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Aufhebungsvertrag vorgelegt.

Ich hatte einmal im Leben ein ähnliches Problem durch Bossing. Allerdings wurde mir eine unberechtige Abmahnung ausgestellt.

Ich habe sofort den Arbeitsplatz verlassen und mir einen Termin beim Rechtsanwalt geholt sowie mich arbeitssuchend gemeldet und krank schreiben lassen.

Ich konnte belegen dass die Abmahnung unberechtigt war und somit ist der Rechtsanwalt einige Zeit in Aktion gewesen. Ich war über die ganzen Monate, die der Vorgang lief krank geschrieben, habe dafür gesorgt dass die Abmahnung zurück genommen wird und ich eine Abfindung erhalte da für mich das Vertrauen in diesen Arbeitgeber zerstört war..... warum hätte ich auf Wiedereinstellung klagen sollen, der Arbeitgeber kriegt einen irgendwann los.

Ich habe deshalb kein Sperre erhalten weil ich ja mit Rechtsanwalt gegen den Arbeitgeber angegangen bin und auch vor Gericht gezogen wäre. Ich hatte auch keine Rechtsschutzversicherung, aber es war klar dass die Abmahnung unberechtigt war und somit der Arbeitgeber sich wärmer anziehen muss als ich selber mich.

Ich würde ganz schnell ein Infogespräch mit einem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht führen, eventuell - obwohl ich kein Krankmacher bin - würde ich an Deiner Stelle am Montag Urlaub nehmen oder mich krank schreiben lassen; auf keinen Fall zur Unterschrift drängen lassen! Ein Gespräch mit der AfA kann auch förderlich sein.

Gruß von Grisu
 
Unternehmen bauen Stellen ab als auf. Ich würde niemals in der jetzigen Zeit einen Aufhebungsvertrag unterschreiben.

Wenn du jedoch den Wunsch hast, ebenfalls das Unternehmen zu verlassen, dann kannst du mal fragen, ob der Aufhebungsvertrag gegen eine "reguläre Kündigung" / Freistellung ersetzt werden kann. Statt der Abfindung würdest du bei einer Kündigungsfrist von z.B. 3 Monaten weiterhin dein Gehalt erhalten und danach ausscheiden. Vorteil: du hast keine Sperre und hast 3 Monate mehr Zeit etwas zu finden.
 
Das ist m.E. einmal mehr Beleg dafür, dass du nicht leichtfertig dein Arbeitsverhältnis aufgeben solltest. Der Arbeitsmarkt verschlechtert sich wg. der miesen Wirtschftslage aktuell spürbar. Und es wäre ja nicht nur die Arbeitslosigkeit, die in deinem CV wahrscheinlich auftauchen würde, sondern auch dass du mit fortschreitender Zeit womöglich technisch immer mehr abgehängt wirst. Weiß nicht, wie schnelllebig es in deinem Beruf zugeht. Bei der IT verliert man z.B. sehr schnell den Anschluss.
Ich verstehe natürlich all die Bedenken. Aber mit Schikane muss ich rechnen und meine Vorgesetzen sind immer kühl distanziert. Ich hatte mit denen nie Streit oder Zoff, aber sie werden sich sicher nicht für mich einsetzen. Immerhin versuchen sie mir ja gerade zu verkaufen, wie toll der Aufhebungsvertrag ja ist.

Sonst bin ich ehrlich gesagt allein in der Firma. Alle Teammitglieder, mit denen ich mich immer gut verstanden habe, sind nicht mehr hier und da hier sehr viel Homeoffice gemacht wird, gibt es kein wirklichen Zusammenhalt.

Arbeitsmarkt, Lohn, Lebenslauf... verstehe ich alles, aber ich kann mich auch nicht für die nächsten Monate oder gar Jahre den Stress da antun. Da lässt sich nichts mehr reparieren. Es ist durch. Ich will ehrlich sein: ICH WILL DA RAUS. Es geht nur noch darum, wie es am besten zu meinem Vorteil geht.

Also wenn es so ist, würde ich vielleicht doch abwarten, was passiert, wenn du nicht unterschreibst. Denn von der Abfindung musst du ja nicht nur den aufgefallenen Lohn rechnen, sondern auch die Versicherungsbeiträge, die dir entgehen.

Wirst du gekündigt, kannst du zum Arbeitsamt und dich beraten lassen, bekommst sofort ALG und vielleicht eine Weiterbildung?

Abwarten scheint ja gerade der Konsens zu sein. Ich gehe dann morgen zum Arzt zuerst. All dies hat mich natürlich auch mental angeschlagen. Dann suche ich einen Anwalt. Das Geld für eine Erstgespräch werde ich mir gönnen.
 
Unternehmen bauen Stellen ab als auf. Ich würde niemals in der jetzigen Zeit einen Aufhebungsvertrag unterschreiben.

Wenn du jedoch den Wunsch hast, ebenfalls das Unternehmen zu verlassen, dann kannst du mal fragen, ob der Aufhebungsvertrag gegen eine "reguläre Kündigung" / Freistellung ersetzt werden kann. Statt der Abfindung würdest du bei einer Kündigungsfrist von z.B. 3 Monaten weiterhin dein Gehalt erhalten und danach ausscheiden. Vorteil: du hast keine Sperre und hast 3 Monate mehr Zeit etwas zu finden.

Danke dafür. Wie solle ich die Mail morgen am besten formulieren? Einfach kurz und knapp sagen, dass ich nicht annehmen kann und um eine reguläre Küdnigung bitten?

@Grisu
Danke für den Beitrag! Hat mir etwas mehr Perspektive geschaffen.
 
Das Verhältnis zwischen dir und deinem Arbeitgeber ist hinüber, deine Zeit in der Firma läuft ab! Die Frage ist nun bei welcher Art der Trennung kommst du am besten Weg. Um das beurteilen zu können ist die Höhe deines Einkommen relevant! Wenn du selber kündigst und keinen neuen Job bekommst, hast du beim Arbeitsamt 3 Monate Sperrzeit (vielleicht wird die Abfindung auch noch zusätzlich als Einkommen mit verrechnet???). Gleicht die Abfindung das aus?
Ich denke meine Lösung wäre die, das Angebot nicht anzunehmen! Das heißt also wenn der AG dir kündigt keine Sperrzeit ( was hast du den für eine Kündigungsfrist?). Sollte das zur Folge haben, das der AG dir die letzten Tage/Wochen dort zur Hölle macht könnte es sein, das meine sensible Seele damit nicht zurecht kommt und ich mich krank schreiben lassen müsste. Also weiter Geld vom AG bekommen, danach direkt Arbeitslosengeld ohne Sperrzeit und dadurch viel Zeit um mich nach einem neuen Job umzusehen...
Was auch immer du machst, viel Erfolg dabei!
 
Wie solle ich die Mail morgen am besten formulieren? Einfach kurz und knapp sagen, dass ich nicht annehmen kann und um eine reguläre Küdnigung bitten?
Das würde ich keinesfalls tun, bevor ich nicht mit einem Fachanwalt zum bestmöglichen Vorgehen gesprochen habe. Ich würde zurückmelden, dass du noch Zeit benötigst und dich schnellstmöglich meldest.

Die haben doch nicht umsonst das Wochenende mit einkalkuliert, in dem deine Gedanken kreiseln, du dir aber keinen professionellen Rat holen kannst. Lass dich nicht unter Druck setzen, das ist unredlich! Termine bei Arbeitsrechtlern bekommst du auch kurzfristig, wenn du die Dringlichkeit herausstellst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke dafür. Wie solle ich die Mail morgen am besten formulieren? Einfach kurz und knapp sagen, dass ich nicht annehmen kann und um eine reguläre Küdnigung bitten?

@Grisu
Danke für den Beitrag! Hat mir etwas mehr Perspektive geschaffen.

Ich würde auf keinen Fall den Satz einfügen, das du um eine Kündigung bittest! Da könnte man dir schon einen Strick raus drehen!
Hättest du den Vorschlag mit der Aufhebung des Vertrag und der Abfindung schriftlich bekommen? Wenn ja schriftlich/per Email antworten das du das Angebot ablehnst, mehr nicht!
 
Absolut keine Aussagen mehr gegenüber dem Arbeitgeber! Das dürfte zukünftig die Aufgabe eines erfahrenen Rechtsanwaltes sein!!!

Meiner war super: der bossende Arbeitgeber war ein von sich selbst überzeugtes A....., mein Anwalt hat sich etwas dumm gestellt und den arroganten Fatzke loslegen lassen in seiner Selbstüberzeugtheit. Dabei hat der sich selber eine Unmenge von Fallen gestellt, die der Rechtsanwalt dann später ausschlachten konnte. Das war genial - wäre es nicht so traurig für mich wegen finanzieller Ängste gewesen - dann hätte ich das genießen können....

Ich denke sogar, aber das kann Dir nur ein Anwalt genau sagen, dass eine Kündigung unter diesen Gründen so einfach nicht möglich ist. Du bist nicht angestellt mit einer garantierten Leistung, das ist eines. Und das zweite wäre nachzuweisen dass Deine Leistung nachgelassen hat.....

In Zeiten wirtschaftlicher Schwäche versuchen Arbeitgeber sehr gerne Kosten und Personal los zu werden.

Gruß von Grisu
 
Ich würde auf keinen Fall den Satz einfügen, das du um eine Kündigung bittest! Da könnte man dir schon einen Strick raus drehen!
Hättest du den Vorschlag mit der Aufhebung des Vertrag und der Abfindung schriftlich bekommen? Wenn ja schriftlich/per Email antworten das du das Angebot ablehnst, mehr nicht!
Hallo,

alles klar. Die Vorlage des Vertrags bekam ich per Mail. Ich werde dann schreiben, dass ich nicht genug Zeit hatte darüber nachzudenken bzw. es zu besprechen und den Vertrag nicht annehmen kann.
 

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