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Aufgeben und Schicksal akzeptieren mit 28

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Johnny_B meinte:
Klar, mir passiert das häufig und das obwohl ich besonders schlechte Gegenden meide. Allerdings bin ich auch sehr dünn.
Falls das wirklich so ist: Weite Kleider anziehen, z.B. XL-Sweatshirts. Dann sieht man nicht mehr so dünn aus. Und auch nicht mehr wie ein leichtes Opfer. Mir hat das immer geholfen und ich habe mich automatisch sicherer gefühlt, wenn ich etwas breitere Kleidung getragen habe. Ein Taschenmesser mitzutragen gibt einem zumindest das Gefühl, nicht völlig wehrlos zu sein.

roman12 meinte:
Wobei es normal ist, dass es Phasen gibt, in denen man auf der Stelle tritt. Durch die omnipräsenten US-amerikanischen Einflüsse entsteht leider bei vielen Menschen der Eindruck, es müsse immer vorwärs gehen und alles so toll sein - leicht überspitzt gesagt.
Genau das haben mir meine Eltern und meine Lehrer auch vermittelt. D.h. ich wurde extrem auf Leistung getrimmt. Und auf Konkurrenzkampf. Es ist immer noch so, dass wenn ich irgendwo nicht einen Vorsprung habe auf die anderen, mich minderwertig fühle.

roman12 meinte:
Ungeachtet von der Aufarbeitung des Traumas - die durchaus erfolgen sollte - würde ich die Gelegenheit nutzen zum Innehalten, Duchatmen und sich Sammeln. Und akzeptieren, dass eben gerade Stagnation herrscht. Die muss ja nicht bis an Dein Lebensende reichen. :)
Bitte beachte: Das ist nur 1 Trauma von wohl Dutzenden, die ich in meinem Leben erlebt habe. Und all diese Traumata haben mmich zu der Person gemacht, die ich jetzt bin.
Ein Trauma aufarbeiten - wie geht das überhaupt? Braucht man da zwingend therapeutische Hilfe? Und bei welchem Trauma fängt man an, wenn man so viele erlebt hat?
Ist das denn nicht eher so etwas wie eine Spirale, wo die eine schlechte Erfahrung zur nächsten schlechten Erfahrung führt?
 

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roman12

Namhaftes Mitglied
Bitte beachte: Das ist nur 1 Trauma von wohl Dutzenden, die ich in meinem Leben erlebt habe. Und all diese Traumata haben mmich zu der Person gemacht, die ich jetzt bin.
Ein Trauma aufarbeiten - wie geht das überhaupt? Braucht man da zwingend therapeutische Hilfe?
Wahrscheinlich gibt es Dinge, die man im Gespräch mit Menschen aufarbeiten kann, die einem viel bedeuten; Seelsorge wäre ggfs. auch eine erste Option, wobei ich nicht weiß, ob das für Dich überhaupt in Frage käme.
Bei vielen erlebten Traumata wäre eine Therapie wahrscheinlich nicht verkehrt.
Aber weder bin ich Fachmann, noch könnte ich das aus der Ferne beurteilen, was jetzt im Einzelnen angeraten ist bei Dir. Zumindest kannst Du Dich ja mal nach den Optionen erkundigen, die Du hast (Therapeuten, Beratungstellen u.ä. in Deinem Umfeld), und auf welche Optionen Du Dich überhaupt einlassen möchtest.

Und bei welchem Trauma fängt man an, wenn man so viele erlebt hat?
Erst mal mit den einfacheren Dingen, denn Erfolgselebnisse beflügeln.
Bei einer Klausur macht man auch die einfacheren Aufgaben zuerst - auch wenn der Vergleich jetzt nicht perfekt passt (aber welcher Vergleich tut das schon? ;))

Ist das denn nicht eher so etwas wie eine Spirale, wo die eine schlechte Erfahrung zur nächsten schlechten Erfahrung führt?
Nicht zwingend. Zumal eine gute Erfahrung auch wieder weitere gute Erfahrungen mit sich bringen kann. Kann, nicht muss. ;) Aber das gilt in beide Richtungen, also auch für schlechte Erfahrungen.
Würde das eine automatisch zum anderen führen, hätten wir eine rein deterministische Welt. Gruseliger Gedanke.
 
Klar, man soll sich nicht mit anderen vergleichen.

Aber ich schneide immer schlecht ab. Mit 28 sind andere schon verheiratet und haben Kinder. Oder haben schon einen Doktortitel. Ich habe so gut wie gar nichts, keine Freunde, keine Freundin, bald habe ich auch keinen Job mehr, an der Uni muss ich mich auch immer für mein erbärmliches Auftreten schämen. Ich kriege es nicht mal fertig, irgendeine Routine aufzubauen und Körperpflege ist auch etwas, was viel Energie braucht.

Ich möchte einfach nochmal frisch starten. Aber bei einem Neustart hätte ich wahrscheinlich genau denselben Druck: "Diesmal muss es klappen, diesmal muss ich es schaffen, das ist meine letzte Chance etc." Also eigentlich genau das,was ich nicht brauche.
Ich brauche dazu aber einen neuen Körper. Ich habe nicht so Acht auf mich gegeben. Ich fühle mich manchmal wie Mitte 40.

Dass ich ein Loser bin, diese Vorzeichen gab es schon in meiner Jugend. Damals hoffte ich, das könnte ich aber noch abwenden. Meine einzige Chance war akademischer Erfolg, aber sogar das habe ich nicht geschafft.

Rosig ist meine Zukunft sicher nicht. Ich sehe das eher so, dass ich irgendwo als Hilfsarbeiter die Drecksarbeit machen muss und früh meine Zähne verlieren werde. Dass ich allein in einer dreckigen Bude leben werde. Dass sich keine Frau mir nähern wird, weil ich ein ungepflegter, creepy Brillenträger bin.
 
K

kasiopaja

Gast
Rosig ist meine Zukunft sicher nicht. Ich sehe das eher so, dass ich irgendwo als Hilfsarbeiter die Drecksarbeit machen muss und früh meine Zähne verlieren werde. Dass ich allein in einer dreckigen Bude leben werde. Dass sich keine Frau mir nähern wird, weil ich ein ungepflegter, creepy Brillenträger bin.
Das liegt doch letztlich an Dir, ob es so sein wird.

Es gibt auch noch was zwischen diesem Szenario und dem Doktortitel.
 
Kommt darauf an, was Du als einfach bezeichnen würdest.

Was wäre ein einfacher Job für Dich?
Etwas, wo man nicht so viel Verantwortung hat. Etwas, wo man nicht so viele Kompetenzen braucht. Etwas, wo man nicht viel falsch machen kann.

Das liegt doch letztlich an Dir, ob es so sein wird.

Es gibt auch noch was zwischen diesem Szenario und dem Doktortitel.
Keine Ahnung, ob das bei mir liegt. Das Schicksal entscheidet auch mit. Doktortitel ist auch gar nicht mein Ziel. Ich will doch nur einen easy Job, ja ich bin halt faul.
 
K

kasiopaja

Gast
Etwas, wo man nicht so viel Verantwortung hat. Etwas, wo man nicht so viele Kompetenzen braucht. Etwas, wo man nicht viel falsch machen kann.



Keine Ahnung, ob das bei mir liegt. Das Schicksal entscheidet auch mit. Doktortitel ist auch gar nicht mein Ziel. Ich will doch nur einen easy Job, ja ich bin halt faul.
Dann bleibt tatsächlich nur der schlecht bezahlte Hilfsjob, was furchtbar langweilig ist, weil man wenig Gestaltungsspielraum hat.

Falsch kann man überall was machen.

Verantwortung hat man immer.
 

Zebaothling

Namhaftes Mitglied
am besten noch in so nem Vorstadtghetto 60 qm im Hochhaus ....aber vertu Dich da nicht, auch solche Männer finden Frauen nur , wenn sie sich welche suchen......

na und Lemmy haste mit 28 noch nicht überlebt......das so so'n Spreu und Weizen Ding, verstehste, je länger Du wartest, desto länger dauerts.

Na und im Sich das Warten selbst zur Hölle machen, da gibts schon ein paar "Spezialisten", die suchen natürlich Mitleider.

Aber die Frage ist doch im Grunde, abhaken mit 28 oder nicht ?

Klar Antwort meinerseits , auf keinen Fall, weil sich durch Dein Handeln und Dein Zutun, wenn es richtig angewendet wird, Dein Leben dahingehend ändern wird, das Du damit zufrieden bist, wenn Du es sein möchtest.

Wie hoch Du da Deine persönliche monetäre oder sonstwelche Schraube drehen willst, Deine Sache.

Aber es soll auch Menschen geben, die haben 1200 Euro netto und kommen damit klar, völlig frei von akademischen Graden, hochgelehrt und sehr belesen, mehrere Sprachen sprechend, mit Niveau und frei von Spießertum, nicht besonders groß oder hübsch, aber zufrieden.

Also von Abhaken kann da nicht die Rede sein, bei ner Lebenserwartung von über 70, wenn Du mich fragst, sondern nicht an die Vergangenheit denken, dafür hat Deine Zukunft noch zu viel Zeit vor sich, die Du für Dich so gestalten kannst, wie Du es möchtest, ohne Dich dabei zu stressen.

Weil ernten kannst Du wann Du willst egal, ob mit 30 oder 50 oder 70 oder garnicht, weil mitnehmen kannste eh nix, brauchste Dir also auch keinen Stress machen, wem Du die ganze Kohle vererbst, wenn Du keine hast.

Na und das eine oder andere Tief erwischt jeden mal, von daher , kommt auch wieder gutes Wetter.
 
Dann bleibt tatsächlich nur der schlecht bezahlte Hilfsjob, was furchtbar langweilig ist, weil man wenig Gestaltungsspielraum hat.

Falsch kann man überall was machen.

Verantwortung hat man immer.
Gestaltungsspielraum hat man bei der Arbeit allgemein nicht, auch als Hirnchirurg kann man ja nicht einfach kreativ sein und mal anders operieren.

Und wenn gerade das meine Stärke ist, dass ich die Dinge interessant finde, die andere langweilig finden? Ich kann mich auch für scheinbar langweilige Arbeit begeistern.

Verantwortung übernehmen ist halt nicht so mein Ding. Warum? Weil ich das in meinem kurzen Arbeitsleben schon oft gesehen habe, dass auch die Vorgesetzen die nicht übernehmen wollen.

am besten noch in so nem Vorstadtghetto 60 qm im Hochhaus ....aber vertu Dich da nicht, auch solche Männer finden Frauen nur , wenn sie sich welche suchen......
Nein, ich will ja weg aus dem Ghetto.

na und Lemmy haste mit 28 noch nicht überlebt......das so so'n Spreu und Weizen Ding, verstehste, je länger Du wartest, desto länger dauerts.
Ähm... nein, ich verstehe nicht.

Aber die Frage ist doch im Grunde, abhaken mit 28 oder nicht ?
Die Frage ist eigentlich vielmehr: Ab welchem Punkt ist es besser, etwas aufzugeben und etwas neues zu starten. Man sagt ja man soll nie aufgeben. Aber manchmal ist aufgeben und was andere machen sinnvoller.

Klar Antwort meinerseits , auf keinen Fall, weil sich durch Dein Handeln und Dein Zutun, wenn es richtig angewendet wird, Dein Leben dahingehend ändern wird, das Du damit zufrieden bist, wenn Du es sein möchtest.
Das stimmt, aber ich kann meine Vergangenheit ja auch nicht komplett hinter mir lassen. Die Narben werden bleiben. Nicht alles heilt, gerade Zähne nicht.

Also von Abhaken kann da nicht die Rede sein, bei ner Lebenserwartung von über 70, wenn Du mich fragst, sondern nicht an die Vergangenheit denken, dafür hat Deine Zukunft noch zu viel Zeit vor sich, die Du für Dich so gestalten kannst, wie Du es möchtest, ohne Dich dabei zu stressen.

Weil ernten kannst Du wann Du willst egal, ob mit 30 oder 50 oder 70 oder garnicht, weil mitnehmen kannste eh nix, brauchste Dir also auch keinen Stress machen, wem Du die ganze Kohle vererbst, wenn Du keine hast.

Na und das eine oder andere Tief erwischt jeden mal, von daher , kommt auch wieder gutes Wetter.
Ich muss mich leider beruflich mit so einer Scheisse (pardon) wie dem Tod befassen, aber auch mit Altersrente etc. Ernten? Bin nicht sicher, was du damit meinst?
 
Wisst ihr, ich hasse mich selbst. Aus irgendeinem Grund. Wahrscheinlich weil mir von klein auf gesagt wurde, wie wertlos ich bin. Dann glaubt man das selber mit der Zeit auch.

Ich bin eigentlich ein gut aussehender Mann. Glaube ich zumindest. Aber ich mache nichts draus. Ich kleide mich nicht gut, ich benutze kein Haargel, ich lass mir keinen Goatee wachsen. Ich mache keinen Sport.
Auch beruflich wage ich nicht, zu glänzen. Obwohl ich mehr könnte.

WARUM? Weil ich Angst habe, aufzufallen. Ich habe unglaublich Schiss, angesprochen zu werden. Ich habe Angst vor Erfolg. Warum? Weil ich früh lernen musste, dass Erfolg andere neidisch macht. Dass man dann riskiert, gemobbt zu werden bzw. sogar körperlich angegriffen zu werden.

Ich mache mich selber klein, weil das Ego der anderen zu gross ist.
 

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