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Ausbildung oder Studium

Eine ganz sachlich gestellte Frage meinerseits:

Warum absolviert man ein Studium im Bibliothekswesen, wenn dennoch absehbar ist, dass in den kommenden Jahren zunehmend die Digitalisierung Thema ist und auch Onlinemedien definitiv kein sicherer Arbeitsplatz für die Zukunft sind.

Bibliothekswissenschaften sind genauso unsinnig wie die Ausbildung zur Bankfachangestellten. Das wird zukünftig und in 20 Jahre alles durch Computer ersetzt und der Mensch wird komplett überflüssig.
Das ist kein krisensicherer Job. Definitiv nicht 🙄
Das läuft vielleicht noch 10, 20 Jahre und dann kommst du wenn du jetzt 25 wärst schon in ein kritisches Alter, wenn sie in 20 Jahren alles mit Robotern ersetzen.

Ich gehe eh davon aus, dass sich unsere Berufswelt in 20 bis 30 Jahren noch einmal grundlegend verändert und noch automatisierter wird.

Das ist genauso unsinnig wie Bio, bei dem wie Jolina schon sagte kein Job abzuleiten ist.
 
Weil die Digitalisierung auch dieses Berufsbild prägt und die Ausbildung darauf abgestimmt wird.

Das ist doch kein Argument. Zumindest kein inhaltlich standfestes.

Man kann die Mitarbeiter in 20 Jahren genauso durch Roboter ersetzen und Datenbanken über Algorhytmen laufen lassen. Und mal ehrlich. Von wie vielen hundert Absolventen werden denn letztendlich fertige Mitarbeiter eingestellt? Da bist du doch auf der gleichen Stufe mit einer Bibliothekarin/Archivarin.
Kein Mensch braucht noch 300 dieser Absolventen. Das ist auch wieder so ein totgeborener Job wie Studiengänge der Theaterwissenschaften, Islamwissenschaften, Kulturwissenschaften, Anglistik, Germanistik oder Biologie.

Liebe TE, wenn du auf Dauer nicht irgendwann beim Amt sitzen willst, sind eher Handwerksberufe, Pflege, soziale Bereiche (Erzieherin etc). oder wirklich hochwertige Studiengänge wie Jura oder Medizin sinnvoll.

Geh in die Verwaltung oder in die Versicherungsbranche, aber um Gottes Willen nichts mit Bibliothekswesen.
 
Was für ein [....]! Schon heute sind Pflegeroboter im Gespräch, handwerkliche Arbeiten werden in Zukunft auch maschinell übernommen werden.

Dann lies dir mal durch, was die Bundesagentur für Arbeit dazu meint und wie viele Arbeitslose es derzeit in der Pflege gibt und wie viele im Bibliothekswesen. Ich habe das zugehörige Heft dazu neben mir. Angaben findest du auch im Netz. Du [...] setzt Behauptungen in die Welt und berufst dich auf Fakten, die es nicht gibt.

Das Gleiche mit irgendwelchen Wunschgehältern und das Akademiker heute alle Arbeit haben.🙄 Bitte informier dich doch, bevor du der TE irgendetwas rätst, dass null Zukunft hat.


Ich behaupte nicht, dass es nie Pflegeroboter geben wird. Wenn, werden die aber weit nach der Automatisierung im Bibliothekswesen kommen. Warum? Weil es hier um Menschen geht und weil es genug Politiker aus den oberen Rängen gibt, die Angst haben, dass sie nicht ausreichend betreut werden.

Auf Datenbanken kannst du verzichten, auf Pflegekräfte eher nicht. Gleiches gilt für Handwerker. Ein Handwerkerkeroboter ist noch in weiter Ferne, da die Prozesse (z.B bei Dachdeckern) viel zu umfangreich und komplex sind.

https://www.zeit.de/2011/40/Langzeitarbeitslose/seite-2

Das Bibliothekswesen steht bei den Langzeitarbeitslosen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na, klar und wenn uns die Argumente ausgehen, werden wir eben persönlich 🙄
So lahm.
Ich wollte früher selbst ins Bibliothekswesen gehen. Ich habe mich mit 16 lang und breit damit befasst, ob Bibliothekswesen etwas für mich wäre und hatte schon eine Zusage. Das war mein Joker nach Erzieherin. Ich weiß also durchaus, wovon ich rede. Heute bin ich heilfroh, dass eben nicht gemacht zu haben.
Meine Klassenkameradin hat es gemacht und war danach trotz Bestnote 2 Jahre auf Jobsuche ohne Erfolg.

Den Job kannst du heute knicken. Wenn du arbeitslos werden willst, dann mach die Ausbildung.

https://www.studis-online.de/Fragen-Brett/read.php?11,125888,page=3

Und bezüglich des Artikels: Besorg dir doch das Heft der Bundesagentur. Ich stelle hier kein ganzes Heft als Kopie ein. Streng google an und such. [...]
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich und du kennst ja auch alle Bibliothekare in Deutschland.
🙂

Im übrigen haben die, die nicht arbeitslos sind einen 20 Stundenjob. Davon kannst du weder leben noch sterben. Vollzeitjobs gibt es für die Leute, die überhaupt Arbeit finden gar nicht mehr.
Befristete Arbeitsstellen sind die Regel.

Aber das sind natürlich top Konditionen, die man der TE auf jeden Fall empfehlen sollte.
In unserer ehemaligen Bibo der Uni werden nur noch 450 Euro Kräfte eingesetzt. Oftmals schreiben sie es auch als HIWI Job aus.

Die Studenten aus diesem Forum bestätigen das was ich erlebt habe:
https://www.studis-online.de/Fragen-Brett/read.php?11,125888,page=4

Keine Vollzeitjobs, nur Befristungen und 20 Stundenstellen. Da verdient jede Sekretärin mehr.


Auch wenn du noch nicht verdaut hast, dass ich Beamtin mit A 16-Besoldung bin.

Der Witz war gut. Nachdem der Krimi heute so S**** war, ist das super Entertainment :daumen::jubel:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Blaues Herz,

ich denke nicht, dass es vorrangig um die Frage geht "Studium oder Ausbildung". Da zählen meines Erachtens hinsichtlich der Berufswahl noch ganz andere Sachen.

Ich würde mich fragen, ob der erste Einstieg ins Berufsleben eine gute Wahl im Hinblick auf das gesamte noch folgende Leben ist. Die Wahl sollte also gut ins Gesamtkonzept passen.

Auch das Scheitern der ersten Wahl sollte ins Kalkül gezogen werden (mit Plan B, C etc.). Es ist ja auch nicht mit Sicherheit anzunehmen, dass Du mit Deiner Ausbildung oder Studium einen gradlinigen Weg über die nächsten 35 Jahre gehst.

Ein weiterer Aspekt sind Deine finanziellen Mittel. Ein Studium dürfte in der Regel deutlich teurer sein.

Sehr wichtig sind meines Erachtens die Befähigung und Neigung, die jemand mitbringt. Und die Befähigung sollte man vor Ausbildung oder Studium eruieren. Ich habe irgendwie den Eindruck, dass das Ganze von Dir noch nicht richtig überdacht ist und Dir eventuell praktische Erfahrungen in den von Dir genannten Bereichen fehlen.

Um das Risiko zu vermindern, halte ich es oft für vorteilhaft, zunächst eine fachnahe Ausbildung zu machen und - bei Erfolg und Gefallen - ein Studium dranzuhängen (zB Krankenpflege- Ausbildung mit anschließendem Medizin-Studium).

Wichtig auch: ist der angestrebte Beruf so gestaltet, dass man mit ihm Geld verdienen kann? Oder ist das nur ein Hobby etc.? Manche Berufe haben zB auch wenig Zukunft (zB früher der Buchdrucker). Auch daran denken, ob der angestrebte Job eventuell durch die Digitalisierung abgeschafft werden könnte!

Hat die angestrebte Ausbildung (oder Studium) eine positive Wirkung im Hinblick auf das gesamte Berufsleben? Das Gegenteil wären zeitkostende Sackgassen.

Du merkst vielleicht, dass mit diesen Überlegungen die Alternative Studium vs. Ausbildung eher wenig zu tun hat. Weil beides Sinn machen kann und keines von beiden a priori ausgeschlossen werden kann. Erst Ausbildung, dann Studium ist zumindest in mancher Hinsicht risikominimierend.

Ich persönlich würde wohl nicht gerne bei einer Ausbildung stehen bleiben wollen. Und zum Aufstieg ist eben wohl eher ein Studium angesagt. Und eventuell auch ein Doktor (zB für den Höheren Dienst etc.).

Soll erst mal reichen.
 
Das wäre sehr schade für die TE.

Auch wenn man ihr nach wie vor nur von Bibliothekswesen abraten kann.
Letztendlich entscheidet sie das ja glücklicherweise eh selbst.


Ein weiterer Aspekt sind Deine finanziellen Mittel. Ein Studium dürfte in der Regel deutlich teurer sein.

Sie würde das Studium auch wenn sie die Ausbildung abgeschlossen hat mit Bafög gefördert bekommen. Vorausgesetzt sie hat nicht gegammelt.
 
Kann mir hier jemand die Vorteile eines Studiums gegenüber einer Ausbildung erklären, irgendwie finde ich da keine passenden Tipps im Netz.

Und und das war die Frage de TE.
 
[....] Man hat in vielen Studiengängen mittlerweile Pflichtpraktika verankert, eben um zu verhindern, dass Menschen nach 5 Jahren Studium mit dem Master abgehen und gar nicht wissen, auf was sie sich einlassen.

Der Vorteil eines Studiums ist, dass du individuelles Zeitmanagement betreibst und alles weniger organisiert ist. Du stellst dir deinen Stundenplan selbst zusammen. In vielen Studiengängen hast du mittlerweile verpflichtende Praktika.

Der Vorteil einer Ausbildung sind die strenge Organisation und die starke Verschulung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn alles gut läuft werde ich die Ausbildung zum FAMI bie den Hamburger Bücherhallen machen.

Falls nicht ..... habe ich überlegt Biologie zu studieren.
Ich würde dir raten das zu machen, was DU für richtig hälst. Lasse dich von anderen in deiner Entscheidung nicht zu sehr beeinflussen.
Dir sollte nur klar sein, was dir im künftgen Berufsleben wichtig ist. Legst du z.B. viel Wert auf einen sehr guten Verdienst, sind beide Richtungen eher weniger gut geeignet. Willst du mal Führungsverantwortung übernehmen, dann wirst du, bis auf wenige Ausnahmen, um ein Studium nicht herum kommen. Ist es dir wichtiger, eher einer Leidenschaft zu folgen, dann mach es, auch, wenn Verdienst und Zukunftsaussichten im gewählten Beruf nicht rosig sind.
Es ist letztendlich dein Leben. Von daher sage ich dir auch aus Erfahrung, das zu tun, wo es dich hinzieht und nicht das zu tun, wo andere oder die Gesellschaft dich gerne hätten.
 

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