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Ausbildung oder Studium

BlauesHerz

Mitglied
Hallo Forum,

ich habe zur Zeit nur noch 1 Ausbildungsstelle zu der ich gerne möchte, bin auch zum Gespräch eingeladen. Was ich mich aber gerade frage, ist es wirklich das richtige?

Kann mir hier jemand die Vorteile eines Studiums gegenüber einer Ausbildung erklären, irgendwie finde ich da keine passenden Tipps im Netz.
 
Der Vorteil des Studiums ist, daß Du nachher 10x so viel verdienst. Während andere nach der Ausbildung froh sind, mit 1200 Netto dazustehen, verdienst Du hingegen locker 3000 Netto.
 
Im Gegensatz zur Ausbildung bereitet dich ein Studium nicht auf einen konkreten Beruf vor, sondern vermittelt dir ein breites Spektrum an Wissen aus einem Fachbereich. Dadurch eröffnet sich dir die Möglichkeit in verschiedenen Berufen einzusteigen und deinen Tätigkeitsschwerpunkt später noch zu verlagern.
 
Der Vorteil des Studiums ist, daß Du nachher 10x so viel verdienst. Während andere nach der Ausbildung froh sind, mit 1200 Netto dazustehen, verdienst Du hingegen locker 3000 Netto.

Das ist Unfug. Es gibt Ausbildungen wie Galvaniseur, Fluglotse usw. wo man locker über 2000 Netto mit nach Hause bringen kann.
Es gibt Studiengänge wie Japanologie wo du, wenn du nicht ganz viel Glück hast, nacher mit dem Taxi fahren kannst.

Lediglich ein Studium im selben Bereich wie die Ausbildung kann man Sinnvoll vergleichen.
Also BWL vs Kauffrau für Büromanagement oder Informatk vs Fachinformatiker.
Bei so einem Vergleich verdienen die Studierten oft mehr wobei der Unterschied sehr selten 1200 zu 3000 sein dürfte.
Auch Studierte kommen eher selten auf 3000 Netto. Und in den Bereichen in denen Studierte gut bezahlt werden werden meist auch Ausgebildete gut bezahlt.
In der IT kann man mit 2000-2100 Netto einsteigen wenn man studiert hat, mit Ausbildung liegt man ggf bei 1600-1800.

Und selbst da kann man mit ner Ausbildung später mehr verdienen als mit dem Studium wenn man sich gut verkauft, verantwortung übernimmt, ....


Zu den allgemeinen Punkten Studium vs Ausbildung:
  • Das Studium ist oft breiter gefächert als eine Ausbildung, man ist also weniger auf einen Beruf festgeschrieben. Das ist gut grade wenn man noch nicht weiß wo man hin will.
  • Das Problem ist oft die fehlende Praxis im Studium. Selbst Praktika und co können einen nicht auf den Berufsaltag vorbereiten wie eine Ausbildung es kann.
  • Den Vorteil "breit gefächert" kann man auch schnell wieder verlieren wenn man danach ein paar Jahre in einer sehr speziellen Branche arbeitet.

An deiner Stelle würde ich mir überlegen wo du hin willst und wie du da am besten hin kommst.
Schau dir mal Anzeigen an für Stellen die du gerne in 10-15 Jahren haben wollen würdest. Also nicht zwangsläufig das was direkt nach dem Studium oder der Ausbildung kommt sondern weiter in der Zukunft mit mehr erfahrung und ggf mehr verantwortung.
Bei Kaufmann im Einzelhandel könnte das z.B. der (Stellvertretende) Marktleiter sein.
Wenn da überwiegend ein Studium gefordert wird ist ein Studium für dich interesannt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Vorteil des Studiums ist, daß Du nachher 10x so viel verdienst. Während andere nach der Ausbildung froh sind, mit 1200 Netto dazustehen, verdienst Du hingegen locker 3000 Netto.
Das kann man so pauschal nicht sagen, da es darauf ankommt was man studiert und / oder was man erlernt.
 
Der Vorteil des Studiums ist, daß Du nachher 10x so viel verdienst.

Nein, da muss ich widersprechen. Ich kenne viele Absolventen, die sogar Taxi fahren oder wie schon jemand sagte bei Subway oder Burger King landen. Und auch wenn man fertig ist, verdient man längst nicht mehr das 10 fache (in vielen Berufen)

Man lese sich allein mal auf studis-online.de den Thread der akademischen Taxifahrer durch.
Ein Studium ist schon lange keine Garantie mehr, auf eine hohe Bezahlung. Es gibt zu viele Uni Absolventen.
Das drückt dann die Löhne.

Wirklich gut verdienen tun nur noch Lehrer, Anwälte, Mediziner. Der Rest schwappt so im Mittelfeld umher.

Ganz beschissen sieht es bei den Orchideenfächern aus.

An deiner Stelle würde ich zur Ausbildung und dann zum Studium raten.

Allerdings würde ich nichts mit Büchern/Archiv studieren und auch nicht Biologie.

In Zeiten, in denen Archive und Bibliotheken oder Buchläden durch amazon und co immer mehr an Geltung verlieren, hätte ich eher auf sichere Posten in der Verwaltung gesetzt. Verwaltungsfachangestellte, Steuerfachangestellte, Versicherungskauffrau oder ähnliches.

Und Biologie? Niemals. Da sitzt du gleich beim Arbeitsamt. Eher Biotechnologie oder Pharmazie.

Wenn ich ein Mann wäre, hätte ich Klempner gelernt und mich selbstständig gemacht. Oder Dachdecker. Das sind Jobs, die wirklich gut gehen und in Zukunft gebraucht werden ohne Ende.

Handwerk hat momentan goldenen Boden, weil es niemand mehr machen will.
 
prichst du hier von Einstiegsgehältern oder beziehst du dich auch auf Menschen mit mehrjähriger, vielleicht sogar jahrzehntelanger Berufserfahrung?

Nach 3 Jahren Berufserfahrung habe ich derzeit und nach 5 jährigem Studium zwischen 32 und 33 000 p.A heraus. In Vollzeit und nach nun fast 4 Jahren Berufserfahrung.

Also nichts mit 3000 Euro netto. Jemand aus meiner Familie hatte die 3000 Euro erst nach 15 Jahren Lehramt heraus. Die Gehaltsvorstellungen sind also utopisch. Man steigt nicht mit 3000 Euro netto ein.
Auch kenne ich Germanistikabsolventen oder BWLer, die mit 1500 Euro/1800 Euro netto nach Hause trudeln.

Und mit A 16 bist du schon mehr als ein Schulleiter und kein normaler Gymnasiallehrer mehr. Es geht bis maximal A14 und alles was darüber kommt ist eine Leitungsposition. Glaubs mir, ich hab einen Schulleiter in der Familie.
Die Lehrer, die ich kenne haben so A13 oder A12.


Viele Akademiker in hochrangigen Positionen lachen sich selbst über diese Bezüge kaputt, weil sie noch viel, viel mehr verdiene

Komisch, dann scheine ich wohl blind zu sein und die tausende von Euros auf meinem Kontoauszug übersehen zu haben. Ich bin Akademiker, habe 5 Jahre studiert. Meine beste Freundin ist auch Akademikern (BWL) und ist ebenfalls von den angegebenen Gehältern weit entfernt.

An die Nichtakademiker unter euch: Bitte glaubt nicht alles, was ihr im Internet lest. Die Vorstellung, dass man mit einem Studium automatisch zur oberen Schicht gehörte, war einmal. Das ist ein Märchen aus der Vergangenheit. Es gibt wie schon gesagt zu viele Absolventen und die drücken natürlich die Entlohnung.
 
Es kommt eben immer auf mehrere Faktoren an.

Auf die Ausbildung selbst, dann wo man wohnt und wie man sich verkaufen kann.
 

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