Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ausfallhonorar für Therapeut

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 118313
  • Datum Start Datum Start
Frage doch erst mal nach, ob der Therapeut wirklich jede ausgefallene Stunde abrechnet. Ich hatte das vor -zig Jahren auch mal, dass diese Klausel drinstand, ich musste auch tatsächlich hin und wieder Stunden absagen, es wurde mir aber nie berechnet.
Hallo Geißblatt67,
ich werde es definitiv ansprechen. Sie hatte mir bereits beim Aushändigen der Formulare gesagt, dass jede ausgefallene Stunde berechnet wird, da sie nur bei Anwesenheit auch abrechnen kann.
Aus Gerichtsurteilen geht hervor, dass der Therapeut, um seine Forderung durchsetzen zu können, beweisen muss, dass er in der Stunde tatsächlich nichts anderes tun konnte. Und da gehen die Richter davon aus, dass das kaum der Fall sein wird, denn Büroarbeit ist immer vorhanden. Nur wenn belegt ist, dass keine Alternative möglich war, muss der Patient bezahlen. Wie gesagt, für verschuldetes Ausfallen finde ich die Klausel absolut gerechtfertigt. Aber die Verantwortung für die Bezahlung in jedem Fall dem Patienten auf´s Auge zu drücken, halte ich für verwerflich. Was ist denn z.B. mit Corona? Du bist Kontaktperson eines Infizierten und wirst vom Gesundheitsamt in Quarantäne gesteckt. Kannst du etwas dafür? Nein. Und dann zahlst du die 50 Euro mit dem Gedanken: Oh, ja, hab ich verdient. Ich kann zwar nix dafür, aber der Therapeut verdient ja jetzt nicht an mir. - Das sind die Gedanken, die ich jetzt so habe, wo ich einfach denke: Was soll das???
 
Diese Therapeutin "versucht" gar nichts, die Klausel hat nichts mit dir zu tun. Sie wird versuchen, unehrlichen Ausreden wie " Bauchweh, Oma krank, im Stau" vorzubeugen - denn viele Menschen erfinden sowas, um sich zu drücken. Sie fordert damit nicht nur ein Ausfallhonorar, sondern auch Commitment - wichtig für eine Therapie .

Ich würde sie darauf ansprechen, was das in dir auslöst und wie du dich damit fühlst.
Hallo Fantafine,

genau das werde ich auch tun. Denn es löst in mir eine Problematik aus, die ich genau in dieser Therapie loswerden will.
Aber davon mal abgesehen: Jeder "normale" Mensch würde auch stutzen und sagen: Wenn ich nichts dafür kann, dass ich ausfalle, mit welchem Recht verlangen die dann noch Geld von mir? Ich habe ein paar Leute mal gefragt, und alle haben mit dem Kopf geschüttelt. Weil es unmenschlich ist. So einfach ist das.
 
Der Therapeut bietet eine Leistung an, die du mittels Vertrag annimmst.
Egal, aus welchen Gründen du den Vertrag nicht einhalten kannst, es geschieht von deiner Seite aus. Der Therapeut ist weiter bereit, seinen Teil des Vertrages zu erbringen.

Ich kann schon verstehen, dass dir dieser Punkt Bauchschmerzen bereitet, aber es kommt mir fast so vor, als würde es auf eine "selbsterfüllendes Prophezeiung" hinauslaufen.
Du scheinst dich da bereits jetzt schon hineinzusteigern (mein persönlicher Eindruck).
 
Was meinst du eigentlich wieviele Leute es da draußen gibt, für die immer irgendjemand anders Schuld ist und wo angeblich überhaupt nichts zu machen war. Föhn ist kaputt, Haare sind naß und konnte nicht aus dem Haus - kann nix dafür. Fahrrad hat platten Reifen, kann leider nicht kommen - kann nix dafür. Ich muss unbedingt den letzten Bus nehmen, der hat Verspätung oder kommt gar nicht - kann nix dafür. Ich bin zwar gesund, habe aber keinen Bock auf Therapie und lass mich krankschreiben - kann (ärztlich bescheinigt) nix dafür. Ich bin auf den letzten Drücker losgefahren und stehe im Stau - kann nix dafür.

Vertrag ist keine Strafe, sondern Vertrag.
Natürlich steht es dir frei, das zu verhandeln und vielleicht lässt der Therapeut sich darauf ein. Umgekehrt steht es dem Therapeuten aber auch frei, nicht zu verhandeln oder dem nicht nachzugeben.

Es gibt Leute die müssen für ihr scheiss Geld, wie du das nennst, tatsächlich selber arbeiten.
Vielleicht lässt du es einfach mit der Therapie.
Dann würdest du mein Anliegen eigentlich noch unterstützen, denn im Umkehrschluss dürfte dann jemand, der nicht arbeitet, auch kein Geld verdienen. Auch der Therapeut nicht, wenn der Patient nicht kommt.
Aber darum geht es gar nicht.
 
Das, was mich an dieser Klausel im Echten Leben sehr gestresst hat, war dass mein Psychiater auch Notfalldienste leistet beim Krankenhaus, und mir deswegen mehrere Sitzungen von seiner Seite aus massivst kurzfristig abgesagt wurden. DER Fall stört mich, denn ich werde da auch nicht entschädigt. Wenn mir vom Therapeuten abgesagt wird aus unverschuldeten Gründen (was definitiv öfter vorkam) soll mein Aufwand nicht entschädigt werden, aber umgekehrt schon?
 
Der Therapeut bietet eine Leistung an, die du mittels Vertrag annimmst.
Egal, aus welchen Gründen du den Vertrag nicht einhalten kannst, es geschieht von deiner Seite aus. Der Therapeut ist weiter bereit, seinen Teil des Vertrages zu erbringen.

Ich kann schon verstehen, dass dir dieser Punkt Bauchschmerzen bereitet, aber es kommt mir fast so vor, als würde es auf eine "selbsterfüllendes Prophezeiung" hinauslaufen.
Du scheinst dich da bereits jetzt schon hineinzusteigern (mein persönlicher Eindruck).
Ich denke, mein Gerechtigkeitsempfinden ist durch die Erlebnisse in meinem Leben extrem geschärft worden. Ich habe viel Ungerechtigkeit erleben müssen, und das macht mich einfach wütend. Vor allem, wenn man sich nicht dagegen wehren kann, weil man z.B. in einem Abhängigkeitsverhältnis steht und den Zweck dahinter zum Leben braucht. Sowas kann man z.B. auf Partner, Vorgesetzte, familiäre Verbindungen beziehen. Je nach Situation.
 
Das, was mich an dieser Klausel im Echten Leben sehr gestresst hat, war dass mein Psychiater auch Notfalldienste leistet beim Krankenhaus, und mir deswegen mehrere Sitzungen von seiner Seite aus massivst kurzfristig abgesagt wurden. DER Fall stört mich, denn ich werde da auch nicht entschädigt. Wenn mir vom Therapeuten abgesagt wird aus unverschuldeten Gründen (was definitiv öfter vorkam) soll mein Aufwand nicht entschädigt werden, aber umgekehrt schon?
Eben. Das alles lässt mich denken, dass du als Patient immer angeschmiert bist, egal, was passiert. Sollst aber eine Therapie machen, durch die es dir besser gehen soll. Ha. Ha.
 
Glaub mir, ich habe im Moment andere Probleme als einen Urlaub zu planen. Der steht auf der Prioritätenliste ganz weit hinten. Wenn ich das Geld hätte, kämen mir 1.000 andere Sachen in den Kopf, die wichtiger sind als Urlaub.
Das meine ich nicht.

Eher deswegen:
Hallo Hajooo,
ja, ich werde mich noch vorher informieren, weil mich das generell interessiert, da mir so eine Klausel noch nie untergekommen ist.
Eine Konzertkarte ?

Ich stand vor X-Jahren vor meinem gebuchten verschlossenen Hotel und fuhr des Nachts wieder nach Hause.

Als ich mich beschwerte, hieß es ich solle froh sein, daß man kein Geld von mir fordert,
für "das nicht erscheinen".

Gruß Hajooo
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben