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Aussöhnen unter verfahrenen Umständen (Eltern)

Na ja, da der Kontext unklar ist, ist es auch schwierig, dir etwas zu raten.
Deine Eltern haben ihre Sichtweisen und Gefühle und du hast deine- das ist normal und darf auch so sein. Und du hast immer hin noch ein Jahr, bis du volljährig bist....solange bist du auch noch abhängig von ihnen.
Was wünschst du dir denn von deiner Familie?
Was könnte sich Deine Familie von dir wünschen?
 
Ich habe den Post #4 jetzt mehrmals gelesen und kann mir leider immer noch nichts konkretes darunter vorstellen.
Aber vielleicht muss ich auch nicht wissen, worin Dein Lebenswandel bestand und womit Deine Eltern Dir "gedroht" haben.

Wie dem auch sei, ich kann Dir nur raten, Dich mit Deinen Eltern zu versöhnen. Besser früher als später.
Überlege Dir mal in Ruhe, wie Du Deine Argumentation aufbauen möchtest und wie Du auf die Argumente Deiner Eltern reagieren würdest. Es geht dabei nicht darum sie "mundtot" zu machen, sondern darum dass das Gespräch nicht gleich eskaliert und so sachlich wie möglich bleibt. Versuche also, auf alles mögliche gefasst zu sein und einen kühlen Kopf zu behalten. Lasse Deine Eltern spüren, wie sehr es Dir am Herzen liegt, Dich mit ihnen zu versöhnen.

Das ist der beste Rat, den ich Dir aus Mangel an weiteren Informationen geben kann.
 
Ich habe den Post #4 jetzt mehrmals gelesen und kann mir leider immer noch nichts konkretes darunter vorstellen.
Aber vielleicht muss ich auch nicht wissen, worin Dein Lebenswandel bestand und womit Deine Eltern Dir "gedroht" haben.
Ach Ok, es ist mir an sich auch nicht peinlich oder sowas, das Thema zieht nur gerne Diskussionen an sich, auch wenn es eigentlich nur randständig darum geht, und ich darüber schon alles bis zum Erbrechen durchdiskutiert habe, was ich jemals besprechen wollte.

Ich habe schon einige Zeit Magersucht, möchte damit aber selber klar kommen und tue das mehr oder minder auch. Vor einem halben Jahr hatten meine Eltern mich, nicht nur im Streit, bedroht, sie lassen mich zwangseinweisen, wenn ich nicht freiwillig in Therapie gehe. Da ich vor meinen Eltern vorher eigentlich auf der Ebene Respekt vor persönlicher Autonomie immer Respekt und nie irgendwelche negativen Erfahrungen gemacht hatte, hat mich das komplett vor den Kopf gestoßen (nein, es war auch keine reine Kurzschluss- oder Verzweiflungstat).
Sie gingen nicht davon ab, also war ich irgendwann natürlich zu einer Anwältin gegangen, habe mich beraten lassen. Die hat gemeint, in meinem Alter ginge das nur bei absolut akuter Lebensgefahr (was es bei mir allgemeinärztlich bestätigt nicht ist) und sie würde mich im Ernstfall auch vertreten. Das hatte ich meinen Eltern auch so gesagt.

Zu dem Zeitpunkt war es bei mir zu Hause von der Stimmung dementsprechend auch auf dem absoluten Nullpunkt und ich habe das dann bald nicht mehr ausgehalten und bin zu meinem Freund gezogen (was ich sowieso vorhatte, mit 18, aber eben unter besseren Vorzeichen und mit Besuchen bei den Eltern am WE).

Und das ist jetzt der Ist-Zustand. Vorstöße über meinen Großen Bro, wieder einen tolerablen Zustand herzustellen sind an beiden Seiten gescheitert.
Ich fühle mich immer noch total verraten, die meinen, sie werden sich das bei mir nicht mehr anschauen. Fair enough, müssen sie ja jetzt praktisch auch nicht mehr, aber ich weiß nicht, war es das jetzt dauerhaft?

Eigentlich, auf dem Papier, habe ich alles "gewonnen", in diesem Streit und meine Eltern komplett verloren, aber von mir aus wollte ich an sich überhaupt nicht in eine Gewinner/Verlierer-Situation mit denen geraten. :-/
 
Dass du dir eingestehst unter Magersucht zu leiden, ist schon mal ein gutes Zeichen. Viele, die diese Erkrankung haben, wollen nicht sehen, dass sie ein Problem haben. Insofern bist du anderen Süchtigen schon einen Schritt voraus. Allerdings irrst du dich gewaltig, wenn du meinst, die Erkrankung allein in den Griff zu bekommen. Die Reaktion deiner Eltern verwundert mich dann letztendlich nicht. Sie tragen immerhin, so lange du noch nicht volljährig bist, die Verantwortung für dich und machen sich natürlich auch große Sorgen. Mit so einer Erkrankung ist schließlich nicht zu spaßen und diese kann eben auch mit dem Tod enden oder man trägt erhebliche gesundheitliche Schäden davon. Es mag sein, dass du noch nicht lebensbedrohlich untergewichtig bist, doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis du (vielleicht) diesen Punkt erreichst.
Was hindert dich überhaupt daran, in Therapie zu gehen?
 
Was hindert dich überhaupt daran, in Therapie zu gehen?

Und das, genau das, war der Grund, warum ich allgemein bleiben wollte😉


Ach Ok, es ist mir an sich auch nicht peinlich oder sowas, das Thema zieht nur gerne Diskussionen an sich, auch wenn es eigentlich nur randständig darum geht, und ich darüber schon alles bis zum Erbrechen durchdiskutiert habe, was ich jemals besprechen wollte.

Abgesehen von der Situation mit meinen Eltern, bekomme ich alles so auf die Reihe, wie ich das haben möchte. Die Situation ist allerdings gehörig an der Wand, gerade.🙁
 
Hallo Leonie,

eine sehr schwierige Situation.

Du erwartest von deinen Eltern, dass sie sich entschuldigen. Möglicherweise können sie das aber nicht, und zwar nicht deswegen, weil sie dich nicht lieben oder respektieren, sondern gerade weil sie dich sehr lieben und einfach Angst um dich haben.

Welche Eltern schauen schon gerne dabei zu, wie ihre minderjährige Tochter sich krank hungert, möglicherweise sich zu Tode hungert. Die Drohung, dich zwangseinweisen zu lassen, resultiert meiner Meinung nach aus einer Hilflosigkeit, sie wissen sich nicht anders zu helfen, sie wissen auch nicht, wie sie dir helfen können.

Süchte, auch die Magersucht sind selbstzerstörerisch. Der oder die Süchtige kann von den Angehörigen nicht erwarten, dass diese still dabei zusehen, wie derjenige, den man liebt, sich selbst zerstört, ohne eine Therapie, Behandlung in Betracht zu ziehen.

Bei Alkoholikern und Drogensüchtigen wird oft den Angehörigen geraten, den Kontakt zu den Süchtigen abzubrechen. In deinem Fall hast du den Kontakt abgebrochen, weil deine Eltern mit deinem Lebenswandel (Selbstzerstörung) nicht einverstanden waren. Du musst aber damit leben, dass deine Eltern damit nicht einverstanden sind. Das ist normal und gesund von deinen Eltern.

Sicherlich kannst du versuchen, dich deinen Eltern wieder anzunähern und ich wünsche dir auch, dass das klappt. Allerdings darfst du meiner Meinung nach nicht erwarten, dass deine Eltern deine Lebenweise befürworten, was die Magersucht betrifft. Dieser Konflikt ist der Preis dafür, den du vielleicht zahlen musst, wenn du die Selbstzerstörung beibehalten willst.

Ich wünsche dir alles Gute
 
Sie werden verstanden haben, dass sie dich zu nichts, was deiner Gesundung dient, zwingen können.
Distanz ist die einzig gesunde Reaktion darauf.
... naja, die Distanz habe ich hergestellt, nicht sie, ich hätte es eben nur gerne nicht mehr ganz so distant. Wieder einziehen möchte ich sowieso auf keinen Fall, es ging mir mehr um einen Modus Vivendi.

Bei Alkoholikern und Drogensüchtigen wird oft den Angehörigen geraten, den Kontakt zu den Süchtigen abzubrechen.

Danke dir erstmal. 🙂
Ist bei stoffgebundenen Abhängigkeiten trotzdem noch irgendwie was anderes, finde ich. Dort brauchen die Abhängigen einen stetigen Geldfluss, bzw. Leute, die ihnen die negativen Konsequenzen im Alltag abwehren. Angehörige, die ihnen unter die Arme greifen, unterstützen also indirekt die Sucht, das wäre hier nicht der Fall, ich komme ohne meine Eltern genauso gut klar wie mit, jetzt.

Was die Zwangseinweisung angeht, ich erkenne den Gedankengang dahinter sicher. Ich finde es aber schon eine Drohung mit wirklich extremer Gewalt und, selbst komplett von der ethisch-moralischen Schiene abgesehen, war es natürlich das Kontraproduktivste, was man irgendwie hätte machen können.
Einverständnis oder Befürwortung habe ich aber natürlich auch nie erwartet, und ich habe ja auch geschrieben, dass ich sicher alles etwas mehr von denen fern hätte halten können. Wie gesagt, Agree to Disagree, möchte ich irgendwie am liebsten herstellen (ja, ich weiß, dass das nicht einseitig ist).
 
Und das, genau das, war der Grund, warum ich allgemein bleiben wollte😉
1. Du weichst meiner Frage aus.
2. Trotzdem danke, dass du die genaueren Umstände geschildert hast, denn die sind durchaus relevant für die Beurteilung deiner Situation.
3. Solange du dich freiwillig therapieren lässt, hast du noch die Wahl. Du kannst wählen zwischen ambulanter, stationärer und teilstationärer Therapie. Die Therapieform wie auch den Therapeuten kannst du selbst frei wählen. Bei einer Zwangseinweisung (die kann auch erfolgen, wenn du volljährig bist z.B. von einem Arzt), hast du diese Wahl nicht mehr. Da wird dir die Therapie aufgezwungen, ob dir es passt oder nicht. Dann doch lieber das kleiner Übel wählen und freiwillig Hilfe suchen, oder?
4. Wenn du eine Therapie beginnen würdest, könnte das allein schon ausreichen, um das Verhältnis zu deiner Familie zu kitten. Denn ich denke, deine Eltern wünschen sich momentan nichts sehnlicher als, dass du Hilfe annimmst.
 
@Blaumeise
Darfst du, das Thema bringt es nur oft mit sich, dass es den Thread aus den Angeln hebt.
Schau mal, das hatte ich gleich am Anfang geschrieben🙁

Also, bitte, nimm das nicht so böse, wenn ich schreibe:

1. Ja, klar, offensichtlich, angekündigt und beabsichtigt
2. Wenn ich nützlichen Rat haben will, vermutlich nicht, bzw. machen sie das weniger wahrscheinlich
3. OK, es ist sehr nett, dass du dir überhaupt die Mühe machst, zu antworten und ich bin mir sicher, dass es auch gut gemeint ist. Du musst nur bedenken, mit solchen Ansichten schlage ich mich schon laaaaange rum. Also, der Punkt ist echt nicht so aggro gemeint, wie er sich sicher anhören wird, aber:
a) Du hast meine Geschichte gelesen, oder? Ich reagiere auf Drohungen mit physischer Gewalt extrem allergisch und kämpfe dagegen mit allen Mitteln bis zum Äußersten an, alleine aus Prinzip schon.
b) Du kennst dich mit der Rechtslage echt nicht so gut aus, außerdem unterschätzt du, wie gut ich vorgesorgt habe.
4. Wieso muss das unbedingt Psychotherapie sein? Psychotherapie ist keine Magie. Zugenommen habe ich ja etwas, seitdem ich ausgezogen bin, was echt einiges an Mühe gefordert hat. Das habe ich meinen Eltern auch mitteilen lassen.

Nochmal: Echt nicht böse, aber die letzten beiden Male, als ich hier um Hilfe gefragt hatte, musste ich auch Nebenkriegsschauplätze sanft etwas "aus dem Weg schieben", und dann hatte mir Leute echt geholfen, mit mehr Erfahrung oder Einfühlungsvermögen, als ich es gehabt hätte🙂

@Schroti
Deine Eltern sind sehr liebe, geduldige Menschen, denke ich.
Nienienie abgestritten, würde ich auch nie.🙂
Wie kommt eigentlich dein Partner, von und bei dem du lebst, mit deiner Erkrankung zurecht? Findet er es ok?)
Ähhhhhh, totale Nebensache und furchtbar eitel, ich gebs zu, aber trotzdem wurmt mich das: Ich arbeite neben der Schule das Maximum, das ich darf, schon lange, bevor ich ausgezogen bin. Miete zahle ich zwar keine (er aber auch nicht, lange Geschichte), aber für meinen Unterhalt komme ich auf.😉
Die kleine Schwester meines besten Freundes ist im vergangenen Jahr verhungert. Die Mutter macht sich schwere Vorwürfe, weil sie NICHT hat einweisen lassen. Arme Frau.
Ok, das erklärt einiges. Mein Beileid🙁
Darf ich fragen, wie das überhaupt passieren konnte, falls das nicht zu privat ist? Ist ja für mich auch nicht ganz unbedeutend. Mit allem Druck, den ich, trotz gutem körperlichen Zustand bekommen habe, habe ich irgendwie Schwierigkeiten, mir vorzustellen, wie das überhaupt ging, man verhungert ja nicht einfach plötzlich😕? Oder war sie schon volljährig?
 
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