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Ausbildung oder Studium

What? 😕Du hast genau einen Direktor und der hat dann nicht A 13 oder A14. Der Rest trudelt mit A13 herum, wenn er denn überhaupt verbeamtet ist.
Nicht überall sind alle Gymnasiallehrer verbeamtet.


Anhand der Schilderungen der vor Stolz platzenden Eltern scheint mir aber ein Top-Verdienst dahinter zu stecken.

Vorsicht, Eltern hauen gerne auf die Kacke und ich kenne nicht wenige, die vor Stolz platzen, letztendlich aber nie die Kontoauszüge ihrer Kinder gesehen haben.



So gesehen, scheinen sich FH- und Hochschulstudiengänge - rein finanziell gesehen - auch heute noch zu lohnen.

Nein, eher nicht. Das wäre eine viel zu pauschale Aussage. FH Studiengänge stehen den Unis ohnehin nach. Wirklich lohnen tun sich lediglich noch Medizin, Jura, einige Lehramtsstudiengänge (wobei das stark nachgelassen hat, Lehrer hangeln sich oft von Befristung zu Befristung). Alles andere dümpelt knapp überm Niedriglohnsektor und im Mittelstand vor sich hin.
Mit BWL Menschen kannst du die Straßen pflastern und bestimmte Studiengänge (Geowissenschaften, Arabistik, Islamwissenschaften, Skandinavistik, Germanistik) braucht kein Mensch und daher wird es auch grottenschlecht bezahlt oder es gibt gar keine Arbeitsstellen.
 
Auch bei Lehrern kommt es stark darauf an in welchem Bundesland sie angestellt sind.

Hier in BW sind die alle verbeamtet und verdienen nicht schlecht.
 
Mit Arabistik und Islamwissenschaften kannst du immerhin noch zu einer Verfassungsschutzbehörde gehen.

Können kannst du alles. Die Realität ist aber, dass die Anzahl der Bewerber bei Orchideenfächern die Anzahl der eingestellten Qualifizierten überwiegt.

Will heißen: Du hast vielleicht 20 Stellen deutschlandweit in von dir angegebenen Ämtern, aber 500 Bewerber.
Das führt dazu, dass 20 durch Beziehungen oder Noten genommen werden und der Rest entweder Taxi fährt oder sich von einer Maßnahme zur anderen hangelt.

Auch bei den BWL Absolventen sieht es nicht besser aus.
Hinzu kommt in der freien Wirtschaft, dass du als Frau zwischen 25 und Mitte 30 als schwer einstellbar giltst, da dich Chefs als potenzielle Gebärmaschinen sehen.

Mit einer Ausbildung allein wäre er sicher nicht so weit gekommen.

Hierzu gehört meist aber auch ein finanzieller Backround, denn mit Bafög allein schaffen es die Wenigsten. Knapp über die Hälfte der heutigen Studis überzieht die Studiendauer, was dazu führt, dass es kein Bafög gibt und man auf die Hilfe der Eltern angewiesen ist. Die Zeit, dass man sich bei den hohen Mietpreisen allein durchs jobben finanziert, ist so gut wie vorbei. Ich habe WG Zimmer gesehen, für die man dennoch fast 700 Euro wollte. Das ist mit einem Nebenjob kaum finanzierbar.
 
Nochmal : Es muss nicht unbedingt ein Studium sein. In manchen Lehrberufen verdienst man auch sehr gut, manchmal sogar mehr als wenn man studiert hat.

Es kommt eben auf den Beruf, den Wohnort und den persönlichen Einsatz an und auch wie man sich verkaufen kann.

Ich bin auch als Frau in meinem ganzen Leben noch nie benachteiligt worden oder hätte einen Job nicht bekommen, weil ich hätte Kinder bekommen können.

Ich bin Steuerfachangestellte und da kann man hier in BW tatsächlich sehr gutes Geld verdienen, wenn man sich die richtige Stelle aussucht.
 
Sprichst du hier von Einstiegsgehältern oder beziehst du dich auch auf Menschen mit mehrjähriger, vielleicht sogar jahrzehntelanger Berufserfahrung?
Bei Einstiegsgehältern ist es fast Ausgeschlossen.
Es kommt auf den Studiengang an. Über alle Studiengänge gesehen erreichen viele die 3000 Netto nicht. In Speziellen Studiengängen (Medizin, Jura,...) hingegen ist es nach ein paar Jahren gut erreichbar.

Nur sind eben nicht alle Studierten Ärzte oder Lehrer oder Juristen.
Man kann Tourismus Studieren und wer das macht kann sich Freuen wenn er mal im Leben irgendwann die 50 000 Knackt. Was ist mit Theologie, Japanologie, Soziale Arbeit, .....
Das sind alles keine Studiengänge mit super Gehaltssprüngen oder hohen Einstiegsgehältern. Viele der Absolventen werden mit deutlich unter 40 000 in ihren ersten Job starten.

3000 Netto sind etwa 63 000 Brutto im Jahr bei STK 1. Der Durchschnitt aller Angestellten lt. DRV liegt bei etwa 38 000.

Wenn man dann noch beachtet das es Leitende Angestelle (mit und ohne Studium) im Management gibt die 150 000 oder mehr nach hause bringen ist es schn rein statistisch garnicht möglich das bei unserer derzeitigen Akademiker Schwemme mal eben so alle oder mehrheitlich irgendwann die 63 000 Knacken. Dann müsste der Schnitt höher sein.

In der IT wurde vor 7 Jahren mit Durchschnittlich ~42 000 Brutto eingestellt, und damit gehörte es unter den Studiengängen zu den besser bezahlten. Ich hatte damals Mitstudenten die sich für anfang 30 000 haben einstellen lassen. Das die ihr Gehalt in ihrem Leben verdoppeln ist möglich aber nur mit Eigeninitiative und Glück. Eine Garantie gibt es nicht.

Nur ganz nebenbei hab ich mal diese Quelle gefunden.
https://www.academics.de/ratgeber/gehalt-lehrer
Die Spricht bei A16 von 5459. Wenn man hier einen Angestellten und keinen verbeamteten Lehrer hat kommen da bei STK 1 kaum über den 3000 Netto bei rum.
Verbeamtet ist ja ein anderes Rechenmodel und da muss man um fair zu rechnen auch die Private KV vom Netto abziehen.
 
Von seinen Eltern ist der Betreffende finanziell immer gesponsert und auch praktisch unterstützt worden - bis heute.

Da siehst du, wer dann letztendlich studiert.
😉
Das sind eben nicht die Chantalle oder Kevins, sondern eben auch die, die es sich notfalls leisten können, weil die Eltern einspringen.

Ich würde von einem Bekannten oder Verwandten aber nicht auf alle Akademiker schließen. Klingt so, als hätte einer Glück gehabt.
Das heißt aber nicht, dass alle Akademiker Arbeit bekommen.

Ansonsten hätten wir ja gar keine arbeitslosen Akademiker.

Die Story vom Taxi fahrenden Theaterwissenschaftler ist nicht irgendwie erfunden. Das gibt es real.
 
Mit dem FAMI kommt man zwar nur bis Entgeltgruppe 6 TV-L,

Hätte ich in Zeiten, in denen Bücher am aussterben sind niemals gemacht.


Zum einen wird in A 16 von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gezahlt. Zum anderen gibt es innerhalb der jeweiligen Besoldungsgruppe Erfahrungsstufen. Alle 2-4 Jahre, je nach Alter, gelangt man in die nächste Stufe. Mit 49 Jahren erhält man in meinen Bundesland als Single im Alter von 49 Jahren in A 16 weit über 7.000 Euro brutto und geht nach Abzug von Steuern inklusive Kirchensteuer sowie nach Abzug der Beiträge für die private Krankenversicherung ohne weiteres mit über 4.300 Euro netto nach Hause.

Du vermittelst hier leider ein völlig falsches Bild was das Beamtentum angeht. Versuch überhaupt erstmal die A13 zu bekommen. Bei A16 bist du schon mehr als Schulleiter und da muss man erstmal hinkommen. Häufig haben diese Menschen ein mehrjähriges Studium hinter sich (nicht an einer Fachhochschule, sondern an der Uni) und sind in leitenden Positionen. Wie gesagt, ich kenne Lehrer mit der A 13. Die haben die A13 mit Ende 30 bekommen und haben schon mit 23 angefangen zu arbeiten im gleichen Job. Du bedenkst hier leider nicht, dass man diese besagte A- Leiter erstmal hochklettern muss. Man ist nicht mit dem Studium fertig und wird anschließend auf A16 verbeamtet. Den, den ich mit A15 kenne, der ist jetzt fast 60, war vorher Schulleiter und ist mittlerweile im Ministerium. Und es ist auch nicht so, dass man eine Garantie hat, nach 3 Jahren höher gestuft zu werden. Damit verbunden ist eine Begutachtung und eine Beurteilung (in dem Fall vom Schulleiter) und auch die Kapazität. Sagt das Schulamt, nee wir haben nicht die finanziellen Ressourcen, erfolgt keine Höherstufung.

Wie Jolina sagte, ist die Verbeamtung und dieses gute Einkommen einem geringen Personenkreis vorbehalten. Ansonsten wäre ja jeder von uns wohlverdienend. So ist es aber nicht. Nicht alle Absolventen sind Oberärzte, Studienräte oder Anwälte und nicht alle schaffen es überhaupt soweit nach oben. Da spielt die familiäre Herkunft eine Rolle, das Durchhaltevermögen, die Intelligenz usw.
 
Die Spricht bei A16 von 5459. Wenn man hier einen Angestellten und keinen verbeamteten Lehrer hat kommen da bei STK 1 kaum über den 3000 Netto bei rum.

Nach etlichen Jahren Berufserfahrung sei gesagt. Meine Kollegin (Lehrerin) kam damals aus dem Ref und hat mir mal ihr Gehalt auf dem Kontoauszug gezeigt. Mich hat es ehrlich sehr schockiert, dass sie mit 1800 Euro netto (Lehramt) und nicht verbeamtet eingestiegen ist.
Nach der Verbeamtung, waren es dann über 2000.
Aber ohne Verbeamtung und wenn man nicht Vollzeit arbeitet, hat man als Lehrer doch weniger als ich erwartet hatte.
Und alle Bundesländer verbeamten auch nicht mehr. Da muss Glück mitspielen und eine gute Gesundheit.
 

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