Ich habe nicht gestillt, obwohl ich es hätte können. Keine Macht der Erde hätte dazu gebracht.
Auch die Unruhe überträgt sich auf das Kind.
Das ist eine Erfahrung, die ich umfassend so bestätigen kann.
Ansonsten habe ich mich an das gehalten, was meine Oma mit mir gemacht hat. Ich hatte eine recht traumatische Geburt hinter mir und meiner Mama die ersten acht Wochen das Leben zur Hölle gemacht, das aber wahrscheinlich an den Folgen der Geburt lag. Danach musste sie wieder arbeiten, und ich kam zu meiner Oma. Die war selbst auch noch Mutter, hatte einen Haufen Arbeit und war unter der Woche alleinerziehend. Die hätte für solche Einschlafbegleitungen, wie man sie heute praktiziert, gar keine Zeit gehabt. Sie hat mich aber auch nie in einem Zimmer im Bettchen abgelegt und schreien lassen, wie man es zu der Zeit sogar geraten hat. Geschlafen habe ich tatsächlich in unterschiedlichen Behältnissen, war immer mit dabei (bekam aber keine ausschließliche Beachtung) in einem ruhigen Winkel abgestellt.
Und so habe ich es dann bei meinem Baby auch gehalten, nur hat er in seinem Zimmer geschlafen und ich habe meine Tätigkeitsbereiche, bis er eben fest eingeschlafen ist, in seine Nähe verlegt. Dabei war ich auch nicht unbedingt leise, habe oft Klavier gespielt oder gegeigt, gebügelt, geputzt, gelernt, aber ich bin bis ein kurzes Eischlafritual bestimmt nicht ans Bett gefesselt gewesen, bis das Kind schlief. Mein Kitten sollte merken, es ist jemand da, es ist nicht alleine, aber ich klebte auch nicht direkt an ihm, wenn es mal einen Muks getan hat, Ausnahme Krankheit, aber das ist ja eh klar. Das hat gut funktioniert.
Das mit der Anspannung stimmt. Das haben mir schon, bevor ich Mama wurde, auch meine Tiere zurückgemeldet. War ich gestresst, wütend, traurig...mein Baby hat das mitbekommen und entsprechend reagiert, so daß ich praktisch gezwungen war, wenigstens abends etwas runter zu fahren. Was den Tagschlaf in dem Alter betrifft, hat mein Sohnemann streckenweise gar nicht mehr geschlafen (geschlafen = man legt ihn dazu ins Bett). Manchmal tat er es im Autositz oder im Kinderwagen, manchmal nicht. Wenn er wieder in einem Schub war, war auch wieder ein Mittagsschlaf notwendig. Das mit dem Tagsüberschlafen war echt tagesformabhängig.
Irgendwie habe ich bei Dir den Eindruck, Du hast ein schlechtes Gewissen gegenüber deinem Kind...