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Aussöhnen unter verfahrenen Umständen (Eltern)

Die Beratungsstelle für Essstörungen war damals schon ein Totalreinfall...

Glaube ich dir auf's Wort. Ist auch kein Wunder, wenn, nach diesem Reinfall, du auch keine Lust auf eine Therapie hast.
Ein Therapeut für Essstörungen ist ein anderes Kaliber. Ein Reinfall wäre es nur, wenn der Therapeut als Mensch ein Reinfall wäre.

Äh, um ganz ehrlich zu sein, ist es massiv verkürzt, aber ich muss gestehen, ich habe keine Ahnung, wie man auf so eine Enthüllung angemessen reagiert. :-/ Dieses Forum ist großartig, aber genau dieses Problem habe ich hier öfter...

Wieso? Du machst es doch toll. 🙂

Mein Vater wird super lieb und nett sein, aber eigentlich etwas anderes denken, bis meine Mutter (Fr. Prof. S.....) sich kurz danach zur Stimme der unbequemen Vernunft erheben wird, um die Konversation*sachlich(tm) auf das*eigentliche Thema(tm ) zu bringen...

Bei mir ist es mein Vater. Ständig sachlich, als ob er überhaupt kein Einfühlungsvermögen hat.
Aber manchen Menschen hilft gerade diese "Sachlichkeit", um mit ihren Gefühlen umzugehen. Dies habe ich mittlerweile bei meinem Vater verstanden.

Dein Vater scheint ein lieber Mensch zu sein.
Dieses "eigentlich was anderes denken" könnte daher kommen, dass auch viel Angst und Hilflosigkeit im Spiel ist.

Ein Mensch möchte so gerne auf die andere Seite des Flusses. Er traut sich aber nicht über die Brücke. Die Brücke könnte brüchig sein, abstürzen. Oder ein Erdbeben könnte gerade stattfinden, und und und...
Dem Menschen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Er versucht es erst gar nicht oder er geht los, macht einen Rückzieher; springt vorsorglich sofort in Wasser; nimmt ein Sicherungsseil etc.
Egal welche Methode der Mensch wählt, sein Ziel ändert sich aber nicht. Das Ziel ist auch weiterhin die andere Seite des Flusses.
Seine Angst verleitet ihn dazu, es u.U. zu komplizieren. Einfach drüber laufen, wäre der "richtige Weg", dass kann aber nicht jeder und auch nicht immer.

Ich meine damit, manchmal fallen Worte, die man nicht so meint oder man tut etwas was man eigentlich nicht so tun wollte.
Deshalb auch, sich einfach wortlos in den Arm nehmen, dass ist das Ziel. Sich wieder Nahe sein und sich gegenseitig respektieren, aktzeptieren und nicht jedes Wort auf die Waage legen.
Ich persönlich finde das schwierig, weil ich oft jedes gesagte Wort inspiziere. 🙄
Aber.... ich finde es ganz toll, wenn jemand die Gesamtheit betrachtet und betrachten kann. 🙂
 
Sich mit Theorie vollsaugen ist das eine und in der Lage sein, es auch praktisch umzusetzen das andere.
Ernährungsberater sind keine Sozialpädagogen.
Schon, aber ich habe Anorexie, nicht Laktoseintoleranz, um es praktisch besser umzusetzen wäre schon eine - indiskutable - Psychotherapie nötig.
Und weil du einmal schlechte Erfahrung gemacht hast, wirfst du gleich die Flinte ins Korn?
Wenn ich eigentlich eh schon dort nicht hin wollte, in höchstem Stress und Verzweiflung hin gegangen bin und mir da nicht nur nicht geholfen, sondern ich tatsächlich raus geworfen wurde ("Wir sind für Frauen mit einem Maß an Veränderungsbereitschaft da!" - ja, mein Gott, auf eurer Website stand was anderes!)?
Ja

@Maya111

Vielen Dank🙂

 
Liebe LeonieMarie,

ich drück Dir die Daumen, daß das Gespräch gut verläuft. Ich werde zwischendurch immer mal ein paar gute, liebevolle Gedanken zu Euch rübersenden. Ist es morgen?

Vielleicht hilft es dir, nicht so sehr auf die Worte zu hören, sondern auf Deine Gefühle. Und vielleicht kannst du auch Deine Eltern bitten, besser auf der Gefühlsebene mit Dir zu kommunizieren.

Denn daß Ihr Euch sehr liebhabt, miteinander im Kontakt sein wollt, Euch umeinander sorgt und die Funkstille nicht gut aushaltet, das ist ja wahrscheinlich Eure gemeinsame Grundlage, oder?

Erwarte bitte nicht, daß sie Fehler eingestehen. Selbst wenn Du selbst dazu bereit bist, Deinen Anteil ehrlich zu benennen. Das ist für viele Eltern sehr sehr schwer. Und was richtig und was falsch ist, wer weiß das im Leben wirklich?

Ich habe selbst 30 Jahre mit meinem Vater nicht gesprochen. Ich war unendlich verletzt, verängstigt, schockiert und verbittert von seinem Verhalten während der Trennung meiner Eltern. Meine Vater hat wie ein in die Ecke gedrängtes Tier damals nur noch um sich geschlagen - im übertragenen Sinn - er hat Dinge getan... Auch versucht, meine Mutter finanziell komplett zu übervorteilen. Aber ehrlich gesagt, meine Mutter war auch nicht ohne, die hat auf ihre Art versucht, ihn auszunehmen, wo es geht. Ein echter Rosenkrieg mit allem drum und dran. Ich konnte mich nur retten, indem ich das für mich auflöste in Mama Opfer - Papa Täter. Und mein Gerechtigkeitsempfinden ließ dann nur zu, daß ich den Kontakt abbrach. Heute weiß ich, daß ich den Kontakt vor allem abgebrochen habe, weil ich komplett überfordert war mit der Situation. Und dann hab ich mich da festgefahren in meinem Gerechtigkeitswahn - das hätte er nicht tun dürfen - das kann ich niemals verzeihen... niemals….

Vor einigen Jahren habe ich den Kontakt wieder aufgenommen. Unser erstes Treffen war vielleicht nicht mit Deiner Situation vergleichbar. Aber vielleicht irgendwo doch...

Wenn ich darauf bestanden hätte, ihm all das vorzuwerfen, was ich falsch fand, dann wäre das Gespräch sofort gekippt. Ich bin inzwischen lebenserfahrener als damals. Ich habe nichts dazu gesagt. Nichts über diese Zeit. Nichts über den Schmerz, die Ungerechtigkeiten. Zumindest in dem Gespräch nicht. Da ging es erst mal nur darum, sich wiederzusehen. Zu spüren, daß die Liebe fließt. Die Basis wieder aufzubauen. Keine Rechthaberei. Keine Gerechtigkeit. Jeder hat sein Erleben, seine Gründe, seine Sicht. Man steckt einfach in dem anderen und in seiner Lebensgeschichte, die ihn so handeln läßt wie er es tut, nicht drin.

Es erfordert Mut und innere Großzügigkeit, Großherzigkeit, sich nicht wieder in den alten Themen zu verheddern, sondern erstmal nur zu spüren, daß es schön ist, daß das Band wieder geknüpft wird und anzuerkennen, daß wir beide traurig waren über die verlorenen Jahre.

Erwarte bitte nicht zu viel von Deinen Eltern. Es ist manchmal so schwer. Mir hat mal eine erfahrene Familientherapeutin gesagt, "Ich habe noch nie jemanden getroffen, der unter seinen Möglichkeiten geblieben ist."

Ich wünsche Euch dreien, daß Ihr Eure Liebe spüren dürft in dem Gespräch.
 
Schon, aber ich habe Anorexie, nicht Laktoseintoleranz, um es praktisch besser umzusetzen wäre schon eine - indiskutable - Psychotherapie nötig.
LeonieMarie, es war nur eine Idee! Ich weiß durch einen Klinikaufenthalt in einer Psychosomatik, dass dort Essgestörte auch eine Ernährungsberatung erhielten und zusammen mit anderen Essgestörten gekocht und gebacken haben. Damit haben sie sich zeitlich am meisten beschäftigt. Hingegen fand in der Klinik nur 2x in der Woche eine Gesprächstherapie mit einem Therapeuten statt. Sicher wäre es besser, wenn du auch eine Psychotherapie machen würdest, aber ich dachte, dass du wenigstens für Alternativen offen wärst. Aber das zeigt im Grunde nur, dass du deine Erkrankung nicht wirklich in den Griff bekommen willst und deswegen hoffe ich, dass deine Eltern dir NICHT die Hand reichen. Am Anfang habe ich das noch anders gesehen, aber nach der Entwicklung jetzt...

Wenn ich eigentlich eh schon dort nicht hin wollte, in höchstem Stress und Verzweiflung hin gegangen bin und mir da nicht nur nicht geholfen, sondern ich tatsächlich raus geworfen wurde ("Wir sind für Frauen mit einem Maß an Veränderungsbereitschaft da!" - ja, mein Gott, auf eurer Website stand was anderes!)?
Es kommt eben auch darauf an, wie du deinen Mitmenschen gegenüber trittst. Wenn du dich wie die Axt im Walde benommen hast, kann ich schon verstehen, wenn man dich vor die Tür setzt.
Mein Bruder hat es auch mal geschafft, aus der Psychiatrie vom Klinikchef höchstpersönlich vor die Tür gesetzt zu werden. Seiner Familie erzählte er dann nur die halbe Geschichte und hat es so gedreht, als wär der Klinikchef der Böse. Ein paar Jahre später erzählte er mir mal, was tatsächlich vorgefallen ist und dann konnte ich das Handeln des Klinikchefs besser nachvollziehen. Man muss sich nicht alles gefallen lassen, weder als Klinik, noch als Therapeut oder als Sozialpädagoge etc.
 
LeonieMarie, es war nur eine Idee! Ich weiß durch einen Klinikaufenthalt in einer Psychosomatik, dass dort Essgestörte auch eine Ernährungsberatung erhielten und zusammen mit anderen Essgestörten gekocht und gebacken haben. Damit haben sie sich zeitlich am meisten beschäftigt. Hingegen fand in der Klinik nur 2x in der Woche eine Gesprächstherapie mit einem Therapeuten statt. Sicher wäre es besser, wenn du auch eine Psychotherapie machen würdest, aber ich dachte, dass du wenigstens für Alternativen offen wärst. Aber das zeigt im Grunde nur, dass du deine Erkrankung nicht wirklich in den Griff bekommen willst und deswegen hoffe ich, dass deine Eltern dir NICHT die Hand reichen. Am Anfang habe ich das noch anders gesehen, aber nach der Entwicklung jetzt...


Es kommt eben auch darauf an, wie du deinen Mitmenschen gegenüber trittst. Wenn du dich wie die Axt im Walde benommen hast, kann ich schon verstehen, wenn man dich vor die Tür setzt.
Mein Bruder hat es auch mal geschafft, aus der Psychiatrie vom Klinikchef höchstpersönlich vor die Tür gesetzt zu werden. Seiner Familie erzählte er dann nur die halbe Geschichte und hat es so gedreht, als wär der Klinikchef der Böse. Ein paar Jahre später erzählte er mir mal, was tatsächlich vorgefallen ist und dann konnte ich das Handeln des Klinikchefs besser nachvollziehen. Man muss sich nicht alles gefallen lassen, weder als Klinik, noch als Therapeut oder als Sozialpädagoge etc.

So ein Unsinn, echt.
Da bleibe sogar ich sprachlos, kann nur den Kopfschütteln.

Es kommt eben auch darauf an, wie du deinen Mitmenschen gegenüber trittst. Wenn du dich wie die Axt im Walde benommen hast, kann ich schon verstehen, wenn man dich vor die Tür setzt.

Wer liest ist im Vorteil.

Du hoffst für anderen Menschen negatives? Starke Leistung, wirklich.
 
@Blaumeise und @maya111
Ich will gerade weggehen und habe nicht viel Zeit, daher nur:
Bitte, bitte, euch nicht prügeln. Ich war gegenüber Blaumeise wirklich etwas kurz angebunden bzw. hätte das besser erklären können

@bird on the wire
Alle deine Posts sind so toll. Vielen lieben Dank.🙂
 
@Blaumeise und @maya111
Ich will gerade weggehen und habe nicht viel Zeit, daher nur:
Bitte, bitte, euch nicht prügeln. Ich war gegenüber Blaumeise wirklich etwas kurz angebunden bzw. hätte das besser erklären können

@bird on the wire
Alle deine Posts sind so toll. Vielen lieben Dank.🙂


Siehst du, dass meine ich. Du machst das ganz toll. Legst nicht jedes Wort auf die Goldwaage und hinterfragst dein eigenes Handeln/Verhalten.
Da kann ich einiges von dir lernen. 🙂
Ausserdem wärst du eine super Kandidatin für eine Therapie. 😉
 
Wer liest ist im Vorteil.
Gelesen habe ich es schon, ich bezweifle nur dass das alles war. Und da wir hier nur die eine Version kennen...

Du hoffst für anderen Menschen negatives? Starke Leistung, wirklich.
Nein, es wäre für alle Beteiligten sogar das Beste. Wenn Leonie nicht willens ist an der Ursache zu arbeiten, der zu dem Konflikt zwischen ihr und ihren Eltern geführt hat, hat eine Versöhnung nur wenig Sinn. Selbst, wenn sie sich versöhnen, landen sie früher oder später wieder an dem Punkt, wo sie bereits waren. Abstand würde die Nerven aller Beteiligten schonen, vor allem die der Eltern.
 
@Blaumeise
Schau mal, ich habe doch glaube ich hier nie geschrieben, dass ich nicht sehr ambivalent darüber bin, ob ich die Essstörung wirklich aufgeben oder nur Symptombehandlung (ich bevorzuge den Ausdruck "safer use" 😉 ) betreiben will.
Ich gebe zu, an eine Ernährungsberatung hatte ich nie gedacht und meine erste Reaktion war einfach: "Gott, hört sich das bescheuert an". Ich habe jetzt noch ein wenig geschaut, aber so wirklich etwas passendes in der Richtung finde ich auch tatsächlich nicht.
Bei der Beratungsstelle war ich natürlich höflich, aber habe die Diskussion über meine Psyche komplett abgeblockt (ok, ok, vielleicht habe ich der Psychologin irgendwann eine Liste gemacht, dass 80% von dem was sie sagt reiner Filler ist, den sie offensichtlich in jedes Gespräch unverändert einbringen kann... 😀)
Und der Kontaktabbruch war von mir, wegen der Drohung mit der Zwangseinweisung, nicht von meinen Eltern, wegen der Magersucht. Das wäre tatsächlich eine ganz andere Situation.


@bird on the wire
Heute nachmittag, neutraler Ort 😉
Ganz vielen lieben Dank dir nochmal. 🙂


@Maya111
Dir auch vielen Dank. (Schleichwerbung für Therapie klappt aber auch nicht besser, als Konfrontation 😉 )
 
Ich gebe zu, an eine Ernährungsberatung hatte ich nie gedacht und meine erste Reaktion war einfach: "Gott, hört sich das bescheuert an". Ich habe jetzt noch ein wenig geschaut, aber so wirklich etwas passendes in der Richtung finde ich auch tatsächlich nicht.
In meiner Region finde ich durchaus was dazu. Ansonsten kann man doch auch bei der Krankenkasse nachfragen 😉
Aber wie ich gerade auf einer Seite las, welche ich fand, wird wohl so eine Ernährungsberatung eh nur für Erkrankte angeboten, die sich auch in psychotherapeutischer Behandlung befinden. Da fällt das wahrscheinlich so oder so für dich flach.

Bei der Beratungsstelle war ich natürlich höflich, aber habe die Diskussion über meine Psyche komplett abgeblockt (ok, ok, vielleicht habe ich der Psychologin irgendwann eine Liste gemacht, dass 80% von dem was sie sagt reiner Filler ist, den sie offensichtlich in jedes Gespräch unverändert einbringen kann... 😀)
Wenn du alles abblockst, wie soll man dir dann helfen? Das man dich vor die Tür gesetzt hat, war doch dann nur die logische Konsequenz. Warum mit jemanden Zeit vergeuden, dem nicht geholfen werden will?

Und der Kontaktabbruch war von mir, wegen der Drohung mit der Zwangseinweisung, nicht von meinen Eltern, wegen der Magersucht. Das wäre tatsächlich eine ganz andere Situation.
Das habe ich durchaus verstanden. Würde ich aber in der Haut deiner Eltern stecken, würde ich zum Selbstschutz weiter mit dir auf Abstand bleiben und mich nicht mit dir versöhnen solange du keine Einsicht zeigst.
 

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