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Ausbildung oder Studium

Das ist so pauschal nicht richtig. Zum einen wird in A 16 von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gezahlt. Zum anderen gibt es innerhalb der jeweiligen Besoldungsgruppe Erfahrungsstufen. Alle 2-4 Jahre, je nach Alter, gelangt man in die nächste Stufe. Mit 49 Jahren erhält man in meinem Bundesland als Single im Alter von 49 Jahren in A 16 weit über 7.000 Euro brutto und geht nach Abzug von Steuern inklusive Kirchensteuer sowie nach Abzug der Beiträge für die private Krankenversicherung ohne weiteres mit über 4.300 Euro netto nach Hause.

Das es auch da noch Erfahrungsstufen gibt ist klar. Das ist aber soweit mir bekannt die Höchste Stufe in dem Tarifvertrag.

Man muss sich also nicht nur in die höchste Stufe vorarbeiten sondern auch noch in dieser Stufe erfahrung haben um über die 3000 Netto bei Anstellung und STK 1 zu kommen. Wenn man sich die Gesammtsumme aller Lehrer Ansieht kann das doch nur ein sehr kleiner Prozentatz sein der das erreicht. Sonst hätten wir in den Klassenzimmern ja nur noch Leute mit A16 oder Berufsanfänger stehen.

Die 4300 NEtto sind aber nehme ich an bei Verbeamtung. Bei Angestellten sind es ~3800 bei STK 1 und Kirche.

Es bestreitet ja auch niemand das die 63 000 Brutto erreichbar sind. Ich bestreite nur das es grundsätzlich mit einem Studium zu schaffen ist. Das ist kein Automatismus sonst würde ja immer der Befördert werden der am längsten da ist. Es braucht ein paar Dinge:


  • Es braucht das Richtige Studium (IT, Medizin, Jura, ....)
  • Den richtigen AG
  • Es braucht einen guten Einstieg (wer mit 40 000 einsteigt kommt leichter dahin als jemand der mit 30 000 einsteigt)
  • Es braucht gewisse Eigenschaften (veränderungsbereitschaft, ggf der Wille Führungsverantwortung zu übernehmen, den Willen zur Weiterbildung, ....)
  • Es braucht auch Glück oder Vitamin B
  • Es braucht Zeit
    Allein daraus ergibt sich doch schon das es für jeden der den Wert übersteigt immer auch ein paar gibt die ewig drunter bleiben.
 
Ich habe z. Zt. A 14 Endstufe und schaue auch mal hier rein. Wo ist das Problem?

Gibt es hier eine Sperre für Beamte? Ist Diskriminierung in?

Und das hilft der TE jetzt inwiefern weiter?


Sonst hätten wir in den Klassenzimmern ja nur noch Leute mit A16 oder Berufsanfänger stehen.

Du sprichst mir aus der Seele.


  • Es braucht das Richtige Studium (IT, Medizin, Jura, ....)
  • Den richtigen AG
  • Es braucht einen guten Einstieg (wer mit 40 000 einsteigt kommt leichter dahin als jemand der mit 30 000 einsteigt)
  • Es braucht gewisse Eigenschaften (veränderungsbereitschaft, ggf der Wille Führungsverantwortung zu übernehmen, den Willen zur Weiterbildung, ....)
  • Es braucht auch Glück oder Vitamin B
  • Es braucht Zeit

Ich würde die These aufstellen, dass sich der Arbeitsmarkt für Akademiker in den letzten 10 Jahren gravierend verschlechtert hat. Eng damit im Kontext steht auch die Tatsache, dass mittlerweile jeder Hans Wurst Abitur macht.

In den Anzeigen der Jobbörse findet sich der Dauerspruch: Mit Berufserfahrung. Wie hat man als frischer Jungakademiker aber Berufserfahrung? Wie soll das gehen? Für den Individualismus, der den Teens von heute ja so wichtig ist, hat unser Arbeitsmarkt keine Kapazitäten. Die Arbeitgeber stehen oftmals auf den roten Faden im Lebenslauf. Die Reise nach Indien oder Osttimor und die Auszeit wegen Krankheit oder Depression zählen nicht hierzu und haben keine Lobby. Und ich denke noch nicht daran, wie schwer es diejenigen haben, die nach uns kommen. Zumindest wenn sie nicht Altenpfleger werden wollen.

Da gehts schon los.
 
Es werden es immer welche schwer haben im Berufsleben.

Nur ist es so, dass sich sowohl mit Ausbildung als auch mit Studium sehr gutes Geld verdienen lässt.

Und ob das so ist hängt von vielen Faktoren ab. Grundsätzlich von ersterem aber auch von anderen Dingen.
 
Schaut euch die Besoldungsrechner im Internet und diverse Besoldungstabellen der Länder an, dann könnt ihr euch selbst überzeugen.

Brauch ich nicht. Ich zweifele ja nicht an das es das gibt sondern das es für alle erreichbar ist.
Das ist ein Unterschied.

Ich habe bei dir oft den Eindruck das du von einem Turm ausgehst wo alle immer weiter hoch gehen wärend von unten neue nachkommen.

Es ist aber eher so das der Aufbau eher einer Pyramide gleicht als einem Turm.
Je weiter oben man ist desto weniger "gleiche" im Sinne von ähnliche Bezahlung und Verantwortung gibt es.

Gehen wir der einfachheithalber mal davon aus das alle einfachen angestellten gleich viel verdienen (das ist in der Realität natürlich nicht so da werden Köche im selben Tarifvertrag anders bezahlt als Sachbearbeiter).
Dann gibt es ggf für alle 10 Mitarbeiter einen Teamleiter und ggf noch einen Stellvertreter und alle 55 Mitarbeiter/ 5 Teams einen Abteilungsleiter. Alle 3 Abteilungen ggf noch nen Bereichsübergreifenden Abteilungsleiter und darüber ggf noch 3 Vorstände.
Das ist mehr oder weniger der Aufbau eines größeren Unternehmen und ich gehe mal davon aus das auch eine Stadtverwaltung ähnlich hirachisch aufgebaut ist.
Dann bedeutet das aber auch das ein frisch ausstudierter Angestellter eine Warsscheinlichkeit von 1/10 hat Teamleiter zu werden und noch eine geringere auf Abteilungsleiter.

Selbst wenn die Chancen besser sein sollten als bei einem nicht Studierten wird oben die Luft dünn.
Wenn ein bestimmtes Einkommen aber erst mit einer bestimmten "Stufe" erreichbar ist ist ist es fast selbsterklärend das das nur wenige Erreichen können.

In meinem Tarifvertrag endet alles mit 14 Jahren Erfahrung und Stude 8 bei etwa 70 000 Brutto. Davon ausgehend das erst Bereichsübergreifende Abteilungsleiter außertariflich bezahlt werden müsste ich wohl Abteilungsleiter werden um da hin zu kommen. Warscheinlichkeit 1/55 bei oben genannten Werten.
Wenn die bereits Außertariflich bezahlt werden muss ich immer noch Teamleiter werden 1/10.
Selbst das bedeutet noch das in dem Unternehmen von 10 studierten Mitarbeitern 9 dauerhaft weniger als 70 000 € verdienen werden.

Klar ist die Realität etwas komplizierter da hat nicht jeder Studiert und Köche werden ggf dauerfaft in Stufe 2 Einsortiert wärend ausgebildete 3 und Studierte ggf 4 bekommen. Aber das Prinziep greift.

Und wenn man sich bewusst macht das sehr viele Tarifverträge nicht deutlich über 60 000 enden muss einem auch bewusst sein das viele ein gutes Stück vorher und damit unter den zuvor genannten 63 000 ihr maximaler Gehalt erreicht haben.

Es werden ja auch bei weitem nicht alle Ärzte Chefarzt oder alle Anwälte Partner einer großen Kanzlei.

Es gibt also einige die A16 in der Stufe erreichen. Ich unterstelle nur das die Anzahl derer näher an 10 % als an 90 % liegt.

Und das ist ein Beispiel aus einem, im Vergleich zu Tourismus, Sozialer Arbeit usw., eher gut bezahlten Bereich.
Wenn man über alle Studienberufe schaut dürfte die anzahl derer die mit A16 vergleichbar bezahlt werden noch deutlich niedriger sein.
 
@TE

Ich finde Deine beiden Alternativen haben etwas reizvolles und man kann durchaus damit auch gutes Geld verdienen und die Berufschancen sind gar nicht schlecht.
 
Es interessiert die TE doch aber nicht ob du verbeamtet bist.

Außerdem spekuliert sie mit einer Ausbildung im Bibowesen und Biologie, nicht mit Lehramt.
Lies dir noch einmal ihren Eingangspost durch.
 
@TE

Ich finde Deine beiden Alternativen haben etwas reizvolles und man kann durchaus damit auch gutes Geld verdienen und die Berufschancen sind gar nicht schlecht.

Hat sich da was geändert bei Bio?
Ich meine mich erinnern zu können das es vor ein paar Jahren noch hieß mit Bio bekommt man fast nur dann nen Job wenn man es bis zum Doktor durchzieht.
 

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