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Ausbildung angefangen - Fühle mich total fehl am Platz

Man ist mit 21 definitiv noch nicht zu alt, um noch eine Ausbildung zu beginnen oder sich neu zu orientieren oder wie auch immer. Wenn es für dich eine Qual ist, zur Arbeit zu gehen, dann wird dich das womöglich immer mehr runterziehen... 🙁 Spaß ist wahrscheinlich echt das falsche Wort, aber man sollte machen, was einem liegt. Ich würde allerdings die jetzige Ausbildung auch erst abbrechen, wenn du eine neue Ausbildung sicher hast.

Ich bin jedenfalls 25 Jahre alt und wenn mir jetzt nach meinem Studium der Seiteneinstieg nicht gelingt, und da bin ich wirklich skeptisch, werde ich nicht untätig rumsitzen und besonders in Zeiten, wo Ausbildungsstellen nicht besetzt werden, mir ggf. für nächstes Jahr einen Ausbildungsplatz suchen... denn einen Versuch ist es immer wert, wenn man damit an sein Ziel kommt. Nur sollte man ein Ziel haben... das hatte ich lange nicht... und hab mir erst zu spät Gedanken gemacht. Aber mit 21 stehen dir auch noch alle Türen offen!
 
@ Patch
halt dich mal n bisschen zurück mit solchen Vorverurteilungen hier und Aussagen, die dem TE ohnehin nicht weiterhelfen, die kannst du dir auch sparen. Es geht um ein konkretes Problem eines jungen Hilfesuchenden und nicht Mainstream-Denken, welches du anscheinend verbreiten willst.
Mit 21 ist man für nichts zu alt - entweder du Patch bist schon sehr alt, was eine gewisse Engstirnigkeit mit sich gebracht hat, oder du bist total jung und hast daher nicht wirklich Ahnung.
 
halt dich mal n bisschen zurück mit solchen Vorverurteilungen hier und Aussagen, die dem TE ohnehin nicht weiterhelfen, die kannst du dir auch sparen. Es geht um ein konkretes Problem eines jungen Hilfesuchenden und nicht Mainstream-Denken, welches du anscheinend verbreiten willst..

Das Problem ist aber, dass es dieses Mainstream-Denken auch in den Köpfen der Arbeitgeber gibt.

Wenn der Personalchef jemanden zur Auswahl hat, der noch nichts abgebrochen hat und jemanden der sowohl das Abi als auch die Ausbildung abgebrochen hat, braucht man nicht lange zu raten, wen er nehmen wird.
 
Das Problem ist aber, dass es dieses Mainstream-Denken auch in den Köpfen der Arbeitgeber gibt.

Wenn der Personalchef jemanden zur Auswahl hat, der noch nichts abgebrochen hat und jemanden der sowohl das Abi als auch die Ausbildung abgebrochen hat, braucht man nicht lange zu raten, wen er nehmen wird.

Also bei uns in der Region sind dieses Jahr so viele Lehrstellen unbesetzt geblieben... da hat der Personaler keine Alternative. 😉
 
Der Personaler hat immer eine Alternative und wenn es die ist, die Lehrstelle dann halt unbesetzt zu lassen.

Und ob dann gerade noch die Lehrstellen frei sind, die man haben will ist ja die zweite Frage.
 
Ich bin der Meinung, wenn dein Interessensgebiet wirklich beim Thema Autos liegt und du dich wirklich so unwohl fühlst, solltest du schon abwägen, ob du die Ausbildung weiter machst.

Zwar ist es immer gut, was durchzuziehen, aber da du noch am Anfang steckst, sehe ich es nicht als schlimm an, wenn du jetzt abbrechen würdest. So ist allerdings die Gefahr groß, wenn du jetzt weiter machst, dass du noch unglücklicher wirst, mit Ach und Krach die Ausbildung schaffst und dann sowieso noch eine andere dran hängst.

Ich kenn mich damit aus... ich hab jetzt ein Studium durchgezogen, das mich zwar sehr interessiert von den Inhalten her, aber das war's auch schon. Ich kann mir nicht vorstellen, damit beruflich was zu machen mein lebenlang, mal ganz davon abgesehen, dass es für mein Fachgebiet auch keine Stellen gibt. 🙁

Also so lange du die Chance hast... wäge das gut ab, überleg dir wirklich, was DU willst und dann mache das auch! 😉
Was hast du studiert?
 
@ Patch:

ich muss für den TE mal eine Lanze brechen.

Erst mal hat er ja Fachabi gemacht und zweitens sehe ich einen einzigen Ausbildungswechsel noch nicht als DAS Problem an. Ich kenne Leute, die mehrmals den Studiengang und auch die Lehrstellen gewechselt haben.

Fangen wir mal bei mir an.
Ich habe nach dem ersten Semester auch den Studienabschluss und ein Hauptfach gewechselt, bin dabei geblieben und schließe es nächstes Jahr ab. Bin zufrieden heute... und ich kann mir mittlerweile damit auch richtig gut mein Studium finanzieren.

Dann kenne ich eine Person: die hat erst mit Jura angefangen, ihrer Familie zur Liebe, dann ist sie zu Pädagogik übergegangen, dann zu Musikpädagogik... und die hat auch noch 3 oder 4x die Nebenfächer des Magisters gewechselt. Theaterwissenschaften, Religion, Psychologie usw. Die Frau hat mit knapp 30 nicht mal ansatzweise den Abschluss jetzt.

Ferner habe ich ne Bekannte gehabt, die auch irgendwie 31 nächstes Jahr wird. Erst hat sie Krankenschwester gelernt, dann fing sie zu studieren an. Pädagogik, dann Sonderschulpädagogik. Zwischen Päd und Sonderschule war noch was anderes - habe ich vergessen. Jetzt ist sie bei Pflegemanagement angelangt... die Frau wohnt noch bei den Eltern, lässt sich von denen komplett durchpampern und alles.

Darüber hinaus kenne ich richtig viele Langzeitstudenten, die auch zigfach die Studiengänge gewechselt haben. Ich weiß das bei denen, dass es öfter war, aber was es genau ist, kann ich nicht sagen.

Also ich frage mich da jetzt wirklich mal, was ich krasser finde: den TE oder die beiden Beispiele.



Meiner Meinung nach strahlt man das gemeinhin aus, wenn man auf einen Job überhaupt keinen Bock hat. Da kann ich direkt noch mal ein anderes Beispiel anführen. Meine ehemalige beste Freundin hat zunächst ne Lehre in der Bank angefangen, um es Mami und Papi recht zu machen. Sie muss auf die Kollegen dermaßen lustlos gewirkt haben, dass die klammheimlich, hinterrücks zum Betriebsrat - der Psychologe war - gerannt sind und den darum gebeten haben, es doch meiner Freundin nahe zu legen, mit dem Job aufzuhören.

Beim TE kann es genauso kommen. Wenn die Kollegen ihm schon kaum richtig Arbeit zuschanzen wollen oder es sogar schon ein schlechtes Betriebsklima gibt (man hat ihm die Weihnachtsfeier vorenthalten), kann es demnächst auch sein, dass man den Betriebsrat auf ihn loslässt. 😉
Kaum ein Unternehmen möchte demotivierte Mitarbeiter - klingt zwar sehr idealistisch-realitätsfern, aber das ist so.
Man ist mehr oder weniger dazu gezwungen, da gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

Ich würde jedem allerdings anraten, das zu machen, wozu er wirklich Lust hat, wofür das Herz schlägt. 🙂 Und das weiß man nicht immer sogleich. 😉
 
Der Personaler hat immer eine Alternative und wenn es die ist, die Lehrstelle dann halt unbesetzt zu lassen.

Und ob dann gerade noch die Lehrstellen frei sind, die man haben will ist ja die zweite Frage.

Ok... ok... aber wenn man nicht ganz aus der Rolle fällt, dann denk ich schon, dass der Personaler (vor allem in kleinen/mittelständischen Unternehmen) vielleicht doch lieber eine günstige Arbeitskraft nimmt als die Stelle unbesetzt zu lassen. Andererseits kommt's halt immer drauf an, wie der Personaler das sieht. 😉 Und vor allem, wie man sich verkauft...

Zumindest sind Unternehmen ja auch bereit, Leute einzustellen, die nix lernen wollen, nur damit sie ordentlich staatliche Förderung dafür bekommen. 😱 Aber das ist eine andere Sache. 😉
 
Was hast du studiert?

Geschichte... ein wirklich interessantes Studium, aber mir auf Dauer zu praxisfern. Zumal ich mir ne wissenschaftliche Karriere nicht vorstellen kann... ;( Hab mir wirklich erst zu spät über meine Berufswünsche Gedanken gemacht und nun kann ich es nicht mehr ändern, was ich "gemacht" habe.

Aber jetzt mal im Ernst... wenn man mit Anfang 30 noch 10mal (übertrieben!) das Fach wechselt, das zeugt nicht gerade von Entscheidungsfreude.

Aber ich finde bis Anfang 20 muss man noch nicht zu 100% wissen, wohin die Reise geht. Man ist u.U. (wie ich mit 18) auch einfach noch viel zu naiv, macht irgendwas, was interessant klingt, aber merkt dann halt doch, dass es nicht das ist, was man sein Leben lang machen möchte.
 

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