicht für 2x ein Brötchen und ein Kaffe in 8h oder einmal Mittagessen - wenn man aufs Frühstück verzichtet, alternativ eine normale Pause in 8h...
...hast Du schon mal 4h lang richtig gerissen? Nebenbei 40x 250 Kg schwere Rollkontainer von Hand in Temperaturzonen mit 70 Grad Celsius Differenz auf recht weite Strecken geschoben und riesige Kochanlagen manuell bedient - Treppen rauf, runter, Umbauen, reinigen, messen, und und und...
… das mache ich täglich in meinem Hauptjob 8h lang, dann im 2.Job nochmal 4h - in dem ich aber nur 2h bezahlt bekomme, natürlich Mindestlohn...

Schlafen kann ich in der Woche jeden Tag 2x 3h - und mir quasi nichts mehr leisten... ...und das seit Jahren.

Geld unterm Kopfkissen, das ich nicht lache - wovon träumst Du eigentlich nachts?

Nur deshalb beziehe ich mich auf Deine Schilderungen.
 
Soweit Krall den Crash zeitlich so genau vorhersagt, ist er ein "Prophet". Wir können uns gerne Ende 2020 nochmal unterhalten, aber ich wette Krall hat dann eine völlig logisch klingende Antwort parat warum seine Maya-Vorhersage nicht eingetreten ist 😀


Also Maya-Vorhersage - klammer ich jetzt echt mal aus, weil ich mich mit den Mayas noch gar nicht groß beschäftigt habe (ich weiß wohl - der Maya Kalender - ist da ein Stichwort - aber das wäre mir heute zu viel).

Prophet hast Du ja bewusst in Anführungszeichen gesetzt - mir ist schon klar das Du das nur noch auf den zeitlich vorausgesagten Crash beziehst. Hast Du wirklich überhaupt mal ihn sprechen hören, den Krall? Weil er extra relativ viel dazu gesagt hat, also mehr als nur 10 Sätze....

...sonst müsstest Du nämlich wissen wie sich das zusammensetzt, dieser Zeitpunkt. Jetzt überlege ich - ob ich den Kraftaufwand einsetzen will und die 2 Din A4 Seiten erklärend aufschreiben will - aber eigentlich will ich das gerade nicht! Weil sich der Krall die Arbeit schon gemacht hat...

Die 2020 Datierung geht automatisch aus einer Rechnung hervor, das hat mit Prophetie nicht das Geringste zu tun... ...also ich kenne Prophetie nur so - das jemand eine Eingebung hat - und deswegen die Zukunft sehen kann. Datierungen kommen da eher nicht so vor, deswegen warten die Juden heute noch auf ihren Messias... ...sie habens iwie nicht geschnallt...

...also das betrifft so also die ursprünglichen Propheten eher. Traumdeuter waren da geschichtlich schon deutlich genauer, wie ich es kenne - weil Träume dann "dringlicher" waren - es also nicht mehr um die "ganz großen Sachen" ging, sondern eher um persönliche Bezüge.

Ich sehe das ebenso, wenn ich mit voll geladenem Akku im E-Bike 50km volle Unterstützung gefahren bin und das Akku 50% leer anzeigt, dann weiß ich das ich etwa 75km noch weit kommen werde (ohne zu laden), weil ich dann schon sparsamer fahren werde. Bin ich dann ein Prophet, oder habe ich eine Verhältnisgleichung mit meinem Wissen kombiniert?

Aber wie gesagt - er spricht dazu schon etwas mehr, es geht ihm nämlich gar nicht all zu sehr ums Datum - auch seine wirklichen Buchtitel nennen kein Datum, sondern es ist einfach eine offengelte Dringlichkeitsrechnung, die hier überhaupt die warnende Problemlage kennzeichnet im Rahmen der Umstände.

Jenseits des prophetisch genauen Zeitpunktes ist seine Kernaussage über die Gründe einer möglichen krise ja durchaus diskussionswürdig.

Nein sehe ich nicht so. Denn nach dieser Theorie müssten alle Banken im Euroraum am Abgrund stehen, tun sie aber nicht....

Dann schaue doch mal seine Vorträge an - dann weißt Du doch bescheid, dann wüsstest Du auch das nicht alle betroffen sein müssen, weil Dominoeffekte auch weitere "gesunde" Banken ins Chaos stürzen könnten, wie wenn eine einer insolvent werdenden große Beträge geliehen hat.

Und die Deutsche Bank? Die ist selber Schuld an ihrer Lage. Die Deutsche Bank war in den USA an vorderster Stelle mit dabei als man die Suprime Immobilienblase zum platzen brachte. Dazu noch Jahrzehnte dicke Provisionen gezahlt, ein überteuertes Filialnetz und völlige Fehlentscheidungen zb bei der versuchten Eingliederung der Postbank. Heute gibt die Deutsche Bank natürlich der EZB und der Niedrigzinsphase die Schuld.... einer muss ja Schuld haben.

Ich bin kein Experte, die Zinssenkung war ja nötig - um die Wirtschaft anzukurbeln... ...nur der Bankenhaushalt ist da eine andere Geschichte, deswegen wird wohl das Zinskorsett der EZB ein Problem sein. Das so einfach zu erklären ist schwierig - ich denke als Vergleich könnte man sagen: Zu viel des Guten wird problematisch, aber ein wenig Wein lockert die Gesellschaft.


Da gebe ich dir Recht, Profis verstehen mehr von der Finanzwelt als wir. Aber stelle solche Fragen bzw. Beiträge mal in einem "Profi-Forum". Ich bin selber in zwei solcher Foren registriert. Dort wird Krall zwar nicht ausgelacht, aber mit -vorsichtig formuliert- sehr viel "Distanz" gesehen und teilweise auch komplett widersprochen.

Ja die liebe Profiwelt, ich bin da selbst schon getaucht - aber in einem ganz anderem Thema - insgesamt konnte ich jedoch erkennen, das professionelle Ratschläge sehr, sehr unterschiedlich ausfallen können: Das hat damit zu tun, das unterschiedlichste Ziele erreicht werden wollen... ...also das eine Ziel dem anderen oft entgegengesetzt ist, obwohl beide gedachten Ratgeber sich professionell nennen können.


Aber ein Profiforum - zur Reformation deutscher Politiken - wo man Krall dann ernst nehmen müsste, das könntest Du mir mal verlinken... ;-)


Wie richtig und verlässlich Bonitätsprüfungen sind hat man übrigens auch 2008 gesehen. Grund für die Krise in 2008 war u.a. dass die Ratingagenturen falsche Bewertungen vergeben haben und vermeintliche Schrottanlagen mit allerbester Bonität bewerteten.

Ja, solche Probleme spricht auch Herr Krall an, und kann dazu mehr sagen...

Wenn wir zum Ergebnis kommen, dass wir selber etwas nicht gänzlich verstehen, dann sollten wir nicht danach handeln.

Das könnte der Satz des Jahrhunderts werden - hatte ich erst gedacht, bis mir dann nach der Euphorie einfiel: verstehen wir denn die Gesetze gänzlich?

Gleiches gilt für Geldanlagen. Aktien sind im Kern sehr simpel, Betrug praktisch nicht möglich. Anleihen dagegen werden von Agenturen bewertet, alleine darin liegt schon eine Gefahr. In jeder Bewertung -auch in der von Markus Krall- liegt die Gefahr, dass der Bewertende sich irrt oder bewusst lügt.


Geldanlagen - hm... ...kann man das essen? Ja, man kann sich dafür etwas zu Essen kaufen, wenn aber nur wenn man das angelegte Geld auch ausbezahlt bekommt... ...und dann muss es auch noch einen entsprechenden Wert haben/behalten, dann weiter muss es auch etwas zu Essen zu kaufen geben, und man braucht Frieden um das Essen kaufen zu können, dann braucht man Sicherheit und Zeit um Essen zu können und zu guter letzt eine unterhaltsame Fernsehsendung und was zu Trinken und einen Stuhl, eine Wohnung, eine Arbeitsstelle, nötigste Gesundheit... ...ist natürlich Ansichtssache... ...aber unbedingt eine Geldanlage zu haben um Essen zu können, das braucht man nicht!

Da reichts wenn der freundliche Nachbar klingelt und etwas vorbei bringt... ...schon mal erlebt?


Natürlich kann das sein! ich schließe auch keine Krise 2020 aus oder rufe den großen Optimismus aus 😀 ich sage nur: Wette nicht auf die Krise. Die kann 2020 kommen oder sogar erst 2030, niemand weiß es.

Jup - sehe ich genauso (Herr Krall übrigens auch), richtiges Wetten tue ich eigentlich nie.

Dune war sein super Spiel 😀 Das waren meine PC Anfänge mit Command & Conquer, Dune, Wing Commander, herrlich!

Dann sind wir etwa gleichalt. 🙂

Streuung heißt für mich, so breit zu investieren, dass irgendwas schon klappen wird. Nehmen wir wirklich an, das Bankensystem kollabiert, Deutschland geht pleite - glaubst du Menschen hören auf zu essen? Es wird weiterhin Unternehmen geben (Nestle, Unilever usw), die Essen verkaufen. Und auch alle anderen Grundbedürfnisse wollen gedeckt sein. Ja, die Kurse auch dieser Unternehmen können extrem abstürzen, aber wie nach jeder Krise danach wieder steigen. Vielleicht gehen 10% der Unternehmen pleite, so what?

So what - also wegen mir könnte es ruhig bergab gehen und bergauf gehen und bergab gehen und bergauf gehen - kommt aufs Gleiche raus, denn es geht ja dennoch voran. Das Problem der lauernden Gefahr heißt aber anders: "Absturz". Man will sich doch seine Welt nicht schwarz malen - gerade ich müsste dafür ein Beispiel sein - schließlich habe ich Politik immer gemieden wie Katzen das Wasser, interessiere mich für ganz andere Sachen, doch wenn ich sehe das meine Interessen von einem bösen Schatten überdeckt werden, ja dann springe ich auch mal ins Wasser... ...wenn das eine Lösung bringt oder meine Interessen rettet. Oder ich mache den "Untergangskeyboarder" - aber es gefällt mir nicht, gedacht das Lied vom Tod zu spielen oder auf der "Titanic die letzten Noten zu drucken"...
...habe ich grad zwei Pünktchen vergessen, oder habe ich die mit Absicht weggelassen?

Tatsächlich ja. Ende 2008 erhielten viele große US Konzerne einen Brief von ihrer Bank. Diese Konzerne hatten Milliarden Dollar ihrer Rücklagen in AAA Anleihen (also größte Sicherheit) investiert. Auuch viele Deutsche Konzerne (zb Versicherer) sind sogar gesetzlich verpflichtet in sowas zu investieren.
In dem Brief von ihrer Bank stand:
Verehrter Kunde, wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass ihre Anlage nicht mehr existiert.
Wörtlich über Nacht mussten die Unternehmen Milliardenverluste hinnehmen, bekamen keine Kredite mehr und waren pleite. Nur staatliches Eingreifen sicherte das Überleben vieler Unternehmen.

Ja gut - o.k. -sowas gibt's wohl, ich würde das jedoch als durchblickender Chef nicht für gut heißen, wenn man insolvenzauslösende Anteile in Giralgeldblasen hält... ...das Risiko wäre mir zu hoch, der Nutzen nicht greifbar genug.


Insofern ja: Autounfall -> Unternehmen pleite 😀

DAS ist ein Crash. Und jeder Crash hatte bislang diese Gemeinsamkeit: Er kommt vollkommen überraschend.

Wenn das wirklich so, für alle - oder zumindest die meisten so war, dann gibt bzw. gab es entweder wohl keine so klugen Leute wie Krall, oder die vergangenen - heute wichtigen Vergleichs-Crashes hatten insgesamt den Unterschied zu heute, das es da das Netz noch nicht gab, wenn man die Lehman-Pleite zur heutigen Situation hinzuzählt...

..keine Ahnung, wenn Du unbedingt darauf pochen willst - das der Bankencrash quasi systemimmanent (um Dein Lieblingswort zu benutzen 🙂 eben unerwartet kommen muss, dann darf Krall kein Recht bekommen - und das Problem kommt eben unerwartet...

...dann hat er sich verrechnet, dann gabs da nichts zu berechnen. Ja, was auch: To big to fail - sagt ja eigentlich alles, ich glaube das könnte auch der 2. Zünder an der Hauptbombe sein. Wir sind "to big to fail" - dann setz mal volles Risiko! Wirklich Chef? Entweder alles oder nichts...

...das ist übrigens exakt richtiges Zockerdenken, ich habe mal in Spielhallen gearbeitet. Es gibt allerdings Zocker mit anderen Strategien. Sie alle haben jedoch erkennbare Gemeinsamkeiten...


Grüße,
Takita
 
Zuletzt bearbeitet:
Es wird sicher wieder eine Krise kommen wie 2008. Das ist im System des Kapitalismus in Wahrheit unvermeidbar. Das ist ein Dämpfer, aber kein Crash, das System läuft immer weiter..

Das ist es was mir am meisten Angst macht: Der Grund für die Krise ist eben gerade darin zu suchen dass die freie Marktwirtschaft und der Kapitalismus durch politische Eingriffe ausgehebelt wurden. Die Marktwirtschaft sagt dass in so einem Fall die Banken und nicht rentablen Unternehmen bzw. irreversibel verschuldeten Staaten hätten pleite gehen müssen. Diese "Karthasis" hätte zwar weh getan, hätte aber die Fehlentwicklungen bereinigt. Ich teile seine Einschätzung dass es 2008 nach 3-4 schlechten Jahren überstanden gewesen wäre.
Dies wurde durch die Sozialisierung der Schulden aufgrund der Risikoaversion der gewählten Politiker durch das Erschaffen von Geld aus dem Nichts verhindert. Durch Vertragsbruch, wohlgemerkt. Diese Klausel hatte ihren Sinn.

Dieses gedruckte Geld wurde auf einige wenige Profiteure verteilt, aber von allen durch höhere Preise und Enteignung der Sparer bezahlt und wird es bis heute.

Das sind gerade NICHT Kapitalismus und Marktwirtschaft, welche von Konkurrenz sowie Versuch und Irrtum leben. Staatliche Fehlanreize, Umverteilung, verordnete Monopole usw. haben das Problem verursacht. Aber die gleichen Leute stellen sich jetzt hin und behaupten genau diese Rezepte seien die Lösung für das Problem.


Wenn ich mir dann die Umverteilungs- und Enteignungsfantasien der bei den Wahlen immer stärker abschneidenden Grünen anschaue, Mietpreisbremse als Herumdoktorn an den selbst verursachten Symptomen und immer mehr und noch mehr staatliche Eingriffe, um die Folgen der vorherigen staatlichen Eingriffe zu korrigieren, dann sehe ich die Zukunft nicht so rosig wie Herr Krall das tut.
Meine Große Sorge bleibt das unter Vorwänden wie Bekämpfung von Kriminalität oder "der Kapitalismus ist schuld" immer weitere Kontroll- und Überwachungswerkzeuge geschaffen werden und wir ein Elend erleben werden wie in den letzten 258 Versuchen das sozialistische Paradies auf Erden zu erschaffen auch.


Das Geldsystem hat den Zinseszins-Fehler, weswegen es wie geschrieben zu einer exponentiellen Vermehrung der Schulden und massiven Umverteilung sowie im Schnitt alle 92 jahre zum Crash kommen muss. Aber auch das ist ja ein staatlich verordnetes Monopol, da es schlicht nicht erlaubt ist Alternativen zu entwickeln oder seine Steuern mit etwas anderem zu bezahlen. Auch hier sind also Marktwirtschaft und Kapitalismus ausgehebelt.
 
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