Hallo,
Ich bin langsam an einem Punkt, wo ich wirklich nicht mehr weiter weiß.
Vorab; mir ist durchaus klar, dass jedes Baby anders ist und mir niemand jetzt einen Zaubertrick geben kann, damit es plötzlich einfacher wird. Aber vielleicht findet sich eine Mama, die Ähnliches durch hat und berichten mag, was eventuell zur Lösung geführt hat. Naja und wenn nicht, hab ich es mir wenigstens Mal aus der Seele geschrieben…
Ich bin langsam total verzweifelt und frage mich, ob ich wirklich zu „blöd“ bin.
Schlaf war von Anfang an total schwierig bei uns. Baby hat konsequent das Beistellbettchen abgelehnt. Kennt man ja häufig. Ich habs versucht und versucht. Immer und immer wieder. Keine Chance. Da der Schnuller ebenfalls abgelehnt wird, kam es mir noch schwieriger vor. Ich knickte irgendwann ein… Ich weiiiiß… soll man nicht. Aber ehrlich ich konnte nicht mehr… nach einer schweren Zeit, einer traumatischen Geburt und mitten in einer Wochenbettdepression, hatte ich irgendwann genug Schlafentzug. Also legt ich sie zwischen uns in eine Art Nestchen. Fand sie aber auch echt blöd und hat sie höchstens 15 min akzeptiert. Also endete es damit, dass sie auf mir schlief. Irgendwann praktizierten wir dann das Schlafstillen. Sie lag also neben mir und komnte jederzeit an die Brust. Ich habe dadurch wesentlich mehr Schlaf bekommen. Ich weiß, dass Thema Familienbett ist heiß diskutiert. Ich habe es „so sicher wie möglich“ gemacht. Generell bin ich auch eine sehr wachsame Schläferin. Ich wache sofort auf beim kleinsten Mucks und bewege mich so gut wie garnicht während des Schlafens. Mein Partner hat irgendwie nie richtig helfen können, da Baby sich nur mithilfe der Brust schlafen legen lassen. Wie gesagt: Schnulli wurde abgelehnt.
Irgendwann schaffte ich es, dass sie mal tagsüber 15-30 min am Stück alleine schläft. Es soll ja Babys geben, die so nh Stunde Tagschlaf halten. Das kann ich von meinem Baby nicht behaupten. Mit Glück hat sie mal über den ganzen Tag 1h Tagschlaf gehalten. Also echt nicht viel.
Routinen hab ich alles schon ausprobiert. Nichts klappte wirklich gut. Ich habe verschiedene Uhrzeiten für den Tagstart ausprobiert. Von ganz früh bis etwas später. Auch die Anzahl der Tagschläfchen hab ich mal verändert und auch die Uhrzeiten, wann sie diese hält. Egal was ich tat, sie schlief immer erst ganz spät abends ein. Meist so 23 Uhr rum. White noise, pucken, in der Trage rumgetragen, gesungen, gesummt, in den Kinderwagen gelegt… alles gemacht… nichts wirklich geholfen
Mittlerweile ist sie 1 Jahr alt. Schlaf sieht so aus aktuell: Aufstehen gegen 9 Uhr, dann Mittagsschlaf gegen 13 Uhr (für 45min) und dann manchmal nochmal gegen 16 Uhr (20min) und trotzdem schläft sie erst gegen 22-23 Uhr ein. Auch ohne den zweiten Tagschlaf. Wecke ich sie morgens früher, ändert das auch nichts. Nur ihre Laune ist dann extrem schlecht.
Einschlafen tut sie auch nur mit ganz viel Mühe. White noise, singen und schaukeln, Brust und vieeeel Geduld. Das Beistellbett wird immernoch konsequent abgelehnt.
Sollte ich mal Glück haben und sie schläft schon um 21 Uhr ein. Wird sie alle 20 min wach. Manchmal auch alle 10min. Also einfach mal Abends Feierabend auf der Couch einen Film schauen, ist seit der Geburt unmöglich.
Es frustriert mich einfach nur noch. Ich fühle mich total ausgelaugt, weil ich wirklich nie mal eine richtige Pause habe. Am Tag schläft sie kaum und am Abend wird sie 100 mal wach. Meistens bleibe ich mittlerweile nach 1-2h Einschlafprozedur abends im Bett liegen, weils dann schon so spät ist, dass ich dann sowieso nichts mehr gucken kann und einfach nervlich auch total am Ende bin.
Mittlerweile habe ich extreme Rückenbeschwerden. Wahrscheinlich durchs ständige Hin und Hertragen und Durchs eingeschränkte Schlafen. Die Schmerzen werden immer schlimmer. Das muss ich definitiv nochmal abchecken lassen. Mit dem Stillen hab ich kein Problem. Aber wäre halt schön, wenn sie dafür dann auch mal wenigsten 2h schläft abends, bis ich dann selbst eh ins Bett gehe.
In der Nacht selber, will sie ungefähr 5 mal an die Brust. Manchmal auch weniger. Mich stört eher die späte Einschlafzeit, die ewige Einschlafbegleitung und das permanente aufwachsen in den ersten 2h nach dem Einschlafen.
Ich habe auch kein „Dorf“. Ich habe das Kind wirklich 24h bei mir. Es ist hart. Aber natürlich genieße ich auch viele Momente. Dennoch wäre es schön, wenn das Schlafthema etwas entspannter wäre. Abstillen und die Flasche geben, damit mein Freund mal übernehmen kann, ist leider auch nicht möglich, da auch alle Flaschensauger abgelehnt werden.
Ich frage mich, wanns einen Lichtblick gibt. Es ist 1 Jahr um und es war irgendwie auzuhalten( keine Ahnung wie, aber ich habs ausgehalten). Aber so langsam könnte es auch mal besser werden.
Kennt ihr das? Wie wars bei euch? Wann wurde es besser?
Liebe Grüße